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Chancen gesellschaftlicher Teilhabe armer Menschen in Brasilien

Title: Chancen gesellschaftlicher Teilhabe armer Menschen in Brasilien

Term Paper , 2014 , 17 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: David Maria Hesterberg (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities

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Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob ein negativer Zusammenhang bezüglich der Chancen gesellschaftlicher Teilhabe von finanziell schlecht gestellten Menschen in Brasilien und liberaler Sozialstaatlichkeit besteht. Dabei wird hier von Geld als einem universalen Medium ausgegangen, welches Personen Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe gewährt.

Fußball, Caipirinha, hübsche Frauen und Strand unter tropischer Sonne. So bislang ein beliebtes Klischee, wenn es um das Bild Brasiliens im Ausland geht. Jedoch hat das Land nicht erst seit 2003 mit Beginn der Amtszeit des charismatischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva sein Gesicht vom Tropenparadies hin zum ernstzunehmendem Wirtschaftspartner und Organisator der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft geändert. Bedingt durch die mediale Aufmerksamkeit, welche dem tropischen Riesen seit der Auslosung am 30. Oktober 2007 in Zürich als Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft zukommt, rückt die schon lange schwelende, durch immense Ungleichheit bedingte Unzufriedenheit des brasilianischen Volkes mittels Massenausschreitungen und Protesten gegen, nach Auffassung der Demonstranten_INNEN, unverhältnismäßig hohe Investitionen des brasilianischen Staatsapparates in die Ausrichtung des Sportspektakels in den Fokus der Weltöffentlichkeit. So berichtet das Spiegel-Online-Magazin am Mittwoch, dem 19.06.2013, um 07:53 Uhr von der Niederschlagung zehntausender Demonstranten_INNEN durch den Einsatz von paramilitärischen Gruppen. Auf diesem Wege sollte in den Städten Rio de Janeiro, Fortaleza, Salvador de Bahia und Minas Gerais sowie in der Landeshauptstadt Brasilia für die Sicherheit der Organisation des FIFA World Cups gesorgt werden. Die Auflehnung der Bevölkerung gegen ungleich-hohe Ausgaben der Regierung für die Ausrichtung von Prestigeprojekten gegenüber sozialstaatlichen Projekten führt bei näherer Betrachtung zu dem Schluss, dass die Aufstände der benachteiligten brasilianischen Bevölkerungsgruppen mit einer Unterversorgung im öffentlichen Sektor zu tun hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Brasilien als Wohlfahrtsstaat

2.1. Typen der Wohlfahrtsstaatlichkeit

2.2. Bolsa Familia

2.3. Verortung des brasilianischen Wohlfahrtssystems

3. Geld als universales Inklusionsmedium

4. Spiegel der brasilianischen Einkommensverteilung

5. Fazit

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der ökonomischen Situation armer Bevölkerungsschichten in Brasilien und deren Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe. Dabei wird analysiert, inwieweit das brasilianische Wohlfahrtssystem, insbesondere das Programm Bolsa Familia, dazu beitragen kann, durch Geld als universales Inklusionsmedium soziale Exklusion zu verhindern.

  • Analyse des brasilianischen Wohlfahrtsstaats im internationalen Vergleich
  • Untersuchung des Programms Bolsa Familia als Instrument der Armutsbekämpfung
  • Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Dekommodifizierung
  • Diskussion von Geld als Medium für gesellschaftliche Inklusion
  • Betrachtung der brasilianischen Einkommensverteilung und sozialer Ungleichheit

Auszug aus dem Buch

2. Brasilien als Wohlfahrtsstaat

Damit der / die Leser_INN ein umfassenderes Verständnis der Beziehung von den sozialen Schichten erhalten wird in folgendem Kapitel näher auf das Fallbeispiel Brasilien als Wohlfahrtsstaat eingegangen. Dabei wird hier der Wohlfahrtsstaat als ein Instrument der Befriedung von Konfliktpotential verstanden. Zu diesem Zweck wird vorab eine Darstellung verschiedener Typen von Wohlfahrtsstaatlichkeit angeführt. Um die darin enthaltenen Abhängigkeitsverhältnisse des Individuums vom Markt zu erläutern wird der Dekommodifizierungsbegriff verwandt. Schlussendlich wird eine Verortung Brasiliens in den Idealtypen der Wohlfahrtsstaatlichkeit vorgenommen und anhand von einem Beispiel aus der brasilianischen Sozialpolitik belegt. Diese Arbeit schließt sich Josef Schmid an, der in seiner Verortung verschiedener wohlfahrtsstaatlicher Typen den Dekommodifizierungsbegriff von (Esping-Andersen 1990; 21-24, 26-34, 128-137, 182-186) als

„Logik der Organisation der Sozialpolitik, der Muster sozialer Schichtung und Ungleichheit (v.a. im Beschäftigungssystem) sowie der Formen gesellschaftlicher Integration bzw. Ausgrenzung [versteht] . [...] d.h. [das sich Dekommodifizierung als] [...] relative[...] Unabhängigkeit von den Zwängen und Risiken kapitalistischer (Arbeits-)Märkte, zusammenfassen lässt. (Josef Schmid 2010) S.100-101“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die aktuelle soziale Lage in Brasilien vor dem Hintergrund medialer Aufmerksamkeit durch Großereignisse und führt in die Fragestellung nach der gesellschaftlichen Teilhabe armer Menschen ein.

2. Brasilien als Wohlfahrtsstaat: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen der Wohlfahrtsstaatlichkeit mittels Dekommodifizierung und analysiert das Programm Bolsa Familia als zentrales brasilianisches Sozialinstrument.

3. Geld als universales Inklusionsmedium: Hier wird der theoretische Zusammenhang zwischen Armut, Arbeitslosigkeit und dem Ausschluss von gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten diskutiert.

4. Spiegel der brasilianischen Einkommensverteilung: Das Kapitel veranschaulicht die reale Einkommensschichtung der brasilianischen Bevölkerung anhand statistischer Daten und Klassifizierungen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der liberale brasilianische Wohlfahrtsstaat trotz punktueller Erfolge strukturelle Exklusionsprozesse nicht ausreichend abfedert.

6. Literatur: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen auf, die für die Erstellung der Arbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Brasilien, Wohlfahrtsstaat, Bolsa Familia, Armut, soziale Ungleichheit, Dekommodifizierung, Inklusion, Exklusion, Teilhabe, Einkommensverteilung, Sozialpolitik, Arbeitslosigkeit, Gini-Koeffizient, Transferleistungen, Marginalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation armer Bevölkerungsschichten in Brasilien und untersucht, inwieweit das bestehende Wohlfahrtssystem die Teilhabechancen dieser Menschen beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Typologie von Wohlfahrtsstaaten, das brasilianische Programm Bolsa Familia, die Theorie der Dekommodifizierung sowie die Auswirkungen von Armut auf die soziale Inklusion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob ein negativer Zusammenhang zwischen der liberalen Ausprägung des brasilianischen Wohlfahrtsstaates und den Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe armer Menschen besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und soziologische Analyse, basierend auf der theoretischen Einordnung nach Esping-Andersen und einer Auswertung empirischer Daten zur Einkommensverteilung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Wohlfahrtsstaatsbegriffs, die Vorstellung des Sozialprogramms Bolsa Familia und die empirische Betrachtung der Einkommensklassen in Brasilien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit besonders?

Wichtige Begriffe sind Dekommodifizierung, Wohlfahrtsstaatlichkeit, Bolsa Familia, soziale Exklusion, Teilhabe und Einkommensungleichheit.

Warum wird Bolsa Familia als idealtypisches Beispiel für den brasilianischen Sozialstaat genannt?

Bolsa Familia dient als Beispiel, da es durch seine Bedingungen (Cash Transfers gekoppelt an Bedarfsprüfungen) und seine Struktur den liberalen Charakter des brasilianischen Wohlfahrtsregimes besonders deutlich macht.

Welchen Einfluss hat das Geld als Inklusionsmedium laut Autor?

Der Autor argumentiert, dass der Mangel an Geld den Zugang zu kulturellen, politischen und sozialen Aktivitäten erschwert und somit die soziale Exklusion vorantreibt.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Chancen gesellschaftlicher Teilhabe armer Menschen in Brasilien
College
University of Kassel
Grade
1,5
Author
David Maria Hesterberg (Author)
Publication Year
2014
Pages
17
Catalog Number
V541124
ISBN (eBook)
9783346148551
ISBN (Book)
9783346148568
Language
German
Tags
Bolsa Familia Brasilien Wohlfahrtsstaatlichkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Maria Hesterberg (Author), 2014, Chancen gesellschaftlicher Teilhabe armer Menschen in Brasilien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/541124
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