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Grundlagen des Strafrechts. Das "anders handeln können" im Rahmen der Schuldunfähigkeit nach §20 StGB

Title: Grundlagen des Strafrechts. Das "anders handeln können" im Rahmen der Schuldunfähigkeit nach §20 StGB

Seminar Paper , 2019 , 37 Pages , Grade: 11

Autor:in: Jasmin Hain (Author)

Law - Penology

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit dreht sich um die Darstellung der Meinungen zu den Fragen, ob es Willensfreiheit gibt und ob man eine Willensfreiheit im Sinne eines Anders-Handeln-Könnens überhaupt braucht, um den Täter schuldig zu sprechen.

Dazu wird im ersten Schritt geklärt, was das Anders-Handeln-Können bezüglich der Schuldfähigkeit meint. Weiter werden die Ansichten zur Frage, ob es Willensfreiheit überhaupt gibt, unter Berücksichtigung der aktuellen Erkenntnisse der Neurobiologie dargestellt. Daran schließt sich die Frage an, ob aus Sicht des Strafrechts die Willensfreiheit überhaupt benötigt wird, um einen Täter schuldig zu sprechen oder ob die Schuld auch ohne ein Anders-Handeln-Können auskommt.

Dazu wird nach der ausführlichen Darstellung des Anders-Handeln-Könnens insbesondere die sogenannte Charakterschuld, die normative Ansprechbarkeit und der funktionale Schuldbegriff vorgestellt. Die verschiedenen Anknüpfungspunkte des Schuldvorwurfs und die Frage, ob man so die Frage nach der Willensfreiheit und einem Anders-Handeln-Können umgehen kann, stellen den Schwerpunkt der Arbeit dar.

Die Arbeit gibt einen Überblick über die wichtigsten Meinungen von bekannten Strafrechtlern und Hirnforschern. Nicht näher betrachtet werden dabei das Menschenbild des Grundgesetzes und des BVerfGs, das dem Strafrecht und dem Schuldprinzip zugrunde liegt sowie Probleme, wie die Fahrlässigkeit und der Vorsatz, die die Willensunfreiheit ebenfalls mitbringen würde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

B. Anders-Handeln-Können und Willensfreiheit

I. Bedeutung des Anders-Handeln-Könnens im Rahmen der Schuldfähigkeit

II. Möglichkeit des Anders-Handeln-Könnens

1. Determinismus

2. Erkenntnisse der Neurobiologie

III. Anknüpfungsmöglichkeiten für die Schuld

1. Schuldvorwurf: das Anders-Handeln-Können

2. Indeterminismus

3. Schuldvorwurf: Handeln eines durchschnittlichen Menschen

4. Schuldvorwurf: Charakter

5. Schuldvorwurf: Rechtlich missbilligte Gesinnung

6. Funktionaler Schuldbegriff

7. Schuldvorwurf: normative Ansprechbarkeit

8. Strafrechtliche Würdigung des Handelns eines Durchschnittsmenschen

C. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit des strafrechtlichen Schuldprinzips mit Erkenntnissen der Hirnforschung, insbesondere hinsichtlich der Willensfreiheit und der Fähigkeit eines Täters, in einer konkreten Situation anders zu handeln.

  • Strafrechtliche Bedeutung der Willensfreiheit und des Anders-Handeln-Könnens
  • Neurobiologische Sichtweisen auf Entscheidungsbildung und Determinismus
  • Anknüpfungspunkte für den strafrechtlichen Schuldvorwurf
  • Diskussion alternativer Modelle zum klassischen Schuldstrafrecht
  • Verhältnis von normativem Tadel und allgemeiner Rechtstreue

Auszug aus dem Buch

A. Einleitung

„Nulla poena sine culpa“ - „Keine Strafe ohne Schuld“ ist einer der wichtigsten Grundsätze des Strafrechts. Gegen einen Täter kann nur eine in seine Grundrechte eingreifende Strafe verhängt werden, wenn seine Schuld erwiesen ist. Ihm muss ein Schuldvorwurf in Form eines Rechtsbruchs gemacht werden können. Um einem Täter diesen Vorwurf machen zu können, muss er die Möglichkeit gehabt haben, sich in der gleichen Situation anders zu verhalten, also in derselben Situation muss ein alternatives Verhalten möglich gewesen sein. Er muss sich durch seinen freien Willen zum besagten Handeln entschieden haben. Die Willensfreiheit im Sinne einer bewussten Willensentscheidung zu einem konkreten Verhalten ist somit die Voraussetzung, um anders handeln zu können. Neurowissenschaftler meinen jedoch widerlegen zu können, dass eine solche Willensfreiheit existiert, was wiederum die Möglichkeit zum Anders-Handeln-Können ausschließen würde.

Diese Arbeit dreht sich um die Darstellung der Meinungen zu den Fragen, ob es Willensfreiheit gibt und ob man eine Willensfreiheit im Sinne eines Anders-Handeln-Könnens überhaupt braucht, um den Täter schuldig zu sprechen. Dazu wird im ersten Schritt geklärt, was das Anders-Handeln-Können bezüglich der Schuldfähigkeit meint. Weiter werden die Ansichten zur Frage, ob es Willensfreiheit überhaupt gibt, unter Berücksichtigung der aktuellen Erkenntnisse der Neurobiologie dargestellt. Daran schließt sich die Frage an, ob aus Sicht des Strafrechts die Willensfreiheit überhaupt benötigt wird, um einen Täter schuldig zu sprechen oder ob die Schuld auch ohne ein Anders-Handeln-Können auskommt.

Zusammenfassung der Kapitel

Bedeutung des Anders-Handeln-Könnens im Rahmen der Schuldfähigkeit: Untersuchung der strafrechtlichen Verankerung der Schuldfähigkeit und wie die Rechtsprechung das „Anders-Handeln-Können“ als notwendige Voraussetzung für strafrechtliche Schuld definiert.

Möglichkeit des Anders-Handeln-Könnens: Darstellung der gegensätzlichen Positionen von Determinismus und neurobiologischen Erkenntnissen, welche die Existenz eines freien Willens als Voraussetzung für ein alternatives Verhalten hinterfragen.

Anknüpfungsmöglichkeiten für die Schuld: Analyse verschiedener theoretischer Ansätze zur Begründung des Schuldvorwurfs, die versuchen, das Problem der Willensfreiheit entweder zu integrieren, zu umgehen oder neu zu bewerten.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass die Willensfreiheit weder bewiesen noch widerlegt ist, weshalb ein pragmatischer Mittelweg, der den Schuldvorwurf auf den Vergleich mit einem rechtstreuen Durchschnittsmenschen stützt, zur Aufrechterhaltung des Schuldprinzips am plausibelsten erscheint.

Schlüsselwörter

Strafrecht, Schuldprinzip, Willensfreiheit, Anders-Handeln-Können, Determinismus, Neurobiologie, Schuldfähigkeit, Schuldvorwurf, Indeterminismus, Agnostizismus, Charakterschuld, normative Ansprechbarkeit, Besserung und Sicherung, funktionaler Schuldbegriff, nulla poena sine culpa

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die theoretische Fundierung des strafrechtlichen Schuldprinzips in einer Zeit, in der neurowissenschaftliche Erkenntnisse die menschliche Willensfreiheit in Frage stellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Vereinbarkeit von Strafrecht und Willensfreiheit, die neurobiologische Herausforderung des Determinismus sowie die Suche nach alternativen oder ergänzenden Modellen für den strafrechtlichen Schuldvorwurf.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit der Frage, ob ein strafrechtlicher Schuldbegriff zwingend ein „Anders-Handeln-Können“ voraussetzt und wie sich die Schuldfrage bei unklarer Beweislage über die menschliche Freiheit beantworten lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Untersuchung, die bekannte strafrechtliche Lehrmeinungen, Grundsatzurteile der Rechtsprechung sowie neurowissenschaftliche Forschungsergebnisse in einer kritischen Analyse zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Konzepte wie den Determinismus, die Charakterschuld, den funktionalen Schuldbegriff und die normative Ansprechbarkeit sowie deren Tauglichkeit zur Legitimierung staatlicher Strafe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schuldprinzip, Willensfreiheit, Determinismus, Schuldfähigkeit, Anders-Handeln-Können und normative Ansprechbarkeit.

Warum ist das Experiment von Libet für die Arbeit relevant?

Das Experiment dient als Grundlage der Kritik am freien Willen, da es Indizien dafür liefert, dass neuronale Prozesse bereits vor der bewussten Willensbildung stattfinden, was die strafrechtliche Prämisse des bewussten Entschlusses herausfordert.

Was ist das Problem beim Besserungs- und Sicherungsrecht als Alternative?

Die Arbeit weist darauf hin, dass ein solches Recht den Vergeltungsgedanken aufgibt, zu einem unbestimmten Strafmaß führen könnte und die Gefahr der Instrumentalisierung des Täters birgt, was dem rechtsstaatlichen Schutz der Menschenwürde entgegensteht.

Wie bewertet der Autor den Mittelweg des Agnostizismus?

Der Autor erachtet den agnostischen Mittelweg – das Festhalten am Schuldstrafrecht bei gleichzeitiger Akzeptanz der Unbeweisbarkeit der Willensfreiheit – als die pragmatischste Lösung für das derzeitige Strafrechtssystem.

Was bedeutet die Anknüpfung an den "Durchschnittsmenschen"?

Anstatt dem Täter individuell seine spezifische Handlungsfreiheit in einer determinierten Situation nachzuweisen, stützt sich der Vorwurf darauf, was von einem normorientierten, rechtstreuen Bürger in dieser Situation objektiv zu erwarten gewesen wäre.

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Details

Title
Grundlagen des Strafrechts. Das "anders handeln können" im Rahmen der Schuldunfähigkeit nach §20 StGB
College
Free University of Berlin  (Rechtswissenschaft)
Grade
11
Author
Jasmin Hain (Author)
Publication Year
2019
Pages
37
Catalog Number
V540209
ISBN (eBook)
9783346162861
ISBN (Book)
9783346162878
Language
German
Tags
Schuld Anders-Handeln-Können Willensfreiheit Indeterminismus Charakterschuld Rechtlich missbilligte Gesinnung Funktionaler Schuldbegriff Normative Ansprechbarkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmin Hain (Author), 2019, Grundlagen des Strafrechts. Das "anders handeln können" im Rahmen der Schuldunfähigkeit nach §20 StGB, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/540209
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