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Agrarlandgewinnung durch Flussregulierung in Österreich

Title: Agrarlandgewinnung durch Flussregulierung in Österreich

Seminar Paper , 2019 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sandro Scharerweger (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies

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Summary Excerpt Details

Die folgende Seminararbeit beschäftigt sich mit der Agrarlandgewinnung durch Flussregulierungen in Österreich. Dazu wird zu anfangs kurz auf die Entstehung der heutigen Alpentäler sowie auf die Ursprünge der Flussregulierungen im Alpenraum eingegangen sowie etablierte Techniken der Flussregulierung während des späten 18. und 19. Jahrhunderts beschrieben.

Anschließend soll anhand von drei österreichischen Flüssen – nämlich der Donau, der Enns und der Traun – gezeigt werden, wie Flüsse in den letzten zwei Jahrhunderten reguliert wurden und welche Auswirkungen diese Eingriffe in den natürlichen Verlauf der Flüsse mit sich brachten.

Österreich ist einerseits als Alpenland bekannt, da 62,8% der gesamten Staatsfläche von den Alpen eingenommen werden. Gleichzeitig wird Österreich in der zweiten Verszeile der Bundeshymne als "Land am Strome" gerühmt, weshalb es offenbar auch für seine weitläufigen Flusssysteme und Süßwasserreservoire bekannt ist. Das gesamte Fließgewässernetz weist eine Länge von über 100.000 Kilometern auf. Allein die Donau nimmt davon etwa 350 Kilometern in Österreich ein, an zweiter Stelle liegt die Mur mit 343 Kilometern.

Wenn man also bedenkt, dass beinahe zwei Drittel der österreichischen Staatsfläche gebirgig, 47,6% der Staatsfläche bewaldet sind und das Land von einem 100.000 Kilometer langen Flusssystem durchzogen wird, so stellt sich die Frage, wo sich überhaupt noch Platz für Industrie-, Wohn-, Verkehrs- oder Agrarflächen findet. Vor allem die Flüsse, zum Teil schnell fließend und mäandrierend, stellten in der Geschichte der Landwirtschaft immer wieder Probleme dar, was die Bevölkerung veranlasste, Flussregulierungen durchzuführen und Flächen somit urbar zu machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Bedeutung von Flussregulierungen im Alpenraum

2.1 Die Entstehung der Gewässer und Täler im Alpenraum

2.2 Geschichte der Flussregulierungen im Alpenraum

2.3 Methodik der Flussregulierung

3 Beispiele für Flussregulierungen in Österreich

3.1 Flussregulierungen am Beispiel der Donau

3.2 Flussregulierungen am Beispiel der Enns

3.3 Flussregulierungen am Beispiel der Traun

4 Auswirkungen und Maßnahmen

4.1 Auswirkungen durch Flussregulierungen

4.2 Von der Flussregulierung zur Flussrenaturierung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die historische und gegenwärtige Agrarlandgewinnung durch Flussregulierungen in Österreich. Dabei wird analysiert, wie durch massive Eingriffe in den natürlichen Verlauf von Flüssen Flächen urbar gemacht wurden, welche Auswirkungen diese Maßnahmen auf die Umwelt und das Ökosystem hatten und wie sich der Fokus von der rein wirtschaftlichen Nutzung hin zur ökologischen Flussrenaturierung verschoben hat.

  • Entwicklung und Geschichte der Flussregulierungen im Alpenraum
  • Methodische Ansätze und Techniken der Flussbegradigung
  • Fallstudien der Flüsse Donau, Enns und Traun
  • Ökologische Auswirkungen, insbesondere der Verlust von Auwaldgebieten
  • Konfliktfeld zwischen wirtschaftlichem Fortschritt und Hochwasserschutz
  • Ansätze zur Flussrenaturierung als Ausgleichsmaßnahme

Auszug aus dem Buch

Methodik der Flussregulierung

Der natürliche Verlauf von Flüssen oder Bächen kann stark variieren, was hauptsächlich auf das Gefälle, die verschieden starke Strömungsgeschwindigkeit sowie das Relief (z.B. alpine Regionen, Hügelland, Flachland) zurückzuführen ist. Vor allem letzteres ist am entscheidendsten für Linienführung, da sich ein Fluss stets den einfachsten Weg bahnt. Nach Eberstaller-Fleischanderl & Eberstaller (2014: 34ff) können folgende Typen – kategorisiert nach der Linienführung – differenziert werden:

• Gestreckte Flüsse weisen über kürzere bzw. längere Abschnitte nur eine geringe Flussentwicklung auf und sind zumeist lediglich schmale Gerinne, was auf geologische Einengungen zurückzuführen ist. Mit Ausnahme von beispielsweise Schluchten oder Klammen kommt dieser Typ in der Natur allgemein eher selten vor und ist folglich ein Resultat von menschlichen Regulierungsmaßnahmen.

• Furkierende Flüsse sind die häufigste Form und verfügen über ein verzweigtes System an Nebenarmen, die durch mittleres bis starkes Gefälle sowie kräftiges Geschiebe entstehen und haben folglich kein eindeutiges Flussufer.

• Mäandrierende Flüsse haben einen stark bogenförmigen Verlauf sind auf ein niedriges Gefälle zurückzuführen, weshalb sie einen Großteil des Talbodens einnehmen.

Als eine Übergangsform zwischen mäandrierenden und furkierenden Flüssen werden manchmal pendelnde bzw. gewundene angeführt, die leichte Bögen und Verzweigungen aufweisen, aufgrund des zu starken Gefälles allerdings noch keine eindeutigen Mäander bilden (Eberstaller-Fleischanderl & Eberstaller 2014: 35f)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die topographische Situation Österreichs als Alpenland ein und erläutert die Motivation der Arbeit, den Zusammenhang zwischen Flussregulierungen und der Gewinnung von Agrarflächen zu beleuchten.

2 Zur Bedeutung von Flussregulierungen im Alpenraum: Das Kapitel beschreibt die geologischen Grundlagen der Entstehung von Gewässern und Tälern sowie die historische Entwicklung von der frühen Schifffahrtsnutzung bis zur industriellen Regulierung zur Landgewinnung und Energiegewinnung.

3 Beispiele für Flussregulierungen in Österreich: Anhand der drei Flüsse Donau, Enns und Traun werden konkrete, historische Regulierungsmaßnahmen sowie deren Auswirkungen auf die Landschaftsstruktur detailliert dargestellt.

4 Auswirkungen und Maßnahmen: Hier werden die ökologischen Folgen, wie der massive Auwaldverlust und die Veränderung des Hochwasserrisikos, diskutiert und moderne Gegenkonzepte wie die Flussrenaturierung vorgestellt.

5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Aspekte der historischen Flussregulierungsphasen zusammen und bewertet die ökologischen Langzeitfolgen im Kontext des wirtschaftlichen Nutzens.

Schlüsselwörter

Flussregulierung, Agrarlandgewinnung, Österreich, Alpenraum, Wasserbau, Donau, Enns, Traun, Auwaldverlust, Flussrenaturierung, Hochwasserschutz, Energiegewinnung, Ökologie, Flussbegradigung, Schifffahrt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den historischen und ökologischen Aspekten der Flussregulierungen in Österreich und deren direkter Auswirkung auf die Gewinnung von nutzbarem Agrarland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Historie der Flussverbauung, den technischen Methoden der Flussbegradigung sowie den ökologischen Folgen wie dem Verlust von Auwäldern und den Auswirkungen auf das Hochwasser.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss menschlicher Eingriffe in das österreichische Flusssystem zu analysieren, insbesondere inwiefern durch Regulierungen Acker- und Siedlungsflächen gewonnen wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie den Vergleich von historischen und modernen Kartenwerken und Luftaufnahmen, um die physischen Veränderungen an den Flüssen Donau, Enns und Traun nachzuweisen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Gewässergeschichte und eine detaillierte Fallstudienanalyse der Flüsse Donau, Enns und Traun.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Flussregulierung, Agrarlandgewinnung, Flussrenaturierung, Auwaldverlust und ökologischer Hochwasserschutz.

Warum wurde die Donau in verschiedenen Phasen reguliert?

Die Regulierungen der Donau dienten anfangs primär der Schifffahrt, später der Landgewinnung durch Trockenlegung von Nebenarmen und im 20. Jahrhundert verstärkt der energetischen Nutzung durch den Kraftwerksbau.

Welche Rolle spielte das Reichswassergesetz von 1869?

Dieses Gesetz war ein zentraler Auslöser, da es die notwendigen finanziellen Mittel und den rechtlichen Rahmen für große Flussbauprojekte, insbesondere für die Ennsregulierung und die Donauregulierung, bereitstellte.

Wie unterscheidet sich die Renaturierung von der Regulierung?

Während die Regulierung das Ziel verfolgte, Flüsse zu begradigen und einzuengen, um Land zu gewinnen, zielt die Renaturierung darauf ab, den natürlichen Zustand durch Rückverlegung von Dämmen und Wiederbelebung von Altarmen zu fördern.

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Details

Title
Agrarlandgewinnung durch Flussregulierung in Österreich
College
University of Salzburg
Grade
1,0
Author
Sandro Scharerweger (Author)
Publication Year
2019
Pages
26
Catalog Number
V539799
ISBN (eBook)
9783346160218
ISBN (Book)
9783346160225
Language
German
Tags
Flussregulierungen Traun Donau Enns Begradigung Agrarlandgewinnung Trockenlegung Auwald
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandro Scharerweger (Author), 2019, Agrarlandgewinnung durch Flussregulierung in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/539799
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