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Der Dresdner Neumarktkurier als "Bürgerliche Lokalzeitschrift" - Ausdruck einer lokalen Identität?

Title: Der Dresdner Neumarktkurier als "Bürgerliche Lokalzeitschrift" - Ausdruck einer lokalen Identität?

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Carl Röthig (Author)

German Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

Spätestens mit dem Beginn des Wiederaufbaues der Dresdner Frauenkirche hat sich eine anfangs lokale öffentliche Diskussion um die architektonische Gestaltung der Dresdner Altstadt entwickelt, die weite Kreise in die Welt hinauszog.
Kontroverse Ansichten von historischer Rekonstruktion, Erhaltung von den Bauwerken des Sozialismus bis hin zum modernen, funktionalen Bauen stehen sich wie verfestigte Blöcke gegenüber und lassen nur an wenigen Stellen Kompromissbereitschaft aufkommen.
In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird ein Standpunkt der historischen Rekonstruktion sprachwissenschaftlich analysiert. Dazu wird das Organ der „Gesellschaft Historischer Neumarkt e. V.“, die Zeitschrift „Neumarktkurier“, die hier als 'Bürgerliche Lokalzeitschrift' kategorisiert werden soll, untersucht. Eine 'Bürgerliche Lokalzeitschrift' sucht sich inhaltlich einen überschaubaren feststehenden Rahmen, einen Raum, in dem vorrangig Traditionelles seinen Platz hat, um sich von der heutigen, schnelllebigen Zeit zu distanzieren.
Dass der Neumarktkurier als solche klassifiziert werden kann und wie sich dies konkret innerhalb des Heftes ausdrückt, soll die Analyse nachweisen.
Die Analyse besteht aus mehreren Schritten: Zuerst sind die äußeren Merkmale der Zeitschrift zu untersuchen. Dazu gehören der Herausgeber, die Erscheinungsweise, das Alter des Blattes, die Art der Finanzierung sowie das Druckmaterial und das Layout.
Die innere Analyse beschäftigt sich mit der Selbstdarstellung, also der Zielsetzung der Zeitschrift oder der Funktion, die sie sich zuschreibt, der Fremddarstellung, also der Bewertung der Drucksache durch außen stehende Personen (Leser), sowie den Inhalten, dem Aufbau der Artikel und deren sprachliche Umsetzung.
An diesen Erkenntnissen gilt es abzuleiten, in welcher Weise die Kategorie Bürgerliche Lokalzeitschrift durch das Heft selbst bedient wird.
Darüber hinaus soll die Frage beantwortet werden, ob der Neumarktkurier Ausdruck einer lokalen Identität sei. Dabei wird besonderes Augenmerk auf lokale Bezeichnungen und Typisierungen gelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Äußere Analyse des Neumarktkuriers

2. Innere Analyse des Neumarktkuriers

2.1. Die Selbstdarstellung

2.2. Die Fremddarstellungen

2.3. Sprachliche Besonderheiten

Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Dresdner Zeitschrift "Neumarktkurier" hinsichtlich ihrer Klassifizierung als "bürgerliche Lokalzeitschrift". Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Architekturrekonstruktion am Neumarkt, der dort vermittelten konservativen Identitätsstiftung und den sprachlich-stilistischen Mitteln der Zeitschrift zu analysieren.

  • Analyse der Zeitschrift als Instrument der Bürgerinitiative "Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e. V."
  • Untersuchung der Selbstdarstellung der Zeitschrift im Kontext des stadtbaupolitischen Ziels der historischen Rekonstruktion
  • Auswertung der Fremddarstellungen durch Leser und deren Identifikation mit den Inhalten
  • Analyse der sprachlichen Besonderheiten, des Fachwortschatzes und des konservativen Vokabulars
  • Reflektion der Bedeutung von "lokaler Identität" im Kontext ostdeutscher Stadtplanung

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Selbstdarstellung

Selbstdarstellung bei einer Zeitschrift beginnt schon in der Namensgebung oder dem Titel der Zeitschrift. Neumarktkurier heißt sie in diesem Fall, mit dem Untertitel Baugeschehen und Geschichte am Dresdner Neumarkt. Die rekurrente Verwendung des Begriffes Neumarkt, im Untertitel spezifisiert als Dresdner Neumarkt, beschränkt den Radius des Heftes räumlich. Auch inhaltlich wird eine Eingrenzung vorgenommen. So sollen allein das Baugeschehen, also die Architektur, und die Geschichte, also die historischen Fakten zu der Architektur, die Themen der Artikel bestimmen.

Der Ausdruck Kurier, im 16. Jahrhundert aus dem Französischen (courrier) entlehnt, bezeichnet den Überbringer einer Botschaft oder eines Gegenstandes. Gleichzeitig ist er eine veraltete Bezeichnung für eine Zeitschrift. Dieser Archaismus wurde für den Neumarktkurier nicht ohne Grund gewählt. Zum einen verweist er auf die Rückbesinnung auf das Alte, das Traditionelle. Zum anderen impliziert er durch seine ursprüngliche Bedeutung (eilen, laufen) und den Kursivdruck eine Eile, die die Nötigkeit zum schnellen Handeln ausdrückt.

Der Neumarktkurier hat ein architektonisches Leitziel für den Dresdner Neumarkt formuliert, die sich in der Forderung: „[D]ie Gesellschaft fordert die Platzgestalt von 1945“ (NMK 2002, 1, S. 3) widerspiegelt. Es wird eine weitgehend historische Rekonstruktion des Neumarktes, die sich an der architektonischen Bebauung vor der Dresdner Zerstörung durch alliierte Luftangriffe vom 13./ 14. Februar 1945 orientiert, angestrebt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Definition des Untersuchungsgegenstandes "Neumarktkurier" und Hinführung zum theoretischen Begriff der "bürgerlichen Lokalzeitschrift".

1. Äußere Analyse des Neumarktkuriers: Darstellung der strukturellen Rahmenbedingungen, des Herausgebers (Bürgerinitiative) und der finanziellen sowie gestalterischen Aspekte der Zeitschrift.

2. Innere Analyse des Neumarktkuriers: Detaillierte Untersuchung der inhaltlichen Ausrichtung, der Leserwirkung und der sprachlichen Charakteristika im Hinblick auf das Ziel der historischen Rekonstruktion.

2.1. Die Selbstdarstellung: Analyse der Namensgebung, des architektonischen Leitziels und der Argumentationsmuster zur Rekonstruktion des Neumarktes.

2.2. Die Fremddarstellungen: Auswertung von Leserzuschriften und Stellungnahmen, um die Übereinstimmung oder Diskrepanz zwischen Zielsetzung und Rezeption aufzuzeigen.

2.3. Sprachliche Besonderheiten: Analyse des Stils, der architektonischen Fachsprache und der Verwendung konservativer oder emotionaler Vokabeln zur Legitimierung der Vereinsziele.

Schluss: Zusammenfassende Einordnung der Zeitschrift als Medium zur Identitätsstiftung durch architektonische Rekonstruktion und Fazit zur Identifikation mit dem Bürgertum.

Schlüsselwörter

Dresden, Neumarktkurier, lokale Identität, Architektur, historische Rekonstruktion, Bürgerinitiative, Stadtplanung, bürgerliche Schicht, Tradition, Frauenkirche, Stadtbild, Identitätsfindung, Konservatismus, Gesellschaft Historischer Neumarkt, Sprachanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Dresdner Zeitschrift "Neumarktkurier" und analysiert, wie diese durch ihre inhaltliche und sprachliche Gestaltung als "bürgerliche Lokalzeitschrift" fungiert, um ein spezifisches stadtbaupolitisches Ziel zu verfolgen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Themen sind die historische Rekonstruktion des Dresdner Neumarktes, die Suche nach lokaler Identität im ostdeutschen Kontext sowie die Verknüpfung von architektonischem Anspruch und bürgerlichem Selbstverständnis.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Es wird der Frage nachgegangen, wie der Neumarktkurier die Kategorie der "bürgerlichen Lokalzeitschrift" bedient und ob er als Ausdruck einer lokalen Identität gewertet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine linguistische und inhaltliche Analyse, wobei Ansätze aus der Aufarbeitung "sozialer Kategorien" von Kallmeyer/Keim auf die Zeitschrift angewendet werden, um Bezeichnungen, Selbstdarstellung und Fremddarstellung zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine Aufteilung in eine äußere Analyse (Struktur, Finanzierung) und eine tiefergehende innere Analyse (Selbstverständnis, Architekturrezeption, Sprachgebrauch, Werbeanzeigen).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Dresden", "Neumarktkurier", "lokale Identität", "Rekonstruktion", "Tradition" und "Bürgertum" charakterisiert.

Wie definiert die Zeitschrift ihr eigenes "architektonisches Leitziel"?

Das Leitziel wird als Forderung nach der "Platzgestalt von 1945" definiert, was die strikte Ablehnung moderner Bauweisen zugunsten einer historischen Rekonstruktion beinhaltet.

Welche Rolle spielt die Sprache bei der Identitätsstiftung im Neumarktkurier?

Die Sprache dient vorrangig dazu, Seriosität durch Hochsprache und Fachvokabular zu vermitteln; Identität wird dabei primär über architektonische Begriffe wie "Ensemble" und die Abgrenzung von der "DDR-Vergangenheit" konstruiert.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Selbstdarstellung und Fremddarstellung?

Die Selbstdarstellung wird durch die redaktionellen Inhalte und die Zielsetzung der Zeitschrift definiert, während die Fremddarstellung anhand von Leserzuschriften analysiert wird, die größtenteils mit den Zielen des Vereins konform gehen.

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Details

Title
Der Dresdner Neumarktkurier als "Bürgerliche Lokalzeitschrift" - Ausdruck einer lokalen Identität?
College
Dresden Technical University  (Institut für Germanistik)
Course
Urbanolekte
Grade
1,0
Author
Carl Röthig (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V53878
ISBN (eBook)
9783638492096
ISBN (Book)
9783638693288
Language
German
Tags
Dresdner Neumarktkurier Bürgerliche Lokalzeitschrift Ausdruck Identität Urbanolekte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carl Röthig (Author), 2005, Der Dresdner Neumarktkurier als "Bürgerliche Lokalzeitschrift" - Ausdruck einer lokalen Identität?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/53878
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