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Zur Shop-Startseite › Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik

NGOs und Legitimität

Titel: NGOs und Legitimität

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sebastian Karcher (Autor:in)

Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit hat zwei große Teile, die den zwei entscheidenden Fragen der Untersuchung entsprechen. Das erste Kapitel behandelt die Frage „Legitimität wofür?“, das zweite Kapitel die Frage „Legitimität wodurch?“. Die im ersten Kapitel gestellte Frage nach den Handlungen, die einer Legitimierung bedürfen wird im journalistischen Bereich oft unterschlagen. Die meisten politikwissenschaftlichen Abhandlungen beschäftigen sich mit der Legitimität politischer Systeme (Lipset), oder Handlungen. Da es keiner Legitimierung für öffentliche Meinungsäußerungen und Proteste Bedarf, ist eine genaue Abgrenzung gerade für die Frage der Legitimität von NGOs von großer Wichtigkeit. Zunächst werden die Aussagen der drei behandelten Theorien vorgestellt. Den Forderungen der verschiedenen NGOs selbst sowie ihren Legitimierungsversuchen wird im Rahmen der Fallstudien besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Das zweite Kapitel geht in ähnlicher Weise vor. In einem ersten Schritt werden die Legitimitätskonzepte skizziert und dann auf die vier untersuchten Fälle übertragen. Auf diese Weise sollen die Konzepte möglichst analytisch verglichen werden. Eine empirische Überprüfung anhand aufzustellender Hypothesen ist jedoch aufgrund der Komplexität des Begriffes nicht möglich: Jede der vorgestellten Theorien verbindet sich auch mit einer unterschiedlichen Definition von Legitimität (aus diesem Grund findet sich auch keine Arbeitsdefinition in dieser Einleitung). Es fehlt so an einer einheitlichen Messlatte. Stattdessen wird versucht, die Erklärungsmöglichkeiten der Theorien im Bezug auf die Legitimierungsstrategien der INGOs und die Gründe für die Anerkennung von Legitimität durch andere Akteure zu vergleichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Legitimität wofür?

1.1 Die Theorie

Legitimität von Regulierungsleistungen – C. v. Haldenwang

Legitimation von Autorität: John Boli

Jürgen Habermas: Legitimierung der Diskursposition

1.2 Die Praxis

2. Legitimität wodurch?

2.1 Theorie

Christian von Haldenwang – Legitimierungsstrategien

John Boli: Types of Authority

Habermas: Legitimität durch Diskurs

2.2 Die Praxis

Schlussbemerkungen

Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Legitimität von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) vor dem Hintergrund der zunehmenden Kritik an deren politischem Einfluss. Ziel ist es, der essayistisch-journalistischen Debatte eine theoretisch fundierte politikwissenschaftliche Analyse gegenüberzustellen, indem drei ausgewählte Erklärungsansätze auf ihre Anwendbarkeit und Plausibilität geprüft werden.

  • Politische Legitimität von NGOs im Kontext globaler Einflussnahme
  • Vergleich theoretischer Konzepte (Haldenwang, Boli, Habermas)
  • Analyse von Legitimierungsstrategien anhand ausgewählter Fallbeispiele
  • Diskussion von Stellvertreterpositionen und demokratischen Strukturen
  • Bedeutung von Expertise, Moral und zivilem Ungehorsam als Legitimationsgrundlagen

Auszug aus dem Buch

Legitimation von Autorität: John Boli

John Boli lehnt sich an Max Webers Legitimitätsbegriff an. Ist es bei Weber Herrschaft die legitimiert werden muss, (Weber 1976: 122f.) benutzt John Boli den Begriff authority. Diese leichte Begriffsveränderung (vgl. FN 2) erlaubt eine Ausweitung von Webers Legitimitätstheorie auf INGOs. Boli bestreitet, dass INGOs keine authority ausüben und ihre Rolle lediglich in der Beeinflussung staatlicher Politik besteht. Solche Behauptungen zeugen von „an inadequate analysis of the nature of authority in the contemporary world, especially the authority that is exercised by interest groups” (Boli 1999: 267). INGOs üben nach Boli drei Formen von authority aus: „autonomous, collateral, and penetrative forms of authority“ (ebd. 268).

Das interessanteste Beispiel für autonomous authority sind die internationalen Standardisierungsorganisationen. Organisationen wie ISO (International Standardization Organization) oder IEC (International Engineers Council) treffen Entscheidungen autonom von staatlichem Einfluss. Allerdings stellen sie die Ausnahme dar und können sind auch nur im Rahmen einer weitreichenden Definition als INGOs zu bezeichnen, die anfangs verwendete Definition schließt sie aus (FN 1). Collateral authority ist die Form von authority die aus normaler Lobbyarbeit auf internationaler Ebene resultiert. In Internationalen Organisationen (IGOs) und Konferenzen ist es INGOs wiederholt gelungen, eigene Vorstellungen gegen die Interessen von Staaten durchzusetzen: „[T]he ICRC succesfully established the groundwork for the Geneva Convetions despite the fact that rational state interests diectated rejection of these humanitarian practices“ (ebd. 270).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert die wachsende Kritik an der demokratischen Legitimität von Nichtregierungsorganisationen und definiert das Ziel der Arbeit, diese durch eine theoretische Analyse politikwissenschaftlich einzuordnen.

1. Legitimität wofür?: Dieses Kapitel beleuchtet den Legitimationsbedarf von NGOs anhand der theoretischen Perspektiven von Haldenwang, Boli und Habermas und führt die praktische Dimension der NGO-Arbeit ein.

1.1 Die Theorie: Hier werden die theoretischen Konzepte von Haldenwang (Regulierungsleistungen), Boli (Autorität) und Habermas (Diskursethik) im Kontext der NGO-Legitimität detailliert vorgestellt.

1.2 Die Praxis: Das Kapitel analysiert, wie NGOs tatsächlich in internationale Prozesse eingreifen, und stellt den theoretischen Fragen die realen Handlungsmuster gegenüber.

2. Legitimität wodurch?: Im zweiten Teil wird der Fokus auf die konkreten Strategien gelegt, mit denen NGOs ihre Legitimität in verschiedenen Kontexten zu begründen suchen.

2.1 Theorie: Dieser Abschnitt erörtert die spezifischen Legitimierungsstrategien nach Haldenwang, Boli und Habermas im Hinblick auf deren Anwendungsmöglichkeiten auf NGOs.

2.2 Die Praxis: Hier wird die praktische Umsetzung der zuvor skizzierten Strategien anhand der vier Fallbeispiele (Oxfam, HRW, FoE, Attac) kritisch überprüft.

Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Legitimation von NGOs primär durch einen normativ-diskurstheoretischen Ansatz möglich ist, wobei die Kooperation mit staatlichen Akteuren zentral bleibt.

Literaturverzeichnis: Umfassende Zusammenstellung der für die Analyse verwendeten wissenschaftlichen Quellen, Publikationen und NGOs-Selbstdarstellungen.

Schlüsselwörter

Nichtregierungsorganisationen, Legitimität, Politische Regulierungsleistungen, Autorität, Diskursethik, Zivilgesellschaft, Internationale Beziehungen, Politische Einflussnahme, Stellvertreterposition, Demokratietheorie, Global Governance, Interessenvertretung, Netzwerkanalyse, Christian von Haldenwang, John Boli, Jürgen Habermas

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage nach der demokratischen Legitimität von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in einer zunehmend globalisierten politischen Weltordnung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die theoretische Herleitung von Legitimität, die Analyse von Legitimierungsstrategien von NGOs und die Untersuchung ihres Einflusses auf politische Entscheidungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, der essayistisch-journalistischen Kritik an NGOs eine wissenschaftlich fundierte politikwissenschaftliche Analyse gegenüberzustellen und zu prüfen, inwieweit verschiedene Legitimitätstheorien auf NGOs anwendbar sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt einen komparativen theoretischen Ansatz unter Einbeziehung von Modellen von Haldenwang, Boli und Habermas, die auf vier spezifische Fallbeispiele (Oxfam, HRW, FoE, Attac) angewandt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Legitimität "wofür" und "wodurch" geklärt und anschließend deren praktische Umsetzung durch die ausgewählten NGOs analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Legitimität, NGOs, Diskursethik, Politische Regulierungsleistungen, Autorität, Zivilgesellschaft und Global Governance geprägt.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Attac im Vergleich zu anderen NGOs?

Attac nimmt eine Sonderstellung ein, da es sich stärker als "Bildungsbewegung" und durch eine radikale, konsensorientierte Binnenstruktur definiert, was den Legitimationsbedarf durch Personen und Titel erhöht.

Warum ist laut Autor der Ansatz von Habermas für die NGO-Analyse am geeignetsten?

Der normativ-diskurstheoretische Ansatz von Habermas bietet die umfassendste analytische Reichweite und erlaubt eine differenzierte Bewertung von NGO-Zielen, die über rein empirische Ansätze hinausgeht.

Welches Problem identifiziert der Autor bei der Stellvertreterrolle von NGOs?

Der Autor weist darauf hin, dass die Legitimität von NGOs, die stellvertretend für Dritte (z.B. im Süden) sprechen, problematisch bleibt, da sie oft gegenüber Spendern rechenschaftspflichtig sind statt gegenüber den Betroffenen selbst.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
NGOs und Legitimität
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Ordnungsprobleme in der Weltpolitik
Note
1,0
Autor
Sebastian Karcher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
27
Katalognummer
V53807
ISBN (eBook)
9783638491525
Sprache
Deutsch
Schlagworte
NGOs Legitimität Ordnungsprobleme Weltpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Karcher (Autor:in), 2002, NGOs und Legitimität, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/53807
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