Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Philosophy - Philosophy of the 20th century

Die Täter-Opfer-Struktur in "Das Lachen" von Henri Bergson

Title: Die Täter-Opfer-Struktur in "Das Lachen" von Henri Bergson

Term Paper , 2018 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jonas Deubel (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der Komik scheint es nach Bergson also immer einen Täter zu geben, der lacht, und ein Opfer, über das gelacht wird. Dass Bergson diese Sichtweise, diese Täter-Opfer-Struktur der Komik, in allen möglichen Arten der Komik zu finden glaubt, will ich in der vorliegenden Arbeit überprüfen und diskutieren.

Hierzu möchte ich zunächst den Umfang feststellen, in welchem dieses Prinzip Bergsons gesamtes Verständnis von Komik prägt, sowie alternative Betrachtungsmöglichkeiten heranziehen, um zu sehen ob Bergsons Hervorhebung des Opfers in der Komik, auch in Bezug auf die von ihm formulierten Beispiele, unbedingt ist. In einem weiteren Schritt will ich Bergsons Täter-Opfer-Struktur der Komik kritisch betrachten. Dabei soll es vor allem um die These gehen, ob und inwiefern der Intellekt der Individuen in Bergsons Begriff des Komischen beschränkt wird.

Man kann die Komik, die Bergson beschreibt, grob in zwei verschiedene Arten unterteilen: in die Situationskomik einerseits, in der ganze Situationen komisch erscheinen, und in die Charakterkomik andererseits, in der bestimmte Verhaltensweisen, bestimmte Charakterzüge komisch wirken. Diese Einteilung will ich übernehmen, um möglichst nahe an einem Begriff zu arbeiten, den Bergson meint, wenn er vom Komischen spricht.

Und auch wie Bergson will ich mich in erster Linie an der Komödie orientieren, das heißt an Darstellungen, die komisch wirken sollen. Jedoch möchte ich ebenso nachprüfen, ob sich nicht auch außerhalb der Komödie etwas finden lässt, das in diesem Kontext relevant ist: im alltäglichen Leben, in einem Spiel oder auch in der sozialen Wirklichkeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in die Komik bei Bergson

3. Situationskomik

3.1 Einsichtigkeit und Steigerungsfähigkeit

3.2 Täter-Opfer-Struktur in der Situationskomik

3.3 Kritik der Täter-Opfer-Struktur in der Situationskomik

3.4 Situationskomik im Würfelspiel

4. Charakterkomik

4.1 Die "mechanische Steifheit" des Zerstreuten und des Ordentlichen

4.2 Täter-Opfer-Struktur und Karikatur

4.3 Die soziale Funktion der Komik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das von Henri Bergson postulierte Prinzip der Täter-Opfer-Struktur innerhalb der Komik. Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob diese Struktur tatsächlich Bergsons gesamtes Verständnis von Komik prägt und inwiefern sie durch alternative Perspektiven, insbesondere durch die gesellschaftskritische Karikatur oder spieltheoretische Ansätze, ergänzt oder herausgefordert werden kann.

  • Bergsons Analyse des Lächerlichen und des sozialen Lachens
  • Unterscheidung zwischen Situationskomik und Charakterkomik
  • Die Rolle der Distanz und des Intellekts bei der Entstehung eines komischen Effekts
  • Die "mechanische Steifheit" als zentrales Merkmal komischer Individuen
  • Interaktion zwischen Regisseur, dargestellter Rolle und Zuschauer

Auszug aus dem Buch

3.2 Täter-Opfer-Struktur in der Situationskomik

In der Situationskomik verhalten sich die Individuen, wie schon gesagt, nicht unbedingt seltsam, versteift und unnatürlich. Unnatürlich und seltsam sind hier vor allem die Situationen, in denen verschiedene Handlungen und Geschehnisse miteinander verstrickt sind und miteinander verstrickt werden. Vielleicht steigert sich die Situationskomik dadurch, dass immer mehr Zufälle aufeinanderfolgen, die in einem bestimmten Zusammenhang zueinanderstehen und dadurch schon erahnen lassen, dass es sich hier nicht um wirkliche Zufälle handelt, sondern dass der Regisseur sie ganz gezielt einsetzt, um ein komisch wirkendes Durcheinander zu erzeugen.

Vielleicht ist das Verhältnis zwischen Regisseur und Darsteller ganz ähnlich wie dasjenige zwischen dem Spaßvogel und demjenigen, der "mit mathematischer Regelmäßigkeit seinen kleinen Geschäften" nachgeht, mit dem Unterschied, dass es den dargestellten Rollen nicht unbedingt an einer mathematischen Regelmäßigkeit oder an sonst irgendeiner Steifheit bedarf. Der Zuschauer kann zwischen den Charakteren, die sich in einer komischen Situation befinden, und sich selbst vielleicht sehr viel Ähnlichkeit erkennen. Es bleibt zu klären, ob wir nicht über den Spaßvogel lachen, der uns die komische Situation ermöglicht, und nicht über die Individuen, die darunter leiden. Dieses Lachen wäre freilich kein Auslachen und es wäre auch kein reines mit ihm über andere Lachen. Es wäre eher ein Lachen über die schrägen und komischen Einfälle des Spaßvogels bzw. des Regisseurs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in Bergsons Essay "Das Lachen" ein und formuliert die zentrale Fragestellung zur Täter-Opfer-Struktur in der Komik.

2. Einführung in die Komik bei Bergson: Dieses Kapitel erörtert die Grundlagen des Komischen bei Bergson, insbesondere die Bedeutung des "Kommensehens" und der "mechanischen Steifheit".

3. Situationskomik: Der Fokus liegt auf der Analyse von Handlungsverläufen, Steigerungsformen und der Rolle des Zufalls bei der Entstehung komischer Effekte.

4. Charakterkomik: Hier wird untersucht, warum Individuen durch spezifische Charaktereigenschaften wie Zerstreutheit oder maschinenhaftes Verhalten komisch wirken und welche soziale Funktion dies erfüllt.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Bergsons starre Täter-Opfer-Struktur der Komik mit der Vielschichtigkeit der gesellschaftskritischen Karikatur nur schwer vereinbar ist.

Schlüsselwörter

Henri Bergson, Das Lachen, Komik, Täter-Opfer-Struktur, Situationskomik, Charakterkomik, mechanische Steifheit, Karikatur, soziale Funktion, Regisseur, Distanz, Lachen, Gesellschaftskritik, Zufall, Wahnsinn.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer philosophischen Untersuchung des Begriffs der Komik nach Henri Bergson und analysiert dabei kritisch das Prinzip der Täter-Opfer-Struktur.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Situations- und Charakterkomik, die gesellschaftliche Funktion des Lachens sowie die Frage nach der Distanz zwischen dem Lachenden und dem Ausgelachten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geprüft werden, ob die von Bergson postulierte Täter-Opfer-Struktur in allen Formen der Komik zwingend vorliegt oder ob alternative Sichtweisen, wie die der Karikatur, eine andere Interpretation zulassen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine literaturanalytische und philosophische Herangehensweise, indem er Bergsons "Das Lachen" mit theoretischen Einordnungen (z.B. von Hegel) und praktischen Beispielen konfrontiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Situationskomik (Mechanik, Zufall, Steigerung) und Charakterkomik (mechanische Steifheit, soziale Integration, Karikatur).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bergson, Komik, Täter-Opfer-Struktur, Mechanik, Distanz und soziale Funktion beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Situationskomik im Würfelspiel von der komischen Situation in der Komödie?

Während in der Komödie die Gewalt des Regisseurs als Auslöser für komische Verwicklungen dient, übernimmt im Würfelspiel der Zufall und die strikte Handlungsnorm diese Rolle, wobei beide eine ähnliche, durch Spannung geprägte Struktur aufweisen.

Warum wird die Karikatur als Herausforderung für Bergsons Theorie bezeichnet?

Da die Karikatur oft auf gesellschaftliche Missstände anspielt, gegen die der Einzelne machtlos ist, ermöglicht sie eine Distanz, die über Bergsons Konzept des reinen Auslachens eines "steifen" Individuums hinausgeht.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Die Täter-Opfer-Struktur in "Das Lachen" von Henri Bergson
College
University of Frankfurt (Main)
Course
Komik und Komödie
Grade
1,7
Author
Jonas Deubel (Author)
Publication Year
2018
Pages
20
Catalog Number
V536379
ISBN (eBook)
9783346144126
ISBN (Book)
9783346144133
Language
German
Tags
Komik Philosophie Henri Bergson
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonas Deubel (Author), 2018, Die Täter-Opfer-Struktur in "Das Lachen" von Henri Bergson, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/536379
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint