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Migration und Bildung. Inwiefern führt der Migrationshintergrund zu einer Bildungsbenachteiligung?

Title: Migration und Bildung. Inwiefern führt der Migrationshintergrund zu einer Bildungsbenachteiligung?

Term Paper , 2020 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sophia Bitter (Author)

Sociology - Social System and Social Structure

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern der Migrationshintergrund eines Kindes Einfluss auf dessen Bildungserfolg hat und inwiefern eine Benachteiligung entstehen kann. Zu Beginn werden hierfür Migration und Migrationshintergrund definiert. Darüber hinaus möchte ich auf die Ursachen von Migrationswanderungen eingehen und diese in Deutschland skizzieren. Anschließend wird der Begriff Bildungsungleichheit definiert und mithilfe des Erklärungsansatzes für migrationsspezifische Bildungsungleichheit von Raymond Boudon möchte ich versuchen, die Bildungsungleichheit von Kindern mit Migrationshintergrund zu erklären. Dieser Erklärungsansatz wird anschließend mit empirischen Befunden belegt. Zum Schluss möchte ich Möglichkeiten zur Intervention dieses Problems aufzeigen.

Seit den 1950er Jahren wurde Deutschland zu einem Einwanderungsland, wobei dies vorerst als eine Phase gesehen wurde. Jedoch konnte man feststellen, dass die ehemaligen Gastarbeiter mit ihren Angehörigen auf Dauer in Deutschland bleiben wollten. Somit hatte das Bildungssystem den Auftrag, die Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu integrieren. Die Disparitäten, welche sich im Laufe der Zeit entwickelten, wurden erst spät erkannt. Die mangelhaften Ergebnisse der PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) machten erstmals darauf aufmerksam, dass es dem deutschen Bildungssystem nicht gelingt, die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund angemessen in das Schulsystem einzugliedern und ihnen einen Bildungserfolg zu ermöglichen. Jedoch hat Bildung in modernen Gesellschaften einen hohen Stellenwert, da Bildung als eine zentrale Ressource für den weiteren Lebensweg gilt. Der Bildungsabschluss wird als intellektuelle und kulturelle Ausstattung eines Individuums gesehen, sodass durch ihn der Verlauf der Karriere bestimmt wird. Besonders für die Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist der Erwerb eines schulischen Abschlusses sehr wichtig, da sie nur durch diesen eine anerkannte Position im Ankunftsland einnehmen und somit in der Einwanderungsgesellschaft aufsteigen können. Der Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem ist von verschiedenen Bedingungen abhängig, er wird durch diese beeinflusst und führt in einigen Fällen zu einer Bildungsbenachteiligung, obwohl das Prinzip der Chancengleichheit im Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes verankert ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff „Migration“

2.1 Begriffsklärungen: Migration und Migrationshintergrund

2.2 Ursachen für Migration – Push-Pull-Faktoren

2.3 Migrationswanderungen in Deutschland

3. Bildungsungleichheiten von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

3.1 Begriffsklärung: Bildungsungleichheit

3.2 Der Erklärungsansatz für migrationsspezifische Bildungsungleichheit nach Raymond Boudon (1974)

3.3 Empirische Befunde

4. Interventionsvorschläge

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht den Einfluss des Migrationshintergrunds auf den Bildungserfolg von Kindern in Deutschland. Dabei wird insbesondere analysiert, inwiefern ein Migrationshintergrund zu einer Bildungsbenachteiligung führen kann, wobei der Fokus auf den soziologischen Erklärungsansätzen und empirischen Befunden liegt.

  • Definition und Formen von Migration und Migrationshintergrund
  • Ursachen von Wanderungsbewegungen (Push-Pull-Faktoren)
  • Soziologische Theorie der primären und sekundären Herkunftseffekte nach Raymond Boudon
  • Analyse der Bildungsungleichheit durch empirische Studien (z.B. BiKS, PISA)
  • Möglichkeiten der pädagogischen und bildungspolitischen Intervention

Auszug aus dem Buch

2.2 Ursachen für Migration – Push-Pull-Faktoren

Doch was motiviert die Migrantinnen und Migranten in ein anderes Land zu wandern? Als Ursachen für Migrationswanderungen bezeichnet man auch die sogenannten „Push-Pull-Faktoren“. Die Push-Pull-Faktoren setzen sich aus zwei Arten von Faktoren zusammen und beschreiben die Motive für eine Migration: Faktoren, welche eine Vertreibung aus dem Heimatland veranlassen, fallen unter die Push Faktoren. Faktoren, die mit einer Anziehung durch die Zielregion einhergehen, nennen sich Pull Faktoren (vgl. Treibel 2011, S. 40).

Ein wesentlicher Faktor ist zum Beispiel die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Der Faktor gilt als Push-Faktor, wenn die Situation in der Heimatregion der Migrantinnen und Migranten als unzureichend anerkannt wird. Es herrscht zum Beispiel eine hohe Arbeitslosigkeit beziehungsweise Unterbeschäftigung im Herkunftsland. Ist die Situation des Arbeitsmarktes in der Zielregion des Migranten besonders attraktiv, durch eine geringere bis nicht vorhandene Arbeitslosigkeit oder ein besseres Arbeitsplatzangebot, so zählt der Faktor zu den Pull-Faktoren (vgl. Treibel 2011, S.40).

Die Push- und Pull-Faktoren werden um die Informationshypothese erweitert, da die rein ökonomischen Faktoren oftmals nicht ausreichend sind, um eine Wanderung zu begründen. Diese Hypothese besagt, dass auch persönliche Beziehungen und sogenannte ‚Informationskanäle‘ zwischen bereits gewanderten (Verwandte und/ oder Bekannte) und Personen, die noch wandern möchten, zum Wanderungsentschluss beitragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung Deutschlands zum Einwanderungsland und die daraus resultierende Herausforderung für das Bildungssystem, Bildungsdisparitäten zu minimieren.

2. Der Begriff „Migration“: Dieses Kapitel definiert Migration als räumliche Mobilität, erläutert push-pull-theoretische Ursachen und zeichnet die verschiedenen Phasen der Migrationsgeschichte in Deutschland seit 1944 nach.

3. Bildungsungleichheiten von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Hier werden Begriffe der Bildungsungleichheit geklärt und Raymond Boudons Theorie der primären und sekundären Herkunftseffekte vorgestellt sowie anhand der BiKS-Studie empirisch untermauert.

4. Interventionsvorschläge: Das Kapitel diskutiert präventive Ansätze, wie frühkindliche Förderung, Qualifizierung des Lehrpersonals und gezielte Sprachförderungsprojekte wie das „Rucksack-Projekt“.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Bildungsbenachteiligung ein komplexes, strukturelles Problem darstellt, das über das rein schulische Umfeld hinausgeht und verstärkt sprachliche sowie sozialpolitische Maßnahmen erfordert.

Schlüsselwörter

Migration, Migrationshintergrund, Bildungsungleichheit, Bildungserfolg, Push-Pull-Faktoren, Raymond Boudon, Primäre Herkunftseffekte, Sekundäre Herkunftseffekte, BiKS-Studie, Chancengleichheit, Sprachförderung, Integrationsprozesse, Bildungsbenachteiligung, Sozialstruktur, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich der Migrationshintergrund auf den Bildungserfolg von Kindern im deutschen Schulsystem auswirkt und welche Mechanismen zu einer Benachteiligung führen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Migrationsursachen, die Theorie der Herkunftseffekte, die empirische Lage der Bildungsungleichheit und Interventionsmöglichkeiten zur Förderung von Migrantenkindern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, inwiefern der Migrationshintergrund zu einer Bildungsbenachteiligung beiträgt und durch welche soziologischen Effekte diese Ungleichheiten erklärt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse soziologischer Theorien und der Auswertung empirischer Längsschnittstudien wie der BiKS-Studie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Migration, die theoretische Erklärung von Bildungsungleichheiten nach Boudon sowie eine detaillierte Darstellung empirischer Befunde und möglicher Interventionsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Migration, Bildungsungleichheit, Herkunftseffekte, Chancengleichheit und Integrationsförderung.

Welchen Einfluss haben die sogenannten "primären Effekte" laut Boudon?

Primäre Effekte beziehen sich auf sozio-kulturelle Hintergründe in der Familie, die bereits vor der Schulzeit die kognitiven Fähigkeiten und Lernvoraussetzungen von Kindern beeinflussen.

Warum spielt die Sprache laut der Arbeit eine so entscheidende Rolle?

Sprachkenntnisse sind Voraussetzung für den Erfolg im Unterricht; fehlende Kompetenz in der Unterrichtssprache führt zu massiven Nachteilen, insbesondere wenn das häusliche Umfeld keine kompensatorischen Ressourcen bietet.

Welches Ziel verfolgt das „Rucksack-Projekt“?

Das Projekt soll durch Elternbildung und gezielte Förderung der Muttersprache die Sprachkompetenz im Deutschen sowie die erzieherische Kompetenz von Eltern mit Migrationshintergrund stärken.

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Details

Title
Migration und Bildung. Inwiefern führt der Migrationshintergrund zu einer Bildungsbenachteiligung?
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Soziologie)
Course
Sozialstruktur
Grade
1,0
Author
Sophia Bitter (Author)
Publication Year
2020
Pages
26
Catalog Number
V535394
ISBN (eBook)
9783346119018
ISBN (Book)
9783346119025
Language
German
Tags
Migration Bildung Bildungsbenachteiligung Migrationshintergrund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sophia Bitter (Author), 2020, Migration und Bildung. Inwiefern führt der Migrationshintergrund zu einer Bildungsbenachteiligung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/535394
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