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Die Juli-Krise 1917: Bethmann Hollwegs Kriegspolitik und die Faktoren für seine Entlassung

Title: Die Juli-Krise 1917: Bethmann Hollwegs Kriegspolitik und die Faktoren für seine Entlassung

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 25 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Sara Afra (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic

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Summary Excerpt Details

Der erste Weltkrieg stellte für jedes der kriegsführenden Länder eine neue Ära der Kriegsführung dar. Die neue Technologie und die Industrialisierung boten Waffen wie Kampfgas und Flugzeugeinsatz. Aber auch der Stellungskrieg trat zum aller ersten Mal auf und eine hohe Zahl an Opfern. Der Imperialismus sollte auch seine Rolle im Krieg tragen, indem er speziell für Deutschland Gebietserwerbungen verlangte.
Doch auch die Einstellung - auf Deutschland bezogen - trug seine Rechnung. Glaubte man, dass der Krieg schnell und siegreich enden würde und das Land aus seiner politischen Isolierung treten könne- nicht zu vergessen die mit Kriegsgewinn möglichen Forderungen nach Annexionen -, wurde man im Verlauf der folgenden Jahre schwer enttäuscht: neben kurzzeitigen Siegen hatte Deutschland hohe Verluste an den Fronten vor allem im Westen zu zahlen. Mit der englischen Seeblockade kam im Winter 1917 die Hungersnot. Auch das letzte Kriegsmittel, der U- Booteinsatz, war zum Scheitern verurteilt und zog noch den Eintritt der USA gegen die Mittelmächte nach sich. Die neue Kraft Sozialismus, die zum Sturz des russischen Zarentums führte, bahnte sich ihren Weg nach Deutschland, was die Angst auf Seiten der Monarchie vergrößerte und ein weiterer Faktor war, der die Politik im Lande beeinflusste. Der damalige Reichskanzler Bethmann Hollweg sah sich also einer Vielfalt von Problemen gegenüber, ohne sich auf Erfahrungen früherer Zeiten zurückgreifen zu können. Seine Politik der Diagonale, die die Sozialisten und die Konservativen zusammenhalten sollte, provozierte das Gegenteil. Auch der Kaiser, der neuen Lage nicht mächtig, sah sich gefangen zwischen seinen militärischen Beratern und dem von ihm ernannten Reichskanzler und versuchte wie B.H., einen Mittelweg zu gehen, der letztendlich zur Entlassung des Reichskanzlers führte. In meiner Hausarbeit, die sich auf das Verhältnis vom Reichskanzler zum Kaiser und der Entlassung des Reichskanzlers fokussiert, gebe ich erst einen Abriss der Juli- Krise 1917. Kapitel 3 befasst sich mit den Figuren Bethmann Hollweg und Kaiser Wilhelm II. genauer, während der dann folgende Abschnitt auf die einwirkenden Kräfte eingeht, die auf den Kaiser Einfluss hatten bzw. auf den Kanzler.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Juli- Krise 1917

2.1 Einleitung zur Juli- Krise

2.2 Die Juli- Krise und ihr Resultat

3. Der Reichskanzler und Kaiser

3.1 Bethmann Hollwegs Politik der Diagonale

3.2 Der Kaiser im ersten Weltkrieg

3.3 Zusammenspiel der beiden Größen

4. Einwirkende Kräfte auf Kaiser und Kanzler

4.1 OHL

4.2 Die Parteien

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht das politisch instabile Verhältnis zwischen Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg und Kaiser Wilhelm II. während des Ersten Weltkrieges, mit einem besonderen Fokus auf die Ereignisse der Juli-Krise 1917. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, inwieweit die Entlassung Bethmann Hollwegs eine historische Notwendigkeit darstellte und ob dieser Prozess durch den Kaiser oder den Kanzler selbst hätte beeinflusst werden können.

  • Die Auswirkungen der kriegsbedingten sozialen Not und Hungersnöte auf die innenpolitische Stabilität.
  • Die Rolle der Obersten Heeresleitung (OHL) bei der Destabilisierung des Reichskanzlers.
  • Die Bedeutung der parlamentarischen Reformbestrebungen und des "Interfraktionellen Ausschusses".
  • Die Analyse der "Politik der Diagonale" als gescheiterter Versuch der Vermittlung zwischen den politischen Lagern.
  • Das Spannungsfeld zwischen militärischer Führung und kaiserlicher Autorität.

Auszug aus dem Buch

3.1 Bethmann Hollwegs Politik der Diagonale

Bethmann Hollweg sah bei Beginn des Krieges die Notwendigkeit, eine einheitliche Front nach Außen zu demonstrieren. Der abgeschlossene Burgfriede diente als eben dieses Mittel. Doch die Unterschiede zwischen den Konservativen und den immer stärker werdenden Sozialdemokraten waren zu groß, um die innenpolitischen Auseinandersetzungen ganz abzuschalten. Die Lösung des Problems war eine grundsätzliche Einigung in dringlichen Fragen über Reformen, die von den Linken ausgingen. Bethmann Hollweg und der innere Staatssekretär Delbrück erkannten die Notwendigkeit von Verfassungsänderung und schlugen die Politik der Neuorientierung ein. Das Ziel war, der kämpfenden Nation das Bewusstsein zu geben, am Staat vollberechtigten Anteil zu besitzen, während sie im Krieg ihren Pflichten nachkommen.

Das Reformprogramm umschloss Themen, wie die Herstellung voller Rechtsgleichheit, die Reform des preußischen Wahlrechts und eine unmittelbare Wechselbeziehung zwischen der Reichsleitung und den Volksvertretern. Diese Punkte hatten die „Einordnung der Arbeiterschaft in den bestehenden Staat“ zur Aufgabe. Aber genau diese Aufgabe erwies sich als die Schwierigste. Die Umsetzung verlangte von den Sozialdemokraten eine „positive Mitarbeit“ aber auch, dass sich die Staatsführung der sozialen Interessen annehme. Am Ende dieser Entwicklung stand die Idee des sozialen Kaisertums, das sich zum voll entwickelten Sozialstaat wandelt. Das Programm dieser Neuorientierung setzte der Reichskanzler allerdings in die Nachkriegszeit. Dabei ist nicht zu denken, dass ihm die Wichtigkeit der Reformen nicht deutlich war. So schrieb er Delbrück am 12. und 19. September 1914, dass die notwendigen Schritte „nicht durch ein Zurückgehen auf Grundsätze gelöst werden könnten, welche in den vergangenen Zuständen wurzelten.“ Zur Erstellung des Neuorientierungsprogramms nahmen die Staatssekretäre Delbrück und Wahnschaffe Kontakt zu den Parteiführern auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die durch den Ersten Weltkrieg verursachte politische und soziale Ausnahmesituation in Deutschland und führt in die Thematik der Entlassung von Bethmann Hollweg ein.

2. Die Juli- Krise 1917: Dieses Kapitel beschreibt den entscheidenden politischen Zeitabschnitt im Juli 1917, der durch den Druck von Parteien und der OHL zum Sturz des Reichskanzlers führte.

2.1 Einleitung zur Juli- Krise: Es wird die soziale Not in der Heimat, insbesondere die Auswirkungen von Hunger und Mangel, sowie der wachsende politische Reformbedarf der Arbeiterschaft analysiert.

2.2 Die Juli- Krise und ihr Resultat: Dieses Kapitel untersucht die Zuspitzung durch Denkschriften und die Rolle von Matthias Erzberger bei der Herbeiführung der Krise.

3. Der Reichskanzler und Kaiser: Hier wird das persönliche Verhältnis zwischen Bethmann Hollweg und Wilhelm II. vor dem Hintergrund der zunehmenden Kriegslasten beleuchtet.

3.1 Bethmann Hollwegs Politik der Diagonale: Das Kapitel erläutert den Versuch des Kanzlers, durch eine Politik der Mitte zwischen Konservativen und Sozialdemokraten zu vermitteln.

3.2 Der Kaiser im ersten Weltkrieg: Es wird die Rolle Wilhelms II. als Oberster Kriegsherr sowie seine zunehmende politische Isolation und Beeinflussung durch die Heeresleitung dargestellt.

3.3 Zusammenspiel der beiden Größen: Dieses Kapitel analysiert die wechselseitige Abhängigkeit und die schwindende Handlungsfähigkeit von Kaiser und Kanzler unter dem Druck des Militärs.

4. Einwirkende Kräfte auf Kaiser und Kanzler: Der Abschnitt betrachtet die äußeren Akteure, die aktiv auf die politische Führung einwirkten.

4.1 OHL: Es wird die aggressive Einflussnahme der Obersten Heeresleitung zur Durchsetzung ihrer militärischen und kriegspolitischen Ziele aufgezeigt.

4.2 Die Parteien: Das Kapitel beleuchtet das Zusammenwirken der bürgerlichen und sozialistischen Parteien im Streben nach parlamentarischen Reformen.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung zieht ein Fazit über das Scheitern von Bethmann Hollwegs politischem Kurs und reflektiert über die historischen Ereignisse des Jahres 1917.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Bethmann Hollweg, Wilhelm II., Juli-Krise 1917, OHL, Politik der Diagonale, Burgfrieden, Wahlrechtsreform, Interfraktioneller Ausschuss, Sozialismus, Kriegszielprogramm, Matthias Erzberger, Parlamentarisierung, Monarchie, Entlassung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die politische Krise im deutschen Kaiserreich im Jahr 1917, welche in der Entlassung des langjährigen Reichskanzlers Theobald von Bethmann Hollweg kulminierte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die soziale Not während des Krieges, die Spannungen zwischen Monarchie und Parlament, die Rolle der OHL und das Scheitern der innenpolitischen Vermittlungsversuche.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung, ob die Entlassung von Bethmann Hollweg historisch notwendig war und inwiefern der Kaiser oder der Kanzler hätten anders agieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung von Fachliteratur und zeitgenössischen Quellen (wie Denkschriften und Berichten) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Krisenentwicklung, die Dynamik zwischen Kaiser und Kanzler sowie den Einfluss externer Kräfte wie Parteien und Heeresleitung.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Untersuchung am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch die Begriffe "Juli-Krise", "Politik der Diagonale", "Machtkampf", "OHL-Einfluss" und "Parlamentarisierung" beschreiben.

Wie wirkte sich die sogenannte "Politik der Diagonale" auf Bethmann Hollwegs Ansehen aus?

Diese Politik führte zur Isolation des Kanzlers, da sowohl Konservative als auch Sozialisten den Kurs als schwach empfanden und ihre jeweiligen Forderungen nicht ausreichend erfüllt sahen.

Inwiefern beeinflusste die OHL die Entscheidung zur Entlassung des Kanzlers?

Die OHL nutzte die politische Schwäche des Kaisers aus, indem sie mit ihrem eigenen Rücktritt drohte, falls der Kanzler nicht entlassen würde, um ihre eigenen militärischen Ziele zur Vorherrschaft durchzusetzen.

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Details

Title
Die Juli-Krise 1917: Bethmann Hollwegs Kriegspolitik und die Faktoren für seine Entlassung
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2,7
Author
Sara Afra (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V53231
ISBN (eBook)
9783638487382
ISBN (Book)
9783638848688
Language
German
Tags
Juli-Krise Bethmann Hollwegs Kriegspolitik Faktoren Entlassung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sara Afra (Author), 2006, Die Juli-Krise 1917: Bethmann Hollwegs Kriegspolitik und die Faktoren für seine Entlassung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/53231
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