Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Theology - Biblical Theology

"Als Abbild Gottes schuf er ihn...". Das Besondere der biblischen Rede von der Gottebenbildlichkeit des Menschen in Gen 1 im Vergleich zu deren altorientalischen Bezügen

Title: "Als Abbild Gottes schuf er ihn...". Das Besondere der biblischen Rede von der Gottebenbildlichkeit des Menschen in Gen 1 im Vergleich zu deren altorientalischen Bezügen

Academic Paper , 2016 , 39 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julia Eydt (Author)

Theology - Biblical Theology

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Relevanz der Frage nach der Gottebenbildlichkeit des Menschen fand in der Vergangenheit insbesondere Berücksichtigung zur Begründung und Verteidigung der unveräußerlichen Würde des Menschen und zieht innerhalb der christlichen Anthropologie eine bis heute unangetastete Rechtfertigung der menschlichen Würde nach sich. Beachtet man den jüdisch-christlichen Kontext zuerst, leitet sich die Gottebenbildlichkeit im Wesentlichen von den theologischen Aussagen der Priesterschrift im hebräischen Testament ab sowie von einer weiteren alttestamentlichen Vergleichsstelle in Ps 8, die die Ähnlichkeit des Menschen mit seinem Schöpfer betont, doch in der Rezeptionsgeschichte meist hinter der Genesis zurücksteht. Dass die Vorstellung, wonach der Mensch Ebenbild Gottes, imago dei, ist, d.h. nach seinem Abbild geschaffen wurde, nicht erst mit Aufzeichnung der priesterlichen Schrift ihren Niederschlag fand, beweisen zahlreiche Überlieferungen aus dem altorientalischen Kontext. Die Umwelt des Alten Testaments verfügte über komplexe Mythologien, die von verschiedenen Theogonien, über die Schöpfung des Kosmos bishin zur Erklärung der menschlichen Schöpfung reichen, wie wir sie in eindrücklicher Darstellung vor allem in Mesopotamien vorfinden. Die Schöpfungsakte sind somit untrennbar mit dem Menschenbild verbunden, weshalb auch diese Überlieferungen, sowohl aus der mesopotamischen wie der ägyptischen Tradition essentiell für ein vertieftes Verstehen dieses Zusammenhanges sind. Sie bilden die Grundlage für ein vollumfängliches Verständnis vom Gott- Mensch-Zusammenhang der altorientalischen Umwelt und deren Motiven, die auch das Alte Testament inspiriert haben (könnten).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gottebenbildlichkeit im Alten Testament

2.1 Der Schöpfungsakt des Menschen in Gen 1

2.2 dominum terrae- Der Herrschaftsauftrag des Menschen in Gen 1,28-29

2.3 Gottebenbildlichkeit in den alttestamentlichen Vergleichsstellen von Gen 5,3; 9,6 und Ps 8

2.4 Sprachliche Besonderheiten

2.4.1 slm und dmwt

3. Vorstellungen der Gottebenbildlichkeit im Alten Ägypten

3.1 Die Menschenschöpfung

3.1.1 Hymnus an Ptah

3.1.2 Der Amon-Hymnus

3.2 Der König als Gottheit- die altägyptische Königsideologie

3.3 Herrschaft und Beauftragung

4. Das Menschenbild in Mesopotamien in Bezug zu Menschenschöpfung und Abbild Gottes-Konzeption

4.1 Der Mensch in den Schöpfungsmythen

4.1.1 Enuma eliš

4.1.2 Atramhasis-Epos

4.1.3 Der Lullu-und der Maliku-Mensch

4.2 Königsideologie und Gottesstatuenmetapher in Mesopotamien

4.2.1 Die Statue des Hadad Yisi in Tel Fekherije

5. Schlussreflexion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht das biblische Konzept der Gottebenbildlichkeit des Menschen (imago dei) im Vergleich zu altorientalischen Vorstellungen aus Ägypten und Mesopotamien, um die theologische Eigenständigkeit und die spezifische Würdekonzeption der Genesis herauszuarbeiten.

  • Analyse der biblischen Gottebenbildlichkeit unter Berücksichtigung der priesterschriftlichen Texte
  • Vergleichende Untersuchung altägyptischer Königsideologien und ihrer Auswirkungen auf das Menschenbild
  • Untersuchung mesopotamischer Schöpfungsmythen und der Gottesstatuenmetapher
  • Herausarbeitung der Unterschiede zwischen königlicher Privilegierung im Orient und der universellen Gottebenbildlichkeit in der Genesis

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Schöpfungsakt des Menschen in Gen 1

26 Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land. 27Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

Die Erschaffung des Menschen schließt sich direkt an die der Tiere in Gen 1,25 an und fällt zeitlich betrachtet auf den selben Tag. Die Intension Gottes, wozu die Menschenschöpfung nütze, lässt sich aus der Bedingung entnehmen, die Gott an den Menschen stellt. Er soll an Gottes statt über all das herrschen, was dieser zuvor erschaffen hat. In besonderer Weise fällt ihm diese Aufgabe als Repräsentant auch deshalb zu, da er „als Abbild“ Gottes konzipiert ist. Dieses Abbild liegt ohne Abstufung sowohl für den Mann als auch für die Frau vor. Sie sind als Gottes Abbilder vor ihm und untereinander gleichgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Gottebenbildlichkeit für die Begründung menschlicher Würde und führt in den Vergleich mit altorientalischen Mythen ein.

2. Gottebenbildlichkeit im Alten Testament: Dieses Kapitel erläutert den biblischen Schöpfungsbericht, den Herrschaftsauftrag (dominum terrae) und die sprachlichen Nuancen der Begriffe im Kontext der Genesis und der Psalmen.

3. Vorstellungen der Gottebenbildlichkeit im Alten Ägypten: Hier werden ägyptische Schöpfungshymnen sowie die göttliche Rolle des Pharaos als Vermittler zwischen Göttern und Menschen analysiert.

4. Das Menschenbild in Mesopotamien in Bezug zu Menschenschöpfung und Abbild-Gottes Konzeption: Das Kapitel vergleicht babylonische Mythen wie Enuma eliš und den Atramhasis-Epos mit der biblischen Vorstellung und untersucht die Rolle der Königsstatuen.

5. Schlussreflexion: Die Reflexion fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die provokante Neuentwicklung des biblischen Menschenbildes hervor, das Gleichheit statt Ständegesellschaft postuliert.

Schlüsselwörter

Gottebenbildlichkeit, Genesis, imago dei, Menschenschöpfung, Königsideologie, Altes Testament, Mesopotamien, Ägypten, Schöpfungsmythen, dominum terrae, Priesterschrift, Gottesstatuenmetapher, Menschenbild, Anthropologie, Herrschaftsauftrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das biblische Verständnis des Menschen als Abbild Gottes und stellt es in den Kontext der altorientalischen Umwelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Schöpfungstheologie, der Königsideologie in Ägypten und Mesopotamien sowie der biblischen Anthropologie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Eigenständigkeit der biblischen Aussage zur Gottebenbildlichkeit gegenüber kulturellen Parallelen und Vorbildern im Alten Orient nachzuweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-vergleichende Analyse theologischer Texte und mythologischer Überlieferungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die biblischen Texte der Genesis und der Psalmen sowie ägyptische und mesopotamische Mythen, insbesondere im Hinblick auf Herrschaftsaufträge und die Bedeutung der Königsstatuen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Gottebenbildlichkeit, imago dei, Schöpfung, Herrschaftsauftrag, Königsideologie und Menschenwürde.

Welche Rolle spielt der Begriff "dominum terrae"?

Der Begriff steht für den göttlichen Herrschaftsauftrag des Menschen, der in der Genesis nicht als Willkür, sondern als verantwortungsvolle Verwaltung verstanden wird.

Wie unterscheidet sich die biblische Schöpfung von der mesopotamischen?

Während in mesopotamischen Epen der Mensch oft aus einem blutigen Götterkampf oder als Arbeitskraft für Götter entsteht, ist er in der Genesis Ziel eines friedlichen, zielgerichteten Schöpfungsprozesses.

Was besagt die "Gottesstatuenmetapher"?

Sie beschreibt, wie Könige (Pharaonen) als irdische Repräsentanten von Gottheiten fungieren, eine Rolle, die in der Genesis auf alle Menschen übertragen wird.

Warum wird die Lehre für König Merikare erwähnt?

Sie dient als wichtige ägyptische Vergleichsstelle, da sie eine der wenigen Ausnahmen ist, die den Begriff der Gottebenbildlichkeit in einem breiteren Kontext verwendet.

Excerpt out of 39 pages  - scroll top

Details

Title
"Als Abbild Gottes schuf er ihn...". Das Besondere der biblischen Rede von der Gottebenbildlichkeit des Menschen in Gen 1 im Vergleich zu deren altorientalischen Bezügen
College
Dresden Technical University  (Institut für Katholische Theologie)
Course
Schöpfungstexte und -vorstellungen im Alten Testament
Grade
1,0
Author
Julia Eydt (Author)
Publication Year
2016
Pages
39
Catalog Number
V520588
ISBN (eBook)
9783346123459
ISBN (Book)
9783346123466
Language
German
Tags
Altes Testament Gottebenbildlichkeit Altorientalistik Genesis Biblische Theologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Eydt (Author), 2016, "Als Abbild Gottes schuf er ihn...". Das Besondere der biblischen Rede von der Gottebenbildlichkeit des Menschen in Gen 1 im Vergleich zu deren altorientalischen Bezügen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/520588
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  39  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint