Aus aktuellem Anlass, kurz vor der Europawahl am 26.05.2019 und der damit verbundenen Kommunalwahl im Saarland, habe ich mich für das Unterrichtsthema "Aktives Wahlrecht ab 16 Jahren" entschieden. Bereits 2018 hat sich ein Bündnis aus Landesjugendring, Jungsozialisten, Grüner Jugend, Jungen Liberalen und Linksjugend Solid für eine Absenkung des aktiven Wahlrechts auf 16 Jahre bei kommunalen Wahlen eingesetzt. Deshalb hat die Partei die Linke im Juni 2018 einen Antrag gestellt, dass der saarländische Landtag das aktive Wahlrecht bei Landtags- und Kommunalwahlen von 18 auf 16 Jahre senkt. Die Regierungskoalition aus CDU und SPD stimmte, wie bereits bei einem Antrag der Piratenpartei, Grünen und der Linkspartei am 29. August 2012, geschlossen gegen den Antrag.
Inhaltsverzeichnis
1 Personelle und materielle Voraussetzungen
2 Didaktische Planung
2.1 Lehrplanbezug und Einordnung des Themas
2.2 Darlegung des Lehrvorhabens
2.3 Zielrelevante Vorkenntnisse
3 Kompetenzbereiche und Lernziele
3.1 Hauptintention der Stunde
3.2 Fachkompetenz
3.3 Selbst- und Sozialkompetenz
3.4 Methoden-, Lern- und Kommunikationskompetenz
4 Methodische Planung
4.1 Begründung der methodischen Entscheidungen
4.2 Unterrichtsverlaufsplan
4.3 Sitzplan
5 Tafelbild/Dokumentation
6 Anlagen
7 Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieses Lehrvorhabens ist es, Schülerinnen und Schülern die komplexen Argumentationslinien rund um das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren näherzubringen und sie zu befähigen, in einem simulierten diskursiven Rahmen eigene begründete Standpunkte zu entwickeln und zu vertreten.
- Aktives vs. passives Wahlrecht und demokratische Grundprinzipien
- Pro- und Contra-Argumente einer Wahlaltersabsenkung
- Methodik des Perspektivwechsels durch fiktive Rollenübernahme
- Analyse und Bewertung politischer Partizipationsmöglichkeiten
- Förderung der Kommunikations- und Methodenkompetenz
Auszug aus dem Buch
2.2 Darlegung des Lehrvorhabens
Aus aktuellem Anlass, kurz vor der Europawahl am 26.05.2019 und der damit verbundenen Kommunalwahl im Saarland, habe ich mich für das Unterrichtsthema „Aktives Wahlrecht ab 16 Jahren“ entschieden. Bereits 2018 hat sich ein Bündnis aus Landesjugendring, Jungsozialisten, Grüner Jugend, Jungen Liberalen und Linksjugend Solid für eine Absenkung des aktiven Wahlrechts auf 16 Jahre bei kommunalen Wahlen eingesetzt. Deshalb hat die Partei die Linke am 13.06.2018 einen Antrag gestellt, dass der saarländische Landtag das aktive Wahlrecht bei Landtags- und Kommunalwahlen von 18 auf 16 Jahre senkt. Die Regierungskoalition aus CDU und SPD stimmte, wie bereits bei einem Antrag der Piratenpartei, Grünen und der Linkspartei am 29. August 2012, geschlossen gegen den Antrag.
Aktuell haben Jugendliche ab 16 Jahren bereits in vier Bundesländern (Brandenburg, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein) die Möglichkeit, bei einer Landtagswahl ihr aktives Wahlrecht auszuüben. Bei Kommunalwahlen dürfen Jugendliche sogar in zehn Bundesländern (Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) bereits ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben. Auf europäischer Ebene hat Österreich mit der Wahlrechtsreform 2007 einen einzigartigen Standard geschaffen: Jugendlichen in Österreich ist es mit der Vollendung des 16. Lebensjahres erlaubt, bei Gemeinderats-, Landtags-, Nationalrats- und Bundespräsident/-innenwahlen, sowie bei der Wahl des Europäischen Parlaments, teilzunehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Personelle und materielle Voraussetzungen: Beschreibt die organisatorischen Rahmenbedingungen, die räumliche Ausstattung und die Lehrmittel für das geplante Unterrichtsvorhaben.
2 Didaktische Planung: Erläutert den Bezug zum Lehrplan, die Einordnung des Themas in die Unterrichtsreihe und die Hintergründe für die Themenwahl.
3 Kompetenzbereiche und Lernziele: Definiert die angestrebten Fach-, Sozial- und Methodenkompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler während der Stunde erwerben sollen.
4 Methodische Planung: Detailliert den methodischen Aufbau der Unterrichtsstunde, einschließlich der Begründungen für die gewählten Verfahren und den konkreten Ablauf.
5 Tafelbild/Dokumentation: Dokumentiert die strukturierte Darstellung der Pro- und Contra-Argumente, die als Ergebnis der Diskussion erarbeitet werden.
6 Anlagen: Listet die verwendeten Begleitmaterialien wie Arbeitsblätter, Beobachtungsbögen und Präsentationsunterlagen auf.
7 Quellenverzeichnis: Führt die gesamte verwendete Fachliteratur, Internetquellen und Lehrplanbezüge des Lehrvorhabens auf.
Schlüsselwörter
Aktives Wahlrecht, Kommunalwahl, Wahlalter 16, Partizipation, Demokratiebildung, Pro- und Contra-Argumente, Politische Bildung, Politikverdrossenheit, Jugendpartizipation, Wahlrechtsgrundsätze, Rollenspiel, Talkshow, Saarland, Wahlalterabsenkung, Politische Reife
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption einer Unterrichtsstunde zum Thema „Aktives Wahlrecht ab 16 Jahren“ für den Wirtschafts- und Sozialkundeunterricht im Saarland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die demokratische Legitimation durch Wahlen, die Argumente für und gegen eine Absenkung des Wahlalters sowie die politische Teilhabe von Jugendlichen.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern ein tieferes Verständnis für die Kontroversen um das Wahlrecht ab 16 zu vermitteln und sie durch eine fiktive Talkshow zur reflektierten Argumentation anzuregen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Das Lehrvorhaben stützt sich auf ein handlungsorientiertes Unterrichtsverfahren, das insbesondere Elemente der Rollenübernahme und des Perspektivwechsels nutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die didaktische und methodische Planung, die Kompetenzformulierung und die konkrete Ausgestaltung der Lernphasen vom Einstieg über die Erarbeitung bis zur Auswertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Partizipation, Wahlaltersabsenkung, Politische Bildung, Wahlrechtsgrundsätze und Jugendpartizipation.
Warum wurde das Thema „Wahlrecht ab 16“ speziell für das Saarland gewählt?
Die Wahl erfolgte aus aktuellem Anlass aufgrund der bevorstehenden Europawahl und Kommunalwahl sowie der politischen Debatten im saarländischen Landtag.
Welche Rolle spielt die Talkshow im methodischen Ablauf?
Die Talkshow dient als zentrale Verarbeitungsphase, in der Schüler durch das Einnehmen fiktiver Rollen (z.B. Jugendlicher oder Rentner) die Fähigkeit zum Perspektivwechsel und zur argumentativen Verteidigung von Standpunkten trainieren.
Wie wird das Meinungsbild der Klasse evaluiert?
Dies geschieht durch ein „Standogramm“ am Ende der Stunde, bei dem sich die Schüler im Raum positionieren, um ihre aktuelle Haltung zum Wahlrecht ab 16 Jahren visuell darzustellen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, (K)Eine andere Wahl. Wählen ab 16, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/512423