Diese Arbeit geht der Frage nach, wann es unternehmerisch sinnvoll ist, ein Compliance- und Risikomanagement zu implementieren und untersucht die damit verbundenen Vor- und Nachteile anhand des Musterunternehmens der "Inntal AG". Es wird die These aufgestellt, das das Fehlen einer solchen Organisation existenzbedrohend für ein Unternehmen sein kann.
Hierfür wird im ersten Teil der Hausarbeit in der Theorie herausgearbeitet, weshalb die typische Betriebswirtschaftslehre, die noch heute größtenteils auf Wertsteigerung ausgerichtet ist, nicht als sinnvoll betrachtet werden kann, da die Existenzsicherung eines Unternehmens das Primärziel sein muss. Auch wird auf theoretischer Basis dargestellt, dass die Implementierung eines Risiko- und Compliancemanagementsystems die Existenzsicherung eines Unternehmens erhöhen kann. Mit der Überleitung in den praktischen Teil geht der Autor auf einen einzelnen Fachbereich der "Inntal AG", das IT-Management ein. Hierzu wird anhand des gegebenen Sachverhalts eine Darstellung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken in diesem Inselbereich dargestellt und ausgewertet. Im weiteren Verlauf werden diese Ergebnisse einer tiefergründigen Auswertung unterzogen und auch Verknüpfungen mit anderen Teilbereichen der "Inntal AG"dargestellt.
Die Auswertung führt schließlich zu dem Ergebnis, dass das Musterunternehmen "Inntal AG" mehreren existenzbedrohlichen Risiken ausgesetzt ist, welche durch ein implementiertes und funktionierendes Risiko- und Compliancemanagement frühzeitig hätten erkannt und entsprechend verhindert werden können. Die Hausarbeit schließt mit einem kurzen Fazit des Autors, der darin nochmal auf die Wichtigkeit eines funktionierenden und gelebten Risiko- und Compliancemanagement eingeht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Aufbau der Arbeit
3. Theoretische Auseinandersetzung zwischen Wertsteigerung und Nachhaltigkeit
4. Theoretische Auseinandersetzung mit der Implementierung eines RCM-Systems
5. Praxisübertrag auf das Musterunternehmen „Inntal AG“
5.1 Aufbau des Musterunternehmens „Inntal AG“
5.2 IT-Management des Musterunternehmens „Inntal AG“
5.2.1 IST-Darstellung
5.2.2 SOLL-Zustand und Zielsetzung
5.2.3 SWOT-Analyse
5.2.3.1 Stärken und Chancen
5.2.3.2 Schwächen und Risiken
6. Beurteilung und Auseinandersetzung
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Studienarbeit untersucht am Beispiel des Musterunternehmens „Inntal AG“, ob die Implementierung eines Risiko- und Compliancemanagements (RCM) sinnvoll ist, um die Existenzsicherung des Unternehmens angesichts moderner Herausforderungen, insbesondere im IT-Management, zu gewährleisten.
- Verhältnis zwischen betriebswirtschaftlicher Wertsteigerung und nachhaltiger Existenzsicherung.
- Theoretische Grundlagen und Notwendigkeit eines integrierten RCM-Systems.
- Analyse des Ist-Zustands und der spezifischen Risiken im IT-Bereich der „Inntal AG“.
- Identifikation von Stärken, Chancen, Schwächen und Risiken mittels SWOT-Analyse.
- Beurteilung der Notwendigkeit strategischer Anpassungen zur Wettbewerbsfähigkeit.
Auszug aus dem Buch
3. Theoretische Auseinandersetzung zwischen Wertsteigerung und Nachhaltigkeit
Auch nach der letzten großen Finanzkrise im Jahr 2008 zielt die traditionelle Betriebswirtschaftslehre als Ausrichtung für die dem Verdrängungswettbewerb ausgesetzten Unternehmen am bestmögliche Risikovorsorge für schlechte Zeiten üblicherweise auf eine Gewinnmaximierung ab. Andere Sichtweisen besagen, dass das primäre Ziel eines Unternehmens die Existenzsicherung sein muss, da die durchschnittliche Lebensdauer eines Unternehmens in Deutschland circa zwölf Jahre beträgt. Ähnlich sieht dies Klepzig, der jedoch als Überlebensgrund auch zugleich die ständige Verbesserung der marktrelevanten Performance anspricht, wodurch jederzeit eine Finanzierung eigener Kraft möglich ist. Es gibt aber auch kritische Stimmen, die eine Debatte um die Grundprinzipien nachhaltigen Wirtschaftens als Modedebatte unter dem Oberbegriff Corporate Governance (CG) einordnen.
Jedoch, und das ist ausschlaggebend an dieser Stelle, obwohl nach Becker/Ulrich bis heute nicht klar ist, welche Aspekte unter dem Oberthema CG subsumiert werden sollten, ist die traditionelle Denkweise des unternehmerischen Handelns, nämlich die Sicherung der langfristigen Überlebensfähigkeit, wieder verstärkt als oberster Zweck zu identifizieren. Dementsprechend folgt die Realität nicht zwangsläufig der traditionellen Betriebswirtschaftslehre.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe und betont die Notwendigkeit für Unternehmen, sich mit Risiko- und Compliancemanagement (RCM) auseinanderzusetzen.
2. Aufbau der Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die Gliederung in einen theoretischen Teil zur Unternehmensausrichtung und einen praktischen Teil zur Analyse des Musterunternehmens „Inntal AG“.
3. Theoretische Auseinandersetzung zwischen Wertsteigerung und Nachhaltigkeit: Es wird erörtert, dass die Existenzsicherung gegenüber der reinen Gewinnmaximierung als primäres Unternehmensziel zu priorisieren ist.
4. Theoretische Auseinandersetzung mit der Implementierung eines RCM-Systems: Dieses Kapitel führt aus, dass ein integriertes Managementsystem notwendig ist, um unternehmerische Risiken zu minimieren und die Transparenz zu erhöhen.
5. Praxisübertrag auf das Musterunternehmen „Inntal AG“: Hier erfolgt die Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf das Beispielunternehmen, wobei der Fokus gezielt auf den Bereich IT-Management gelegt wird.
6. Beurteilung und Auseinandersetzung: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der IT-Analyse im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung und Industrie 4.0.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz eines gelebten Risiko- und Compliancemanagements für den langfristigen Unternehmenserfolg und die Existenzsicherung zusammen.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, Compliancemanagement, IT-Sicherheit, Existenzsicherung, Inntal AG, Industrie 4.0, Strategie, Unternehmensführung, SWOT-Analyse, IT-Management, Corporate Governance, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Risikobewertung, Schwachstellenanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob die Implementierung eines Risiko- und Compliancemanagements sinnvoll ist, um die Existenz eines Unternehmens dauerhaft zu sichern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zentral sind die Themenbereiche Risikomanagement, Compliance, IT-Sicherheit, strategische Unternehmensführung sowie nachhaltiges Wirtschaften.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Kernfrage ist, ob ein Risiko- und Compliancemanagementsystem einen nachhaltigen Beitrag zur Existenzsicherung am Beispiel der „Inntal AG“ leisten kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse für den theoretischen Teil und eine praxisnahe Fallstudienanalyse (u.a. SWOT-Analyse, Umfeldanalyse) für das Musterunternehmen genutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum Ziel der Existenzsicherung sowie eine detaillierte Risiko- und Chancenanalyse des IT-Bereichs der „Inntal AG“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind u.a. Risikomanagement, Compliancemanagement, IT-Sicherheit, Existenzsicherung und Strategie.
Warum wurde gerade die „Inntal AG“ als Musterunternehmen gewählt?
Sie dient als konkretes Praxisbeispiel, um die theoretischen Risikokonzepte auf reale Strukturen und Defizite, insbesondere im Bereich der IT, anzuwenden.
Welche spezifische IT-Schwachstelle wird im Dokument identifiziert?
Unter anderem wird die Abhängigkeit vom Softwarehersteller ZIPZAP sowie ein veraltetes Notstromaggregat aus den Fünfzigerjahren als kritisches Risiko genannt.
Welches Fazit zieht der Autor zur Digitalisierung?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Digitalisierung zwar große Chancen bietet, aber ohne ein integriertes RCM-System erhebliche existenzbedrohende Risiken birgt.
- Quote paper
- Benjamin Maser (Author), 2017, Ist die Implementierung eines Risiko- und Compliancemanagements sinnvoll? Analyse des Musterunternehmens "Inntal AG", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/510947