In dieser akademischen Ausarbeitung geht es um die Analyse einer beispielhaften Kapitalflussrechnung nach DRS 2 für die Geschäftsjahre 2011 bis 2015. Zunächst werden die für die Arbeit relevanten theoretischen Grundlagen in Bezug auf die KFR erläutert. Zu Beginn des analytischen Teils wird kurz das Unternehmen vorgestellt, woraufhin auf die Extremwerte der einzelnen CFs im Betrachtungszeitraum eingegangen wird. Abschließend folgt das Fazit, welches mit einem Ausblick abschließt. Beträge werden in dieser Arbeit einfachheitshalber in TEURO dargestellt. Auf den theoretischen Ausgangspunkt bzw. die Entwicklungsstufen von der Strukturbilanz über die Bewegungsbilanz bis hin zur endgültigen KFR kann im Rahmen dieser Arbeit nicht eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
Problemstellung
Gang der Untersuchung
2 Theoretische Grundlagen der KFR
2. 1 KFR nach DRS 2
2. 2 Cash-Flow des operativen Geschäfts
2. 2 Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
2.3 Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
2.4 Finanzmittelfonds
3 Analytische Betrachtung am Beispiel der XXX GmbH
Betrachtung des CFO i. V. mit FiMi
Betrachtung des CFI
Betrachtung des CFF
4 Resümee
4.1 Zusammenfassung
4.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Kapitalflussrechnung (KFR) der XXX GmbH für den Zeitraum 2011 bis 2015 zu analysieren, um ein fundiertes Urteil über die finanzielle Situation des Unternehmens zu ermöglichen, welches über die klassischen Kennzahlen der Bilanz und GuV hinausgeht.
- Theoretische Grundlagen und methodische Einordnung der Kapitalflussrechnung nach DRS 2.
- Detaillierte Analyse des Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit (CFO) in Verbindung mit den Finanzmitteln.
- Untersuchung der Investitionstätigkeit (CFI) und deren Finanzierung aus eigener Kraft.
- Betrachtung der Finanzierungstätigkeit (CFF) hinsichtlich Darlehenstilgungen und Gewinnausschüttungen.
- Bewertung der langfristigen Liquiditätssicherung und der Unabhängigkeit von externen Finanzierungsquellen.
Auszug aus dem Buch
2. 2 Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
Investitionen sind zeitraumbezogene Stromgrößen, die grundsätzlich als Voraussetzung für die Aufrechterhaltung des betrieblichen Leistungsprozesses gesehen werden können. Im Kontrast zum CFO sollte der CFI negativ sein, um einen Kapazitätsrückgang der Betriebsmittel zu vermeiden.
Darüber hinaus können mittels CFI Aussagen getroffen werden, ob und inwieweit das Unternehmen in der Lage ist, mit der eigenen Finanzkraft (ausgedrückt durch den CFO) die Investitionen (CFI) zu decken oder aber auch Tilgungszahlungen bzw. Gewinnausschüttungen zu leisten. Dies lässt sich über die Kennzahl ‚Innenfinanzierung des Investivsaldos‘ (IFINV) beantworten, welche u. a. auch als Finanzkraft oder Innenfinanzierungsquote bekannt ist. Damit die IFINV-Kennzahl keine negativen Werte annimmt, wird der CFI mit (-1) multipliziert. Als kritischer Wert wird die 100%-Grenze angesehen. Bei einem größeren Wert ist das Unternehmen in der Lage bankunabhängig Entscheidungen zu treffen.
Zur Berechnung des CFIs werden im investiven Bereich die Anlagenab- und zugänge, die zuvor im CFO herausgerechnet wurden, wieder eingerechnet. Wenn die Investitionen/Auszahlungen größer sind als die Desinvestitionen/Einzahlungen, ist der Saldo CFI negativ. Das Unternehmen befindet sich i. d. R. in einem wachsenden Zustand. Ist der Saldo stattdessen positiv, liegt die Vermutung nahe, dass seitens der Geschäftsführung Anlagenverkäufe durchgeführt oder sogar Ersatzinvestitionen ausgelassen wurden, um die Liquidität zu verbessern bzw. einer schlechteren Umsatzsituation entgegen zu wirken. Eine eher passive Investitionspolitik ist aus eben genannten Gründen zunächst nicht negativ zu bewerten und nachvollziehbar.
Problematisch kann es sein, wenn das Unternehmen mit dem veralteten Anlagenvermögen nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Sobald sich also der Liquiditätsengpass reguliert bzw. die Absatzsituation verbessert hat, sollten die Kapazitäten wieder aufgebaut werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz der Kapitalflussrechnung als Ergänzung zur klassischen Bilanzanalyse und legt den Untersuchungsumfang für die XXX GmbH fest.
2 Theoretische Grundlagen der KFR: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Standards nach DRS 2 und definiert die drei zentralen Cash-Flow-Bereiche (CFO, CFI, CFF) sowie den Finanzmittelfonds.
3 Analytische Betrachtung am Beispiel der XXX GmbH: Der Hauptteil wendet die theoretischen Konzepte auf das Beispielunternehmen an und analysiert die Cash-Flow-Ströme über den fünfjährigen Betrachtungszeitraum.
4 Resümee: Das Resümee fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die finanzielle Stabilität der XXX GmbH, gefolgt von einem Ausblick auf zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten der Analyse.
Schlüsselwörter
Kapitalflussrechnung, DRS 2, Cash-Flow, Operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit, Finanzierungstätigkeit, Innenfinanzierung, IFINV, Liquidität, Jahresabschluss, Bilanzanalyse, XXX GmbH, Finanzmittelfonds, Investitionspolitik, Zahlungsströme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Kapitalflussrechnung der XXX GmbH für die Geschäftsjahre 2011 bis 2015, um die Finanzlage des Unternehmens transparenter zu machen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen des DRS 2, die Berechnungsmethoden des Cash-Flows sowie die operative Anwendung dieser Instrumente auf ein mittelständisches Großhandelsunternehmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, durch die Erstellung und Analyse einer Kapitalflussrechnung ein allumfassendes Urteil über die finanzielle Situation und Liquiditätskraft der XXX GmbH zu bilden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die derivative (indirekte) Methode gemäß DRS 2 zur Ermittlung der Cash-Flows aus den Bilanz- und GuV-Daten des Unternehmens.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des operativen Cash-Flows, der Investitionstätigkeit sowie der Finanzierungstätigkeit und setzt diese in Bezug zu Finanzmitteln und Unternehmenskennzahlen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Kapitalflussrechnung, DRS 2, Innenfinanzierung (IFINV), operative Geschäftstätigkeit und Liquiditätssteuerung.
Wie bewertet der Autor die Investitionspolitik der XXX GmbH?
Der Autor stuft die Investitionspolitik als nachvollziehbar ein, wobei insbesondere das Jahr 2013 aufgrund hoher Investitionen in eine Fachakademie als investitionsstärkstes Jahr herausgestellt wird.
Warum wird die modifizierte Formel für den IFINV eingeführt?
Die Modifikation dient dazu, die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens präziser abzubilden, indem der Finanzierungsbereich (CFF) bei der Berechnung der Finanzkraft des Unternehmens explizit berücksichtigt wird.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2016, Analyse der nach DRS 2 erstellten Kapitalflussrechnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/510388