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Separatistische Bewegungen in Europa und die EMRK

Titel: Separatistische Bewegungen in Europa und die EMRK

Seminararbeit , 2019 , 29 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Felix Loos (Autor:in)

Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht, inwieweit separatistische Bestrebungen durch die jeweiligen Landesregierungen verboten und/oder bestraft werden dürfen beziehungsweise bis zu welchem Grad separatistische Bestrebungen und Äußerungen durch die EMRK geschützt sind. Der thematische und geschichtliche Hintergrund zu separatistischen Bewegungen in Europa und zur EMRK soll dazu dienen, exemplarisch aufzuzeigen, welche separatistischen Bewegungen es in Europa gibt und gab und um zu definieren, welche rechtliche Bedeutung die EMRK und der EGMR für den Menschrechtsschutz in Europa haben. Die Aktualität des Phänomens separatistischer Bestrebungen soll zunächst anhand aktueller Beispiele aufgezeigt werden.

Die Europäische Menschenrechtskonvention [EMRK] enthält einen Katalog von Grund- und Menschenrechten, die allen Personen zustehen, die sich unter der Hoheitsgewalt von einem der Mitgliedsstaaten befinden. Zwei davon sind das Recht auf Meinungsfreiheit, sowie das Recht auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, die durch Art. 10 und 11 EMRK gesichert sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung zur Fragestellung

B. Geschichte und Hintergrund

I. Separatistische Bewegungen in Europa

II. Geschichtliche Einordnung der EMRK und des EGMR

C. Rechtslage nach EMRK

I. Die Artikel 10 und 11 der EMRK

1. Artikel 10

2. Artikel 11

II. Artikel 10 und 11 EMRK und die Rechtsprechung des EGMR

1. Artikel 10 EMRK

a. Schutz der nationalen und öffentlichen Sicherheit

b. Schutz der territorialen Integrität

c. Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Verhütung von Straftaten

d. Schutz der Gesundheit oder der Moral

e. Schutz des guten Rufes und der Rechte anderer

f. Schutz vor Verbreitung vertraulicher Informationen

g. Wahrung der Autorität und der Unparteilichkeit der Rechtsprechung

h. Verhältnismäßigkeit des Eingriffs

2. Artikel 11 EMRK

a. Unterschiede der legitimen Ziele von Art. 10 und Art. 11

b. Prüfung der Verhältnismäßigkeit

III. Rechtsprechung des EGMR bei Beschwerden über Eingriffe in Artikel 10 und 11 in Bezug auf separatistische Bewegungen

1. Umstände des Beispielfalles

2. Anwendbarkeit und Vorliegen eines Eingriffes

3. Verankerung in nationalstaatlichem Recht

4. Vorhandensein eines legitimen Ziels

5. Notwendigkeit in einer demokratischen Gesellschaft

a. Vorwurf des Waffenbesitzes

b. Gefährdung der öffentlichen Sicherheit

c. Verbreitung separatistischer Ideen

d. Weitere Legitimationsversuche

e. Gruppengröße

D. Diskussion und Fazit: Verbot und Bestrafung separatistischer Bewegungen und EMRK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, unter welchen Voraussetzungen Nationalstaaten separatistische Bewegungen einschränken oder bestrafen dürfen, ohne dabei die durch die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) geschützten Freiheitsrechte (Meinungsfreiheit, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit) zu verletzen. Dabei wird analysiert, wie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe in einer demokratischen Gesellschaft beurteilt.

  • Rechtliche Grundlagen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit (Art. 10 & 11 EMRK)
  • Prüfungsschemata des EGMR bei staatlichen Eingriffen
  • Analyse der Zulässigkeit von Beschränkungen gegenüber separatistischen Gruppen
  • Bedeutung von Gewaltpotential und Gruppengröße für die Rechtsmäßigkeit staatlicher Maßnahmen
  • Fallbeispiel: Stankov und die vereinigte mazedonische Organisation Ilinden gegen Bulgarien

Auszug aus dem Buch

1. Umstände des Beispielfalles

Die vereinigte mazedonische Organisation Ilinden ist eine Organisation aus Süd-West Bulgarien. Diese Region wird auch als Pirin-Macedonia bezeichnet. Stankov war in der relevanten beziehungsweise verhandelten Zeit der Vorsitzende ebendieser Vereinigung, die 1990 mit dem Ziel gegründet wurde, den mazedonischen Bevölkerungsteil der Region als offizielle Minderheit in Bulgarien anzuerkennen. Nach eigenen Angaben bestand die Hauptaktivität darin, Gedenkveranstaltungen für historische Ereignisse mit einer besonderen Bedeutung für die mazedonischen Bevölkerungsteile in Bulgarien abzuhalten. In ihren eigenen Statuten betont die Organisation, dass sie sich nicht gegen die territoriale Integrität Bulgariens richten wird und dass sie nicht zu gewalttätigen, brutalen, inhumanen oder verbotenen Mitteln greifen wird.

Im Jahr der Gründung wollte sich Ilinden offiziell registrieren lassen. Dieser Antrag wurde allerdings durch ein Regionalgericht abgelehnt, was mit den Statuten und dem Programm der Organisation begründet wurde. So wurden dort unter anderem die politische Entwicklung Mazedoniens und ein unabhängiger mazedonischer Staat gefordert. Das Regionalgericht sah es als erwiesen an, dass die Ziele von Ilinden gegen die nationale Einheit und die territoriale Integrität Bulgariens gerichtet waren und es dadurch obsolet wurde, dass die Achtung der territorialen Integrität Bulgariens in den Statuten der Organisation verankert waren. Diese Sichtweise wurde durch den obersten Gerichtshof Bulgariens weitgehend bestätigt.

In der Folge wurden in der verhandelten Zeit zwischen 1994 und 1997 fünf Veranstaltungen der Organisation Ilinden nicht zugelassen, verboten oder nur sehr eingeschränkt erlaubt. Deklariert wurden diese immer als Gedenkveranstaltungen an historisch bedeutenden Orten. In allen Fällen wurden Reden und öffentliche Äußerungen im Allgemeinen untersagt. Auch war das Polizeiaufgebot zumeist sehr groß, sodass die Freiheit der Versammlung gestört und auch die freie Meinungsäußerung quasi unterbunden wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung zur Fragestellung: Das Kapitel führt in die Thematik ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Schutzbereich der Artikel 10 und 11 EMRK im Kontext separatistischer Bewegungen zu untersuchen.

B. Geschichte und Hintergrund: Es wird ein Überblick über separatistische Bewegungen in Europa gegeben sowie die historische Entstehung und die rechtliche Bedeutung der EMRK und des EGMR erläutert.

C. Rechtslage nach EMRK: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Artikel 10 (Meinungsfreiheit) und 11 (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit) der EMRK sowie die Kriterien, nach denen der EGMR staatliche Eingriffe auf ihre Zulässigkeit prüft.

III. Rechtsprechung des EGMR bei Beschwerden über Eingriffe in Artikel 10 und 11 in Bezug auf separatistische Bewegungen: Anhand des Falls Ilinden gegen Bulgarien und ergänzender Beispiele wird untersucht, wie der EGMR in der Praxis mit Verboten separatistischer Aktivitäten umgeht.

D. Diskussion und Fazit: Verbot und Bestrafung separatistischer Bewegungen und EMRK: Das Fazit fasst die Kriterien zusammen, unter denen staatliche Eingriffe legitim sind, und betont, dass die reine Äußerung separatistischer Ideen nicht sanktioniert werden darf, sofern keine konkrete Gefahr für die demokratische Ordnung besteht.

Schlüsselwörter

EMRK, EGMR, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Vereinigungsfreiheit, Separatismus, territoriale Integrität, nationale Sicherheit, Verhältnismäßigkeit, Ilinden, Rechtsgrundlage, demokratische Gesellschaft, Menschenrechtsschutz, Sezession, Eingriffsbefugnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) auf staatliche Versuche reagieren, separatistische Bestrebungen durch Verbote oder Bestrafungen zu unterbinden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Meinungsfreiheit (Art. 10 EMRK) sowie die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit (Art. 11 EMRK) und deren Grenzen in einem demokratischen Staat.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, inwiefern und unter welchen konkreten Bedingungen Nationalstaaten separatistische Bewegungen rechtmäßig einschränken dürfen, ohne gegen die EMRK zu verstoßen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse. Sie nutzt Fachliteratur zur Auslegung der Konvention und wertet maßgebliche Präzedenzentscheidungen des EGMR aus, um eine Argumentationsstruktur für die Bewertung staatlicher Eingriffe zu entwickeln.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden zunächst die rechtlichen Grundlagen der Artikel 10 und 11 EMRK dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Rechtsprechung des EGMR anhand des Beispielfalles "Ilinden gegen Bulgarien".

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind EMRK, Separatismus, Meinungs- und Versammlungsfreiheit, Verhältnismäßigkeitsprüfung und Schutz der territorialen Integrität.

Welche Rolle spielt das Gewaltpotential bei der Bewertung durch den EGMR?

Ein tatsächliches Gewaltpotential, etwa durch Bewaffnung oder die Nähe zum Terrorismus, ist für den EGMR ein entscheidendes Kriterium, um eine Einschränkung der Freiheitsrechte als "notwendig in einer demokratischen Gesellschaft" anzuerkennen.

Kann eine separatistische Bewegung allein aufgrund ihrer Forderungen verboten werden?

Nein, der EGMR stellt klar, dass die reine Forderung nach Autonomie oder Abspaltung von der EMRK geschützt ist und keine ausreichende Grundlage für ein Verbot darstellt, solange die Bewegung nicht zu Gewalt aufruft oder demokratische Grundprinzipien aktiv untergräbt.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Separatistische Bewegungen in Europa und die EMRK
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Note
2,3
Autor
Felix Loos (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
29
Katalognummer
V509395
ISBN (eBook)
9783346074546
ISBN (Buch)
9783346074553
Sprache
Deutsch
Schlagworte
separatistische bewegungen europa emrk
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Loos (Autor:in), 2019, Separatistische Bewegungen in Europa und die EMRK, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/509395
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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