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Welche Inszenierungsstrategien verwendet die Alternative für Deutschland (AfD) in ihren Facebook-Posts über Geflüchtete und Migrant*innen?

Eine qualitative Inhaltsanalyse

Title: Welche Inszenierungsstrategien verwendet die Alternative für Deutschland (AfD) in ihren Facebook-Posts über Geflüchtete und Migrant*innen?

Research Paper (postgraduate) , 2019 , 45 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alexandra Vavelidou (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications

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Summary Excerpt Details

Dem diffusen Phänomen ‚Rassismus‘, welches selten direkt thematisiert oder reflektiert wird, stehen aktuell konkretere Formen des Rechtsradikalismus und Nationalismus in Deutschland gegenüber. Während die Rassismusforschung insbesondere in den Kultur- und Sozialwissenschaften bereits zahlreiche theoretische Überlegungen vorzuweisen hat, wie den Rassismus ohne
Rassen, mangelt es an aktuellen empirischen Untersuchungen dergleichen.
Fremdenfeindliche und rechtsextreme Parteien weisen eine hohe Social-Media-Affinität auf und nutzen die zahlreichen technischen Möglichkeiten sowie inhaltlichen Freiheiten des Internets taktisch aus. So hat auch die Alternative für Deutschland
(AfD) einen sehr aktiven Facebook-Account, auf dem täglich mehrere Texte, Bilder oder Videos gepostet werden. Ihre Reichweite ist mit rund 485.000 Abonnenten höher als die jeder anderen politischen Partei Deutschlands, wenn man davon ausgeht, dass hinter den Zahlen tatsächlich echte Personen stehen. Auf einer Plattform wie Facebook agieren sie zudem ohne klaren rechtsextremen Rahmen im medialen Mainstream und erreichen damit einfacher breite Zielgruppen wie Jugendliche und junge Erwachsene. Dies macht eine nähere Betrachtung ihrer inhaltlichen Argumentationsstrategien notwendig.
Die AfD 'recycelt' rassistische Diskurse mit neuen Schlagworten, in deren Zentrum vor allem die sogenannte 'Flüchtlingskrise' steht. Mit Migration verbundene Ängste werden durch verschiedene Mittel wie einer Anti-Islam-Rhetorik, konstruierter Selbst- und Fremdgruppen oder einer Täter-Opfer-Umkehr geschürt und zu Bedrohungsszenarien verdichtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Rassismus ohne Rassen

2.2 Rechtspopulismus im Web 2.0

2.3 Zentrale Topoi und Kommunikationsstrategien

3. Methodisches Vorgehen

3.1 Begründung der Methodenwahl

3.2 Qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz

3.3 Gütekriterien

4. Durchführung der qualitativen Inhaltsanalyse

4.1 Vorstellung des Materials

4.2 Bestimmung des Ausgangsmaterials

4.2.1 Festlegung des Materials

4.2.2 Formale Charakteristika

4.3 Fragestellung der Analyse

4.4 Festlegung der Einheiten und Kategorien

4.5 Durchführung

5. Ergebnisse

5.1 Kulturelle Abwertung

5.2. Abstand zwischen Selbst- und Fremdgruppe erzeugen

5.3 Negativbeispiele aus Fremdgruppe hervorheben

5.4 Gefährdung der inneren Sicherheit und des Gemeinwohls

5.5 Täter-Opfer-Umkehr

5.6 Bedrohungsszenario einer Massenmigration

5.7 Migration baut auf Lügen auf

5.8 Negative ökonomische Auswirkungen

5.9 Inszenierung als Sprachrohr der Mehrheit

5.10 Elitenschelte

5.11 Überprüfung der Gütekriterien

6. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz, welche spezifischen Inszenierungsstrategien die Partei Alternative für Deutschland (AfD) in ihren Facebook-Beiträgen einsetzt, um Themen rund um Geflüchtete und Migrant*innen darzustellen. Ziel ist es, die kommunikativen Mittel der Partei zu entschlüsseln und zu prüfen, wie rassistische Diskurse und Bedrohungsszenarien in den sozialen Medien konstruiert werden.

  • Analyse rechtspopulistischer Kommunikationsstrategien in sozialen Netzwerken.
  • Untersuchung der Konstruktion von Wir- und Fremdgruppen.
  • Identifikation von Strategien wie der Täter-Opfer-Umkehr und Elitenschelte.
  • Aufdeckung von Narrativen zur Gefährdung der nationalen Sicherheit und des Wohlstands.
  • Empirische Überprüfung des Konzepts des Rassismus ohne Rassen in AfD-Posts.

Auszug aus dem Buch

2.3 Zentrale Topoi und Kommunikationsstrategien

Ein zentrales Merkmal der flüchtlingspolitischen Debatte besteht nach Bozay darin, die Rechte von geflüchteten Menschen zu delegitimieren. Durch negative Zuschreibungen und politische Instrumentalisierung bieten sie eine Projektionsfläche für diskriminierende Diskurse. Die Eigengruppe besitzt hingegen durch ihr ‚natürliches‘ Vorrecht ein hohes Maß an Legitimität, das ihren Mitgliedern eine sichere Existenz garantiert (vgl. Bozay 2019, 43f.) Infolgedessen ist für die Inszenierung von rechtsextremen Botschaften die Konstruktion des ‚Fremden‘ von großer Bedeutung. Dies ist eng gekoppelt mit der Zuschreibung von Stereotypen und Vorurteilen. Die unterschiedlichsten Personengruppen wie ‚Flüchtlinge‘, ‚Arbeitslose‘, ‚Kriminelle‘ oder ‚Behinderte‘ können je nach Kontext als Fremde konstruiert werden (vgl. Reuter/ Warrach 2015, 175). Als „Prototyp des Fremden“ (ebd., 176) konzentriert sich die Forschung vor allem auf Migrant*innen. Die rassistischen Ausschlüsse aus der Nation beruhen dabei auf einem genealogischen Schema, bei dem es um die symbolische Vererbung von Identität geht (vgl. Bojadžijev 2015, 282). Sowohl politisch als auch sozial stehen den eingewanderten Menschen demnach nicht die gleichen Rechte der Gemeinschaft zu wie Bildung oder Zugang zu Wohnungen und Infrastruktur (vgl. ebd., 283). Diese Annahmen setzen sich im Flüchtlingsdiskurs fort.

Bei rechtsextremistischer und islamistischer Online-Propaganda kommt die Unterscheidung zwischen einem 'uns' und 'denen' besonders häufig vor. Die 'böse' Fremdgruppe wird als Ursache aller Missstände verantwortlich gemacht und erhält viele Formen von Schuldzuweisungen (vgl. Frischlich 2018, 151). Die ‚gute‘ Eigengruppe steht dem komplementär gegenüber. Sie wird als vermeintlich homogen imaginiert und steht oftmals in der Opferrolle (vgl. Shooman 2018, 178).

Um einen möglichst großen Abstand zwischen der konstruierten Selbst- und Fremdgruppe zu erzeugen, werden in rechten Narrativen verschiedene Strategien genutzt. Eine gängige Methode ist es, Negativbeispiele aus der Fremdgruppe als repräsentativ für die gesamte Gruppe hervorzuheben. Dies bezweckt die Abwertung des Anderen und gleichzeitige Aufwertung des Eigenen (vgl. ebd., 179). Häufig kommt es dabei zu Pauschalisierungen in Form von aggregierten Meinungsaussagen, deren Widerlegung durch die Verallgemeinerung schwierig sind (vgl. Graber und Lindemann 2018, 62).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen des Rassismus ohne Rassen ein und benennt die hohe Social-Media-Affinität der AfD als Forschungsgegenstand.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert Konzepte wie Rassismus ohne Rassen, Rechtspopulismus im Web 2.0 sowie zentrale kommunikative Topoi.

3. Methodisches Vorgehen: Hier werden die Wahl der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz sowie die methodischen Gütekriterien der Untersuchung begründet.

4. Durchführung der qualitativen Inhaltsanalyse: Das Kapitel beschreibt das Vorgehen bei der Auswahl und Kodierung der zehn untersuchten Facebook-Posts der AfD.

5. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren zehn Kategorien wie kulturelle Abwertung, Täter-Opfer-Umkehr und Elitenschelte, die aus der Analyse hervorgingen.

6. Diskussion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die theoretischen Annahmen über die rechtspopulistische Inszenierung durch die AfD.

Schlüsselwörter

AfD, Facebook, Rechtspopulismus, Rassismus ohne Rassen, qualitative Inhaltsanalyse, Inszenierungsstrategien, Flüchtlingskrise, Migrant*innen, Kuckartz, Propaganda, soziale Netzwerke, Wir-Gruppe, Fremdgruppe, Täter-Opfer-Umkehr, politische Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert, wie die AfD auf ihrer Facebook-Seite rhetorische und inhaltliche Strategien nutzt, um ein negatives Bild von Geflüchteten und Migrant*innen zu erzeugen und sich selbst als Sprachrohr einer vermeintlichen Mehrheit zu inszenieren.

Welche thematischen Schwerpunkte werden in der Analyse gesetzt?

Zentrale Themenfelder sind die kulturelle Abwertung von Migranten, die Darstellung von Geflüchteten als Bedrohung für Sicherheit und Wohlstand sowie die Nutzung der sozialen Medien zur Verbreitung populistischer Ideologien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Identifikation und Systematisierung von Inszenierungsstrategien, mit denen die AfD ihre politische Agenda in sozialen Netzwerken legitimiert und gesellschaftliche Spaltungen vorantreibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Untersuchung verwendet?

Es kommt die qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz zur Anwendung, um das Textmaterial systematisch zu kodieren, zu paraphrasieren und in Haupt- sowie Subkategorien zu unterteilen.

Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Auswertung der ausgewählten Posts, wobei zehn zentrale Kategorien identifiziert werden, die von der Diskreditierung der Identität von Migranten bis hin zur Elitenschelte reichen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit am besten charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Rassismus ohne Rassen, Rechtspopulismus, AfD, soziale Medien und diskursive Inszenierungsstrategien.

Wie geht die AfD laut der Analyse mit dem Konzept der „Flüchtlingskrise“ um?

Die Analyse zeigt, dass die AfD die Krise als zentralen Topos nutzt, um durch Angstschüren und Bedrohungsszenarien eine vermeintliche Notwendigkeit zur Ausgrenzung und Bevorzugung der Eigengruppe zu begründen.

Welche Rolle spielt die Strategie der Täter-Opfer-Umkehr laut der Autorin?

Diese Strategie dient der Verdrehung realer Machtverhältnisse; die AfD stellt ihre Anhänger oder die „einheimische Bevölkerung“ als Opfer einer Politik dar, die angeblich Migranten bevorzugt und damit die Rechte der eigenen Bevölkerung untergräbt.

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Details

Title
Welche Inszenierungsstrategien verwendet die Alternative für Deutschland (AfD) in ihren Facebook-Posts über Geflüchtete und Migrant*innen?
Subtitle
Eine qualitative Inhaltsanalyse
College
University of Cologne
Grade
1,7
Author
Alexandra Vavelidou (Author)
Publication Year
2019
Pages
45
Catalog Number
V509251
ISBN (eBook)
9783346070890
Language
German
Tags
welche inszenierungsstrategien alternative deutschland facebook-posts geflüchtete migrant*innen eine inhaltsanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Vavelidou (Author), 2019, Welche Inszenierungsstrategien verwendet die Alternative für Deutschland (AfD) in ihren Facebook-Posts über Geflüchtete und Migrant*innen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/509251
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