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Reformation und theologische Bildkritik. Bilderstürme in ihrem geschichtlichen Kontext

Title: Reformation und theologische Bildkritik. Bilderstürme in ihrem geschichtlichen Kontext

Term Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Benjamin Kahlberg (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Diese Arbeit behandelt die Bilderstürme zur Zeit der Reformation. Schwerpunkt sind dabei die Bedeutung Karlstadts und Luthers für den Beginn und Verlauf der Bilderstürme. Zum Thema des reformatorischen Bildersturms sind im Laufe der letzten Jahre viele Arbeiten veröffentlicht worden. Der Bildersturm der Reformationszeit wurde lange von der historischen Forschung lediglich als eine Randerscheinung oder eine natürliche Folge der religiösen Umbrüche der Zeit gesehen. Die Verantwortlichkeit für die Ereignisse wurde im Allgemeinen den Ungebildeten und den wild agierenden unteren Volksschichten zugeschrieben. In der neueren Geschichtsschreibung hat man jedoch festgestellt, dass es bei den Bilderstürmen Beteiligte aus allen Volksschichten gab, besonders aus dem Bürgertum. Auch Jugendliche und Frauen konnten an den Aktionen beteiligt sein. Die Untersuchungen von Sergiusz Michalski zeigen beispielhaft, dass die Motive, der Ablauf, das Ausmaß und die für die Handlungen Verantwortlichen, regional sehr unterschiedlich sein konnten.

Das Phänomen des reformatorischen Bildersturms nimmt seinen eigentlichen Anfang in den sogenannten Wittenberger Unruhen, Ende 1521 - Anfang 1522, wo es unter dem Einfluss von Andreas Bodenstein von Karlstadt zu einigen Bilderstürmen kam. Im Folgenden sollen die wichtigsten theologischen Einflüsse und Positionen, die zum reformatorischen Bildersturm in Wittenberg geführt haben, dargestellt werden. Im Zusammenhang damit wird auf die Frage eingegangen, wie die theologischen Auseinandersetzungen sich auf den unmittelbaren Verlauf der Ereignisse in der Stadt und darüber hinaus auf die Reformation in Deutschland, ausgewirkt haben, welche Position sich letztendlich durchsetzen konnte und auch weshalb.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Fragestellung & Forschungsstand

2. Die Wittenberger Unruhen: Ursachen – Verlauf – Folgen

2.1. Die Bilderstürme in ihrem geschichtlichen Kontext

2.2. Karlstadts Bilderlehre

2.3. Luthers Einschreiten und die theologische Auseinandersetzung

3. Die Folgen des Einschreitens Luthers

3.1. Unmittelbar auf Wittenberg und Karlstadt

3.2. Langfristige Folgen für den Reformationsverlauf

3.3. Regionale Differenzierung der Folgen der Wittenberger Unruhen und des Einschreitens Luthers

4. Zusammenfassung und Ausblick

5. Quellen und Literatur

5.1. Quellen:

5.2. Literatur:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des reformatorischen Bildersturms ausgehend von den Wittenberger Unruhen (1521/22), analysiert die theologischen Gegensätze zwischen Andreas Bodenstein von Karlstadt und Martin Luther und beleuchtet die langfristigen sowie regionalen Folgen dieser Ereignisse auf den weiteren Verlauf der Reformation.

  • Ursprung und Verlauf der Wittenberger Unruhen unter Karlstadts Einfluss
  • Theologische Analyse von Karlstadts radikaler Bilderlehre im Vergleich zu Luthers gemäßigter Position
  • Bedeutung von Luthers Intervention durch die Invocavit-Predigten
  • Sozio-ökonomische und politische Motive für Bilderstürme jenseits der Theologie
  • Regionale Unterschiede in der Umsetzung ikonoklastischer Handlungen

Auszug aus dem Buch

2.2. Karlstadts Bilderlehre

Karlstadt kritisiert in seiner Schrift Von abtuhun der Bylder die Anbetung und Verehrung von Bildern im Gottesdienst. Er geht sogar darüber hinaus und stellt Bilder im Allgemeinen als etwas Schlechtes dar, spricht ihnen auch ihren pädagogischen Wert hab. So sagt er nicht nur, dass Gott die bilder „hasset vnd neydet (...) vn acht sie fur ein grawell“17, sondern auch, dass sie nicht „der Leyhen bucher seind“, also der Ersatz für Bücher für diejenigen, die nicht lesen können. So fordert er ihre vollständige Abschaffung aus den Kirchen. Karlstadt stützt seine Position hauptsächlich auf die Bibel, aber auch auf Argumente der Vernunft und soziale Aspekte. Er sieht in den Bildern „Olgotze“, also etwas, das mit Gott konkurriert. So argumentiert er, dass die Anbetung und Verehrung von Bildern und Heiligen gegen das erste Gebot, „Du solst nicht frombde gotter haben.“ und vor allem gegen das zweite Gebot „Du solst kein geschnitzte oder gehawbe bild machen. Du solst kein gleichnis machen“ verstoße. Nach Karlstadt hat Gott das zweite Gebot auch aufgestellt, um die Einhaltung des ersten zu gewähren, denn der Mensch habe die Gott widerstrebende Neigung, Bilder anzubeten.

Er spricht den Bildern die Fähigkeit zu unterrichten ab, weil sie materielle Dinge sind und somit unfähig, geistliche Wahrheit zu vermitteln. Für ihn ist allein die Bibel – das Wort Gottes – in der Lage, den Gläubigen in ihrer Frömmigkeit zu helfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Fragestellung & Forschungsstand: Die Einleitung verortet den Bildersturm als zentrales Ereignis der Reformation und führt in die wissenschaftliche Debatte um die Verantwortlichkeit und Motive verschiedener sozialer Schichten ein.

2. Die Wittenberger Unruhen: Ursachen – Verlauf – Folgen: Dieses Kapitel beschreibt die Eskalation der Ereignisse in Wittenberg unter der Führung von Karlstadt und analysiert dessen theologische Begründung für die Bildbeseitigung.

3. Die Folgen des Einschreitens Luthers: Hier wird Luthers Reaktion in den Invocavit-Predigten und deren Wirkung auf die Unterdrückung radikaler Reformansätze sowie die regionale Ausbreitung des Bildersturms in anderen Gebieten behandelt.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel rekapituliert die Etablierung von Luthers gemäßigter Bildtheologie und wirft einen Blick auf die Bedeutung der Ereignisse für das Verständnis der Reformation.

5. Quellen und Literatur: Ein Verzeichnis der verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Bildersturm, Reformation, Martin Luther, Andreas Bodenstein von Karlstadt, Wittenberger Unruhen, Bilderlehre, Theologie, Ikonoklasmus, Bildentfernung, Invocavit-Predigten, Reformationsgeschichte, soziale Aspekte, Gottesdienst, Bildverehrung, Volksfrömmigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den reformatorischen Bildersturm, seine Ursprünge in Wittenberg zu Beginn der 1520er Jahre sowie die daraus resultierenden theologischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Kontroverse um die kirchliche Bildverehrung, das Verhältnis zwischen den Reformatoren Luther und Karlstadt sowie die Auswirkungen dieser Diskurse auf die lokale Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Gründe für das Auftreten des Bildersturms zu identifizieren und zu untersuchen, wie sich die unterschiedlichen Theologien auf den Verlauf und die Akzeptanz der Reformation auswirkten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die sich auf die Auswertung zeitgenössischer Schriften (Primärquellen) und rezenter geschichtswissenschaftlicher Literatur stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Wittenberger Unruhen, die detaillierte Analyse der Theologie Karlstadts, Luthers Gegenposition und eine Untersuchung der regionalen Differenzen bei der Umsetzung reformatorischer Bildpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bildersturm, Ikonoklasmus, Luther, Karlstadt, Wittenberger Unruhen und Reformation.

Warum lehnte Karlstadt Bilder in Kirchen ab?

Karlstadt betrachtete Bilder als Götzendienst, der gegen die biblischen Gebote verstößt, und sprach ihnen jeglichen pädagogischen Nutzen für den Glauben ab.

Wie unterschied sich Luthers Position von der seines Kollegen Karlstadt?

Während Karlstadt auf einer sofortigen und radikalen Abschaffung beharrte, forderte Luther ein gemäßigtes Vorgehen, das sich der Obrigkeit unterordnet und auf die Herzenshaltung des Einzelnen statt auf äußere Gewalt setzt.

Waren Bilderstürme nur ein theologisches Phänomen?

Nein, die Arbeit stellt dar, dass Bilderstürme oft auch politisch und wirtschaftlich motiviert waren und als sichtbarer Bruch mit den alten, als belastend empfundenen kirchlichen Strukturen dienten.

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Details

Title
Reformation und theologische Bildkritik. Bilderstürme in ihrem geschichtlichen Kontext
College
University of Rostock
Grade
1,3
Author
Benjamin Kahlberg (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V508685
ISBN (eBook)
9783346068026
ISBN (Book)
9783346068033
Language
German
Tags
reformation bildkritik bilderstürme kontext
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Kahlberg (Author), 2005, Reformation und theologische Bildkritik. Bilderstürme in ihrem geschichtlichen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/508685
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