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Sind moralische Verantwortung und freier Wille identisch?

Title: Sind moralische Verantwortung und freier Wille identisch?

Term Paper , 2019 , 12 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Annie Münzberg (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

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Die Frage nach moralischer Verantwortung und freiem Willen ist sowohl philosophisch, gesellschaftlich, politisch als auch unter sozialen Aspekten sehr wichtig und fortwährend von aktuellem Interesse.

In dieser Hausarbeit wird die These aufgestellt, dass moralische Verantwortung und freier Wille nicht identisch sind. Zunächst wird ein Überblick über die Bedeutung von moralischer Verantwortung und freiem Willen gegeben. Die Argumentation, welche die These stützt, ist für einen besseren Überblick kapitelweise aufgebaut. Einige Beispiele sollen die komplexen Argumente anschaulicher machen und dienen als Beleg für das vorgestellte Argument.

Die Argumentation und Darstellung beziehen sich weitestgehend auf die Literatur von Harry G. Frankfurt und Robert Kane, die die Pioniere für Fragen nach moralischer Verantwortung und freiem Willen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Moralische Verantwortung und freier Wille

2.1 Moralische Verantwortung

2.2 Freier Wille

3. Jemand ist für seine Taten verantwortlich, auch wenn er keinen freien Willen hatte

4. Die Frage nach moralischer Verantwortung, ist keine Frage nach Alternativen

5. Frankfurts „Principle of Alternative Possibilities“

6. Das Verhältnis von moralischer Verantwortung und freiem Willen – ein neurowissenschaftlicher Ansatz

7. Moralische Verantwortung ist kompatibel mit Determinismus, freier Wille nicht

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen moralischer Verantwortung und freiem Willen mit dem Ziel, die These zu belegen, dass beide Konzepte nicht identisch sind. Dabei wird analysiert, ob Handlungen, für die eine Person moralisch verantwortlich gemacht werden kann, zwingend einen freien Willen voraussetzen oder ob moralische Verantwortlichkeit auch ohne diesen existieren kann.

  • Differenzierung zwischen moralischer Verantwortung und freiem Willen
  • Analyse des "Principle of Alternative Possibilities" nach Harry G. Frankfurt
  • Untersuchung der Kompatibilität von Verantwortung und Determinismus
  • Neurowissenschaftliche Perspektiven auf Willensfreiheit und Illusionen
  • Philosophische Begründung moralischer Zuschreibung in Abwesenheit von Handlungsalternativen

Auszug aus dem Buch

3. Jemand ist für seine Taten verantwortlich, auch wenn er keinen freien Willen hatte

Frankfurt behauptet, dass jemand für seine Taten verantwortlich ist, auch wenn derjenige zum Zeitpunkt der Tat keinen freien Willen hatte. Die Willensfreiheit einer Person besteht nach Frankfurt darin, dass sie einen Willen hat, der aber auch ein anderer hätte sein können, als der, der es tatsächlich war. Außerdem sei der Wille einer Person erst dann frei, „wenn sie frei ist, den Willen zu haben, den sie möchte.“

Alfred Mele formuliert in seinem Artikel Free will and moral responsibility: does either require the other? einen Beleg dafür, dass jemand auch für seine Taten verantwortlich ist, wenn er keinen freien Willen gehabt hat. Mele konstruiert die Situation, dass ein betrunkener Fahrer einen Fußgänger tötet. Niemand hat den Fahrer gezwungen Alkohol zu trinken oder alkoholisiert Auto zu fahren. Der Fahrer hatte ebenfalls Kenntnis darüber, welchen Effekt Alkohol hat. Trotzdem setzte er sich in sein Auto und fuhr los. Dabei übersah er einen Fußgänger und tötete diesen in Folge eines Aufpralls. Im Allgemeinen würde behauptet, dass dieser Mann für seinen Tat moralische Verantwortung trägt und auch Mele vertritt diese Meinung. Nach Mele ist es jedoch fragwürdig zu behaupten, dass der Mann ebenfalls nach seinem freien Willen tötete.

Wenn moralische Verantwortung und freier Wille identisch wären, müssten ihre Auswirkungen in diesem Fall auch gleichberechtigt behandelt werden. Wenn – wie in dem vorangegangenen Beispiel – der betrunkene Fahrer verantwortlich gemacht wird und moralische Verantwortung mit freiem Willen einhergehen würde, dann müsste der Fahrer innerhalb dieser Tat auch nach seinem freien Willen gehandelt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der These, dass moralische Verantwortung und freier Wille nicht identisch sind, sowie Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.

2. Moralische Verantwortung und freier Wille: Definition der beiden Kernbegriffe und Darstellung der Problematik anhand von Beispielen sowie Frankfurts Wunschmodell.

3. Jemand ist für seine Taten verantwortlich, auch wenn er keinen freien Willen hatte: Argumentation, dass moralische Schuld auch ohne explizite Willensfreiheit bestehen kann, illustriert durch das Beispiel eines betrunkenen Fahrers.

4. Die Frage nach moralischer Verantwortung, ist keine Frage nach Alternativen: Darlegung, dass für moralische Verantwortung die Verfügbarkeit von Alternativen im Moment der Handlung nicht notwendig ist.

5. Frankfurts „Principle of Alternative Possibilities“: Kritische Auseinandersetzung mit dem PAP-Prinzip und dessen Widerlegung durch das „Frankfurt-Beispiel“.

6. Das Verhältnis von moralischer Verantwortung und freiem Willen – ein neurowissenschaftlicher Ansatz: Diskussion der Rolle von Gehirnprozessen und der These, dass der freie Wille eine Illusion sein könnte, während Verantwortung bestehen bleibt.

7. Moralische Verantwortung ist kompatibel mit Determinismus, freier Wille nicht: Erörterung der Kompatibilität beider Begriffe mit dem Determinismus unter Einbeziehung des „Consequence Argument“.

8. Fazit: Bestätigung der einleitenden These durch die Zusammenführung der Argumente aus den vorherigen Kapiteln.

Schlüsselwörter

Moralische Verantwortung, Freier Wille, Harry G. Frankfurt, Determinismus, Willensfreiheit, Handlungsalternativen, Principle of Alternative Possibilities, Neurowissenschaft, Robert Kane, Inkompatibilismus, Kompatibilismus, Schuldfrage, Wunsch zweiter Stufe, Konsequenzargument.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das philosophische Verhältnis zwischen moralischer Verantwortung und freiem Willen und prüft, ob diese beiden Konzepte als identisch betrachtet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Willensfreiheit, das Spannungsfeld zum Determinismus, moralische Zuschreibung bei Abwesenheit von Alternativen sowie neurowissenschaftliche Perspektiven.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Beleg der These, dass moralische Verantwortung und freier Wille voneinander zu unterscheiden sind und nicht zwingend aneinander gekoppelt sein müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse basierend auf den Werken führender Philosophen wie Harry G. Frankfurt und Robert Kane sowie neurowissenschaftlichen Ansätzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Wunschmodell Frankfurts, diskutiert das "Principle of Alternative Possibilities" (PAP) anhand von Gedankenexperimenten und prüft die Kompatibilität von Verantwortung und Determinismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie moralische Verantwortung, Willensfreiheit, Determinismus, PAP-Prinzip und Inkompatibilismus charakterisiert.

Was besagt das "Frankfurt-Beispiel"?

Es dient dazu, das Prinzip der alternativen Möglichkeiten zu widerlegen, indem gezeigt wird, dass eine Person für eine Handlung verantwortlich sein kann, auch wenn sie durch externe Eingriffe (hier ein Chip) keine Möglichkeit hatte, anders zu handeln.

Warum wird der betrunkene Fahrer als Beispiel angeführt?

Er dient als Nachweis dafür, dass eine Person für eine Tat moralisch verantwortlich gemacht wird, obwohl es zweifelhaft ist, ob sie zum Zeitpunkt der Handlung einen freien Willen im vollen Sinne besaß.

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Details

Title
Sind moralische Verantwortung und freier Wille identisch?
College
University of Wuppertal
Grade
2,7
Author
Annie Münzberg (Author)
Publication Year
2019
Pages
12
Catalog Number
V501524
ISBN (eBook)
9783346023247
ISBN (Book)
9783346023254
Language
German
Tags
sind verantwortung wille
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annie Münzberg (Author), 2019, Sind moralische Verantwortung und freier Wille identisch?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/501524
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