Die vorliegende Seminararbeit begutachtet die Bedeutung des elektronischen Geldes in Deutschland. Es soll aufgezeigt werden, inwiefern die Verwendung beeinflusst wird und wie die verschiedenen Arten von E-Geld bei den Deutschen angesehen werden.
Dazu wird für den Leser zunächst einmal im zweiten Kapitel ein Grundwissen zum Thema E-Geld geschaffen. Auf dieser Basis erfolgt dann der hier gewählte qualitative Forschungsansatz. Dieser wird im dritten Kapitel detailliert erläutert, indem der Aufbau, Inhalt und die Durchführung der Forschung illustriert werden. Daraus resultierende Ergebnisse und dessen Interpretation erfolgen im vierten Kapitel. Das letzte Kapitel befasst sich mit einem zusammenfassenden Blick auf das Forschungsprojekt und erarbeitet
daraus eine Handlungsempfehlung.
Heutzutage ist alles mit allem und jeder mit jedem vernetzt. Die Welt entwickelt sich rasant. Globalisierung und Digitalisierung sind die treibenden Kräfte dieser Entwicklung. Und genau diese zwei Faktoren beeinflussen den Alltag in vielerlei Hinsicht. Dazu gehört auch der Bereich des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Elektronisches Geld (EGeld) spielt eine immer größere Rolle im Alltag. Alleine die Anzahl an bargeldlosen Transaktionen ist innerhalb der EU von 2013 bis 2017 um etwa 30% gestiegen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Elektronisches Geld
3 Qualitative Forschung
3.1 Forschungsinteresse
3.2 Forschungsdesign
3.2.1. Forschungsfrage
3.2.2. Stichprobenauswahl
3.2.3. Forschungsmethode
3.3 Datenerhebung
3.3.1. Narratives Interview
3.3.2. Gesprächsaufbau
3.3.3. Transkription
3.4 Datenauswertung – Kodierung
4 Forschungsergebnisse
4.1 Interview 1 – LL
4.2 Interview 2 – FS
4.3 Interview 3 – FF
4.4 Interview 4 – PS
4.5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
4.6 Hypothesenbildung
5 Fazit und Handlungsempfehlung
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht die gesellschaftliche Bedeutung und Verwendung von elektronischem Geld in Deutschland. Ziel ist es, durch einen qualitativen Forschungsansatz mittels Experteninterviews zu analysieren, wie verschiedene E-Geld-Arten wahrgenommen werden und welche Faktoren (wie Bequemlichkeit oder Sicherheit) die Nutzung beeinflussen.
- Vergleich der Bedeutung von Bargeld versus E-Geld in Deutschland
- Analyse von Nutzerpräferenzen bei Zahlungsmethoden wie PayPal und Mobile Payments
- Einfluss von technologischen Entwicklungen auf das Konsumentenverhalten
- Untersuchung von Barrieren und Sicherheitsaspekten bei bargeldlosen Zahlungsvorgängen
- Ableitung von Hypothesen zur zukünftigen Entwicklung des Zahlungsverkehrs
Auszug aus dem Buch
Elektronisches Geld
Geld stellt zunächst Vermögen wertmäßig dar und dient im weiteren Sinne zur Zahlung im Austausch gegen Güter oder Dienstleistungen. Vereinfacht könnte man auch sagen, dass Geld dem kommerziellen Zweck dient. Betrachtet man unsere Märkte, die kommerziell orientiert sind und wo es in hohem Maße einen Austausch gibt, erkennt man, dass Geld ebenfalls in hohem Maße zirkuliert. Die einzige Bedingung, die Geld mit sich bringt, ist die der Verständlichkeit. Das Objekt „Geld“ soll keine eigene Bedeutung haben; es stellt schlicht ein Medium dar. Daher resultieren auch die heutigen Münzen und Geldscheine, die an sich keinen hohen materiellen Wert aufweisen. Aber neben dem bekannten Bargeld gibt es auch andere Medien, die das Vermögen wertmäßig darstellen und als Zahlungsmittel fungieren: Elektronisches Geld.
Elektronisches Geld findet seinen Ursprung in den 1980er Jahren. Damals gab es schon Buchgeld, also Forderungen auf Bargeld. Damit transferierte man auf dem Papier größere Summen ohne mit Bargeld in Berührung zu kommen. Die Bewegungen fanden in den Büchern der Banken statt. Das Einführen von Überweisungen, Lastschriften, Schecks und vor allem der Kartenzahlungen führte schließlich zur Elektronifizierung des Buchgeldes. E-Geld wurde massentauglich und diese Transaktionsarten sind heute noch sehr verbreitet.
Mit den Jahren kamen immer mehr Arten von elektronischem Geld hinzu. Das Ende der 1990er gegründete Unternehmen PayPal ist einer der Vorreiter von Online-Bezahldiensten. Es interagiert zwischen Unternehmen und Kunden als Intermediär; heißt, es transferiert Geld zwischen den beiden Parteien. Genauso wurden auch Bankgeschäfte immer mehr online ausgelagert. Durch Electronic Banking (E-Banking), auch bekannt als Online-Banking, können Bankkunden ihre Geschäfte am Computer oder am Smartphone erledigen und müssen so keine Bankfiliale mehr betreten. Beide, sowohl E-Banking als auch Dienstleister wie PayPal, sind nicht nur im Business-to-Customer-Geschäft tätig, sondern auch im Peer-to-Peer-Geschäft (P2P-Geschäft). Sie ermöglichen direkte Zahlungen unter Menschen, welche, im Gegensatz zu klassischen Überweisungen, in Echtzeit erfolgen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Digitalisierung des Zahlungsverkehrs ein und formuliert die Problemstellung bezüglich der Bargeldaffinität der Deutschen sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Elektronisches Geld: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und die Entwicklung von elektronischem Geld, von den Anfängen des Buchgeldes bis hin zu modernen Diensten wie PayPal und Mobile Payments.
3 Qualitative Forschung: Hier wird der methodische Ansatz dargelegt, wobei der Fokus auf dem Forschungsdesign, der Auswahl der Probanden und der Durchführung narrativer Interviews liegt.
4 Forschungsergebnisse: In diesem Kapitel werden die aus den Interviews gewonnenen Daten ausgewertet, die Präferenzprofile der Teilnehmer dargestellt und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten analysiert.
5 Fazit und Handlungsempfehlung: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Rolle von Bargeld und E-Geld und gibt eine Empfehlung für weiterführende quantitative Forschungen.
Schlüsselwörter
Elektronisches Geld, E-Geld, Bargeldloser Zahlungsverkehr, Qualitative Forschung, Narrative Interviews, PayPal, Online-Banking, Mobile Payments, Kontaktloses Bezahlen, Konsumentenverhalten, Digitalisierung, Finanztechnologie, bargeldlose Transaktionen, Hypothesenbildung, Datenauswertung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und Bedeutung des elektronischen Geldes im Alltag der Menschen in Deutschland im Vergleich zum traditionellen Bargeld.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit untersucht unter anderem das Nutzerverhalten bei Online-Bezahldiensten wie PayPal, die Nutzung von E-Banking, die Akzeptanz von Mobile Payments und die Einstellungen zu Sicherheits- sowie Anonymitätsfragen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis qualitativer Interviews herauszufinden, wie verschiedene E-Geld-Formen in der Gesellschaft angesehen werden und welche persönlichen Präferenzen bei der Wahl der Zahlungsmethode ausschlaggebend sind.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin oder der Autor verwendet qualitative Forschungsmethoden, insbesondere narrative Experteninterviews, die nach Philipp Mayring ausgewertet und mittels induktiver Kategorienbildung analysiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung zum Thema E-Geld, die methodische Beschreibung des Forschungsdesigns und die detaillierte Präsentation sowie Interpretation der Interviewergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie E-Geld, bargeldloser Zahlungsverkehr, qualitative Forschung, Online-Banking, PayPal, Mobile Payments und Konsumentenverhalten.
Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung von E-Geld nach Geschlecht laut den Ergebnissen?
Die Forschung zeigt Tendenzen auf, dass Männer moderneren E-Geld-Methoden gegenüber oft aufgeschlossener sind, während Frauen bei bestimmten neuen Verfahren wie dem kontaktlosen Bezahlen teilweise kritischere Ansichten äußern.
Warum wird in der Arbeit explizit auf das bargeldfreie Schweden oder internationale Vergleiche hingewiesen?
Diese Vergleiche dienen dazu, Deutschland im europäischen Kontext einzuordnen, um zu verdeutlichen, dass Deutschland trotz der zunehmenden Verbreitung von E-Geld im Vergleich zu anderen Nationen eine überdurchschnittlich hohe Bargeldaffinität aufweist.
- Quote paper
- Fabio Scali (Author), 2018, Die Bedeutung von elektronischem Geld im Alltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/501356