In der vorliegenden Arbeit geht es um die Unterstützung von "Fake News" in der Politik in der Bundesrepublik Deutschland. Noch vor einigen Jahren galt das Internet als "Neuland", so wie die Bundeskanzlerin Angela Merkel es nannte. Doch heute gilt es als das Werkzeug der Politik, um vor allem die jüngeren Generationen zu erreichen. So hat der Instagram-Account der Bundeskanzlerin rund 828.000 Abonnenten, welche ihrer täglichen Arbeit folgen können. Auf diesem Account lässt sich unter anderem einsehen wie Angela Merkel Staatsbesuch empfängt, neue deutsche Technologien bestaunt oder ihre Meinung zu derzeitigen Geschehnissen äußert.
Ich habe dieses Beispiel gewählt, um zu verdeutlichen wie präsent die digitalen Medien in Bezug auf die deutsche Bundespolitik sind. Neben den Sozialen Medien als neues Mittel der Öffentlichkeitsarbeit des deutschen Bundestages, soll es in dieser Facharbeit auch um die Schattenseiten der Digitalisierung gehen. So beispielsweise die "Fake News" und deren Einflüsse auf aktuelle politische Themen. Vor allem durch das "Rezo"-Video kurz vor der diesjährigen Europawahl fiel dieses Thema ins Hauptaugenmerk vieler deutscher Bürger. Doch nicht nur Bürger nutzen diese, sondern auch Parteien und Interessenverbände, welche einen Einfluss auf die Politik haben wollen. In diesem Zusammenhang werde ich den Begriff "Fake News" definieren und an einem Beispiel aufzeigen, woran man diese erkennt. Ebenso werde ich die Wirkung dieser Falschmeldungen in der Bundesrepublik näher erläutern.
Des Weiteren habe ich ein Interview mit dem Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg durchgeführt und eine Umfrage vorgenommen, in der ich Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen Fragen rund um das Thema meiner Facharbeit gestellt habe und werde die erhaltenen Antworten analysieren und interpretieren. Mit diesen Ergebnissen aus der Umfrage und der meiner Recherchearbeit werde ich zum Ende ein Fazit geben, um dann die Frage zu beantworten, ob "Fake News" die Unterstützung der Politik sind am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Einflüsse der „Fake News“ auf das politische Handeln des deutschen Bundestages
2.1. „Fake News“ – Begriffsdefinition
2.2. „Fake News“ als Mittel von Parteien und Politik
2.3. „Fake News“ als Mittel von Interessenverbänden
2.4. „Fake News“ als Mittel von Bürgern der Bundesrepublik
3. Nutzung sozialer Netzwerke für die Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung
4. Eigenanteil: Auswertung einer Umfrage zum Thema meiner Facharbeit
4.1. Aufbau der Umfrage
4.2. Analyse und Auswertung der Ergebnisse
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht den Einfluss von „Fake News“ auf das politische Handeln in der Bundesrepublik Deutschland, beleuchtet deren Verbreitung durch verschiedene Akteure und analysiert anhand einer Umfrage sowie Experteninterviews, inwieweit diese Falschmeldungen politische Prozesse und die Wahrnehmung der Bürger manipulieren.
- Definition und Wirkungsweise von „Fake News“ im politischen Kontext
- Einsatz von Falschmeldungen durch Parteien, Interessenverbände und Bürger
- Die Rolle sozialer Medien für die Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung
- Empirische Untersuchung zur Wahrnehmung von Manipulation durch „Fake News“
- Bewertung der Gefährdung der politischen Meinungsbildung und Demokratie
Auszug aus dem Buch
2.2. „Fake News“ als Mittel von Parteien und Politik
Laut der Studie „Fakten statt Fakes. Verursacher, Verbreitungswege und Wirkungen von Fake News im Bundestagswahlkampf 2017“ werden „Fake News [...] vor allem von Rechten, Rechtspopulist:innen und Rechtsextremen verbreitet“.11 Dabei tritt die deutsche Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) am häufigsten in Aktion. Eine Nachricht, welche von ihnen verbreitet wurde, ist auch in der Studie anzufinden. Der „Facebook“-Post entstand am 16. Juli 2017 und bezieht sich auf einen Vorfall, welcher sich beim Volks-fest in Schorndorf, Baden-Württemberg ereignet hat.12 Dem Polizeipräsidium Aalen wurden drei sexuelle Übergriffe gemeldet, wobei in einem der Fälle ein „irakischer Tatverdächtiger“ ermittelt wurde und in einem weiteren „drei afghanische Asyl bewerber“. Des Weiteren befanden sich 1000 Jugendliche, größtenteils mit Migrations hintergrund, in der Umgebung und „randalierten“.13 So lautete die vorläufige Pressemitteilung der Polizei. Später stellte sich heraus, dass nur etwa 100 der Jugendlichen aufgefallen sind durch Straftaten. Viele Nachrichtenagenturen, darunter auch die „dpa“, missdeuteten dann die Informationen der Polizei und brachten die Nachrichten ungeprüft in Umlauf. Diese Fehler wurden dann jedoch am 19.07.2017 korrigiert und gelten als „Poor Journalism“, also ein unbeabsichtigter Fehler der Presse, welcher jedoch wieder richtiggestellt wurde. Die AfD hingegen nutzte die Vorkommnisse für Wahlwerbung und zur Deklassierung anderer Parteien und der Bundesregierung. Die Partei stellt die Vorkommnisse falsch dar und „suggeriert, dass es sich bei den Vorfällen in Schorndorf um einen Flüchtlingsmob gehandelt habe.“11 Zudem teilten sie auf Facebook einen Beitrag zum Teilen und Weiterleiten. (siehe Abbildung 1)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz digitaler Medien für die heutige Politik ein und stellt die Problematik von „Fake News“ als Gegenstand der Untersuchung vor.
2. Einflüsse der „Fake News“ auf das politische Handeln des deutschen Bundestages: Dieses Kapitel definiert „Fake News“ und untersucht deren gezielten Einsatz als Propagandamittel durch Parteien, Interessenverbände und Bürger.
3. Nutzung sozialer Netzwerke für die Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung: Hier wird analysiert, wie staatliche Stellen digitale Plattformen zur Informationsvermittlung nutzen und welche Herausforderungen dabei entstehen.
4. Eigenanteil: Auswertung einer Umfrage zum Thema meiner Facharbeit: Dieser Teil beschreibt das methodische Vorgehen der Umfrage und wertet die gewonnenen Daten zur Wahrnehmung von Manipulation aus.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und fordert eine stärkere Aufklärung im Bildungssystem zur Erkennung von Falschmeldungen.
Schlüsselwörter
Fake News, Bundesrepublik Deutschland, politische Manipulation, soziale Netzwerke, Öffentlichkeitsarbeit, Parteien, Interessenverbände, Desinformation, Social Bots, Meinungsbildung, Demokratie, Internet, Bundestagswahlkampf, digitale Medien, Umfrageanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Facharbeit behandelt die Rolle von „Fake News“ als Einflussfaktor auf das politische Geschehen in Deutschland und untersucht deren Verwendung durch unterschiedliche politische Akteure.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition von Falschmeldungen, deren Verbreitungswege in sozialen Medien, die Nutzung durch Parteien und Verbände sowie die Auswirkungen auf das Vertrauen in die Demokratie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es zu ergründen, ob „Fake News“ gezielt als Unterstützung oder Instrument der Politik verwendet werden und wie Bürger diese Manipulation wahrnehmen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Neben einer Literaturrecherche und einem Experteninterview mit einem Bundestagsabgeordneten wird eine eigene empirische Umfrage unter 169 Probanden zur Meinung über politische Medienmanipulation ausgewertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Akteure (Parteien, Verbände, Bürger), die staatliche Öffentlichkeitsarbeit und die empirische Untersuchung der Umfrageergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind „Fake News“, politische Manipulation, Desinformation, soziale Medien und die Stärkung der Medienkompetenz.
Wie unterscheidet sich die Nutzung von „Fake News“ zwischen Parteien und Bürgern?
Während Parteien „Fake News“ häufig zur gezielten Wahlwerbung und Diffamierung politischer Gegner einsetzen, verbreiten Bürger diese oft aus einer falsch verstandenen Scheinsicherheit heraus, wobei die Grenze zur bewussten Propaganda fließend sein kann.
Welche Rolle spielt das Interview mit Eckhardt Rehberg?
Das Interview liefert eine fachliche Perspektive aus dem Bundestag, die bestätigt, dass digitale Medien sowohl Chancen bieten als auch ein hohes Manipulationspotenzial durch „Fake News“ bergen.
Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Auswirkungen auf die Demokratie?
Der Autor schlussfolgert, dass „Fake News“ die freie politische Meinungsbildung gefährden und deshalb durch eine intensivere schulische Aufklärung und effektive Gegenmaßnahmen bekämpft werden müssen.
- Arbeit zitieren
- Tim Dombrowski (Autor:in), 2019, "Fake News". Die Unterstützung der Politik am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/500593