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Inwiefern ist die Staatssicherheit ein Sinnbild für eine Totale Institution und einen bürokratischen Apparat?

Title: Inwiefern ist die Staatssicherheit ein Sinnbild für eine Totale Institution und einen bürokratischen Apparat?

Term Paper , 2016 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marie P. (Author)

Organisation and administration - Public safety and order

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Staatssicherheit in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR), um folgende Frage unter soziologischen Gesichtspunkten zu untersuchen: Inwiefern ist die Staatssicherheit ein Sinnbild für eine Totale Institution und einen bürokratischen Apparat? Es wird erläutert, wie das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) entstanden ist, wie es arbeitete beziehungsweise funktionieren konnte, welchen Einfluss es auf das Leben der Menschen in der DDR hatte, wie es schließlich zur Auflösung kam und wie dieser Teil der Geschichte seit der Wiedervereinigung aufgearbeitet wird.

Demokratie bedeutet "Die Herrschaft des Volkes". Dabei soll die politische Herrschaft beschränkt und dem Individuum die Freiheit eingeräumt werden, individuelle Entscheidungen selbst zu treffen. Für eine demokratische Regierungsform sind (freie) Wahlen, die Gewaltenteilung, die Rechts-staatlichkeit und eine freie Meinungsäußerung charakteristisch. Vor Recht und Gesetz ist jeder Mensch gleich. Die DDR verstand sich selbst als demokratische Republik, auch wenn sie ihre Bevölkerung mittels Todesstrafe daran gehindert hat, das Territorium zu verlassen und eine kritische Meinung gegen das Regime nicht duldete. Auf Grundlage der Verfassung wurde zwar ein gesetz-gebendes Organ geschaffen, doch sämtliche Entscheidungen traf die Regierung. Aus Angst vor Verfolgung oder Verurteilungen wagten die Wenigsten eine negative Meinungsäußerung gegenüber dem bestehenden Regime. Die Bevölkerung begann sich anzupassen und sich mit den bestehenden Machtverhältnissen zu arrangieren. Einige Bürgerinnen und Bürger konnten ein erfolgreiches Leben in dem Arbeiter- und Bauernstaat führen und sowohl beruflich als auch privat ihren Zielen folgen. Doch das Regime konnte in die Lebensgestaltung der Menschen eingreifen und die freie Entfaltung oder die Wahl der Berufsausübung einschränken. Die politischen Freiheiten und in dem Zusammenhang die freie Meinungsäußerung sind nicht selbstverständlich, weshalb es sie zu schützen und zu ehren gilt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Ministerium für Staatssicherheit

2.1. Die Idee und die Gründung

2.2. Der bürokratische Aufbau

2.3. Die Aufgaben und die Funktionen

3. Die Auflösung des MfS

4. Die Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Staatssicherheit der DDR unter organisationssoziologischen Gesichtspunkten, um zu analysieren, inwiefern das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) sowohl die Kriterien einer Totalen Institution als auch die eines bürokratischen Apparats erfüllt.

  • Analyse des Ministeriums für Staatssicherheit als bürokratischer Machtapparat.
  • Untersuchung der Stasi als "Totale Institution" nach Erving Goffman.
  • Betrachtung der internen Strukturen, Hierarchien und Kontrollmechanismen.
  • Dokumentation des Prozesses der Auflösung des MfS infolge der Ereignisse von 1989/1990.
  • Evaluation der Bedeutung und Methoden der Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen.

Auszug aus dem Buch

2.2. Der bürokratische Aufbau

Nach Max Weber benötigen Organisationen, und somit auch die Stasi, als Voraussetzung ihres Funktionierens fest geschriebene Regeln und Archive, die ihr Gedächtnis verkörpern. Die Stasi handelte dabei rational, um eine größere Kontrolle über die Bevölkerung zu erzielen. Sie kannte explizite schriftliche Regeln und feste Abläufe, um ihre Ziele umsetzen zu können.

Das MfS handelte wertrational, da es keine Rücksicht auf die Konsequenzen und Folgen nahm bzw. dessen bewusst war, sie aber billigend in Kauf nahm und aus Überzeugung handelte. Gehorchte die Bevölkerung nicht, so wurden sie dafür belangt. Man kann daher von einem geordneten System mit Regeln sprechen. Nach Max Weber „tendieren alle großen Organisationen dazu die Merkmale einer Bürokratie zu entwickeln“. Er listet verschiedene Merkmale des Idealtypus Bürokratie auf, wovon hier nur einige wenige dargestellt werden:

Zum einen wird das Verhalten der Organisationsmitglieder auf allen Ebenen der Organisation durch schriftliche Regeln umschrieben. Die Stasi, die auf der Basis einer Rechtsgrundlage existiert (Gesetz über die Bildung eines Ministeriums für Staatssicherheit), kannte wie oben bereits angeführt schriftliche Regeln und eine Vielzahl von dienstlichen Bestimmungen. Diese galten für alle Stasi-Mitarbeiter. Ein Beispiel dafür ist die „Dienstanweisung über die Grundsätze der Aufarbeitung, Erfassung, Speicherung operativ bedeutsamer Informationen durch die operative Diensteinheit des MfS.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema der Staatssicherheit in der DDR unter soziologischen Aspekten vor und formuliert die Leitfrage nach der Einordnung als Totale Institution und bürokratischer Apparat.

2. Das Ministerium für Staatssicherheit: Das Kapitel beleuchtet die Entstehung, den bürokratischen Aufbau und die zentralen Aufgaben des MfS als Kontrollorgan der SED.

3. Die Auflösung des MfS: Hier wird der Zerfallsprozess des Ministeriums während der Friedlichen Revolution 1989 und die schrittweise Besetzung der Stasi-Zentralen beschrieben.

4. Die Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen: Dieser Abschnitt thematisiert die gesetzlichen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Aufarbeitung der Aktenbestände nach der Wiedervereinigung.

5. Fazit: Das Fazit beantwortet die Leitfrage und kommt zu dem Schluss, dass das MfS sowohl die Merkmale einer Bürokratie als auch einer Totalen Institution in besonderem Maße erfüllte.

Schlüsselwörter

Staatssicherheit, MfS, DDR, Soziologie, Totale Institution, Bürokratie, Max Weber, Erving Goffman, SED, Überwachungsstaat, Stasi-Unterlagen, Aufarbeitung, Macht, Herrschaft, Repression

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der DDR und analysiert dieses aus einer organisationssoziologischen Perspektive.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die bürokratischen Strukturen des MfS, dessen Charakter als Totale Institution sowie die Prozesse der Auflösung und der nachfolgenden Aktenaufarbeitung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Forschungsfrage zu klären, inwiefern die Stasi als Sinnbild für eine Totale Institution und einen bürokratischen Apparat fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse basierend auf den Modellen von Max Weber (Bürokratie) und Erving Goffman (Totale Institution) sowie eine Auswertung von Fachliteratur und Quellen.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehung und Organisation des MfS, dessen Methoden der Überwachung und Kontrolle sowie die historischen Ereignisse des Zusammenbruchs 1989/1990.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie totale Überwachung, bürokratische Rationalität, Machtmissbrauch, Aktenmäßigkeit und politische Repression innerhalb eines totalitären Systems.

Wie wurde die Stasi-Zentrale in Berlin im Jahr 1990 besetzt?

Die Besetzung erfolgte durch Demonstranten, die zunächst über Absperrungen kletterten, um die Vernichtung von Akten zu verhindern und das Ausmaß der Überwachung transparent zu machen.

Warum ist die Stasi für die Soziologie ein relevantes Beispiel für eine Totale Institution?

Sie erfüllt Kriterien wie die totale Abschottung der Insassen, die Vermischung aller Lebensbereiche und ein Belohnungs- sowie Bestrafungssystem zur Kontrolle autonomen Handelns.

Welche Rolle spielte die Aktenrekonstruktion für die Aufarbeitung?

Da viele Dokumente durch Schreddern oder Zerreißen vernichtet wurden, ist die manuelle und computergestützte Rekonstruktion entscheidend, um das Ausmaß der Repressionen für die Betroffenen nachvollziehbar zu machen.

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Details

Title
Inwiefern ist die Staatssicherheit ein Sinnbild für eine Totale Institution und einen bürokratischen Apparat?
College
Berlin School of Economics and Law
Grade
1,0
Author
Marie P. (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V499130
ISBN (eBook)
9783346020161
ISBN (Book)
9783346020178
Language
German
Tags
inwiefern staatssicherheit sinnbild totale institution apparat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marie P. (Author), 2016, Inwiefern ist die Staatssicherheit ein Sinnbild für eine Totale Institution und einen bürokratischen Apparat?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/499130
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