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PISA 2000 - didaktische und integrative Konsequenzen einer internationalen Bildungsstudie

Title: PISA 2000 - didaktische und integrative Konsequenzen einer internationalen Bildungsstudie

Seminar Paper , 2002 , 18 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Melanie Jürgens (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics

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I. Einleitung

Die PISA-Studie ist die größte und anspruchsvollste internationale Schulstudie der Bildungsgeschichte. Auftraggeber ist die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung); Teilnehmer sind 32 Staaten, davon sind 28 Mitgliedsstaaten der OECD. PISA steht für Programme for International Student Assessment - ein Programm, das den teilnehmenden Ländern Indikatoren zur Verfügung stellen soll, die Auskunft über ihre Ressourcenausstattung, die Effizienz ihrer Bildungssysteme sowie die Kompetenzen 15-jähriger Schüler geben sollen. Das Zauberwort der PISA-Studie ist Anschlußfähigkeit. Es geht in erster Linie um die Erfassung von Basiskompetenzen. PISA versucht demnach keineswegs, den Horizont moderner Allgemeinbildung zu vermessen oder auch nur die Umrisse eines internationalen Kerncurriculums nachzuzeichnen. Im Hintergrund der internationalen Rahmenkonzeption von PISA steht das angelsächsische Literacy-Konzept, das heißt, daß die PISA-Studie nicht die Beherrschung des im Curriculum vorgesehenen Lehrstoffs abfragt, sondern vor allem wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten, die man im Erwachsenenleben benötigt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Beherrschung von Prozessen, dem Verständnis von Konzepten sowie der Fähigkeit, innerhalb eines Bereiches mit unterschiedlichen Situationen umzugehen. Desweiteren ist auch die Untersuchung von fächerübergreifenden Kompetenzen integraler Bestandteil von PISA.

Der Schwerpunkt des ersten PISA-Durchgangs war die Lesekompetenz. Lesekompetenz im Sinne PISAs bedeutet, geschriebene Texte unterschiedlicher Art zu verstehen, über sie zu reflektieren, sie zu bewerten, sie in einen größeren Zusammenhang einordnen zu können sowie für verschiedene Zwecke sachgerecht zu nutzen. Neben der Lesekompetenz wurden auch die mathematische und naturwissenschaftliche Grundbildung und fächerübergreifende Kompetenzen (bei PISA 2000: selbstreguliertes Lernen) getestet. Meines Erachtens ist jedoch die Lesekompetenz das Musterbeispiel für eine fächerübergreifende Schlüsselqualifikation, durch deren Bewältigung auch die beiden anderen getesteten Kompetenzen (Mathematik und Naturwissenschaften) besser gemeistert werden können. Die PISA-Ergebnisse deuten auch auf eine positive Korrelation der Basiskompetenzen hin, was ein Zeichen dafür sein könnte, daß Lesekompetenz der Statthalter für andere basale Kompetenzen ist.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Kurze Zusammenfassung der Ergebnisse der PISA-Studie

III. Mögliche didaktische Konsequenzen der PISA-Studie für den Unterricht an deutschen Schulen

IV. Schulische Integration sowie schulische Leistung von ausländischen Kindern in Deutschland

V. Beispiel eines Integrationsversuches ausländischer Kinder in den deutschen Schulalltag

VI. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den Ergebnissen der PISA-Studie auseinander und untersucht deren Auswirkungen auf das deutsche Bildungssystem, insbesondere im Hinblick auf didaktische Defizite und die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund.

  • Analyse der PISA-Ergebnisse und Vergleich mit vorangegangenen Studien
  • Kritische Beleuchtung des fragend-entwickelnden Unterrichtsmodells
  • Untersuchung der Sprachbarrieren bei Kindern aus Zuwandererfamilien
  • Vorstellung praxisnaher Integrationsansätze am Beispiel einer Kieler Schule
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Bildungsgerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

III. Mögliche didaktische Konsequenzen für den Unterricht an deutschen Schulen

Meines Erachtens wird und muß die PISA-Studie Konsequenzen für den didaktischen Alltag deutscher Lehrer haben. Denn PISA hat nicht gezeigt, daß deutsche Schüler kein Wissen haben, sondern daß die Schwachstellen der deutschen Schüler gerade darin liegen, ihr Wissen anzuwenden, Bewertungen und Beurteilungen abzugeben und vor allem ihr Wissen nicht nur für die Schule, sondern für den Alltag zu nutzen – und das ist eindeutig ein didaktisches Problem.

Begleitend zu TIMSS gab es eine Schülerbefragung über den Mathematik- und Physikunterricht. Unter anderem wurden die Schüler nach einer Definition von Mathematik befragt, und die meisten stimmten der Aussage zu, „Mathematik ist das Behalten und Anwenden von Informationen, Formeln, mathematischen Fakten und Verfahren“ oder „Mathematik betreiben heißt: Allgemeine Gesetze und Verfahren auf spezielle Aufgaben anwenden“.

Der Unterricht an deutschen Schulen ist demnach eher rezeptiv auf Üben ausgerichtet und nicht verständnisorientiert. Das gilt nicht nur für den Matheunterricht, sondern auch zum Beispiel für Deutsch. Generelle choreographische Merkmale des Unterrichts in Deutschland wurden des öfteren untersucht. Dabei scheint die gängigste didaktische Grundeinstellung der Lehrer zu sein, daß Unterrichtsthemen im Gespräch zwischen Lehrern und Schülern zu entwickeln sein, im sogenannten fragend-entwickelnden Unterricht, bei dem der Lehrer meist das Stundenziel schon vor Augen hat, jedoch trotzdem versucht, eine offene Gesprächssituation zu erzeugen, in der Schüler ihre Gedanken und Vorschläge einbringen können.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zielsetzung der PISA-Studie ein und erläutert ihren Stellenwert als internationale Vergleichsstudie zur Erfassung von Basiskompetenzen bei 15-jährigen Schülern.

II. Kurze Zusammenfassung der Ergebnisse der PISA-Studie: Hier werden die ernüchternden Ergebnisse für Deutschland im internationalen Vergleich dargestellt und auf die tiefgreifende Sinnkrise des deutschen Bildungswesens verwiesen.

III. Mögliche didaktische Konsequenzen der PISA-Studie für den Unterricht an deutschen Schulen: Das Kapitel kritisiert die mangelnde Anwendungsorientierung im deutschen Unterricht und fordert eine Abkehr vom fragend-entwickelnden Unterricht hin zu handlungsorientierten Lernformen.

IV. Schulische Integration sowie schulische Leistung von ausländischen Kindern in Deutschland: Es wird analysiert, wie stark der sozioökonomische Hintergrund den Bildungserfolg beeinflusst und warum insbesondere Kinder aus Migrantenfamilien in Deutschland benachteiligt sind.

V. Beispiel eines Integrationsversuches ausländischer Kinder in den deutschen Schulalltag: Dieses Kapitel zeigt anhand einer Fallstudie der Hans-Christian-Andersen-Schule in Kiel auf, wie durch gezielte Sprachförderung und spezielle Unterrichtskonzepte Integration in der Praxis gelingen kann.

VI. Zusammenfassung: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse gebündelt und Wege aufgezeigt, wie durch durchdachte Bildungsmaßnahmen eine nachhaltige Verbesserung der deutschen Schullandschaft erreicht werden kann.

Schlüsselwörter

PISA-Studie, Bildungsforschung, Lesekompetenz, Unterrichtsqualität, Didaktik, Integrationsförderung, Sprachbarrieren, Zuwanderung, Bildungsbeteiligung, Schulsystem, Basiskompetenzen, Handlungs-orientierung, Schulleistung, Bildungskrise, Chancengleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die didaktischen und integrativen Herausforderungen, die sich für das deutsche Bildungssystem aus den Ergebnissen der PISA-Studie ergeben haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der deutschen Bildungsergebnisse, der Kritik an gängigen Unterrichtsmustern und der Problematik der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Schwachstellen deutscher Schüler vor allem in der Wissensanwendung liegen, und konkrete didaktische sowie integrative Maßnahmen für die Schulpraxis vorzuschlagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kritischen Auswertung der PISA-Studienergebnisse sowie einer exemplarischen Fallanalyse einer Schule mit hohem Migrationsanteil.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Leistungsstreuung, dem fragend-entwickelnden Unterricht in Deutschland, der Kopplung von Bildungserfolg an den sozialen Status und der Bedeutung vorschulischer Sprachförderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind PISA-Studie, Didaktik, Integrationsförderung, Lesekompetenz, Bildungsbeteiligung und Sprachbarrieren.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Lehrer?

Die Autorin sieht eine Notwendigkeit zur Fortbildung und fordert die Lehrer auf, flexiblere Unterrichtsformen wie Projektunterricht stärker in den Alltag zu integrieren.

Welche Bedeutung kommt der Sprachförderung an der Hans-Christian-Andersen-Schule zu?

Die Schule dient als Best-Practice-Beispiel, das durch frühzeitige Sprachstandsmessungen und zusätzliche Lehrerstunden zeigt, dass eine gezielte Sprachförderung essenziell für die Bildungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund ist.

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Details

Title
PISA 2000 - didaktische und integrative Konsequenzen einer internationalen Bildungsstudie
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Germanistisches Institut)
Course
Seminar: Aufgaben und Probleme der Fremdsprach- und Zweitsprachdidaktik
Grade
2+
Author
Melanie Jürgens (Author)
Publication Year
2002
Pages
18
Catalog Number
V4986
ISBN (eBook)
9783638130370
Language
German
Tags
PISA Konsequenzen Bildungsstudie Seminar Aufgaben Probleme Fremdsprach- Zweitsprachdidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Jürgens (Author), 2002, PISA 2000 - didaktische und integrative Konsequenzen einer internationalen Bildungsstudie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/4986
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