Diese Arbeit befasst sich mit Auswirkungen und Möglichkeiten von privater mHealth (mobile Health) auf die Salutogenense und Präventionen pflegebedürftiger Personen.
Da durch die zunehmende Entwicklung und Erweiterung der technischen Möglichkeiten im Bereich der smarten, digitalen Helfer auch vielfältige medizinische und gesundheitliche relevante Parameter erhoben und verglichen werden können, kann die Frage nach dem Nutzen für das Gesundheitswesen, insbesondere von pflegebedürftigen Personen, gestellt werden. Es können kontinuierlich Daten über Herzfrequenz, tägliche Schritte oder gestiegene Stockwerke und weitere Parameter erhoben werden und je nach Anwendung gespeichert, analysiert und mit diversen Stakeholdern geteilt werden. Solche Daten können zum einen für diverse Interessengruppen ökonomisch interessant sein. Jedoch können diese erhobenen Parameter auch zu einer Steigerung der Salutogenese und einer verbesserten Prävention der Bevölkerung beitragen und zu einem Benefit für die Nutzerinnen und Nutzer führen.
Ziel dieser Arbeit soll deshalb das Detektieren von einem möglichen Zusatznutzen durch private mHealth-Möglichkeiten für pflegebedürftige Personen sein. Dies scheint gerade bei einer steigenden Lebenserwartung und einer zunehmend alternden Gesellschaft interessant, um, sowohl die Gesunderhaltung als auch die Prävention von Seniorinnen und Senioren zu steigern. Somit soll folgender Forschungsfrage nachgegangen werden: Dient mHealth zu einer Verbesserung der Salutogenese und Prävention im Gesundheitswesen bei pflegebedürftigen Personen?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Anwendungsbereiche im Gesundheitswesen
2.1 Salutogenese
2.2 Prävention
3 Personengruppen in unserer Gesellschaft
3.1 Seniorinnen und Senioren
3.2 Pflegebedürftige Personen
4 eHealth
4.1 mHealth
4.2 Ambient Assisted Living
5 Möglichkeiten und Grenzen von mHealth
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den potenziellen Zusatznutzen privater mHealth-Anwendungen für pflegebedürftige Personen, um durch eine verbesserte Salutogenese und Prävention die Lebensqualität im Alter zu steigern und Pflegebedürftigkeit möglicherweise zu verzögern.
- Grundlagen der Salutogenese und Prävention im Gesundheitswesen
- Demografischer Wandel und die Gruppe der pflegebedürftigen Senioren
- Definition und Abgrenzung von eHealth, mHealth und AAL
- Potenziale von mHealth zur Gesundheitsförderung und Prävention
- Herausforderungen wie Datenschutz, Akzeptanz und Qualitätssicherung
Auszug aus dem Buch
4.1 mHealth
Grundlegend kann mHealth als die mobile Variante von eHealth angesehen werden. Hierbei werden Gesundheitsleistungen durch mobile IKT zur Verfügung gestellt. Diese können je nach technischem Stand des Endgerätes differenziert sein. So muss nach technischem Stand der Mobiltelefone, Vertragsunterschiede für die Nutzung und unterschiedlicher Nutzergruppen unterschieden werden (Rossmann & Krömer, 2016).
Technisch kann zwischen Mobiltelefonen ohne weitere Möglichkeiten zum Datentransfer, Mobiltelefonen mit einer SMS-, und Kamerafunktionalität (Feature Phones) und Mobiltelefonen mit computerähnlichen Funktionen (Smartphones) differenziert werden. Weiterhin gewinnen Wearables wie Smartwatches und Fitnesstracker an Bedeutung. Mittels diesen fortwährend getragenen Geräten können konstant Daten zur Herzfrequenz, Bewegung und Schlafdaten gemessen und aufgezeichnet werden (Rossmann & Krömer, 2016).
Für eine Nutzung von onlinebasierten Diensten und Apps, ist es im Regelfall notwendig, dass Daten versendet werden. Hierbei sind Vertragsunterschiede der einzelnen Nutzerin oder des Nutzers nicht unerheblich, da zusätzliche Kosten entstehen können. Weiterhin ist bei einem Datentransfer die Frage des Datenschutzes zu berücksichtigen (Rossmann & Krömer, 2016).
Darüber hinaus müssen unterschiedliche Nutzergruppen differenziert betrachtet werden. Da die Durchdringung mit mHealth-fähigen Geräten stark generationenabhängig ist. So nutzten in Deutschland in 2014 50 % ein Smartphone, jedoch in der Altersgruppe über 50 Jahre betrug die Durchdringung mit einem Smartphone nur 20 % (Rossmann & Krömer, 2016). Ebenso ist festzustellen, dass Seniorinnen und Senioren über 70 Jahre zu 36,3 % kein Mobiltelefon besitzen (Statista, 2018).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz digitaler Gesundheitshelfer ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Nutzens von mHealth für pflegebedürftige Personen.
2 Anwendungsbereiche im Gesundheitswesen: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Salutogenese und der drei Präventionsebenen erläutert.
3 Personengruppen in unserer Gesellschaft: Dieses Kapitel analysiert die demografische Entwicklung in Deutschland mit speziellem Fokus auf Senioren und Pflegebedürftigkeit.
4 eHealth: Es erfolgt eine begriffliche Einordnung von eHealth, wobei mHealth und Ambient Assisted Living (AAL) als unterstützende Technologien für den Alltag identifiziert werden.
5 Möglichkeiten und Grenzen von mHealth: Der Abschnitt diskutiert die Chancen für die Gesundheitsförderung sowie die Hürden hinsichtlich Datenschutz, Akzeptanz und technischer Qualität.
6 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass mHealth große Potenziale bietet, jedoch eine differenzierte Betrachtung und Lösung von Akzeptanzproblemen notwendig ist.
Schlüsselwörter
mHealth, eHealth, Salutogenese, Prävention, Pflegebedürftigkeit, Ambient Assisted Living, AAL, Digitalisierung, Gesundheitsförderung, Senioren, Compliance, Datenschutz, Technikakzeptanz, Gesundheitsversorgung, Lebensqualität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen mobiler Gesundheitsanwendungen (mHealth) auf die Salutogenese und Prävention bei pflegebedürftigen Personen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von eHealth, die theoretischen Ansätze der Salutogenese, die demografische Situation in Deutschland sowie die Chancen und Hindernisse beim Einsatz digitaler Technologien im Pflegebereich.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit geht der Frage nach, ob mHealth zu einer Verbesserung der Salutogenese und Prävention im Gesundheitswesen bei pflegebedürftigen Personen dienen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturauswertung, um Möglichkeiten und Grenzen von mHealth im Kontext der Pflege zu bewerten.
Welche inhaltlichen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte von Salutogenese und Prävention geklärt, anschließend die Zielgruppen definiert und schließlich technologische Ansätze wie mHealth und AAL hinsichtlich ihres Nutzens und ihrer Grenzen analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind unter anderem Salutogenese, mHealth, Pflegebedürftigkeit, Ambient Assisted Living (AAL), Prävention und Datenschutz.
Was ist der Unterschied zwischen mHealth und Ambient Assisted Living?
Während mHealth primär die mobile Variante von eHealth (z.B. Apps auf Smartphones) beschreibt, fokussiert sich AAL auf technische Systeme im direkten Lebensumfeld, die hilfsbedürftige Personen im Alltag unterstützen und die Selbstständigkeit fördern sollen.
Welche Rolle spielt der Datenschutz in der Untersuchung?
Der Datenschutz wird als einer der kritischen Hinderungsgründe für eine breite Akzeptanz identifiziert, da bei der Nutzung von mHealth-Anwendungen sensible Gesundheitsdaten übertragen und gespeichert werden.
Warum wird die Akzeptanz bei Senioren als Problem gesehen?
Die Arbeit stellt fest, dass neben mangelnder technischer Erfahrung und einer niedrigeren Internetnutzung in dieser Altersgruppe oft die Einsicht fehlt, sich Unterstützung durch smarte Helfer zu organisieren.
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- Volker Julius (Author), 2019, Wie wirkt sich mHealth auf die Salutogenese und Prävention pflegebedürftiger Personen aus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/497527