Der Einsatzumfang des Prozessmanagements ist in mittelständischen Unternehmen bisher nur anteilig zu ermitteln. Dadurch kann die Herkunft der Erfolge nicht konkret auf bestimmte Vorgänge zugewiesen werden, was dazu führt, dass eine Verbesserung bzw. Veränderung nicht (immer) zielgerichtet durchgeführt werden kann. Durch die zugrundeliegende Arbeit soll festgestellt werden, in welchem Ausmaß Prozessmanagement im Mittelstand eingesetzt wird und wie letztendlich damit umgegangen wird. Das Ergebnis dieser Literaturrecherche gibt damit einen Überblick über den Entwicklungsstand und soll ggf. neue Ansätze aufdecken.
Inhaltsverzeichnis
A Einleitung
I. Einführung in das Prozessmanagement
1. Problemstellung und Zielsetzung
2. Definitionen
2.1 Definition und Sinn für den Einsatz von Prozessmanagement
2.2 Die verschiedenen Arten von Prozessmanagement
II. Daten und Fakten zu mittelständischen Unternehmen
1. Klassifizierung nach Betriebsgrößen
2. Das mittelständische Unternehmen im Fokus
2.1 Potenzial für mittelständische Unternehmen
B Der Einsatz von Prozessmanagement
I. Fallstudie von bitkom und ZDH zur Digitalisierung des Handwerks
1. Der Fliesenlegerbetrieb der Zukunft als Einführungsbeispiel
2. Offenheit für Digitalisierung
3. Statistiken zur Befragung im Überblick
3.1 Herausforderungen aus Sicht der Betriebe
3.2 Digitale Anwendungen um Kundenbeziehungen zu pflegen
II. Die Vorgehensweise und Technologie zur Umsetzung des Geschäfts Prozessmanagements
1. Die Entwicklung der Kompetenz
2. Der Bedarf
2.1 Die unterschiedlichen Bedarfe zwischen den KMU's und den Großunternehmen
2.2 Personelle Bedarfe
2.2.1 Kompetenzbedarf
2.2.2 Bedarf künftiger Mitarbeiterfähigkeiten
3. Politische Einflüsse und Auswirkungen
4. Potenziale
4.1 Elektronische Rechnungen
4.2 Papierakten
4.3 Die Investition in die Digitalisierung
4.3.1 Entwicklungsstand im Jahr 2016
C Resümee
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den aktuellen Stellenwert und den Einsatzumfang von Prozessmanagement in mittelständischen Unternehmen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie digitale Technologien und prozessorientierte Ansätze in KMU integriert werden können, um Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz zu steigern, sowie die Rolle der Digitalisierung im Handwerk zu analysieren.
- Herausforderungen und Potenziale der Digitalisierung in KMU
- Einsatz von Prozessmanagement zur Prozessoptimierung
- Vergleich digitaler Kompetenzbedarfe zwischen KMU und Großunternehmen
- Politische Förderinstrumente wie der Digitalbonus in Bayern
- Bedeutung von CRM- und ERP-Systemen in Handwerksbetrieben
Auszug aus dem Buch
1. Der Fliesenlegerbetrieb der Zukunft als Einführungsbeispiel
Kunde A beauftragt Fliesenlegerbetrieb B, Fliesen als Fliesenspiegel in der Küche zu verlegen und zu verfugen. Das Wunschmuster sowie die Maße der Fliesen, wählt der Kunde in der Homepage des Auftraggebers aus. Dafür wird ein sogenanntes ERP-System eingesetzt. Damit wird der Auftrag an den Großhändler gesendet, der nach Eingang des Auftrags, die Fliesen zum Fliesenlegerbetrieb versenden wird. Zum nächstmöglichen Termin erscheint Fliesenleger B, um den Auftrag des Kunden A auszuführen. Kunde A unterschreibt den Auftrag am Smartphone des Handwerkers. Hierbei kommt das CRM-System zum Einsatz. Mittels dieses Systems, wird der Auftrag erfasst und digital archiviert. Dadurch erspart sich das Unternehmen Materialkosten für Papier und Verwaltungskosten für das archivieren. Nahezu jedes zweite Unternehmen macht heutzutage von diesem Geschäftsprozess gebrauch. Nachdem Kunde A unterschrieben hat, wird automatisch eine E-Mail mit der Rechnung als Anhang, an den Auftraggeber versendet. Zur digitalen Organisation von Dokumenten, findet die ECM-Software ihren Einsatz. Dies ist ein Programm, das zur Planung und Steuerung von Unternehmensressourcen dient. Mittels eines CAD-Programms, kann beispielsweise eine Schreinerei auf seine Homepage einen 3D Konfigurator für Möbel einsetzen, um passgenaue Regale zu konzipieren.
Zusammenfassung der Kapitel
A Einleitung: Definiert den Begriff Prozessmanagement, unterscheidet zwischen strategischem und operativem Management und führt in die Problematik des Prozessmanagements im Mittelstand ein.
B Der Einsatz von Prozessmanagement: Analysiert den praktischen Nutzen digitaler Technologien im Handwerk, beleuchtet Kompetenzbedarfe, politische Fördermöglichkeiten und realistische Digitalisierungspotenziale in Unternehmen.
C Resümee: Fasst zusammen, dass Prozessmanagement für mittelständische Unternehmen essentiell ist und trotz bestehender Hürden eine Investition in die digitale Zukunft unumgänglich ist.
Schlüsselwörter
Prozessmanagement, Mittelstand, KMU, Digitalisierung, Handwerk, ERP-System, CRM-System, Industrie 4.0, Kompetenzentwicklung, Digitalbonus, Prozessoptimierung, Unternehmensführung, digitale Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Relevanz und der praktischen Anwendung von Prozessmanagement in mittelständischen Unternehmen unter Berücksichtigung der fortschreitenden Digitalisierung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Digitalisierung im Handwerk, der Klassifizierung von Betriebsgrößen, dem Vergleich von Bedarfen zwischen KMU und Großunternehmen sowie der Rolle politischer Förderstrategien.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Es soll festgestellt werden, in welchem Ausmaß Prozessmanagement im Mittelstand bereits zum Einsatz kommt und welche Ansätze zur weiteren Förderung und Entwicklung bestehen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Internetrecherche sowie der Auswertung von Branchenstudien (z. B. bitkom, acatech).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Fallbeispiele zur Digitalisierung, untersucht Kompetenzanforderungen an Mitarbeiter und bewertet das Potenzial technologischer Umstellungen wie elektronische Rechnungen oder digitale Dokumentenverwaltung.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die zentralen Begriffe sind Prozessmanagement, Digitalisierung, KMU, Industrie 4.0 und Wettbewerbsfähigkeit.
Wie unterscheidet sich der Kompetenzbedarf zwischen KMU und Großunternehmen?
KMU sehen den größten Bedarf in der bereichsübergreifenden Vernetzung und der Datenanalyse, wobei sie Herausforderungen oft skeptischer bewerten als große Konzerne.
Welchen Zweck verfolgt der Digitalbonus der bayerischen Staatsregierung?
Der Digitalbonus dient als finanzielle Unterstützung für Handwerksbetriebe und den Mittelstand, um Produkte, Dienstleistungen und Prozesse durch IKT-Lösungen zu digitalisieren und die IT-Sicherheit zu erhöhen.
Warum spielt die Digitalisierung von Papierakten eine wichtige Rolle?
Die Digitalisierung von Akten bietet erhebliches Potenzial zur Kosten- und Platzersparnis, da die Archivierung elektronisch direkt am Rechner erfolgt und somit den physischen Lagerbedarf eliminiert.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2019, Der Umgang mit Prozessmanagement bei mittelständischen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/497068