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Die Erwartungen in der Europäischen Union an einen EU-Beitritt der Türkei bezüglich europäischer Interessen in Zentralasien

Title: Die Erwartungen in der Europäischen Union an einen EU-Beitritt der Türkei bezüglich europäischer Interessen in Zentralasien

Term Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Schulz (Author)

Politics - Topic: European Union

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Summary Excerpt Details

Die Region um die kaukasischen Staaten der ehemaligen UdSSR wird für Europa in den nächsten Jahren zwangsläufig stark an Bedeutung zunehmen. So ist es für die hochtechnisierten Staaten Europas beispielsweise von herausragendem Interesse, ihre Versorgung mit Energie sicherzustellen, und das heißt trotz Fortschritten bei der Nutzung erneuerbarer Energien noch immer die Versorgung mit Erdgas und Erdöl sicherzustellen. Europa steigert in den nächsten Jahren seinen Verbrauch and Erdgas und Erdöl erheblich, dementsprechend muss angesichts mangelnder eigener Reserven immer mehr importiert werden. Die Mengen an eingeführtem Erdgas von außerhalb Europas beispielsweise werden sich „zwischen 1995 und 2020 in absoluten Mengen mehr als verdreifachen.“1 Schon heute ist Europa, auch wegen seiner Umweltschutzbemühungen, der größte Erdgasimportmarkt der Welt.2 Beim Erdöl schöpfen die europäischen Länder ihre Reserven so schnell aus, dass Experten ihnen eine statistische Lebensdauer bis zum Ende unseres Jahrzents geben. Zieht man in Betracht, dass die Organisation erdölfördernder Staaten es geschafft hat, wieder als Preiskartell zu funktionieren und auch Russland seine Stellung als herausragender Lieferant (preis-)politisch missbrauchen könnte, muss Europa auch hier Wege finden, seine Versorgungssicherheit und den Bezug von Energieträgern aus mehreren Quellen zu gewährleisten. Dabei bietet sich die kaspische Region geradezu an, weil sie mangels Importbedarf weder ins nördliche Russland, noch in die südlich gelegenen Staaten des Mittleren Osten exportieren kann. Nach Osten gibt es wiederum kaum eine Pipelineinfrastruktur und wenige zahlungsfähige Abnehmer.3 Europa und Zentralasien erscheinen also in punkto Energieversorgung geradezu als ideale Partner. Doch nicht nur die Energiesicherheit ist ein Thema, auch strategisch ist die Region von immenser Bedeutung. Russland als traditionelle Hegemonialmacht ringt dort ebenso um Einfluss, wie die USA, welche dort in einigen Ländern inzwischen Truppen stationiert hat. Ebenfalls involviert sind der Iran und die Türkei.

Die vorliegende Arbeit will versuchen zu ergründen, inwieweit in der Europäischen Union ureigene Interessen in Zentralasien wahrgenommen werden und welcher Einfluss einem eventuellen EU-Beitritt der Türkei bei der Wahrung dieser Interessen zugemessen wird. Zu diesem Zweck hat der Autor Zeitungstexte aus deutschen Medien untersucht. Diese Medien wurden nach politischer Zielrichtung und Relevanz ausgewählt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anlage der Arbeit

3. Ökonomische Dimension

3.1 Die Energieversorgung Europas

3.2 Andere wirtschaftliche Interessen Europas in Zentralasien

4. Militärisch-strategische Dimensionen

5.Politisch-strategische, kulturelle und religiöse Dimensionen

5.1 Grenzen zu Zentralasien – Gefahr oder Chance?

5.2 Die Türkei und die Turkvölker Zentralasiens

5. 3 Eine Brücke zu den islamischen Ländern

5.4 Der Drang nach Westen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmung europäischer Interessen in Zentralasien innerhalb der Europäischen Union und analysiert, welche Bedeutung dabei einem potenziellen EU-Beitritt der Türkei beigemessen wird. Dabei wird insbesondere hinterfragt, ob die Türkei als strategischer Akteur und Brücke zur Region einen Mehrwert für die europäische Außen- und Sicherheitspolitik darstellen kann.

  • Energiesicherheit und Diversifizierung der Gas- und Ölimporte für Europa
  • Geopolitische Bedeutung Zentralasiens und des Kaukasus
  • Rolle der Türkei als strategischer Partner und Transitland
  • Einflussnahme von Russland und den USA in der Region
  • Debatte um europäische Identität und Grenzen im Kontext des Türkei-Beitritts

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Energieversorgung Europas

Wie in der Einleitung bereits angesprochen, spielt die Frage der Energieversorgung der EU in Bezug auf ihre Interessen in der kaukasischen Region eine herausragende Rolle. Die Reserven Europas werden bald aufgebraucht sein, Afrika und Lateinamerika werden bis 2010 laut Schätzung der Internationalen Energiebehörde IEA weniger exportieren können. Die Marktmacht und der damit einhergehende Einfluss arabischer erdölfördernder Länder nimmt dementsprechend stetig zu. Von 1978 bis 1998 hat sich der Anteil von Saudi-Arabien, Irak, Iran, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten (die OPEC-Staaten am Persischen Golf) an den noch vorhandenen Ölreserven von 57% auf 64% Prozent erhöht, der aller anderen Regionen ging mit Ausnahme Lateinamerikas zurück.

Europa verlässt sich derzeit, wie übrigens auch die Vereinigten Staaten stark auf russische Energiereserven, zudem kontrolliert Moskau die Energieversorgungsrouten aus seiner Einflusssphäre in den Westen. Für die Zukunft erwächst daraus die Gefahr einer zu starken russischen Stellung bei der Energieversorgung und damit einhergehender Einflussnahme.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die wachsende Bedeutung der kaukasischen Region für die europäische Energieversorgung aufgrund abnehmender eigener Reserven und steigender Abhängigkeiten.

2. Anlage der Arbeit: Erläutert die methodische Vorgehensweise, die auf der Analyse deutscher Medienberichte und Agenturmeldungen im Zeitraum von 1999 bis 2005 basiert.

3. Ökonomische Dimension: Analysiert den Bedarf an alternativen Energiequellen und Pipelines sowie wirtschaftliche Interessen in Zentralasien abseits von Erdöl und Erdgas.

4. Militärisch-strategische Dimensionen: Untersucht die Rolle der Türkei als Sicherheitsakteur und die Kontroverse um die militärische Pufferfunktion gegenüber Krisenregionen.

5. Politisch-strategische, kulturelle und religiöse Dimensionen: Diskutiert die Grenzen Europas, die Brückenfunktion zur islamischen Welt und die strategische Ausrichtung der Staaten Zentralasiens.

6. Fazit: Zieht Bilanz über den derzeit unterkomplexen politischen Diskurs und konstatiert ein Defizit an einer koordinierten EU-Strategie für Zentralasien.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Türkei, Zentralasien, Kaukasus, Energieversorgung, Energiesicherheit, Geopolitik, Pipeline, EU-Beitritt, Russland, Erdgas, Erdöl, Interessenpolitik, Strategie, Außenpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, welche europäischen Interessen in Zentralasien existieren und welche Rolle ein potenzieller Beitritt der Türkei zur EU bei der Wahrung dieser Interessen spielen könnte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Dimension (Energiesicherheit), militärisch-strategischen Aspekten sowie den kulturellen und politisch-strategischen Beziehungen zur Region.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Es wird ergründet, inwieweit die Europäische Union eigene Interessen in Zentralasien wahrnimmt und ob die Türkei als EU-Mitglied bei deren Umsetzung einen positiven Einfluss ausüben würde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine qualitative Inhaltsanalyse von deutschen Printmedien und Presseagenturmeldungen aus dem Zeitraum von Dezember 1999 bis Juni 2005 durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Energieabhängigkeit von Russland und der OPEC, der strategischen Lage im Kaukasus sowie der Brückenfunktion der Türkei zu Turkvölkern und islamischen Ländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Begriffe umfassen Energieversorgung, Geopolitik, EU-Beitritt, Kaukasus, Strategie und Transitrouten.

Wie bewerten die untersuchten Medien den Einfluss der Türkei in Zentralasien?

Die Medienberichterstattung ist gespalten: Während einige Akteure die Türkei als wichtigen stabilisierenden Faktor und Brückenkopf sehen, warnen andere vor einer zu starken Einbindung und der Gefahr, in regionale Konflikte (z.B. Berg-Karabach) hineingezogen zu werden.

Warum ist laut der Arbeit eine koordinierte Strategie der EU notwendig?

Da die EU derzeit keine kohärente Zentralasien-Politik verfolgt, fehlt es ihr an politischem Gewicht, um Interessen gegenüber anderen Hegemonialmächten wie Russland oder den USA effektiv durchzusetzen.

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Details

Title
Die Erwartungen in der Europäischen Union an einen EU-Beitritt der Türkei bezüglich europäischer Interessen in Zentralasien
College
University of Leipzig  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Die Türkei/Sommersemester 2005
Grade
1,7
Author
Daniel Schulz (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V49680
ISBN (eBook)
9783638460637
ISBN (Book)
9783638791496
Language
German
Tags
Erwartungen Europäischen Union EU-Beitritt Türkei Interessen Zentralasien Türkei/Sommersemester
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Schulz (Author), 2005, Die Erwartungen in der Europäischen Union an einen EU-Beitritt der Türkei bezüglich europäischer Interessen in Zentralasien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/49680
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