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La Révolution nationale - Werte und Umsetzung der Ideologie des État français

Title: La Révolution nationale - Werte und Umsetzung der Ideologie des État français

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefan Meingast (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II

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Die schnelle Niederlage im Krieg mit Deutschland im Mai und Juni 1940 hatte Frankreich zutiefst erschüttert. Die Ursache für das militärische Debakel war schnell gefunden: die Dritte Republik. Marschall Philippe Pétain, der hochdekorierte Veteran des Ersten Weltkriegs und schon bald die mit umfangreichen Kompetenzen ausgestattete Zentralfigur des Vichy-Regimes, tat offen seine Meinung über diese Republik und seiner linken Regierung kund, als er sie als „verdorben, zu erneuern, abgenutzt und schon vor der Geburt veraltet“ bezeichnete. Die Lösung war der politische als auch ideologische Gegenentwurf des État français, der mittels einer „Révolution nationale“, einer „Nationalen Revolution“ errichtet werden und der ganz im Zeichen rechter und autoritärer Regime stehen sollte, von denen es in Europa immer mehr gab und die Erfolg auf Erfolg für sich verbuchen konnten. Doch was waren die Bestandteile dieser „Kulturrevolution“, mit der der Sieger von Verdun die Franzosen wieder „moralisch und intellektuell“ erstarken lassen wollte und woher nahm sie ihre Werte?
Um diese Fragen zu klären, werden in der Arbeit zuerst die Ursprünge der Ideologie des État français beschrieben, um daraufhin die Umsetzung dieser Werte innerhalb der Nationalen Revolution darzustellen. Im einzelnen stellt die Arbeit die als am bedeutsamsten erachteten Bereiche dieser antizipierten Umformung der französischen Gesellschaft dar, ohne aber auf Teilgebiete detaillierter einzugehen, da das Ziel ein deskriptiver Überblick über die Thematik ist. Obgleich sich die Forschung der Nachkriegszeit zunächst hauptsächlich auf das für Frankreich rühmlichere Kapitel des Widerstandes konzentrierte, schaffte der amerikanische Historiker Robert O. Paxton 1972 mit seinem Werk „Vichy France - Old Guard and New Order“ einen Durchbruch hinsichtlich einer von der breiteren Öffentlichkeit in Frankreich rezipierten kritischeren Interpretation des Vichy-Regimes. Paxtons Werk liefert unter anderem umfassenden Einblick der Projekte des État français und liegt daher auch dieser Arbeit zugrunde. Aus der Literaturliste sind darüber hinaus besonders die Arbeiten von Jean-Pierre Azéma herauszustellen, der zusammen mit François Bédarida, Pascal Ory oder Serge Klarsfeld maßgeblich an der systematischen Aufarbeitung der französischen Historiografie der Vichy-Zeit beteiligt war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die ideologischen Ursprünge

1. Die Action française

2. Die Werte der Nationalen Revolution

3. Sammelsurium weltanschaulicher Konzeptionen

4. Das „neue Frankreich“

III. Die Nationale Revolution

1. Die Gründung des État français

2. „Frankreich den Franzosen“

a) Staatlicher Antisemitismus

b) Verbot von „Geheimgesellschaften“

c) Der Ausländer als Sündenbock

3. Schaffung einer Gemeinschaft der Franzosen

a) Travail

b) Famille

c) Patrie

4. Formung der Jugend

a) Schulpolitik

b) Chantiers de la jeunesse

c) Eine Vielzahl Jugendorganisationen

5. Die Kirche

6. Wirtschaftspolitik

a) Die Bürde des Waffenstillstands

b) Eine dirigistische Kriegswirtschaft

7. Die Staatsverwaltung

8. Die Justiz

9. Repressionsmaßnahmen

a) Ein Polizeistaat

b) Meinungskontrolle

IV. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Vichy-Regime und die ideologische Ausgestaltung der sogenannten „Nationalen Revolution“ nach der französischen Niederlage im Jahr 1940. Dabei wird analysiert, inwieweit das Regime den gesellschaftlichen Umbau auf Basis konservativer, autoritärer und teils reaktionärer Werte vorantrieb, um die vermeintliche Dekadenz der Dritten Republik zu überwinden.

  • Analyse der ideologischen Wurzeln des État français und der „Révolution nationale“
  • Untersuchung der Maßnahmen zur gesellschaftlichen Umformung (Familien-, Arbeits- und Jugendpolitik)
  • Darstellung der wirtschaftlichen und administrativen Kontrollmechanismen des Regimes
  • Aufarbeitung der Repressionsmaßnahmen, insbesondere in den Bereichen Justiz, Polizei und Meinungskontrolle
  • Einordnung des „Pétainismus“ im Kontext zeitgenössischer faschistischer Strömungen

Auszug aus dem Buch

2. „Frankreich den Franzosen“

Die ersten Schritte waren getan. Nun konnte das neu erstandene Regime das in die Tat umsetzen, was vermittels der Nationalen Revolution den „Geist der Genusssucht“, der schließlich zur Niederlage und zum Abstieg Frankreichs beigetragen hätte, endgültig überwinden sollte. Die weiter oben beschriebene ideologischen Wurzeln in der Action française traten schon in den ersten Maßnahmen des neuen Regimes zutage. Wie Vordenker Maurras in der Action gefordert hatte, ging das Regime schon sehr früh gegen états confédérés, die „verschworenen Gemeinschaften“ vor, um „Frankreich wieder den Franzosen“ zurückzugeben. Gemeint waren damit Juden, Freimaurer und Ausländer, die schon vor dem Krieg von rechtsextremen Gruppierungen als die Hauptfeinde Frankreichs angesehen wurden.

a) Staatlicher Antisemitismus

Die Lösung des „Juden-Problems“ wurde in Angriff genommen. Vom 3. Oktober 1940 an unterlagen Juden französischer Nationalität dem sogenannten „Juden-Statut“, und nach Artikel 1 war derjenige Jude, der drei Großeltern jüdischer Rasse hatte oder zwei Großeltern jüdischer Rasse, wenn der Ehepartner Jude war. Jüdischer Einfluss sollte vor allem in freien Berufen zurückgedrängt werden, besonders aber in den Bereichen Presse, Kino und öffentlicher Dienst. Juden durften keine politischen Funktionen mehr ausüben oder verantwortliche Posten in der Verwaltung einnehmen wie im Bildungssektor, bei der Polizei, in der Diplomatie oder der Armee.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Erschütterung Frankreichs durch die schnelle Niederlage 1940 und die daraus resultierende Notwendigkeit der „Nationalen Revolution“ zur moralischen und intellektuellen Erneuerung unter Marschall Pétain.

II. Die ideologischen Ursprünge: Dieses Kapitel erläutert die Wurzeln der Vichy-Ideologie, insbesondere den Einfluss der Action française von Charles Maurras, und beschreibt die vehemente Ablehnung liberaler, aufklärerischer und individualistischer Gedanken.

III. Die Nationale Revolution: Hier wird die praktische Umsetzung der ideologischen Vorgaben des Regimes in Bereichen wie Jugendpolitik, Wirtschaft, Staatsverwaltung, Justiz und Repression sowie das Verhältnis zur Kirche analysiert.

IV. Schluss: Das Schlusskapitel resümiert, dass der État français ein oberflächliches, in sich widersprüchliches Gesellschaftsprojekt blieb, das weniger faschistisch im klassischen Sinne, sondern vielmehr ein reaktionäres, obrigkeitsstaatliches System darstellte.

Schlüsselwörter

Vichy-Regime, Nationale Revolution, Marschall Philippe Pétain, Action française, État français, Nationalismus, Autoritarismus, Kollaboration, Repression, Antisemitismus, Korporatismus, Dritte Republik, Ideologie, Konservatismus, Frankreich

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Vichy-Regime in Frankreich während des Zweiten Weltkriegs und beleuchtet die ideologischen Hintergründe sowie die konkrete Umsetzung der sogenannten „Nationalen Revolution“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die ideologischen Wurzeln des Regimes, die gesellschaftspolitische Umgestaltung, die staatliche Kontrolle über Wirtschaft und Verwaltung sowie die Repressionsmethoden gegen als feindlich betrachtete Gruppen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel der Arbeit ist ein deskriptiver Überblick über die Entstehung und ideologische Ausrichtung des État français und die Darstellung der als bedeutsam erachteten Bereiche der gesellschaftlichen Umformung.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, insbesondere unter Berücksichtigung moderner historiografischer Werke, um eine deskriptive Aufarbeitung der Vichy-Zeit vorzunehmen.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Gründung des État français, der Ausgrenzung von Minderheiten, den corporatistischen Reformen in der Arbeitswelt, der Familienpolitik, der Formung der Jugend und der dirigistischen Wirtschaftslenkung.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselwörtern charakterisieren?

Wichtige Begriffe für die Arbeit sind Vichy-Regime, Nationale Revolution, Pétainismus, Autoritarismus, Antisemitismus, Kollaboration und gesellschaftlicher Umbau.

Warum spielt die Person Charles Maurras eine so wichtige Rolle für das Vichy-Regime?

Maurras war der Chefideologe der Action française und lieferte mit seinen nationalistischen und royalistischen Theorien die philosophische Grundlage für die Ablehnung der liberalen Dritten Republik durch das neue Regime.

Wie unterschied sich die Haltung des Vichy-Regimes zur Wirtschaft von einer liberalen Marktwirtschaft?

Vichy lehnte den „laissez-faire-Kapitalismus“ als schädliches ausländisches Produkt ab und implementierte stattdessen eine dirigistische Kriegswirtschaft mit Organisationskomitees, um die Ressourcenkontrolle zu zentralisieren.

War das Vichy-Regime ein faschistisches Regime?

Nach Einschätzung des Autors war das Regime eher ein traditionelles, obrigkeitsstaatliches System; obwohl es faschistische Einsprengsel aufwies, fehlte ihm die für Faschismen typische Mobilisierung der Massen „von unten“.

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Details

Title
La Révolution nationale - Werte und Umsetzung der Ideologie des État français
College
LMU Munich
Grade
1,3
Author
Stefan Meingast (Author)
Publication Year
2003
Pages
29
Catalog Number
V49652
ISBN (eBook)
9783638460415
ISBN (Book)
9783638660457
Language
German
Tags
Révolution Werte Umsetzung Ideologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Meingast (Author), 2003, La Révolution nationale - Werte und Umsetzung der Ideologie des État français, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/49652
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