Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

Die satirische Verserzählung des Mittelhochdeutschen in "Reinhart Fuchs"

Title: Die satirische Verserzählung des Mittelhochdeutschen in "Reinhart Fuchs"

Term Paper , 2019 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Helene Fraas (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ziel der Arbeit ist es die Arten der satirischen Verwendungsweisen und dessen interpretatorische Bedeutung am "Reinhart Fuchs" aufzuzeigen und durch eine nähere Analyse zu untermalen.

Die Verssatire zählt zu den zentralen Gattungen mittelalterlicher Literatur. Dabei werden die Begriffe Satire und Parodie in der heutigen Gesellschaft oftmals in synonymischer Bedeutung verwendet, obwohl sie schon seit dieser Zeit unterschiedliche Bedeutungshorizonte aufweisen. Im Allgemeinen galt die Satire bzw. die Parodie als Form um Zeit- und Kunstkritik zu äußern indem man sarkastischen oder ironischen Spott betrieb.

Um jedoch die Komplexität dieser Begriffe weiterführend darzustellen bedarf es Grundkenntnissen gattungsübergreifender
literarischer, sowie sprachlicher Merkmale. Im Besonderen wenden wir uns dabei der Literatur von Heinrich dem Glîchezâre oder auch "Heinrich dem Betrüger" zu, welcher als Koryphäe der damaligen Satirekunst galt. Anhand des Werkes "Reinhart Fuchs" wird die satirische und parodische Ebene des Mittelalters näher beleuchtet um nachfolgend in analytischer Weise Belege für satirische Verwendungen an einem Textausschnitt zu finden. Basieren wird dies auf einem Ausblick über die Zeit des Mittelalters, speziell die Zeit des Reinhart Fuchses, Satire und Parodie, welcher definitorischen Zwecken dient.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Mittelalter – ein Zeitüberblick

3 Die Zeit des Reinhart Fuchs

4 Heinrich der Glîchezâre – eine Satirekoryphäe

5 Zur Entwicklung einer mittelalterlichen Lachkultur - Satire als realistisches Prinzip des Humors im Mittelalter

5.1 Gesellschaftskritik und Geschichtspessimismus – die skeptische Entlarvung der Welt durch die Satire

5.2 Zur Technik und Verfahrensweise des satirischen Erzählens

5.3 Die Parodie als besondere Form der Satire

6 Satire und Parodie in Bezogenheit auf den „Reinhart Fuchs“

6.1 Das Meisenabenteuer (V. 177 – 312)

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die satirischen und parodistischen Verwendungsweisen im mittelalterlichen Tierepos „Reinhart Fuchs“ von Heinrich dem Glîchezâre, um deren literarische und gesellschaftskritische Bedeutung im historischen Kontext aufzuzeigen.

  • Analyse der mittelalterlichen Lachkultur und der Satire als realistisches Prinzip
  • Untersuchung von Technik und Verfahrensweise des satirischen Erzählens
  • Differenzierung zwischen Satire und Parodie in der Literatur des Mittelalters
  • Fallbeispielanalyse: Das Meisenabenteuer im „Reinhart Fuchs“

Auszug aus dem Buch

6.1 Das Meisenabenteuer (V. 177 – 312)

Im folgendem Abschnitt beziehen wir uns auf die Geschichte des „Reinhart Fuchs“ von Heinrich dem Glîchezâre. Das Meisenabenteuer bzw. die Geschehnisse, die Reinhart mit der kleinen Meise erlebt, umfassen die Verse 175 bis 311. Reinhard zeigt eine Art von Mangel, der nach seiner Tücke im Hühnerstall noch nicht abgeklungen ist. Er hat Hunger und versucht nun diesen, durch die Konfrontationen mit der Meise, zu stillen, nachdem ihm seine List am Hahn nicht gelungen ist.

Reinhart versucht eine Attribution, eine Lösung seines Problems zu finden, indem er an die Verwandtschaftstreue der Meise appelliert. Sein „Kusinchen“ soll ihre Treue gegenüber der Familie unter Beweis stellen und seinen Mund streicheln, ihn sogar küssen. Die List hinter dieser Aussage ist schon zu erkennen, jedoch wird diese durch den Satz: „ich bin dir ohne Arg zugetan!“ noch einmal verstärkt. Die Meise behält in dieser Situation die Dominanz und überlistet ihren Cousin. „Da ergriff sie mit ihrem Fuß ein Stückchen Dreck, hüpfte von Ast zu Ast und ließ es ihm genau ins Maul fallen.“ In diesem Moment erkennt die Meise die eigentliche Bosheit und List des Fuchses, da dieser nach dem Dreck schnappte und ihn fressen will. Die Meise fliegt daraufhin davon und lässt Reinhart mit seiner Unzufriedenheit und ohne Essen zurück.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zur Gattung der Verssatire und Zielsetzung der Arbeit unter besonderer Berücksichtigung von Heinrich dem Glîchezâre.

2 Das Mittelalter – ein Zeitüberblick: Überblick über die zeitliche und literarische Einordnung des Mittelalters sowie den Wandel von Mündlichkeit zu Schriftlichkeit.

3 Die Zeit des Reinhart Fuchs: Einordnung des Werkes in die staufische Periode und den historischen Kontext des Thronstreits.

4 Heinrich der Glîchezâre – eine Satirekoryphäe: Darstellung der höfisch-stilisierten Schreibweise und der Entstehungsgeschichte des Textes.

5 Zur Entwicklung einer mittelalterlichen Lachkultur - Satire als realistisches Prinzip des Humors im Mittelalter: Theoretische Grundlegung der Satire und ihrer verschiedenen Ausprägungen als Mittel der Gesellschaftskritik.

5.1 Gesellschaftskritik und Geschichtspessimismus – die skeptische Entlarvung der Welt durch die Satire: Analyse der satirischen Schreibweise in ihrer Abhängigkeit von gesellschaftlichen Normen und moralischer Weltsicht.

5.2 Zur Technik und Verfahrensweise des satirischen Erzählens: Betrachtung der Techniken der Reduktion, Invektive und Ironie zur Entlarvung menschlicher Laster.

5.3 Die Parodie als besondere Form der Satire: Diskussion der Parodie als spezifische Form der Nachahmung und Verzerrung von Stilen.

6 Satire und Parodie in Bezogenheit auf den „Reinhart Fuchs“: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf das Tierepos und die Rolle des Fuchses.

6.1 Das Meisenabenteuer (V. 177 – 312): Detaillierte Analyse des Meisenabenteuers als Beispiel für das Scheitern von Reinharts List.

7 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Vielschichtigkeit des Begriffs Satire und der Bedeutung des Werkes für die Literatur des Mittelalters.

Schlüsselwörter

Reinhart Fuchs, Heinrich der Glîchezâre, Satire, Parodie, Mittelalter, Tierepos, höfische Literatur, Gesellschaftskritik, Meisenabenteuer, Ironie, Invektive, mittelalterliche Lachkultur, Tiere, List, Staufer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der satirischen und parodistischen Elemente im Tierepos „Reinhart Fuchs“ und untersucht, wie der Autor Heinrich der Glîchezâre diese Gattungen zur Gesellschaftskritik einsetzt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Entwicklung der mittelalterlichen Lachkultur, die Unterscheidung zwischen Satire und Parodie sowie deren Anwendung auf das soziale und politische Gefüge der Stauferzeit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die satirischen Verwendungsweisen im „Reinhart Fuchs“ aufzuzeigen und deren interpretatorische Bedeutung für das Verständnis der mittelalterlichen Literatur zu untermalen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine werkimmanente Szenenanalyse durchgeführt, die durch gattungstheoretische Ansätze zur Satire und Parodie gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Satire und deren historische Einordnung sowie eine detaillierte textnahe Analyse des Meisenabenteuers.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich insbesondere durch Begriffe wie Satire, Parodie, Mittelalter, Tierepos, Gesellschaftskritik und Reinhart Fuchs charakterisieren.

Inwiefern spielt der historische Thronstreit für das Werk eine Rolle?

Der Thronstreit zwischen Staufern und Welfen bildet den zeitgeschichtlichen Rahmen, in den Heinrich der Glîchezâre sein Werk einbettet, um indirekt das herrschende Herrschergeschlecht zu kritisieren.

Was lässt sich aus dem Meisenabenteuer über die Hauptfigur Reinhart ableiten?

Das Meisenabenteuer verdeutlicht Reinharts fortwährendes Scheitern trotz seiner List und zeigt seine Gier sowie seinen Versuch, Verwandtschaftsverhältnisse zu seinen Gunsten zu manipulieren.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Die satirische Verserzählung des Mittelhochdeutschen in "Reinhart Fuchs"
College
Dresden Technical University  (Institut für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften)
Course
Reineke Fuchs
Grade
1,0
Author
Helene Fraas (Author)
Publication Year
2019
Pages
22
Catalog Number
V491569
ISBN (eBook)
9783668989269
ISBN (Book)
9783668989276
Language
German
Tags
Mittelalter Satire Parodie Mittelhochdeutsch Reinhart Fuchs Verserzählung Interpretation Reineke Fuchs Heinrich der Glîchezaere
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Helene Fraas (Author), 2019, Die satirische Verserzählung des Mittelhochdeutschen in "Reinhart Fuchs", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/491569
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint