Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Gründen für den Irakkrieg, den wesentlichen Ereignisse zwischen 2003 und 2011 sowie den vielfältigen Auswirkungen. Beispielhaft werden die Ausgaben zweier unterschiedlicher Tageszeitungen betrachtet, um unterschiedliche Arten der medialen Berichterstattung zu veranschaulichen. Ziel der Arbeit ist es, einen kurzen Überblick über den Irakkrieg (2003) zu geben und auch der Frage nachzugehen, in welcher Form die Medien die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen können.
Der Irakkrieg war ein langjähriger bewaffneter Konflikt, der 2003 mit der Luftbombardierung des Iraks durch eine von den USA geführte Koalition begann. Die USA wollten das Regime des damaligen Staatspräsidenten Saddam Husseins zerstören und eine Demokratie einrichten. Darüber hinaus glaubten die USA und ihre Verbündeten, dass der Irak über geheime Vorräte an chemischen und nuklearen Waffen verfügte. Der sechswöchigen Invasion folgte eine insgesamt achtjährige Besetzung des Iraks. Im Dezember 2003 gelang es einer US-Spezialeinheit, Saddam Hussein ausfindig zu machen und festzunehmen. Der Irakkrieg endete erst im Dezember 2011 nach dem Abzug der US-Truppen durch US-Präsident Barack Obama.
Zur Behandlung dieser Aspekte wird in dieser Arbeit folgendermaßen vorgegangen: Nach der Einleitung werden zunächst die Gründe für den Irakkrieg in Kapitel 2 dargestellt. Die wichtigsten Ereignisse des Irakkrieges werden dann stichpunktartig in Kapitel 3 behandelt. In Kapitel 4 werden die Ausgaben einer tendenziell linksliberalen britischen und einer eher konservativen US-amerikanischen Tageszeitung herangezogen, um einige stilistische Merkmale der medialen Berichterstattung aufzuzeigen. Die Folgen des Krieges in unterschiedlichen Bereichen werden in Kapitel 5 behandelt. Kapitel 6 der Arbeit fasst die gesammelten Beobachtungen abschließend zusammen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gründe für den Irakkrieg
2.1 Massenvernichtungswaffen im Irak
2.2 Unterstützung von Al-Qaida
2.3 Menschenrechtsverletzungen
2.4 Geopolitische und wirtschaftliche Interessen
3. Chronik des Krieges
4. Beispiele einer medialen Verzerrung
5. Folgen des Krieges
5.1 Wirtschaftliche Folgen
5.2 Politische Folgen
5.3 Militärische Folgen
6. Fazit
7. Quellen-/ Literaturverzeichnis
7.1 Gedruckte Quellen
7.2 Internetquellen
7.3 Bildquellen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Hintergründe, den zeitlichen Ablauf sowie die weitreichenden politischen, wirtschaftlichen und militärischen Folgen des Irakkriegs 2003, wobei ein besonderer Fokus auf der Analyse medialer Verzerrungen in der internationalen Berichterstattung liegt.
- Gründe für den Irakkrieg (Massenvernichtungswaffen, Al-Qaida, Menschenrechte)
- Chronologische Aufarbeitung der kriegerischen Ereignisse (2003–2011)
- Vergleichende Analyse der medialen Darstellung in unterschiedlichen Zeitungen
- Sozioökonomische und geopolitische Auswirkungen des Konflikts
Auszug aus dem Buch
4. Beispiele einer medialen Verzerrung
In diesem Kapitel sollen mögliche Formen einer medialen Verzerrung betrachtet werden. Zu diesem Zweck wurden die online verfügbaren historischen Ausgaben zweier Tageszeitungen herangezogen. Beide Zeitungen sind am 22. März 2003 erschienen, also am dritten Tag der amerikanisch-britisch geführten Invasion des Iraks. Bei den Zeitungen handelt es sich um den britischen Guardian (offiziell: „The Guardian") und den US-amerikanischen „Austin American-Statesman“.
Der in London ansässige Guardian ist auch überregional bekannt und ist tendenziell linksliberal ausgerichtet. Zu seiner Leserschaft zählt der Journalist John F. Jungclaussen, die "progressiven, intellektuellen Großstädter, […] Akademiker, Kulturschaffenden und Studenten" [28]. Der Austin American-Statesman (abgekürzt: Statesman) ist laut Wikipedia die führende Tageszeitung der texanischen Hauptstadt, welche nationale und internationale Nachrichten anderer Quellen druckt (Associated Press, New York Times, The Washington Post und Los Angeles Times), aber auch umfassend aus Austin und Umgebung berichtet, vor allem zu politischen Themen.
In beiden Zeitungen finden sich zahlreiche Artikel zu den vielfältigen Aspekten des beginnenden Irakkriegs, die hier nur grob betrachtet werden können. Einige Unterschiede in der medialen Präsentation fallen jedoch sofort ins Auge: so betitelt der Statesman den Krieg durchgehend als War on Iraq (z. B. Anhänge A2–A5), also gegen den Irak während der Guardian etwas "neutraler" vom War in the Gulf (z. B. Anhänge G1, G3, G4) also Krieg am Golf, spricht. Diese sprachliche Sachlichkeit findet sich auch in der Inhaltsübersicht auf der Titelseite, z. B. "Die Kämpfe an drei Fronten", "Neue Strategie für einen neuen Krieg", "Massenkapitulation irakischer Truppen" oder "Feuerwehr vor Abflug zu Ölfeldern" (Anhang G1), wie auch den tatsächlichen Artikelüberschriften, z. B. „Gewinne im Süden beflügeln Vorstoß auf Bagdad“ (Anhang G2), „Eine Demonstration von Rumsfelds großem Plan“ (Anhang G3) oder „Feuerwehreinheiten für Ölfelder machen mobil“ (Anhang G4).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung umreißt den zeitlichen Rahmen des Irakkriegs von 2003 bis 2011 und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die mediale Berichterstattung kritisch zu hinterfragen.
2. Gründe für den Irakkrieg: Hier werden die offiziellen Kriegsbegründungen der USA – wie die vermeintliche Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen, Verbindungen zur Al-Qaida und Menschenrechtsverletzungen – analysiert und kritisch hinterfragt.
3. Chronik des Krieges: Dieses Kapitel liefert einen zeitlichen Abriss der wichtigsten kriegerischen Ereignisse, angefangen bei den Sanktionen 1991 bis zum Truppenabzug 2011.
4. Beispiele einer medialen Verzerrung: Anhand von zwei unterschiedlichen Tageszeitungen wird exemplarisch aufgezeigt, wie die Wahl der Sprache und Perspektive die Wahrnehmung des Kriegsgeschehens beeinflussen kann.
5. Folgen des Krieges: Diese Analyse beleuchtet die immensen wirtschaftlichen, politischen und militärischen Konsequenzen sowie die humanitären Krisen, die durch den langjährigen Konflikt entstanden sind.
6. Fazit: Das Fazit stellt die Diskrepanz zwischen offiziellen Begründungen und den realen Folgen des Krieges heraus und unterstreicht die Bedeutung einer kritischen Medienrezeption.
7. Quellen-/ Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis aller verwendeten Quellen, unterteilt in gedruckte Werke, Internetressourcen und Bildnachweise.
Schlüsselwörter
Irakkrieg 2003, Massenvernichtungswaffen, Saddam Hussein, Mediale Verzerrung, The Guardian, Austin American-Statesman, Geopolitik, Ölreserven, Kriegskosten, US-Außenpolitik, Kriegsfolgen, Humanitäre Krise, Antikriegsbewegung, Journalismus, Propaganda
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Irakkrieg 2003, seine Entstehungsgeschichte, den Kriegsverlauf und die weitreichenden Folgen für den Irak sowie die USA.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind die Rechtfertigung des Krieges durch die US-Regierung, die historische Chronologie der Ereignisse und die Analyse der medialen Berichterstattung in zwei verschiedenen Zeitungen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, einen Überblick über den Irakkrieg zu geben und aufzuzeigen, wie unterschiedliche mediale Darstellungen die öffentliche Wahrnehmung des Konflikts maßgeblich steuern können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine vergleichende Analyse von historischen Zeitungsberichten sowie eine Auswertung von Berichten zu den Kriegskosten und den offiziellen Begründungen der US-Regierung vorgenommen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Kriegsgründe, die Chronologie des militärischen Geschehens, einen Medienvergleich zwischen dem „Guardian“ und dem „Statesman“ sowie eine Bilanz der wirtschaftlichen und politischen Folgen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Irakkrieg 2003, mediale Berichterstattung, Massenvernichtungswaffen und die geopolitischen Interessen der USA definieren.
Warum spielt die mediale Verzerrung eine so große Rolle in der Untersuchung?
Der Autor will demonstrieren, dass selbst bei identischen Ereignissen durch sprachliche Nuancen und Perspektivenwahl eine stark pro- oder contra-orientierte Sichtweise auf den Krieg erzeugt werden kann.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Kriegsbegründungen?
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die offiziellen Gründe – insbesondere die Suche nach Massenvernichtungswaffen – sich als unhaltbar herausstellten und geopolitische Interessen hinter den offiziellen Erklärungen standen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Der Irakkrieg 2003. Darstellung der Gründe, Ereignisse und Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/491432