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Die Dietrichepik im Spiegel ihres Helden. Dietrich – ein idealtypischer Held?

Titel: Die Dietrichepik im Spiegel ihres Helden. Dietrich – ein idealtypischer Held?

Hausarbeit , 2019 , 15 Seiten

Autor:in: Henri Behnecke (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Mittelalterliche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der mittelhochdeutschen Dietrichepik und ihrer Konzeption eines Helden an den spezifischen Werken ‚Laurin‘ und ‚Dietrichs Flucht‘. Es soll untersucht werden, wie Dietrich konzipiert wurde und ob sich im Verlauf der Erzählungen mögliche Konzeptionsunterschiede intra- und intertextuell ausmachen lassen. Obwohl für die beiden Werke aus verschiedenen Gruppen (aventiurehaften und historische Dietrichepik) ein nicht „textübergreifend kohärenter Erzählzusammenhang um Dietrich angenommen“ wird, werden beide Werke bewusst ausgewählt. In dem Literatur Konzepte von Helden und Modelle einer Kultur narrativ inszeniert, bietet sie als primärer Gegenstand dieser Arbeit hervorragende Anknüpfungspunkte zur Auseinandersetzung mit selbigen. Hinzu kommt die Zentrierung des Textkreises für den Personenkult um Dietrich von Bern und den stabilen assoziativen Umfeldern, die an einzelne, wiederkehrende Figuren geknüpft sind und so die Gattung besonders auszeichnen. Und es wird angenommen, dass Wechselwirkungen zwischen der historischen Forschung bzw. Überlieferung und den Werken der Dietrichepik bestehen, weshalb sich hieraus besondere Möglichkeiten für den Vergleich der Heldenkonstruktion ergeben.

Ausgangspunkt des ersten inhaltlichen Kapitels soll die Untersuchung der Heldendichtung sein, der Held als Begriff definiert werden können und genauer auf die mittelhochdeutsche Heldenepik eingegangen werden. Dafür greife ich auf verschiedene Ansätze von Lienert und Heinzle zurück, die die Grundlage für die darauffolgende Begriffsbestimmung der Dietrichepik bilden. Danach werden die Primärtexte ‚Laurin‘ und ‚Dietrichs Flucht‘ Untersuchungsgegenstand sein, einleitend die Dietrichepik präsentiert werden und herausgearbeitet werden, wie Dietrich als Held dargestellt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Heldendichtung

2.1 Held als Begriff

2.2 Mittelhochdeutsche Heldenepik

3. Dietrichepik

3.1 Heldenkonzeption im ‚Laurin‘

3.2 Heldenkonzeption in ‚Dietrichs Flucht‘

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Heldenkonzeption innerhalb der mittelhochdeutschen Dietrichepik anhand der Werke ‚Laurin‘ und ‚Dietrichs Flucht‘. Ziel ist es, die Ausgestaltung der Figur Dietrich von Bern zu analysieren und mögliche Unterschiede in der Heldenkonstruktion zwischen diesen Werken sowie innerhalb der Erzählungen aufzuzeigen.

  • Grundlagen der mittelhochdeutschen Heldendichtung und der Gattungsbegriff
  • Analyse der Heldenfigur Dietrich von Bern in ‚Laurin‘ und ‚Dietrichs Flucht‘
  • Vergleich von Handlungsstrukturen und Heldenkonzeptionen (intra- und intertextuell)
  • Die Rolle der Gefährten und die Funktion der göttlichen Instanz
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen vorbildlichem und asozialem Heldentum

Auszug aus dem Buch

3.1 Heldenkonzeption im ‚Laurin‘

Bereits im Prolog wird Dietrich als Figur kurz dargestellt und erfährt größte Rühmung durch die ersten zwanzig Verse. Seine beispiellose Einzigartigkeit wird demonstriert durch: Nirgent vint man sinen glich/ bie den selbin gecziten./ (V. 4-5) und gezeigt, dass niemand es je wagen würde ihn im Kampf überhaupt zu attackieren An stormen und an striten/ torste en nyman bestan./ (V.6-7). Dieser Beschreibung folgend scheint Dietrich der ultimative Held, Kämpfer und Fürst zu sein, den es zu dieser Zeit und in den Regionen dieser Dichtung je gegeben hat. Selbst seine Art und Weise als Herrscher vorste lobesam/ (V.8) zu fungieren und ohne jegliche Schande zu leben und lebete an alle schande/ (V.9) kulminieren in einer Beschreibung „der Allerbeste“34 zu sein. Darauf aufbauend folgt noch die Beschreibung des Umfeldes Dietrichs bzw. seiner Gefolgschaft. Dietrichs Recken sind dem Besten unter Ihnen entsprechend auch von bestem Charakter Dy besten in dem lande/ (V. 10) und obwohl sie selbst bereits zu den besten Kämpfern dieser Zeit zählen, sind sie dem einzigartigen Dietrich auch noch untertänig dy warn im alle undirtan/ (V. 12) und würden es selbstverständlich niemals vergessen diesen Held vor allen Männern abermals zu rühmen sie pristen en vor alle man,/ den edeln Berner lobesam./ (V.19-20).

Die Einleitung/Prolog manifestiert hier also eine Figur, die jedem Abenteuer oder jeder Aufgabe gewachsen zu sein scheint und kein Spielraum für andere Möglichkeiten seiner Unantastbarkeit offen lässt: „Diese Festschreibung der besten aller möglichen Dietrichwelten in kurzen 20 Versen lässt aufs Erste jedes Interpretationsverfahren hart abprallen.“35 An dieser Perspektive des unantastbaren Helden ließe sich nur rütteln, wenn man feststellt, dass Dietrich Lobpreisung erfährt sie pristen en vor alle man/ (V. 19), obwohl er - dem Prolog folgend – keinerlei Aufgaben übernimmt und daher „zaghaftes“36 Verhalten aufzeigt. Seine Gefährten übernehmen die Pflege seiner Ländereien Dy sines dinstes phlagen/ (V. 13), loben ihn dort wo sie herrschen vor und über jeden Mann (V.19) und dabei scheint Dietrich nicht mal im Kampf aktiv werden zu müssen (V. 6-7). Kragl stellt dazu die These auf, dass die Rangordnung für den Laurin erstmals kippt und Dietrich so in die Rolle des Handelnden und die Gefährten in die Rolle der Wertenden konstruiert werden.37

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der mittelhochdeutschen Dietrichepik ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Heldenkonzeption in den Werken ‚Laurin‘ und ‚Dietrichs Flucht‘.

2. Heldendichtung: Das Kapitel definiert den Begriff der Heldendichtung sowie des Helden als literarische Identifikationsfigur und beleuchtet die gattungstheoretischen Grundlagen der mittelhochdeutschen Heldenepik.

3. Dietrichepik: Hier werden die Forschungsbereiche der Dietrichepik umrissen sowie die beiden untersuchten Primärtexte ‚Laurin‘ und ‚Dietrichs Flucht‘ hinsichtlich ihrer Heldenkonstruktion detailliert analysiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Heldenkonstruktion in den beiden Werken zusammen und ordnet Dietrich als tugendhaften, aber individuell unterschiedlich gezeichneten Helden ein.

Schlüsselwörter

Dietrich von Bern, Dietrichepik, Heldenepik, Laurin, Dietrichs Flucht, Heldenkonzeption, Mittelalter, Mittelhochdeutsch, Heldenbild, Gattung, Aventiure, Heldendichtung, Literaturwissenschaft, Heldenkonstruktion, Heldenideal

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literarischen Konstruktion des Helden Dietrich von Bern in zwei spezifischen Werken der mittelhochdeutschen Dietrichepik: ‚Laurin‘ und ‚Dietrichs Flucht‘.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Gattungsdefinition der Heldenepik, die Konzeption des Helden als Identifikationsfigur und der Vergleich von heroischen Verhaltensmustern in der aventiurehaften und historischen Dietrichepik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Dietrich konzipiert wurde und ob sich intra- und intertextuell Unterschiede in der Darstellung seines Heldenstatus ausmachen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die literaturwissenschaftliche Analyse von Primärtexten und nutzt dabei bestehende theoretische Ansätze zur Heldenkonzeption von Forschern wie Lienert und Heinzle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung der Heldenepik und eine detaillierte textbasierte Analyse der Heldenkonzeption in den Werken ‚Laurin‘ und ‚Dietrichs Flucht‘.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dietrichepik, Heldenkonstruktion, Mittelalter, Dietrich von Bern und Gattungsspezifik.

Wie unterscheidet sich die Heldenzeichnung im ‚Laurin‘ von der in ‚Dietrichs Flucht‘?

Während Dietrich im ‚Laurin‘ teilweise durch Zorn und dickköpfiges Verhalten auffällt, wird er in ‚Dietrichs Flucht‘ als strategischer, emotionaler und bedachter Anführer gezeichnet, der stark auf den Rat seiner Gefährten hört.

Welche Rolle spielen die Gefährten Dietrichs für seine Darstellung als Held?

Die Gefährten fungieren oft als Wertende und Helfer. Besonders Hildebrand tritt als kluger Ratgeber auf, dessen Einfluss Dietrichs strategisches Handeln maßgeblich prägt.

Wie legitimiert die Heldensage Dietrichs Handlungen?

Die Arbeit zeigt auf, dass heroische Überlieferung als kollektives Gedächtnis dient, das den Helden legitimiert, auch wenn seine Handlungen (wie Gnadenlosigkeit) moralisch ambivalent erscheinen mögen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Dietrichepik im Spiegel ihres Helden. Dietrich – ein idealtypischer Held?
Autor
Henri Behnecke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V491266
ISBN (eBook)
9783668981140
ISBN (Buch)
9783668981157
Sprache
Deutsch
Schlagworte
dietrichepik spiegel helden dietrich Held Mediävistik Laurin Flucht mittelhochdeutsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Henri Behnecke (Autor:in), 2019, Die Dietrichepik im Spiegel ihres Helden. Dietrich – ein idealtypischer Held?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/491266
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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