Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Jura - Zivilrecht / BGB AT / Schuldrecht / Sachenrecht

Die Möglichkeit der Entschuldung natürlicher Personen durch den Insolvenzplan

Titel: Die Möglichkeit der Entschuldung natürlicher Personen durch den Insolvenzplan

Seminararbeit , 2018 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Armin Groenewold (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / BGB AT / Schuldrecht / Sachenrecht

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Seminararbeit wird der Insolvenzplan vorgestellt und erläutert, inwiefern auch für natürliche Personen die Möglichkeit besteht, diesen als Entschuldungsinstrument zu nutzen. Der Insolvenzplan eröffnet für natürliche Personen zahlreiche Vorteile, wie zum Beispiel die Möglichkeit der Restschuldbefreiung schon nach wenigen Monaten. Allerdings existieren in der Insolvenzordnung noch einige Hürden, die es zu nehmen gilt. Der Gesetzgeber sollte an einigen Stellen nachbessern, um die neue Entschuldunsmöglichkeit für natürliche Personen noch zu verbessern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Der Insolvenzplan

B. Aufbau und Inhalt eines Insolvenzplans

I. Darstellender Teil

II. Gestaltender Teil

1. Bildung der Gruppen, § 222 Abs. 1 InsO

2. Bildung der Gruppen, § 222 Abs.2 InsO

C. Abstimmung und Annahme des Insolvenzplans

I. Gerichtliche Vorprüfung durch das Insolvenzgericht

II. Die Annahme des Plans durch die Gläubiger

1. Stimmberechtigung

2. Planannahme durch die Mehrheit

3. Das Obstruktionsverbot nach § 245 I InsO

III. Gerichtliche Bestätigung, Wirkung und Überwachung des Plans

D. Die Vorteile für natürliche Personen zum Regelinsolvenzverfahren

I. Die Verfahrensdauer

II. Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung

III. Die Offenlegung von Versagungsgründen der Restschuldbefreiung

E. Der Insolvenzplan im Lichte des außergerichtlichen Einigungsversuchs

F. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten des Insolvenzplans für natürliche Personen als Instrument zur beschleunigten Entschuldung. Sie analysiert, wie trotz der Komplexität des Verfahrens – insbesondere bei der Gläubigergruppenbildung und Abstimmung – ein effektiver Ausweg aus einer dauerhaften Verschuldung gefunden werden kann, und setzt diesen in Bezug zu außergerichtlichen Einigungsmodellen.

  • Rechtlicher Aufbau und Funktion von Insolvenzplänen nach der InsO.
  • Strategische Möglichkeiten der Gruppenbildung und deren Einfluss auf das Abstimmungsverhalten.
  • Anwendung und Hürden des Obstruktionsverbots zur Überwindung von Gläubigerwiderständen.
  • Vergleichende Analyse der Vor- und Nachteile gegenüber dem Regelinsolvenzverfahren.
  • Bedeutung des Insolvenzplans im Kontext des außergerichtlichen Einigungsversuchs.

Auszug aus dem Buch

A. Der Insolvenzplan

Bruno ist 36 Jahre alt, geschieden, Vater einer 4 - jährigen Tochter, ungelernt und arbeitet z. Z. als Bauhelfer für einen monatlichen Nettolohn i .H. v. 1450 €. U. a. aufgrund einer gescheiterten Selbstständigkeit hat Bruno Verbindlichkeiten bei vier Gläubigern: Bei einem Bekannten, beim Finanzamt, einem Rechtsanwalt und schließlich bei einer Warenhauskette. Das Finanzamt hat einen außergerichtlichen Vergleich, trotz der Bereitschaft seitens Brunos Bruders 5000 € für die Gläubiger zur Verfügung zu stellen, abgelehnt. Folglich wird Bruno die Eröffnung des Insolvenzverfahrens und die Erteilung der Restschuldbefreiung beantragen müssen, die er, sofern er redlich war, in einigen Jahren erteilt bekommt. Einen alternativen Weg für Bruno bietet u. U. der Insolvenzplan. Dieser ermöglicht abweichende Regelungen von den starren Vorgaben der InsO. Ein Insolvenzplan soll die Möglichkeit bieten, ein Maximum an Flexibilität und Gläubigerautonomie zu realisieren und das für den jeweiligen Einzelfall beste Ergebnis zu erreichen.

Gem. § 217 S. 1 InsO sind abweichenden Regelungen über die Verteilung der verwerteten Insolvenzmasse möglich, abweichende Regelungen zur Befriedigung der Gläubiger, oder anders lautende Regelungen zur Haftung des Schuldners nach Beendigung des Insolvenzverfahrens. Es geht also regelmäßig um Stundungen, Kürzungen und Verzicht von Insolvenzforderungen, sowie mögliche Eingriffe in Absonderungsrechte. Anders lautende Regelungen für die Haftung des Schuldners können entgegen §§ 287 II, 300 I InsO eine Restschuldbefreiung in nur wenigen Monaten bedeuten. Der beachtliche Gestaltungsspielraum eines Insolvenzplans kann dies zulassen. Die InsO gibt lediglich einen Rahmen für das Verfahren vor, ansonsten wird autonom entschieden und es gilt die Annahme „sie werden schon wissen, was gut für sie ist!“

Zusammenfassung der Kapitel

A. Der Insolvenzplan: Einführung in das Instrument des Insolvenzplans anhand eines Praxisbeispiels, das die Möglichkeiten von Flexibilität und Gläubigerautonomie aufzeigt.

B. Aufbau und Inhalt eines Insolvenzplans: Erläuterung der Strukturvorgaben gemäß InsO, insbesondere der Differenzierung zwischen darstellendem und gestaltendem Teil.

C. Abstimmung und Annahme des Insolvenzplans: Analyse der prozeduralen Anforderungen, von der gerichtlichen Vorprüfung bis hin zu den Mehrheitserfordernissen und dem Obstruktionsverbot.

D. Die Vorteile für natürliche Personen zum Regelinsolvenzverfahren: Erörterung der verfahrenstechnischen Vorteile für Privatpersonen, insbesondere hinsichtlich Verfahrensdauer und Umgang mit deliktischen Forderungen.

E. Der Insolvenzplan im Lichte des außergerichtlichen Einigungsversuchs: Vergleich zwischen gerichtlichem Insolvenzplanverfahren und außergerichtlichen Einigungsversuchen zur Identifikation optimaler Entschuldungswege.

F. Schlussbetrachtung: Fazit zur Eignung des Insolvenzplans als Alternative zur Regelinsolvenz und Ausblick auf notwendige Nachbesserungen der gesetzlichen Regelungen.

Schlüsselwörter

Insolvenzplan, natürliche Personen, Restschuldbefreiung, Gläubigergruppen, Obstruktionsverbot, Stimmberechtigung, Regelinsolvenzverfahren, außergerichtlicher Einigungsversuch, Schuldner, Insolvenzrecht, Verfahrensdauer, Forderungen, Gruppenbildung, Insolvenzmasse, Entschuldung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Insolvenzplan als Instrument zur Entschuldung natürlicher Personen und prüft dessen Effektivität als Alternative zum klassischen Regelinsolvenzverfahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die rechtliche Struktur des Insolvenzplans, die strategische Gruppenbildung bei Gläubigern, das Abstimmungsverfahren sowie der Vergleich zum außergerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, unter welchen Bedingungen der Insolvenzplan für natürliche Personen sinnvoll ist und wie er im Vergleich zur Standard-Restschuldbefreiung eine schnellere oder vorteilhaftere Entschuldung ermöglichen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Arbeit, die auf der Analyse gesetzlicher Bestimmungen der Insolvenzordnung (InsO), aktueller Rechtsprechung und einschlägiger juristischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den Aufbau des Plans, die komplexen Abstimmungsregeln – inklusive des Obstruktionsverbots – sowie die spezifischen Vorteile für Privatpersonen, etwa bei Forderungen aus vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Insolvenzplan, Restschuldbefreiung, Gläubigergruppen, Obstruktionsverbot und natürliche Personen charakterisiert.

Wie wichtig ist die Rolle des Insolvenzgerichts beim Planverfahren?

Das Gericht spielt eine zentrale Rolle bei der Vorprüfung und der Überprüfung der sachgerechten Gruppenbildung, um Manipulationen zu verhindern und sicherzustellen, dass das Schlechterstellungsverbot gewahrt bleibt.

Was passiert, wenn ein Gläubiger im Plan vergessen wurde?

Vergessene Gläubiger sind durch den rechtskräftig bestätigten Plan gebunden, was jedoch die Quotenberechnung erschweren kann. Hierzu werden Strategien wie die Bildung von Rückstellungen empfohlen.

Kann man sich durch einen Insolvenzplan von deliktischen Forderungen befreien?

Ja, im Gegensatz zur Restschuldbefreiung im Regelverfahren können Forderungen aus vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlungen durch einen Insolvenzplan mitumfasst und somit bereinigt werden, sofern der Plan dies explizit vorsieht.

Warum ist das Obstruktionsverbot für den Planerfolg so entscheidend?

Es ermöglicht dem Insolvenzgericht, die Zustimmung einer ablehnenden Gläubigergruppe zu ersetzen, wenn der Plan wirtschaftlich sinnvoll ist und die Gläubiger nicht schlechter stellt als ohne Plan, wodurch das Scheitern an einzelnen opponierenden Stimmen verhindert wird.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Möglichkeit der Entschuldung natürlicher Personen durch den Insolvenzplan
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,0
Autor
Armin Groenewold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V490735
ISBN (eBook)
9783668988361
ISBN (Buch)
9783668988378
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Insolvenzrecht natürliche Personen Insolvenzplan Entschuldungsmöglichkeit Restschuldbefreiuung Insolvenzordnung Vorteile
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Armin Groenewold (Autor:in), 2018, Die Möglichkeit der Entschuldung natürlicher Personen durch den Insolvenzplan, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/490735
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum