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Bilanz-Betrugsskandale und Firmeninsolvenzen - Ein Mangel der Corporate Governance?

Titel: Bilanz-Betrugsskandale und Firmeninsolvenzen - Ein Mangel der Corporate Governance?

Diplomarbeit , 2005 , 105 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marco März (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Zu Beginn der 90er Jahre rückte die Thematik der Corporate Governance in den Mittelpunkt der Interessen von Investoren und anderen Institutionen, da die Wertorientierung und der Effizienzanspruch an die Leitung und Organisation von Gesellschaften als das zentrales Thema angesehen wurde. Der Begriff einer guten Unternehmensführung und gerechten Unternehmenskontrolle wird daher seit einigen Jahren diskutiert und nicht nur, um zu beantworten, wie man eine Gesellschaft am effektivsten leitet. Ein weltweit dominantes System der Corporate Governance ist nicht vorzufinden, denn je nachdem wie die Einbettung in das jeweilige länderspezifische Wirtschaftssystem ist, wird entweder das deutsche oder das angloamerikanische System bevorzugt. Die Debatte um die Corporate Governance zeigt, dass sie zu einem entscheidenden Faktor für die Entwicklung einer erfolgreichen Wirtschaft geworden ist. In der jüngsten Zeit wurde die Diskussion jedoch neu entfacht, da spektakuläre Bilanz- und Betrugsskandale, wie z.B. bei Enron, Parmalat, Comroad oder Flowtex die Frage aufkommen ließen, wie eine effektive Unternehmensüberwachung zu gestalten sei. Die Abbildung auf der folgenden Seite soll einen kurzen Überblick über die Unternehmen, deren Betrugsszenarien, und die jeweiligen Schadenshöhen liefern. Eine Bilanzfälschung liegt vor, wenn eine nicht den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage seitens des bilanzierenden Unternehmens wiedergegeben wird. Betrügerisches Vorgehen ist dann vorzuwerfen, sobald eine durch Täuschung herbeigeführte Selbstbereicherung auf Kosten einer Vermögensschädigung anderer Individuen erfolgt. Ist eine natürliche oder juristische Person nicht mehr in der Lage, fälligen Zahlungen nachzukommen, bzw. übersteigen die Verbindlichkeiten einer Gesellschaft deren Vermögen, ist eine Überschuldung und folglich der Tatbestand der Insolvenz gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Grundlagen zum Verständnis der Corporate Governance

2.1 Begriffliche Erläuterungen zur Corporate Governance und die systembedingten Charakteristika

2.1.1 Begriffliche Erläuterungen

2.1.2 Interne Kontrollorgane der Corporate Governance Systeme

2.1.2.1 Das monistische System

2.1.2.2 Das dualistische System

2.1.3 Die dominanten Corporate Governance Systeme in der Praxis

2.1.3.1 Das amerikanische Corporate Governance System

2.1.3.2 Das deutsche Corporate Governance System

2.2 Theoretische Grundlagen und Einordnung

2.2.1 Definition des Begriffes Unternehmung

2.2.2 Die Berle/Means Corporation

2.2.3 Die Prinzipal-Agenten-Theorie

2.2.3.1 Grundkonzepte der Prinzipal-Agenten-Theorie

2.2.3.2 Corporate Governance als Prinzipal-Agenten-Beziehung

2.2.3.3 Die Prinzipal-Agenten-Theorie und die Kapitalstruktur

2.2.4 Die Transaktionskostentheorie

2.2.5 Die Theorie der Verfügungsrechte

2.3 Die Rolle der Wirtschaftsprüfung für die Corporate Governance

2.4 Aktienoptionen als Anreizmechanismus

3. Unternehmensskandale, Corporate Governance Mängel und Konsequenzen aus den Skandalen

3.1 Enron

3.1.1 Das Unternehmen von 1985 bis 2001

3.1.2 Die verschiedenen Unternehmensstrategien

3.1.3 Das Versagen des Corporate Governance Systems bei Enron

3.1.3.1 Das Versagen des Boards und der Committees

3.1.3.2 Die Rolle der Entlohnung

3.1.3.3 Das Versagen des externen Rechnungsprüfers

3.1.3.4 Die Rolle der Rechnungslegung und der SEC

3.1.3.5 Das Versagen der Finanzintermediäre

3.1.4 Fazit aus Enron

3.2 Parmalat und die italienische Corporate Governance

3.2.1 Das Unternehmen und der Zusammenbruch

3.2.2 Der Betrug bei Parmalat

3.2.3 Die Corporate Governance Mängel bei Parmalat

3.3 Flowtex und Comroad – die Fälle in Deutschland

3.3.1 Die Flowtex GmbH & Co. KG

3.3.2 Die Corporate Governance Mängel bei Flowtex

3.3.3 Die Comroad AG

3.3.4 Die Corporate Governance Mängel bei Comroad

3.4 Zusammenfassung der jeweiligen Mängel im System der Corporate Governance in den betrachteten Fällen

3.5 Konsequenzen aus den Skandalen – der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) und der Sarbanes-Oxley-Act (SOA)

3.5.1 Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK)

3.5.1.1 Die Gründe für die Entstehung des DCGK

3.5.1.2 Die wesentlichen Inhalte und Ziele des Kodex

3.5.1.3 Die Akzeptanz und Nützlichkeit des DCGK

3.5.2 Der Sarbanes-Oxley-Act (SOA)

4. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die spektakulären Bilanz- und Betrugsskandale sowie Firmeninsolvenzen der vergangenen Jahre auf strukturelle Mängel im System der jeweiligen Corporate Governance zurückzuführen sind. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Wirksamkeit von Kontrollmechanismen, Anreizstrukturen und der Rolle der Wirtschaftsprüfung in verschiedenen Wirtschaftsmodellen.

  • Analyse der Corporate Governance Systeme in den USA, Deutschland und Italien.
  • Untersuchung theoretischer Konzepte wie der Prinzipal-Agenten-Theorie und Transaktionskostentheorie.
  • Fallstudien zu Enron, Parmalat, Flowtex und Comroad.
  • Evaluierung der Rolle von Wirtschaftsprüfern und Banken in Skandalfällen.
  • Bewertung regulatorischer Konsequenzen wie des Sarbanes-Oxley-Act und des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Auszug aus dem Buch

3.1.3.1 Das Versagen des Boards und der Committees

Das Board of Directors (Board) einer Unternehmung sollte weitestgehend firmenunabhängige Direktoren und spezialisierte Ausschüsse (Committees) haben, die ebenso unabhängig von der Firma sein sollten, um die Überwachung der Managementleistung einer Firma gewährleisten zu können. Weiterhin sollte die Satzung des Boards mit weitreichenden Handlungsbefugnissen ausgestattet sein.

Das Board von Enron wies all diese Eigenschaften zumindest auf dem Papier auf. (vgl. Anhang I). Von den insgesamt 14 Board Mitgliedern waren 12 Personen nicht der Firma zugehörig. Diese Outside Directors hatten auch die geforderten Spezialisierungen, z.B. Buchführungs- oder Wirtschaftskenntnisse. Der interne Prüfungsausschuss (Audit Committee) von Enron wurde zudem als das modernste bezeichnet, welches über sämtliche finanziellen Angelegenheiten des Unternehmens Auskunft bekommen konnte und als Überwacher der internen Kontrollmechanismen für das Geschäftsgebaren Enrons galt. Aus diesem Grund wurde Enron auch im CEO Magazin im Jahr 2000 zu den fünf besten Unternehmen gezählt, die eine optimale Board Struktur aufwiesen.

Mit dem “Audit and Compliance”, dem “Compensation and Management Development”, “Executive”, “Finance and Nominating and Corporate Governance Committee”, wies Enron ein Board Gebilde auf, das an der Spitze der besten Corporate Governance Praxis zu stehen schien.

Die monetäre Verwicklung der Board Mitglieder mit Enron ist jedoch nicht von der Hand zu weisen, weshalb eine Unabhängigkeit vom Management der Firma nicht gegeben war. Dies wird im nächsten Abschnitt noch genauer dargelegt. Eine kritische Analyse der Board Struktur belegt weiterhin, dass weder ein Vertreter eines anderen Großunternehmens der USA noch ein Vertreter einer großen amerikanischen Bank im Board vertreten war, welches relativ unüblich für ein Unternehmen der Größenordnung wie Enron war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Corporate Governance ein, umreißt die Zielsetzung der Arbeit anhand aktueller Skandale und erläutert den weiteren Aufbau.

2. Grundlagen zum Verständnis der Corporate Governance: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Corporate Governance, vergleicht monistische und dualistische Systeme sowie deren praktische Ausprägungen und legt die theoretische Basis durch ökonomische Theorien und Anreizmechanismen dar.

3. Unternehmensskandale, Corporate Governance Mängel und Konsequenzen aus den Skandalen: In diesem Hauptteil werden anhand von Fallstudien (Enron, Parmalat, Flowtex, Comroad) Systemmängel analysiert und die daraus resultierenden regulatorischen Konsequenzen (DCGK, SOA) kritisch beleuchtet.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit resümiert und Empfehlungen für eine zukunftsorientierte Gestaltung der Corporate Governance Systeme abgeleitet.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Enron, Bilanzskandal, Prinzipal-Agenten-Theorie, Wirtschaftsprüfung, Aktiengesellschaft, Aufsichtsrat, Vorstand, Stock Options, Sarbanes-Oxley-Act, Deutscher Corporate Governance Kodex, Finanzintermediäre, Risikomanagement, Transaktionskosten, Insider-System

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Hintergründe spektakulärer Bilanz- und Betrugsskandale wie Enron oder Parmalat und analysiert, inwieweit Versäumnisse innerhalb der jeweiligen Corporate Governance Systeme diese Skandale begünstigt oder ermöglicht haben.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die Kontrollstrukturen von Aktiengesellschaften, die Rolle der Wirtschaftsprüfer, der Einfluss von Anreizsystemen wie Aktienoptionen auf das Management sowie die Effektivität von Regulierungen wie dem Sarbanes-Oxley-Act.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob bei den Bilanz- und Betrugsskandalen der letzten Jahre systematische Mängel in der Corporate Governance vorlagen, die eine effektive Unternehmensüberwachung verhinderten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptiv-analytische Methode, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der detaillierten Untersuchung von Fallstudien und empirischen Berichten zu Unternehmensskandalen basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kapitel 2) und eine empirische Analyse von Fallbeispielen (Kapitel 3), in der das Versagen verschiedener Kontrollorgane bei Enron, Parmalat, Flowtex und Comroad detailliert aufgearbeitet wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Corporate Governance, Prinzipal-Agenten-Theorie, Bilanzfälschung, Aufsichtsrat und Prüfungsversagen charakterisieren.

Wie erklärt der Autor das Versagen der Wirtschaftsprüfer?

Der Autor führt das Versagen der Prüfer, insbesondere am Beispiel von Arthur Andersen, auf eine zu starke finanzielle Abhängigkeit von den geprüften Unternehmen zurück, die durch lukrative Beratungsaufträge und die Vermischung von Prüfungs- und Beratungsleistungen entstand.

Warum wird Enron im Vergleich zu Flowtex oder Comroad als so bedeutsam hervorgehoben?

Enron gilt als der größte Insolvenzfall der amerikanischen Geschichte und diente als globaler Auslöser für eine intensive Debatte über mangelhafte Corporate Governance sowie als direkter Anlass für den Erlass des Sarbanes-Oxley-Acts.

Ende der Leseprobe aus 105 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bilanz-Betrugsskandale und Firmeninsolvenzen - Ein Mangel der Corporate Governance?
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Lehrstuhl für Bank- und Börsenwesen)
Note
2,0
Autor
Marco März (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
105
Katalognummer
V48519
ISBN (eBook)
9783638619066
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bilanz-Betrugsskandale Firmeninsolvenzen Mangel Corporate Governance
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco März (Autor:in), 2005, Bilanz-Betrugsskandale und Firmeninsolvenzen - Ein Mangel der Corporate Governance?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/48519
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Leseprobe aus  105  Seiten
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