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Der überwachte Patient. Sind Health-Apps ein neues Panopticon?

Title: Der überwachte Patient. Sind Health-Apps ein neues Panopticon?

Term Paper , 2018 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Mona Meixner (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies

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Summary Excerpt Details

Welchen Überwachungsmustern folgt die Health-App mySugr? Sind Health-Apps eine gute Ergänzung der medizinischen Versorgung oder eine weitere Überwachungsstrategie, welche in der Ausbeutung unserer Daten resultiert? Um diese Fragen zu beantworten werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Health-App mit dem von Foucault initiierten Überwachungsbild des Panopticons ausgearbeitet und die Frage beantwortet, ob sich dieser Vergleich für Health-Apps eignet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Operationalisierung der Begriffe

2.1 Operationalisierung des Panopticons

2.2 Die Begriffe E-Health, mHealth und Health-Apps

3. Analyse von Parallelen des Überwachungsbilds von Foucault und Health-Apps

3.1 Die Unsichtbarkeit und Austauschbarkeit der Wächter

3.2 Der Einsatz einer Überwachungstechnik zur Profitmaximierung

3.3 Die Isolation des Individuums

3.4 Der medizinische Blick: Der Körper im Zentrum der Überwachung

3.5 Das Verhältnis des menschlichen Körpers zum gesellschaftlichen Körper

3.6 Das Ziel der Besserung

3.7 Internalisierung der Überwachung als Konsequenz aus der Architektur

3.8 Die Verselbstständigung der Maschine

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern das Konzept des Panopticons nach Michel Foucault als theoretischer Rahmen geeignet ist, um die Mechanismen und Überwachungsstrukturen moderner Gesundheits-Apps zu beschreiben und kritisch zu hinterfragen.

  • Analyse des Panopticon-Konzepts nach Jeremy Bentham und Michel Foucault.
  • Definition und medientheoretische Einordnung von E-Health und Health-Apps.
  • Vergleichende Untersuchung der Diabetes-App "mySugr" anhand von acht Kriterien.
  • Kritische Reflexion von Themen wie Datenschutz, Selbstoptimierung und Machtstrukturen.
  • Bewertung der Anwendbarkeit des panoptischen Modells auf digitale Gesundheitstechnologien.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Unsichtbarkeit und Austauschbarkeit der Wächter

Ein funktionierendes Panopticon setzt die Unsichtbarkeit der Wächter voraus, denn das Panopticon ist nur effizient, wenn die Menschen nicht sehen, wann sie tatsächlich beobachtet werden. Gleichzeitig glauben sie, gesehen zu werden. Die Machtstruktur ist zwar sichtbar, aber nicht transparent. Übersetzt auf das Panopticon bedeutet das: Wir sehen den Turm, aber wir sehen nicht den Überwacher. Es ist unklar, wer, wann und wie oft überwacht. Die einzige Gewissheit ist die Ubiquität der Überwachung. Dabei können wenige Wächter Macht auf viele Personen ausüben. Diese Intransparenz ist die Grundlage für die Selbstzensur, auf die in späteren Abschnitten genauer eingegangen werden wird. Auch bei Health-Apps ist die Unsichtbarkeit der Wächter gegeben. Die Kommunikation mit dem Arzt verläuft zwar nur auf Wunsch, die Daten werden jedoch an Dritte weitergegeben. Diese neuen Wächter sind genauso unsichtbar wie jene aus dem Panopticon.

Offiziell schreibt „mySugr“ keine Daten an Dritte weiterzugeben. Tatsächlich arbeitet die App mit dem Amazon Dienstleister „Mixpanel“ zusammen. Dieser wertet die Daten der Patienten zur Marktanalyse aus. Laut „mySugr“ sind die Daten anonymisiert, allerdings nach einem Standard Kodierungsverfahren, das sich leicht entschlüsseln lässt. Es handelt es sich um personenbezogene Daten, die von „mySugr“ erhoben werden und zu deren Eingabe man verpflichtet ist, wenn man die App benutzen möchte. Dazu kommen noch Daten, die der Kunde freiwillig eingibt, um die App angemessen nutzen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Überwachung durch digitale Gesundheitsanwendungen ein und stellt die Forschungsfrage nach der Übertragbarkeit des Panopticon-Modells.

2. Operationalisierung der Begriffe: In diesem Kapitel werden das Panopticon theoretisch fundiert sowie Begriffe wie E-Health, mHealth und Health-Apps definiert, um das Untersuchungsfeld einzugrenzen.

3. Analyse von Parallelen des Überwachungsbilds von Foucault und Health-Apps: Das Hauptteil untersucht anhand von acht Thesen die strukturellen Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen dem Panopticon und der App "mySugr".

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, dass die Machtstrukturen der Architektur auch im digitalen Raum wirksam sind, wobei die Freiwilligkeit als subtiler Unterschied zur physischen Überwachung fungiert.

Schlüsselwörter

Panopticon, Überwachung, Health-Apps, mySugr, E-Health, Foucault, Machtstruktur, Digitalisierung, Datenschutz, Selbstoptimierung, Selbstzensur, Medizinische Kontrolle, Körperpolitik, Kontrollgesellschaft, mHealth

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Ähnlichkeiten zwischen dem klassischen Überwachungsmodell des Panopticons von Michel Foucault und der Funktionsweise moderner Health-Apps am Beispiel der App "mySugr".

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind Medientheorie, die Überwachung des menschlichen Körpers durch Digitalisierung, Datenschutzaspekte und die Analyse von Machtverhältnissen in der modernen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob das Bild des foucaultschen Panopticons für die Beschreibung der Mechanismen einer Health-App Relevanz besitzt und ob solche Apps als Überwachungsdispositiv betrachtet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Es wird eine medienanalytische Vergleichsmethode angewendet, die das theoretische Modell des Panopticons in acht Teilaspekte gliedert und diese auf das Fallbeispiel "mySugr" anwendet.

Was genau wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in acht Unterkapitel, welche spezifische Aspekte wie die Unsichtbarkeit der Wächter, Profitmaximierung, Isolation des Individuums und die Internalisierung von Macht architektonisch und funktional vergleichen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Panopticon, Überwachung, Digitalisierung, Selbstoptimierung und die kritische Auseinandersetzung mit Health-Apps charakterisiert.

Warum wurde die App "mySugr" als Fallbeispiel gewählt?

Die App wurde gewählt, da sie als zertifiziertes Medizinprodukt zum Diabetesmanagement weit verbreitet ist und sowohl medizinisch relevante Daten als auch Verhaltensdaten in einer Cloud-Umgebung verarbeitet.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zum Thema Freiwilligkeit?

Die Autorin stellt fest, dass die Überwachung durch Health-Apps auf einer vermeintlichen Freiwilligkeit basiert, im Gegensatz zum erzwungenen Panopticon, was die Machtausübung subtiler und schwerer greifbar macht.

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Details

Title
Der überwachte Patient. Sind Health-Apps ein neues Panopticon?
College
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)
Grade
1,3
Author
Mona Meixner (Author)
Publication Year
2018
Pages
20
Catalog Number
V478219
ISBN (eBook)
9783668962576
ISBN (Book)
9783668962583
Language
German
Tags
Überwachung Panopticon Health-Apps E-health Foucault mySugr
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mona Meixner (Author), 2018, Der überwachte Patient. Sind Health-Apps ein neues Panopticon?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/478219
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