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Welche Rolle spielt der Umgang mit Gleichaltrigen bei der Sozialisation in der frühen Kindheit?

Titel: Welche Rolle spielt der Umgang mit Gleichaltrigen bei der Sozialisation in der frühen Kindheit?

Essay , 2018 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Melanie Furthmair (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird aufgezeigt, welche Bedeutung Gleichaltrige für die kommunikativen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten von Kindern haben und, welche Rolle sie bei der Sozialisation eines Kindes spielen. Hierzu werden zunächst die grundlegenden Begriffe "Sozialisation" und "Gleichaltrige" beziehungsweise "Peers" definiert und die sich vollziehende Interaktions- beziehungsweise Spielentwicklung des Kindes mit Gleichaltrigen und die sich dort entwickelnden "Sozialisationskompetenzen" in der frühen Kindheit aufgezeigt, sowie die "Freundschaft" als eine qualitativ herausstechende Beziehung zwischen zwei Kindern definiert.

"Maxi (19 Monate) und Julia (20 Monate) stehen am Holzgitter, das den hervorstehenden Heizkörper umrandet. Beide Kinder schauen sich kurz an und beginnen wie auf Kommando an dem Gitter zu wackeln und lauthals zu lachen und zu hüpfen. Aus den Augenwinkeln heraus blicken sie zur Erzieherin. Die nimmt den Blickkontakt auf, sie stellt sich ‚böse‘ und sagt übertrieben betont: "Aber Kinder, ihr sollt doch nicht immer am Gitter wackeln!" Die beiden Kinder juchzen, laufen lachend weg und lassen sich auf die Matratze plumpsen."

Diese kurze sequenzielle Beschreibung einer Situation in einer Kindertageseinrichtung zeigt beidseitige Freude über das gemeinsame "Quatsch machen", das gemeinsame Spiel, und dass die beiden Kinder die eigentlich geltenden Regeln genau verstanden haben und offen spielerisch damit umgehen können. Es wird außerdem deutlich, dass eine nonverbale Kommunikation stattgefunden hat, eine Verständigung über den gemeinsamen "Spielablauf" und so eine gemeinsame Handlung entsteht. Ähnliche Situationen, in welchen Kinder miteinander gemeinsame Interaktion herstellen, treten im Alltag von Kindertageseinrichtungen sehr häufig auf, was bei gemeinsamer Betreuung von Kindern in einer Kindergruppe nur logisch erscheint. Vergleicht man diese, unter Kindern hergestellte, gemeinsamen Spiel- beziehungsweise Interaktionsmomente, lassen sich schnell große Unterschiede bezüglich des Ausmaßes der beidseitigen Freude, den gemeinsamen Tätigkeiten, sowie der Übereinstimmung der Interessen der Beteiligten feststellen, was wiederum aufzeigt, dass bei Interessensgegensätzen Konflikte entstehen können und deren Lösung von kommunikativen, kognitiven und besonders sozialen Fähigkeiten der beteiligten Kinder abhängig ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Sozialisation unter Gleichaltrigen/ Peers

1.1. Aktueller Forschungsstand der Thematik

1.1. Definition – Sozialisation

1.2. Definition – Gleichaltrige und Peers

1.3. Bedeutung Gleichaltriger für die Sozialisation in der frühen Kindheit

1.3.1. Kommunikations-, Spiel- und Lernprozesse in asymmetrischen Beziehungen

1.3.2. Kommunikations-, Spiel- und Lernprozesse in symmetrischen Beziehungen

2. Sozialisation unter Gleichaltrigen in der frühen Kindheit

2.1. Sozialisation unter Gleichaltrigen in der Altersgruppe „Säugling und Kleinkind“

2.2. Sozialisation unter Gleichaltrigen in der Altersklasse „Kind“

3. Freundschaft als besondere Form der Gleichaltrigenbeziehung in der frühen Kindheit

3.1. Gruppenkompetenz in der frühen Kindheit

3.2. „Freundschaft“ – Begriffserklärung

3.3. Freundschaftsbildung

4. Unterstützung von Gleichaltrigenbeziehungen durch pädagogische (Fach)Kräfte

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Gleichaltrigen und Peer-Beziehungen für den Sozialisationsprozess von Kindern in der frühen Kindheit. Dabei wird analysiert, wie soziale Kompetenzen in Interaktions- und Spielsituationen erworben werden und welche Rolle pädagogische Fachkräfte bei der Gestaltung entwicklungsfördernder Rahmenbedingungen einnehmen können.

  • Grundlagen der Sozialisation und Begriffsbestimmung von Peers
  • Entwicklung von Interaktions- und Spielformen bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern
  • Freundschaft als qualitativ herausstechende Beziehungsform
  • Förderung der Gruppenkompetenz durch spielerische Interaktion
  • Rolle des pädagogischen Personals als Begleiter im Hintergrund

Auszug aus dem Buch

1.3.2. Kommunikations-, Spiel- und Lernprozesse in symmetrischen Beziehungen

Symmetrische Beziehungen kennzeichnen sich durch ein gemeinsames Beschäftigen der Kinder mit- und einen wechselseitigen Bezug aufeinander (ebd.). Die Gleichaltrigengruppe bietet genau diese Art von Interaktion und macht die Erfahrung einer „nicht hierarchischen“, prinzipiell gleichberechtigten Beziehung ohne Wissens-, Macht- und Erfahrungsvorteilen der Beteiligten möglich (ebd.). Kinder erlangen in Form der konsensuellen Verständigung Wissen, Gedanken und Gefühle im Umgang mit anderen, indem sie mit dem Partner auf Basis der Gleichwertigkeit kommunizieren und kooperieren (Krappmann & Oswald, 1995, S. 21), und interpretieren so eine „gemeinsame Wirklichkeit“ (Kobelt Neuhaus, 2010, S. 53), einen „dritten Standpunkt“, in den vorgängige Vorstellungen der einzelnen Partner zwar eingehen, der aber letztendlich ein qualitativ neues und wirklich gemeinsames Konstruktionsprodukt darstellt.

Kinder in symmetrischen Beziehungen kommunizieren hierfür oft in Dialogform, einem spiralförmigen Vor- und Gegenvorschlagen, bei welchem sie sich wechselseitig aufeinander beziehen (ebd.). Kinder lernen somit in besonderer Weise voneinander und leisten einen wesentlichen Eigenbeitrag zu ihrer Entwicklung. Sie erfahren Selbstbestätigung: „Es gibt Kinder wie ich, sie sprechen meine Sprache und spielen wie ich.“ (Wüstenberg, 2006)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sozialisation unter Gleichaltrigen/ Peers: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Sozialisation sowie Peers und erläutert die Bedeutung von Gleichaltrigen für die frühe Kindheit, wobei zwischen asymmetrischen und symmetrischen Beziehungsstrukturen unterschieden wird.

2. Sozialisation unter Gleichaltrigen in der frühen Kindheit: Hier werden die Spiel- und Interaktionsentwicklungen chronologisch betrachtet, beginnend bei Säuglingen und Kleinkindern bis hin zum Alter des Kindes, wobei der Fokus auf dem sozialen Lernen im Kontext der Gruppe liegt.

3. Freundschaft als besondere Form der Gleichaltrigenbeziehung in der frühen Kindheit: Dieses Kapitel beleuchtet Freundschaft als eine spezifische, auf Reziprozität basierende Beziehungsform und analysiert die Entwicklung der Gruppenkompetenz sowie die Faktoren der Freundschaftsbildung.

4. Unterstützung von Gleichaltrigenbeziehungen durch pädagogische (Fach)Kräfte: Das abschließende Kapitel diskutiert die Rolle der pädagogischen Fachkraft als Begleiter, der den notwendigen Freiraum für die soziale Entwicklung der Kinder schafft, anstatt direkt in die Eigendynamik der Gruppenprozesse einzugreifen.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Peers, Gleichaltrige, Frühe Kindheit, Interaktion, Spielentwicklung, Freundschaft, Gruppenkompetenz, Symmetrische Beziehung, Pädagogisches Handeln, Kindertageseinrichtung, Selbstbildung, Sozialkompetenz, Bindungstheorie, Kooperation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Bedeutung von Gleichaltrigen (Peers) für den Sozialisationsprozess in der frühen Kindheit und untersucht, wie soziale Kompetenzen durch Interaktion mit anderen Kindern erworben werden.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die Definition von Sozialisation und Peer-Beziehungen, die Entwicklung von Spielformen, die Bedeutung von Freundschaften sowie die pädagogische Begleitung dieser Prozesse.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, welche Rolle Gleichaltrige bei der Entwicklung kindlicher Fähigkeiten spielen und wie pädagogische Fachkräfte diese Prozesse in Kindertageseinrichtungen unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse entwicklungspsychologischer und sozialwissenschaftlicher Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die Analyse verschiedener Spielformen in unterschiedlichen Altersstufen und die Beschreibung von Freundschaft als spezielle Beziehungsform.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Sozialisation, Peers, Spielentwicklung, Gruppenkompetenz und pädagogisches Handeln beschreiben.

Wie unterscheidet sich die "asymmetrische" von der "symmetrischen" Beziehung?

Bei asymmetrischen Beziehungen (z.B. Erwachsener-Kind) steht das angeleitete Lernen im Vordergrund, während symmetrische Beziehungen (unter Gleichaltrigen) auf Gleichwertigkeit, Aushandlungsprozessen und gemeinsamem Konstruieren von Wirklichkeit basieren.

Warum ist das "Parallelspiel" für die Entwicklung wichtig?

Entgegen früherer Ansichten wird das Parallelspiel heute als wichtige Strategie gesehen, die dem Kind ermöglicht, andere zu beobachten, Informationen über Objekte zu gewinnen und sukzessive in kooperatives Handeln überzugehen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Welche Rolle spielt der Umgang mit Gleichaltrigen bei der Sozialisation in der frühen Kindheit?
Hochschule
Katholische Stiftungsfachhochschule München
Note
1,0
Autor
Melanie Furthmair (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V475195
ISBN (eBook)
9783668961944
ISBN (Buch)
9783668961951
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialisation Gleichaltrige Soziale Entwicklung Freundschaft Peers
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Furthmair (Autor:in), 2018, Welche Rolle spielt der Umgang mit Gleichaltrigen bei der Sozialisation in der frühen Kindheit?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/475195
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Leseprobe aus  13  Seiten
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