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17. Juni 1953. Ursachen, Verlauf, Reaktionen

Title: 17. Juni 1953. Ursachen, Verlauf, Reaktionen

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sarah Wenzel (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society

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Summary Excerpt Details

Es stellt sich die Frage, wie es zu dem Aufstand vom 17. Juni 1953 kam - wenn man ihn denn als solchen bezeichnen möchte - wie er verlief und welche Reaktionen er nicht nur in der DDR und der UdSSR, sondern auch in der BRD und dem Westen insgesamt auslöste. Die folgende Arbeit setzt sich darum zunächst mit den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ursachen, anschließend mit der Vorgeschichte und dem Verlauf und darauf aufbauend mit den Reaktionen und Folgen des 17. Juni 1953 auseinander, um dadurch besser verstehen zu können, wie das Ereignis in den geschichtlichen Gesamtzusammenhang einzuordnen ist.

60 Jahre sind vergangen, seit sich die angeblich herrschende Klasse der DDR, die Arbeiterschaft, gegen ihre Regierung erhob und das Volk auf die Straße ging. Der 17. Juni 1953 markierte einen Tiefpunkt des SED-Staates, während sich dieser noch im Aufbau des Sozialismus befand. Der Schock innerhalb der SED saß tief, begehrten doch gerade die auf, deren Wille sie zu vertreten propagierten, ihre eigentliche Legitimationsgrundlage.

Ein Artikel vom Juni 1953 aus der Zeitung „Neues Deutschland“ von Kurt Barthel vertritt klar die Ansichten der SED-Spitze:
„Wie ich mich schäme Maurer – Maler – Zimmerleute. Sonnengebräunte Gesichter und weißleinene Mützen, muskulöse Arme, Nacken – gut durchwachsen, nicht schlecht habt ihr euch in eurer Republik ernährt, man konnte es sehen. Vierschrötig kamt ihr daher… Als wenn man mit der flachen Hand ein wenig Staub vom Jackett putzt, fegte die Sowjetarmee die Stadt rein. Zum Kämpfen hat man nur Lust, wenn man die Ursache dazu hat, und solche Ursache hattet ihr nicht. Eure schlechten Freunde, das Gesindel von drüben, strich auf seinen silbernen Fahrrädern durch die Stadt wie Schwälbchen vor dem Regen. Dann wurden sie weggefangen. Ihr aber dürft wie gute Kinder um neun Uhr abends schlafen gehen. Für euch und den Frieden der Welt wachen die Sowjetarmee und die Kameraden der Deutschen Volkspolizei. Schämt ihr euch so, wie ich mich schäme? Da werdet ihr sehr viel und sehr gut mauern und künftig sehr klug handeln müssen, ehe euch diese Schmach vergessen wird.“ (Spittmann 1982)

Der Artikel stellt den SED-Staat als den schützenden und fürsorglichen Vater dar, der seine undankbaren Kinder für ihren Ungehorsam zurechtweist, ihnen aber auch barmherziger Weise eine Chance auf Wiedergutmachung einräumt. Doch wäre das so positiv gezeichnete Bild in der DDR zutreffend gewesen, so wäre es wohl kaum zu den Ereignissen des 17. Juni gekommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Kuba „Wie ich mich schäme“

2. Die Ursachen aus historisch-theoretischer Perspektive

2.1. Zweite Parteienkonferenz der SED

2.2. Wirtschaftliche Probleme

2.3. Tod J. W. Stalins

2.4. „Neuer Kurs“

3. Der Verlauf des 17. Juni 1953

3.1. Der Vortag des 17. Juni 1953

3.2. Der 17. Juni 1953

4. Die Folgen und Reaktionen zum 17. Juni 1953

4.1. Die Folgen in der DDR

4.2. Die Folgen in der BRD

4.3. Die Reaktion des Westens (USA, GB, Frankreich)

4.4. Die Reaktion in der UdSSR

5. Nachbetrachtung: Zur Bedeutung des 17. Juni 1953

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen, den Verlauf sowie die nationalen und internationalen Reaktionen auf den Aufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR. Ziel ist es, das Ereignis in seinen historischen Gesamtzusammenhang einzuordnen und die verschiedenen politischen Deutungen sowie die langfristigen Folgen für das SED-Regime und das geteilte Deutschland zu analysieren.

  • Politische und wirtschaftliche Ursachen der DDR-Krise Anfang der 1950er Jahre
  • Der Verlauf der Streiks und Demonstrationen im Juni 1953
  • Interne Folgen für die SED-Führung und den Repressionsapparat
  • Wahrnehmung und Reaktion in der Bundesrepublik Deutschland sowie im westlichen Ausland
  • Die sicherheitspolitische Perspektive der Sowjetunion

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Vortag des 17. Juni 1953

Der Tropfen, der letztlich das Fass zum Überlaufen brachte und zu mächtigen Demonstrationen führte, lieferte die „Tribüne“, eine Zeitung des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) am 16. Juni 1953. In der Spalte, in der eigentlich die Interessen der Arbeiterschaft vertreten wurden, erfolgte stattdessen die Verkündung, dass die Erhöhung der Arbeitsnorm in vollem Umfang richtig sei (Fricke 2005: 54). Dies brachte die Bauarbeiter in der Stalinallee in Ost-Berlin noch mehr gegen ihre Regierung auf. Bereits einen Tag zuvor hatten sie zeitweise die Arbeit niedergelegt, aber an diesem Tag entwickelte sich der Streik schnell zu einer Demonstration, an die sich immer mehr Menschen anschlossen. Der Protestmarsch endete in der Leipziger Straße mit einer spontanen Kundgebung vor dem „Haus der Ministerien“ (Fricke 2005: 54). Somit erwies sich der „Neue Kurs“ als „Bumerang“ (Kowalczuk 2005: 33). Durch die Lockerung und dem Eingeständnis der Regierung Fehler gemacht zu haben, sah nun auch die Arbeiterschaft ihre Chance gekommen, um politische Veränderungen zu erzwingen. Nun fanden die Menschen den Mut auf die Straße zu gehen und aus den zu Beginn wenigen Streikenden wurde schnell ein Demonstrationszug von mehreren Tausend Menschen.

Unter dem wachsenden Druck nahm die Regierung noch am frühen Nachmittag des 16. Juni 1953 die administrative Normerhöhung zurück und propagierte dies über Lautsprecher und Rundfunk. Die beruhigende Wirkung blieb jedoch aus und für den nächsten Tag wurde zum Generalstreik ausgerufen. Der Ost-Berliner Rundfunksender schwieg zum Generalstreik. Der West-Berliner Rundfunksender im amerikanischen Sektor (RIAS), der auch in der DDR empfangen werden konnte, berichtete dagegen in ausführlichen Nachrichten über die Vorgänge. Ulbricht und Grotewohl wähnten die Situation noch unter Kontrolle (Fricke 2005: 45).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Kuba „Wie ich mich schäme“: Einführung in die Thematik des Aufstandes vom 17. Juni 1953 anhand eines zeitgenössischen Zitats und Darlegung der Forschungsabsicht.

2. Die Ursachen aus historisch-theoretischer Perspektive: Analyse der politischen und wirtschaftlichen Hintergründe, inklusive der SED-Parteikonferenz, der stalinistischen Politik und der Auswirkungen des „Neuen Kurses“.

3. Der Verlauf des 17. Juni 1953: Schilderung der Ereignisse am 16. Juni als Vorbote und der Eskalation des Aufstandes am 17. Juni sowie der anschließenden gewaltsamen Niederschlagung.

4. Die Folgen und Reaktionen zum 17. Juni 1953: Untersuchung der Auswirkungen auf die DDR-Führung, die Wahrnehmung in der BRD, die Reaktion der westlichen Alliierten und der sowjetischen Besatzungsmacht.

5. Nachbetrachtung: Zur Bedeutung des 17. Juni 1953: Zusammenfassende Einordnung des Ereignisses in die deutsche Geschichte und Reflexion über die Erinnerungskultur.

Schlüsselwörter

17. Juni 1953, DDR, SED, Aufstand, Arbeiteraufstand, Arbeitsnormerhöhung, Ulbricht, Sowjetunion, Kalter Krieg, RIAS, Westbindung, Repression, Sozialismus, Wiedervereinigung, deutsche Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR, seine Ursachen, den konkreten Ablauf sowie die politischen Folgen für alle beteiligten Akteure.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören der Aufbau des Sozialismus in der DDR, die wirtschaftliche Lage, die Rolle der Sowjetunion sowie die gegensätzliche Wahrnehmung des Aufstandes im Osten und Westen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, wie es zu dem Aufstand kam, wie dieser verlief und welche nationalen sowie internationalen Reaktionen er hervorrief, um das Ereignis historisch einordnen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Dokumenten und Sekundärquellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Ursachenanalyse, die Schilderung des Protests am 16. und 17. Juni sowie die detaillierte Betrachtung der Folgen für DDR, BRD, Westmächte und die UdSSR.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie "17. Juni 1953", "DDR", "SED", "Aufstand" und "Kalter Krieg" beschreiben.

Welchen Einfluss hatte der Tod Stalins auf die Situation in der DDR?

Der Tod Stalins hinterließ ein Machtvakuum und Verunsicherung in der SED, was zu einer temporären Phase der Ratlosigkeit und zum später kontraproduktiven "Neuen Kurs" führte.

Warum wird die Rolle des RIAS so kontrovers diskutiert?

Der RIAS informierte die DDR-Bevölkerung als "Stimme der freien Welt", weshalb ihm einerseits eine schlüsselfunktion bei der Ausbreitung des Aufstandes zugeschrieben wird, dessen tatsächliche Bedeutung jedoch historisch umstritten bleibt.

Wie hat sich die Bedeutung des 17. Juni als Gedenktag gewandelt?

Der Tag verlor nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 an Bedeutung, da er zugunsten des 3. Oktobers als Tag der deutschen Einheit in den Hintergrund rückte.

Welche Rolle spielte der "Neue Kurs" bei der Eskalation des Aufstandes?

Die halbherzige Kurskorrektur der SED wurde von der Bevölkerung als Schwäche interpretiert, was den Menschen den Mut gab, ihren Protest gegen die weiterhin bestehende Arbeitsnormerhöhung öffentlich zu äußern.

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Details

Title
17. Juni 1953. Ursachen, Verlauf, Reaktionen
College
University of Würzburg  (Institut für Politikwissenschaft und Soziologie)
Course
Die Geschichte der DDR und der aktuelle Diskurs um ihre Bedeutung
Grade
1,3
Author
Sarah Wenzel (Author)
Publication Year
2014
Pages
19
Catalog Number
V471473
ISBN (eBook)
9783668956902
ISBN (Book)
9783668956919
Language
German
Tags
DDR Diskurs Geschichte Soziologie 17 Juni 1953 Dönhoff Sozialkunde BRD Konflikt Sozialismus Demonstration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Wenzel (Author), 2014, 17. Juni 1953. Ursachen, Verlauf, Reaktionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/471473
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