Die Ziele dieser Arbeit sind die Erläuterung der Notwendigkeit des Managements von Requirements sowie die detaillierte Darstellung der Methode UCD inklusive ihrer Vorzüge als auch ihrer Schwächen. Die Produktentwicklung ist an die Kundenbedürfnisse ausgerichtet. Dies betrifft sowohl Produkt-Neuentwicklungen als auch -Anpassungen. Die Bedürfnisse beziehungsweise Kunden-Anforderungen sind zu identifizieren. Die Identifikation ist notwendig, weil der Kunde nur so das Produkt bekommt, welches er sich wünscht und benötigt. Die schriftliche Dokumentation der Anforderungen stellt die Basis an das zu entwickelnde Produkt dar. Für die Anforderungsidentifikation gibt es verschiedene Methoden, unter anderem aus der Unified Modeling Language (UML). In diesem Assignment wird die UML-Methode "Use-Case-Diagramme" (UCD) betrachtet.
Im Grundlagen-Kapitel werden zunächst die Begriffe Requirement (REQ) und Requirements-Management (RM) erläutert. Hierbei soll auch verdeutlicht werden, wozu RM dient. Ferner wird auf die Herkunft und den Verwendungszweck der UCD sowie die Einordnung in den UML-Methoden eingegangen. Im Hauptteil wird dieser Diagrammtyp im Detail vorgestellt. Zudem werden zwei Beispiel-UCDs entwickelt. Abschließend folgen ein Fazit und ein Ausblick.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Requirement und Requirements-Management
2.2 Herkunft der Use-Case-Diagramme
3 Hauptteil
3.1 Use-Case-Diagramme im Detail
3.2 Beispiele für Use-Case-Diagramme
3.2.1 Führen eines PKW
3.2.2 Bezahl-App für Tankstellen
3.3 Kritische Betrachtung von Use-Case-Diagrammen
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit erläutert die zentrale Bedeutung des Requirements-Management für den Erfolg von Softwareentwicklungsprojekten und untersucht die Rolle von Use-Case-Diagrammen (UCD) als methodisches Instrument zur Anforderungsidentifikation und -visualisierung.
- Grundlagen des Requirements-Engineering und -Management
- Methodische Einordnung von Use-Case-Diagrammen in die UML
- Detaillierte Analyse der Objekt- und Beziehungsmodellierung in UCDs
- Praktische Anwendungsbeispiele (PKW-Steuerung und Bezahl-App)
- Kritische Reflexion der Stärken und Schwächen dieser Modellierungstechnik
Auszug aus dem Buch
3.1 Use-Case-Diagramme im Detail
Ins Deutsche übersetzt bedeutet Use-Case (UC): Anwendungsfall. Er dient der Beschreibung von Requirements (REQ) in grafischer oder textueller Form. Hierbei wird nur das sichtbare äußere Systemverhalten in Bezug zum Akteur betrachtet. Das unsichtbare innere Systemverhalten wird nicht dargestellt. Das System wird als Black-Box betrachtet. „Ein Use Case wird durch ein bestimmtes Ereignis ausgelöst und ausgeführt, um ein Ziel zu erreichen oder ein gewünschtes Ergebnis zu erstellen.“
Fügt man nun die ermittelten UCs, Akteure und Systeme in ein Use-Case-Diagramm (UCD) ein, wird eine Übersicht über das Gesamtsystem und dessen Kontext erstellt. „[UCDs] zeigen die aus einer externen Nutzungssicht wesentlichen Funktionalitäten des betrachteten Systems sowie spezifische Beziehungen der einzelnen Funktionalitäten untereinander bzw. zu Aspekten in der Umgebung des Systems.“ Abbildung 1 enthält die in UCDs verwendeten Objekte, wogegen in Abbildung 2 die Beziehungen zwischen den Objekten dargestellt sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Relevanz der Anforderungsidentifikation für die Produktqualität und steckt den Rahmen für die Untersuchung von Use-Case-Diagrammen ab.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Definitionen von Requirements sowie Requirements-Management und bettet die Use-Case-Diagramme in den Kontext der Unified Modeling Language (UML) ein.
3 Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise und Notation von Use-Case-Diagrammen, illustriert diese anhand konkreter Beispiele und reflektiert kritisch über Grenzen und Komplexität der Modellierung.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Eignung der Methode für den Projektstart und weist auf die Notwendigkeit hin, Stakeholder umfassend in den Ermittlungsprozess einzubeziehen.
Schlüsselwörter
Requirements-Engineering, Requirements-Management, Use-Case-Diagramme, UML, Systemverhalten, Stakeholder, Modellierung, Softwareentwicklung, Anforderungsanalyse, Black-Box, Anwendungsfall, Prozessmodellierung, Systemgrenzen, Projektqualität, Modellierungssprache.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Erfassung und Dokumentation von Kundenanforderungen in der Softwareentwicklung durch den Einsatz von Use-Case-Diagrammen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Requirements-Management, die Grundlagen der UML-Modellierung und die praktische Anwendung sowie kritische Evaluation von Use-Case-Diagrammen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Notwendigkeit eines strukturierten Requirements-Managements aufzuzeigen und die Methode der Use-Case-Diagramme hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile detailliert darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und wendet die Methode der UML-Modellierung anhand praxisnaher Fallbeispiele an.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die detaillierte Syntax der Diagramme, zwei Anwendungsbeispiele (PKW-Steuerung und Bezahl-App) sowie die kritische Reflexion der Modellierungstechnik behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe umfassen Requirements-Engineering, Use-Case-Diagramme, UML, Stakeholder und Systemanalyse.
Warum ist das Requirements-Management für Projekte entscheidend?
Probleme im Requirements-Management sind eine häufige Ursache für das Scheitern von Projekten, da nur eindeutige und widerspruchsfreie Anforderungen ein klares Ziel für das Entwicklungsteam definieren.
Was unterscheidet aktive von passiven Stakeholdern?
Aktive Stakeholder sind direkt am Projekt beteiligt oder betroffen, während passive Stakeholder nur indirekt Einfluss nehmen, etwa durch gesetzliche Rahmenbedingungen oder Verträge.
Wozu dienen «extend» und «include» Beziehungen in einem Use-Case-Diagramm?
«include» dient zur Vermeidung von Dubletten durch Inklusion gemeinsamer Abläufe, während «extend» genutzt wird, um Komplexität zu reduzieren, indem Sonderfälle von Haupt-Anwendungsfällen ausgelagert werden.
Warum wird im Fazit von einer Zergliederung in Teilsysteme gesprochen?
Eine Zergliederung ist notwendig, um bei komplexen Systemen eine drohende Unübersichtlichkeit zu vermeiden und die Verständlichkeit der Diagramme für alle Beteiligten zu wahren.
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- Andree Horch (Author), 2018, Use-Case-Diagramme im Requirements-Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/471103