In der Seminararbeit wird die Fragestellung der Wahl des geeigneten Präsentationsmediums diskutiert vor einem Plenum, welches aus noch studierenden oder bereits studierten Zuhörern besteht. Die Frage erstreckt sich auch darauf, inwieweit das Präsentationsmedium das Lernverhalten von Studenten beeinflusst. Sehr interessant zu betrachten ist es ebenfalls, dass der Lerntyp sich nach Generationen zu gliedern scheint und die klassische Frontalpräsentation nicht mehr die beste Lernvoraussetzung für das mittlerweile studierende Plenum bietet.
Die Themen des Dozierens und Referierens sind, wie man sieht, also auch im Wandel und sollten an einigen Stellen überarbeitet werden, um einen größeren Lernerfolg der Studierenden zu gewährleisten und das Optimum des Einzelnen auch zu fördern. Dies erkennt man an den verschiedenen Lerntypen von Lernenden und deren individuellen Bedürfnissen.
Ziel der Arbeit ist es, die hier gewonnen Erkenntnisse den Dozenten und Referenten als mögliche Unterstützung für deren Vorlesungs- und Vortragsvorbereitung zur Verfügung zu stellen, um für die Studierenden den größtmöglichen Lernerfolg zu schaffen.
Gliederung
1. DIE PRÄSENTATION GESTALTET FÜR STUDENTEN
2. LERNTYPEN
2.1 DIE LERNTYPEN NACH DEM „VARK“ MODELL:
2.1.1 V – Visuell (der visuelle Lerntyp)
2.1.2 A – Aural (der auditive Lerntyp)
2.1.3 R – Read and Write (der Les- und Schreib Lerntyp)
2.1.4 K – Kinesthetic (der kinästhetische Lerntyp)
2.1.5 Multimodal (der mulitmodale Lerntyp)
2.2 LERNTYPEN VON STUDENTEN UND EHEMALIGEN STUDENTEN
3. PRÄSENTATIONSMEDIEN IM ÜBERBLICK
4. LERNTYP VS. MEDIUM – EINE EFFEKTIVE MISCHUNG MACHT'S
5. DIE PRÄSENTATION ALS REFERENT
5.1 DIE 7-SCHRITTE METHODE VON ALEXANDER PLATH (PLATH, 2019)
5.2 SOFT SKILLS BEIM PRÄSENTIEREN
6. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht, inwiefern die gezielte Wahl von Präsentationsmedien das Lernverhalten von Studierenden beeinflusst. Ziel ist es, Dozenten und Referenten fundierte Erkenntnisse an die Hand zu geben, um durch eine mediale Anpassung an die individuellen Lerntypen der Zielgruppe den Lernerfolg in Lehrveranstaltungen zu maximieren.
- Analyse verschiedener Lerntypen gemäß dem VARK-Modell
- Evaluation des Einflusses von Präsentationsmedien auf den Lernerfolg
- Vergleich zwischen digitalen und analogen Lernformen
- Erarbeitung effektiver Methoden zur mediengestützten Wissensvermittlung
- Identifikation relevanter Soft Skills für Referenten
Auszug aus dem Buch
2.1.4 K – Kinesthetic (der kinästhetische Lerntyp)
„This modality refers to the “perceptual preference related to the use of experience and practice (simulated or real).” Although such an experience may invoke other modalities, the key is that people who prefer this mode are connected to reality, either through concrete personal experiences, examples, practice or simulation. Movies and videos are often more appropriate for this category as they often depict real life.“ (Fleming, 2006)
Der kinästhetische Lerntyp wird meist mit „Learning by doing“ beschrieben. Er muss etwas erleben oder praktizieren, egal ob real oder simuliert, damit er die Informationen vollständig versteht und abspeichert. Hilfreich sind ihm auch Praxisbeispiele oder Erzählungen von erlebtem. Als Beispiel hierzu: Ein Dozent in einer Rettungsdienstausbildung erklärt den Herzinfarkt anhand eines vergangenen Einsatzes, den er selbst erlebte und kann so den Auszubildenden praxisnah ein Beispiel zeigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. DIE PRÄSENTATION GESTALTET FÜR STUDENTEN: Einführung in die Relevanz der Lerntyp-orientierten Wissensvermittlung und Begründung der Themenwahl.
2. LERNTYPEN: Theoretische Darstellung des VARK-Modells und Analyse der verschiedenen Lernpräferenzen sowie deren Verteilung unter Studierenden.
3. PRÄSENTATIONSMEDIEN IM ÜBERBLICK: Überblick über gängige Präsentationstechniken und deren Nutzung im akademischen Kontext.
4. LERNTYP VS. MEDIUM – EINE EFFEKTIVE MISCHUNG MACHT'S: Untersuchung, welche Medien sich optimal für die verschiedenen Lerntypen eignen und wie ein Medienwechsel den Lernerfolg steigert.
5. DIE PRÄSENTATION ALS REFERENT: Vorstellung der 7-Schritte-Methode nach Plath sowie Erläuterung wichtiger Soft Skills für eine erfolgreiche Präsentation.
6. FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für Dozenten zur Optimierung der Lehre.
Schlüsselwörter
VARK-Modell, Lerntypen, Präsentationsmedien, Lernerfolg, Didaktik, Wissensvermittlung, digitale Medien, Soft Skills, 7-Schritte-Methode, Studenten, Lernverhalten, Medienwechsel, Präsentationstechnik, akademische Lehre, visuelles Lernen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Wahl des Präsentationsmediums an die individuellen Lerntypen von Studierenden angepasst werden kann, um den Lernerfolg zu steigern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Lerntyp-Theorie nach VARK, der Wirkung verschiedener Präsentationsmedien und der praktischen Anwendung von Präsentationsmethoden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Dozenten ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse ihrer studentischen Zielgruppe zu vermitteln und konkrete Empfehlungen für eine effektive mediale Gestaltung von Vorträgen zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Umfragedaten (VARK-Test und statistische Daten zur Mediennutzung), um eine Verbindung zwischen Lerntypen und Medieneinsatz herzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Lerntypen, die Analyse der Medienlandschaft in der Lehre, die Verknüpfung von Medientypen mit Lernstilen sowie praktische Anleitungen für Referenten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Lerntypen, VARK-Modell, Präsentationsmedien, Lernerfolg und didaktische Methoden definieren.
Warum ist der kinästhetische Lerntyp besonders fordernd für Referenten?
Da dieser Typ am besten durch praktisches Erleben und realitätsnahe Praxisbeispiele lernt, muss der Referent den Inhalt aktiv veranschaulichen und eine Verbindung zur tatsächlichen Praxis herstellen.
Welche Bedeutung hat der Medienwechsel laut dieser Arbeit?
Ein gezielter Medienwechsel wird als vorteilhaft bewertet, da er die Aufmerksamkeit der Zuhörer aufrechterhält, verschiedene Sinneskanäle anspricht und somit ein breiteres Spektrum an Lerntypen bedient.
- Quote paper
- Christopher Schertz (Author), 2019, Präsentationsmedien und die unterschiedlichen Lerntypen. Welches Präsentationsmedium geht am besten auf Studierende ein?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/470192