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Instrumentalisierung der Raumsemantik in Greenpeace Werbespots

Title: Instrumentalisierung der Raumsemantik in Greenpeace Werbespots

Research Paper (postgraduate) , 2019 , 42 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Christina Haupt (Author)

Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media

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Summary Excerpt Details

Es ist das Bestreben der vorliegenden Arbeit folgende Fragen zu beantworten: Wie werden semantische Architekturräume in zwei Internetwerbespots der Non-Profit-Organisation Greenpeace dargestellt und auf welche Weise werden sie zur Vermittlung einer Botschaft instrumentalisiert? Welche Rolle spielt in Bezug darauf die Konstruktion von semantischen Räumen, Oppositionsräumen und Grenzüberschreitungen? Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Raum-Begriff im semantischen Sinne als topologisches und topographisches Modell der Diegese, also der im Werbespot dargestellten Wirklichkeit, verstanden wird.

"Die Vorstellung vom Kunstwerk als einem in gewisser Weise abgegrenzten Raum, der in seiner Endlichkeit ein unendliches Objekt – die im Verhältnis zum Kunstwerk äußere Welt – abbildet, lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das Problem des künstlichen Raums." Mit diesen Worten beginnt Jurij Lotmans vielzitierte Einführung in das semantische Modell künstlicher Räume. Die von Lotman beschriebene Kernproblematik ist hierbei auf jegliche Art endlichen Textes anwendbar, welcher die extradiegetische Realität thematisiert. Insbesondere die Gattung der Werbespots bedient sich künstlicher Räume und deren Wirkung zur Beeinflussung der Rezipienten. Dabei spielt gerade in Fällen, in denen kein materielles Produkt beworben wird, die Semantik des diegetischen Raumes eine ausschlaggebende Rolle.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Funktionalisierung der Raumsemantik zur Botschaftsvermittlung der Organisation Greenpeace anhand zweier Beispiele

2.1 Werbespot Rang-Tan: the story of dirty palm oil (2018)

2.1.1 Das ‚Kinderzimmer‘ als semantischer Raum

2.1.2 Inszenierung der ersten Grenzüberschreitung

2.1.3 Zugang zu einem neuen semantischen Raum

2.1.4 Der Oppositionsraum ‚Regenwald‘ und Darstellung der zweiten Grenzüberschreitung

2.1.5 Rückführung in das Kinderzimmer und abstrakte Grenzüberschreitung

2.1.6 Semantisierte Räume zur Bewerbung eines immateriellen Produkts

2.2 Werbespot LEGO: Everything is NOT awesome (2014)

2.2.1 Darstellung des Ursprungsraums ‚Arktis‘

2.2.2 Grenzüberschreitung und Raumveränderung/-zerstörung

2.2.3 Die Raumtransformation zur Vermittlung der Produktbotschaft

2.3 Vergleich der beiden Werbespots in Bezug auf die Raumsemantik

3. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie semantische Architekturräume in zwei Internetwerbespots der Non-Profit-Organisation Greenpeace instrumentalisiert werden, um Botschaften zu vermitteln und Rezipienten zu beeinflussen. Dabei wird analysiert, welche Rolle die Konstruktion von semantischen Räumen, Oppositionsräumen und Grenzüberschreitungen spielt, um durch die Inszenierung der diegetischen Wirklichkeit eine Wirkung auf die extradiegetische Realität der Betrachter zu erzielen.

  • Analyse der Raumsemantik in Greenpeace-Werbespots
  • Untersuchung von Grenzüberschreitungen und deren narrativer Funktion
  • Instrumentalisierung von Architekturräumen zur Botschaftsvermittlung
  • Vergleich der Werbespots "Rang-Tan" und "LEGO: Everything is NOT awesome"
  • Einsatz von semiotischen Modellen nach Lotman

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Das ‚Kinderzimmer‘ als semantischer Raum

Der erste topographische Raum der zeichentrickhaft dargestellten Welt stellt zugleich einen semantischen Raum dar. Die einführende Einstellung des Werbespots zeigt ein kleines Mädchen in einem rosafarbenen Holzbett sitzend (vgl. Abb. 1). Im Hintergrund ist erkennbar, dass es sich um einen geschlossenen Raum handelt, da die tapezierten Wände des Zimmers sowie die Decke, von der eine gelbe Lampe hängt, zu sehen sind. Zudem sind zwei stark vereinfachte Kinderzeichnungen an einer der Wände befestigt. Am Fußende des Bettes hängt ein Kleiderhaken mit einem hellblauen Kleidchen. Die zeichentrickartige Figur des kleinen Mädchens trägt ein türkisblaues Oberteil mit kräftigen gelben Streifen an Kragen und Ärmeln und einen rosafarbenen Rock, der unterhalb der Brust zusammengebunden ist. Die Figur ist im Sinne des Kindchen- sowie Augenschemas gestaltet, da sie über einen überproportional großen runden Kopf, große braune Augen mit stark geweiteter runder Pupille und Lichtfleck verfügt.

Im Gegensatz dazu sind Nase, Mund und Gliedmaßen verhältnismäßig klein bzw. kurz und weniger detailliert gezeichnet. Mit der rechten Hand stützt sich das Mädchen an einem Pfeiler des Bettes auf, mit der Linken greift es in die Bettdecke. Die Mimik und Gestik der Figur lassen darauf schließen, dass das Kind sich verwundert nach vorn lehnt, um einen besseren Blick auf etwas weiter unten im Raum Liegendes zu bekommen. Fügt man nun diese primären Beobachtungen zusammen, so liegt es nahe, den dargestellten Ort mit einem ‚Kinderzimmer‘ zu assoziieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Problematik künstlicher Räume in der Werbung und Darlegung der zentralen Fragestellung der Untersuchung.

2. Funktionalisierung der Raumsemantik zur Botschaftsvermittlung der Organisation Greenpeace anhand zweier Beispiele: Analyse der räumlichen Gestaltung in den zwei ausgewählten Werbespots zur Vermittlung politischer Botschaften.

2.1 Werbespot Rang-Tan: the story of dirty palm oil (2018): Detaillierte Untersuchung des Raums ‚Kinderzimmer‘, der Grenzüberschreitungen und des Oppositionsraums ‚Regenwald‘.

2.1.1 Das ‚Kinderzimmer‘ als semantischer Raum: Beschreibung der Ausstattung und der atmosphärischen Wirkung des ersten Raumes.

2.1.2 Inszenierung der ersten Grenzüberschreitung: Untersuchung des narrativen Ereignisses, das die ursprüngliche Ordnung des Raumes stört.

2.1.3 Zugang zu einem neuen semantischen Raum: Analyse der Überblendung und des Wechsels der Wahrnehmungsebene im Spot.

2.1.4 Der Oppositionsraum ‚Regenwald‘ und Darstellung der zweiten Grenzüberschreitung: Analyse der anthropomorphisierten Darstellung des Regenwaldes als Gegenraum.

2.1.5 Rückführung in das Kinderzimmer und abstrakte Grenzüberschreitung: Untersuchung der veränderten Raumwahrnehmung bei der Rückkehr des Mädchens und des Affen.

2.1.6 Semantisierte Räume zur Bewerbung eines immateriellen Produkts: Auswertung der abschließenden, direkt appellierenden Werbebotschaften.

2.2 Werbespot LEGO: Everything is NOT awesome (2014): Analyse der Arktis-Inszenierung mittels Legosteinen und der Einbettung popkultureller Referenzen.

2.2.1 Darstellung des Ursprungsraums ‚Arktis‘: Beschreibung der künstlichen, aus Spielzeug konstruierten Welt und deren positiver Konnotation.

2.2.2 Grenzüberschreitung und Raumveränderung/-zerstörung: Untersuchung der Zerstörung des Raums durch eindringendes Öl als Metapher.

2.2.3 Die Raumtransformation zur Vermittlung der Produktbotschaft: Analyse der inhaltlichen Zusammenführung von Arktis, Shell-Kritik und Greenpeace-Appell.

2.3 Vergleich der beiden Werbespots in Bezug auf die Raumsemantik: Zusammenfassende Gegenüberstellung der Raumgestaltungen und der daraus abgeleiteten Werbewirkung.

3. Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der Erkenntnisse zur strategischen Nutzung semantischer Räume in der Greenpeace-Kampagnenführung.

Schlüsselwörter

Raumsemantik, Greenpeace, Werbespot, Diegese, Grenzüberschreitung, Architekturräume, Oppositionsraum, Werbesprache, Semiotik, Narratologie, Content Marketing, Bildanalyse, Fiktionale Räume, Kindchenschema, Umweltschutz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Greenpeace in zwei speziellen Werbespots mittels der Gestaltung semantischer Räume und deren gezielter Zerstörung bzw. Veränderung Botschaften vermittelt und die Rezipienten zu einer bestimmten Handlung mobilisiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themenfelder sind die semiotische Filmanalyse, insbesondere die Raumtopologie nach Jurij M. Lotman, die Analyse narrativer Strukturen sowie die Wirksamkeit von Symbolik und Metaphorik in Non-Profit-Werbung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, wie semantische Architekturräume in zwei Internetwerbespots dargestellt werden, welche Rolle die Konstruktion von Oppositionsräumen und Grenzüberschreitungen dabei spielt und wie diese zur Vermittlung der Greenpeace-Botschaft instrumentalisiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der semiotischen Filmanalyse. Dabei werden die bildsprachlichen Elemente und die Raumsemantik der Werbespots auf Grundlage narratologischer Modelle (insbesondere von Lotman und Titzmann) dekonstruiert und interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der beiden Werbespots "Rang-Tan" (2018) und "LEGO: Everything is NOT awesome" (2014). Er umfasst die Raumbeschreibungen, die Untersuchung der Metaereignisse und Grenzüberschreitungen sowie den abschließenden Vergleich der beiden Fälle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Raumsemantik, Grenzüberschreitung, diegetische Welt, Werbekampagnen, Semiotik, Oppositionsraum und narrative Struktur charakterisieren.

Wie unterscheiden sich die Räume in den beiden untersuchten Werbespots?

In "Rang-Tan" wird eine Grenze zwischen dem "Kinderzimmer" (innen) und dem "Regenwald" (außen) konstruiert, während beim LEGO-Spot eine Metamorphose eines einzigen Raumes (Arktis) durch das Eindringen des Öls stattfindet.

Welche Rolle spielt die "Grenzüberschreitung" für die Werbebotschaft?

Die Grenzüberschreitung fungiert als zentrales narratives Ereignis. Sie markiert den Bruch mit der ursprünglichen, "heilen" Ordnung und visualisiert durch die Zerstörung des Raumes die Dringlichkeit der Greenpeace-Botschaft, etwa durch die Invasion des Öls in die LEGO-Welt.

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Details

Title
Instrumentalisierung der Raumsemantik in Greenpeace Werbespots
College
University of Passau  (Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Mediensemiotik)
Course
Produkte als Botschaften
Grade
1,00
Author
Christina Haupt (Author)
Publication Year
2019
Pages
42
Catalog Number
V470123
ISBN (eBook)
9783668989979
ISBN (Book)
9783668989986
Language
German
Tags
Greenpeace Media Werbung Semiotik Raumsemantik Architektur Werbespot NGO Semantik Medien und Kommunikation Narration Lotman Grenzüberschreitung Raumtheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Haupt (Author), 2019, Instrumentalisierung der Raumsemantik in Greenpeace Werbespots, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/470123
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