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Kompetenz zum Konsumieren? Konstruktiver Verbraucherschutz durch Kommunikation

Titel: Kompetenz zum Konsumieren? Konstruktiver Verbraucherschutz durch Kommunikation

Diplomarbeit , 2005 , 141 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Julia Eichhorn (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Auch wenn mit der Umstrukturierung der deutschen Verbraucherpolitik anlässlich der BSE-Krise, die zum Jahreswechsel 2000/ 2001 zur Neugründung des Ministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) führte, große
Versprechungen hinsichtlich einer kompletten Neu-Orientierung des deutschen Verbraucherschutzes gemacht wurden, hat sich auf diesem Gebiet bislang wenig bewegt. Bei der Umsetzung der „neuen Verbraucherpolitik“ orientiert man sich vor allem an zwei grundlegenden Verbraucherrechten [vgl. Reisch 2003, 11]:
-Recht auf Sicherheit von Leben und Gesundheit und
-Recht auf Information.
Die moderne Verbraucherpolitik basiert damit auf den Prinzipien „Vorsorge“ und „Chancen- und Waffengleichheit“ [vgl. Müller 2001, 11]. Unter dem Leitbild des „Nachhaltigen Konsums“, das auch in die Verbraucherpolitik Eingang gefunden hat, stehen diesen Rechten aber auch Pflichten der Konsumenten gegenüber, da vor allem sie durch ihr Verhalten für die Umsetzung dieses Konzeptes in der Verantwortung stehen. Man macht sich das Prinzip der „Mitweltverantwortung durch erfahrenen Schutz“ zu Eigen, bei dem die Gewährleistung von Schutz als Grunderfahrung angesehen wird, aus der heraus Verantwortung übernommen werden kann [vgl. BMVEL 2003, 24]. Indem der Konsument also vor Sicherheits- und Gesundheitsrisiken staatlich geschützt wird, kann er in anderen Bereichen verantwortlich und eigenständig handeln. Das neue Leitbild zeichnet Verbraucher, die als aktive Partner im Marktgeschehen sowohl ein Recht auf Schutz haben und die Möglichkeit zur Gegenwehr brauchen, sich aber zugleich den Auswirkungen ihrer Konsumhandlungen bewusst sind und Mitverantwortung für künftige ökologische und soziale Entwicklungen übernehmen [vgl. Müller 2001, 11]. Obwohl der „Aktionsplan Verbraucherschutz“ des BMVEL ankündigt, sich zur Realisation dieses Leitbildes neben gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen um die Stärkung der Position des Einzelnen zu bemühen [vgl. BMVEL 2003, 4] und auch die Selbstdarstellung im Internet die „Förderung der Selbstbestimmung der Verbraucher“ als Grundsatz propagiert [vgl. BMVEL], ist von diesem Vorsatz bisher wenig zu merken. Vorherrschend kommen restriktive „Behütungsmaßnahmen“ zum Einsatz, die Schäden von den Konsumenten abhalten wollen, anstatt sie zu eigenverantwortlich handelnden Verbrauchern auszubilden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Aktuelle Situation im deutschen Verbraucherschutz

1.2 Begriffsbestimmung/ Abgrenzung des Forschungsraumes

2. Determinanten des Konsumverhaltens

2.1 Forschungsgegenstand der Konsumentenforschung

2.2 Psychische intrapersonale Faktoren

2.2.1 aktivierende Prozesse

2.2.2 kognitive Prozesse

2.2.3 individuelle Determinanten

2.3 Umweltfaktoren

2.3.1 soziale Umwelt

2.3.2 Medienumwelt

2.4 Fazit: Abschied vom „homo oeconomicus“

3. Konsumrisiken

3.1 Konsumschäden für den Konsumenten

3.2 Konsumschäden für Umwelt und Geselllschaft

3.3 Der ausgelieferte Verbraucher: Manipulation des Konsumentenverhaltens durch die Anbieter?

3.4 Fazit: Konsumkompetenz als konstruktiver Ausweg

4. Definition von Konsumkompetenz

4.1 Kompetentes Informationsverhalten

4.2 Fähigkeit zur kritischen Bedarfsreflexion

4.3 Einstellungen in Verhalten umsetzen

4.4 Mitgestaltung der sozialen Umwelt durch Partizipation

4.5 Fazit: Konsumkompetenz kann kommunikativ gefördert werden – nur wie?

5. Herausforderung einer Gemeinschaftsaufgabe: Die Vermittlung von Konsumkompetenz

5.1 Klassische Maßnahmen des institutionellen Verbraucherschutzes

5.2 Aktiver Verbraucherschutz durch innovative Kommunikationsmaßnahmen

5.2.1 Sensibilisierung und Schaffung von Problembewusstsein

5.2.2 Wissensvermittlung durch Risikokommunikation

5.2.3 Einstellungsbildung

5.2.4 Mobilisierung zum Verhalten

5.2.4.1 Empowerment - Stärkung des Machtgefühls der Verbraucher

5.2.4.2 Mobilisierung mittels der Massenmedien

5.2.4.3 Motivation durch Rahmenbedingungen

5.3 Konsumkompetenz als Unternehmensziel

5.4 Anforderungen an Kommunikation im Verbraucherschutz

5.4.1 realistisches Verbraucherleitbild

5.4.2 zielgruppenspezifische Ansprache

5.4.3 Orientierung an sozialtechnischen Regeln

5.4.4 mediengerechte Informationsvermittlung

5.4.5 Internetkommunikation

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist die Beantwortung der Frage, inwieweit ein selbstverantwortliches Verbraucherverhalten im Rahmen der Realität des Konsumentenverhaltens möglich ist und wie im Verzicht auf restriktive Maßnahmen ein umwelt- und selbstverträgliches Verhalten kommunikativ gefördert werden kann. Die Arbeit untersucht hierbei die Potentiale von staatlicher Verbraucherpolitik, nicht-institutionellen Bewegungen und Unternehmen.

  • Analyse der Determinanten des Konsumentenverhaltens
  • Identifikation von Risiken der modernen Konsumgesellschaft
  • Definition von Konsumkompetenz als Schlüsselkompetenz
  • Entwicklung innovativer Kommunikationsstrategien für den Verbraucherschutz
  • Bedeutung von Empowerment und Partizipation

Auszug aus dem Buch

3.1 Konsumschäden für den Konsumenten

Trotz des derzeit in den Industrieländern sehr hohen qualitativen Standards des Produktangebotes [vgl. Kroeber-Riel/Esch 2000, 20] kann Konsum gesundheitsschädigende Folgen haben, und das nicht nur in den bekannten Fällen aus dem Lebensmittelbereich. Auch in Möbeln, Farben, Kleidung oder anderen Gebrauchsgegenständen können gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten sein. Vermeiden lassen sich diese Risiken nur, insofern der Konsument über sie informiert ist, was der Risikokommunikation von Anbietern und speziell den Medien eine Schlüsselrolle zuweist. Andererseits könnten viele Risiken auch gemieden werden, indem Konsumenten selbst gezielter nach Informationen suchen und aufmerksamer und kritischer konsumieren.

Viele als problematisch bekannte Stoffe können allein durch die Auswahl der „richtigen Produkte“ durchaus umgangen werden. Dies ist zum einen eine Frage der Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen durch Produktkennzeichnung, aber andererseits auch vom Informationsverhalten der Konsumenten abhängig. So sind zum Beispiel gentechnisch veränderte Lebensmittel mit einer neuen Gesetzgebung kennzeichnungspflichtig. Wer diesem Gesundheitsrisiko entgehen will, welches wissenschaftlich zwar nicht erwiesen, aber durchaus möglich ist, kann dies durch ein entsprechendes Informations- und Nachfrageverhalten praktisch realisieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Beleuchtung der aktuellen Situation im deutschen Verbraucherschutz und Abgrenzung des Forschungsraumes.

2 DETERMINANTEN DES KONSUMVERHALTENS: Analyse der psychischen, intrapersonalen und umweltbedingten Faktoren, die menschliches Verhalten und Konsum steuern.

3 KONSUMRISIKEN: Untersuchung der Risiken für Konsumenten, Umwelt und Gesellschaft in der modernen Konsumgesellschaft.

4 DEFINITION VON KONSUMKOMPETENZ: Herleitung von Konsumkompetenz als Fähigkeit für eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Handeln.

5 HERAUSFORDERUNG EINER GEMEINSCHAFTSAUFGABE: DIE VERMITTLUNG VON KONSUMKOMPETENZ: Darstellung konkreter Wege und innovativer Kommunikationsmaßnahmen zur Förderung von Konsumkompetenz durch verschiedene Akteure.

6 FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse und Forderungen für eine zukunftsorientierte Verbraucherschutzkommunikation.

Schlüsselwörter

Konsumkompetenz, Verbraucherschutz, Konsumentenverhalten, Kommunikation, Nachhaltigkeit, Empowerment, Medienwirkung, Risikokommunikation, Marktkommunikation, Eigenverantwortung, Konsumrisiken, Sozialtechniken, Partizipation, Zielgruppenansprache, Konsumgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Verbraucher durch gezielte Kommunikation zu eigenverantwortlichem und nachhaltigem Handeln befähigt werden können, anstatt lediglich durch restriktive staatliche Maßnahmen geschützt zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Konsumentenforschung, die Analyse von Konsumrisiken, die Definition von Konsumkompetenz sowie die Entwicklung innovativer Kommunikationsstrategien im Verbraucherschutz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Konsumenten durch die Vermittlung von Kompetenzen (Informationsverhalten, Bedarfsreflexion, Partizipation) in die Lage versetzt werden können, Risiken der Konsumgesellschaft eigenständig zu managen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Herangehensweise, die Erkenntnisse der Konsumentenforschung, der Medienpsychologie und der Verbraucherpolitik verknüpft, um praxisorientierte Anforderungen an Kommunikationsmaßnahmen abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Einflussfaktoren auf das Konsumverhalten, diskutiert Konsumrisiken für Mensch und Umwelt, definiert den Begriff Konsumkompetenz und erarbeitet Anforderungen an eine moderne Verbraucherschutzkommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Konsumkompetenz, Empowerment, Verbraucherschutzkommunikation, Nachhaltigkeit und das Ziel eines selbstverantwortlichen Konsumenten.

Warum kritisiert die Autorin den "homo oeconomicus"?

Sie kritisiert das veraltete Leitbild eines rein rational handelnden Konsumenten, da dieses an der Realität des menschlichen Alltagsverhaltens, das stark durch Emotionen, Habitualisierung und begrenzte Informationskapazitäten geprägt ist, vorbeigeht.

Welche Rolle spielen NGOs im Verbraucherschutz?

NGOs fungieren als mediale Akteure, die durch Inszenierungen und Protestaktionen (z.B. Contra-Artikulation) Druck auf Unternehmen ausüben können, um Verbraucherinteressen zu artikulieren und auf Missstände aufmerksam zu machen.

Ende der Leseprobe aus 141 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kompetenz zum Konsumieren? Konstruktiver Verbraucherschutz durch Kommunikation
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)
Note
sehr gut
Autor
Julia Eichhorn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
141
Katalognummer
V46876
ISBN (eBook)
9783638439626
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kompetenz Konsumieren Konstruktiver Verbraucherschutz Kommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Eichhorn (Autor:in), 2005, Kompetenz zum Konsumieren? Konstruktiver Verbraucherschutz durch Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/46876
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