Diese Arbeit beschäftigt sich im Kontext der Wissenschaftsproblematik mit den Unterschieden der qualitativen und quantitativen Forschungsrichtung. Dabei werden folgende Fragestellungen behandelt: Welche konkreten Einsatzbereiche erweisen sich als angemessenes Fundament für das statistische Auswerten und Inhaltsanalyse? Welche unterliegen den empirischen Kompetenzen?
Jede Wissenschaft hat eine gewisse theoretische Aufgabenstellung; anders formuliert, eine Wissenschaftstheorie. Dies scheint etwas ambivalent zu sein: eine Wissenschaft, die sich selbst als Objekt betrachtet und untersucht. Dennoch existiert curricular betrachtet ein gemeinsamer Touchpoint, der die Wissenschaftstheorie selbstreflexiv und disziplinübergreifend erklärt. Der geschärfte Blick wird in dieser Arbeit demzufolge auf diesen Zusammenhang gelenkt, um feststellen zu können, dass die Wissenschaftsregeln durch elaborierte Methoden funktionieren, deren graduelle Unterschiede zu Fundamentaldebatten in der Wissenschaftstheorie führen. Der Einblick in diese Untersuchungsmodelle, die sich als quantitativ und qualitativ bezeichnen, lässt den Eindruck entstehen, dass die Substanz und die Methode des Faches gar nicht so isoliert voneinander sind und, dass die Meinungsverschiedenheiten der qualitativen und quantitativen Apologeten sich sogar zu einem positiven Nebeneffekt entwickeln könnten.
Die naturwissenschaftlichen Traditionen stellen das menschliche Handeln und somit das ganze sozialwissenschaftliche System in den Schatten, weil sie dem natürlichen Ursache/Wirkung- Prinzip unterliegen; sie lassen sich somit wissenschaftlich vorhersagen im Gegensatz zu den sozialwissenschaftlichen Errungenschaften, bei denen der Mensch als Hauptakteur zielgerichtet handelt. Daraus wird ersichtlich, dass sich erst bei mehrfachen Beobachtungen eine gewisse Systematik herauskristallisieren lässt. Diese diverse Matrix verlangt diverse Forschungsmethoden in ihrem System; diese versprechen jedoch keine hundertprozentige Verifizierung, aber eine Falsifizierung. Dies unterliegt, gemäß der Feststellung für diese Arbeit, einem wissenschaftlichen Aspekt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen des theoretischen Forschungstriebes
3. Untersuchungsmodell als Darstellung der wissenschaftlichen Datenmatrix
3.1 Bedingungsrahmen der quantitativen Forschung
3.2 Qualitative Interpretation in Dialektik der Wissenschaft
4. Der „kritische Geist“ der Theorien und Hypothesen – oder Quantität vs. Qualität
5. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis und das Zusammenspiel zwischen qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden innerhalb der Wissenschaftstheorie, um ein besseres Verständnis für deren Anwendung und wissenschaftliche Aussagekraft zu entwickeln. Ziel ist es, die vermeintliche Isolation der beiden Ansätze zu hinterfragen und ihr Potenzial für eine komplementäre Forschungspraxis aufzuzeigen.
- Wissenschaftstheoretische Grundlagen und methodologische Ansätze
- Strukturierung und Anwendung quantitativer Methoden
- Die Rolle des Forschers und qualitative Interpretationsprozesse
- Vergleichende Analyse von Qualität und Quantität in der Forschung
- Integration beider Ansätze für eine fundierte soziale Erkenntnisgewinnung
Auszug aus dem Buch
3. Untersuchungsmodell als Darstellung der wissenschaftlichen Datenmatrix
Die Methoden des Fachs sind mit einer Tonleiterübung bei den Klavierspielen zu vergleichen: Lässt man dieses Vorspiel weg, fehlt ein wichtiges Werkzeug für die Qualifikationsimplementierung, und deshalb werden die Inhalte in das Wissenssystem nicht einbezogen (vgl. Burzan, 2015, S. 7). Deswegen stehen die Inhalte und die Methoden in solch einem Bündnis und dienen der Illustration der wissenschaftlichen Datenmatrix. Der Prozess der methodologischen Untersuchung fühlt der Theorie des Forschungsfeldes sozusagen „auf den Zahn“, sodass festgestellt werden kann, dass gerade die Zusammenarbeit der Substanz und deren Beobachtung sehr spannend sein kann.“ Nun konnte man argumentieren, dass nicht alle Sozialwissenschaftlerinnen selbst empirisch forschen wollen bzw. müssen“ (Burzan, 2015, S. 7). Ausschlaggebend für die jeweiligen Herangehensweisen der Untersuchungen sind einige kompetente Vorstufen, und zwar: das Verstehen der vorhandenen Problematik und die Fähigkeit des kritischen Beurteilens betreffend. Diese Auseinandersetzungen der qualitativen und quantitativen Apologeten können sich zu einem positiven Nebeneffekt entwickeln in der Form, die professionelle Unsicherheit und gewisse Illusionen eines Forschers zu beseitigen. Das Kernziel dabei bleibt jedoch die Datenerfassung und die Implementierung in unser Wissenssystem.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Das Kapitel führt in das menschliche Streben nach Wissen ein und thematisiert die wissenschaftstheoretische Ambivalenz bei der Untersuchung von Wissenschaft durch sich selbst.
2. Grundlagen des theoretischen Forschungstriebes: Hier wird der historische Kontext der naturwissenschaftlichen Ursache-Wirkungs-Logik erläutert und deren Einfluss auf die sozialwissenschaftliche Theoriebildung kritisch hinterfragt.
3. Untersuchungsmodell als Darstellung der wissenschaftlichen Datenmatrix: Dieses Kapitel vergleicht methodische Herangehensweisen mit einer „Tonleiterübung“ und betont die Notwendigkeit, Substanz und Beobachtung im Forschungsprozess zu verbinden.
3.1 Bedingungsrahmen der quantitativen Forschung: Der Fokus liegt hier auf dem Zahlenwertsystem, der deduktiven Logik und der statistischen Auswertung zur Beschreibung sozialer Wirklichkeit.
3.2 Qualitative Interpretation in Dialektik der Wissenschaft: Das Kapitel beleuchtet die aktive Rolle des Forschers und die zirkuläre Logik qualitativer Forschung im Kontext von Authentizität und Verstehen.
4. Der „kritische Geist“ der Theorien und Hypothesen – oder Quantität vs. Qualität: Es erfolgt eine tabellarische Gegenüberstellung der beiden methodischen Richtungen hinsichtlich ihrer Logik, Modellbildung und Erkenntnisziele.
5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass eine Trennung der Methoden oft künstlich wirkt und ein integrierter „Methodenmix“ für die moderne Wissenschaftstheorie essenziell ist.
Schlüsselwörter
Wissenschaftstheorie, quantitative Forschung, qualitative Forschung, Erkenntnissystem, Datenmatrix, Deduktion, Induktion, empirische Forschung, Forschungsmethoden, soziale Realität, Wissenschaftsregeln, Theoriebildung, Methodik, Forschungslogik, Sozialwissenschaften.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Wissenschaftstheorie und dem methodischen Vergleich zwischen quantitativen und qualitativen Forschungsansätzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Unterscheidung der Forschungslogiken, die Rolle des Forschers sowie die Anwendbarkeit von Methoden in Abhängigkeit vom Forschungsziel.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, dass qualitative und quantitative Methoden nicht isoliert, sondern als komplementäres Zusammenspiel in der empirischen Forschung betrachtet werden sollten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und vergleichende Analyse sowie die Auseinandersetzung mit der Fachliteratur namhafter Autoren wie Nicole Burzan und Uwe Flick.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Fundamente, die spezifischen Datenmatrix-Konzepte der Quantität sowie die interpretativen, zirkulären Prozesse der qualitativen Forschung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Wissenschaftstheorie, Deduktion, Induktion, Datenmatrix, Methodenmix und soziale Wirklichkeit.
Warum ist das "Ursache-/Wirkungs-Prinzip" für die Sozialwissenschaften problematisch?
Da der Mensch als Hauptakteur zielabsichtlich handelt und nicht rein deterministisch, lässt sich sein Verhalten schwerer vorhersagen als physikalische Prozesse.
Was bedeutet die Metapher „professioneller Fremder“ im Kontext der qualitativen Forschung?
Sie beschreibt die Notwendigkeit einer gewissen Distanz oder Abstraktion des Forschers von der Routine, um das soziale Phänomen unvoreingenommen und authentisch zu erfassen.
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- Pia Dax (Author), 2017, Meilensteine der Wissenschaftstheorie. Was sind die Unterschiede der Quantitativen und Qualitativen Forschung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/468265