Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der elternbezogenen Trauerbegleitung in einem Kinderhospiz. Die Hausarbeit ist so aufgebaut, dass erst die Begrifflichkeiten Tod, Kinderhospiz und Trauerbegleitung / Trauerarbeit definiert werden. Im darauf folgenden Kapitel wird das Kinderhospiz mit den Zielen und Aufgaben, Leitlinien und den stationären und ambulanten Kinderhospizen beschrieben. Im vierten Kapitel wird die Trauerbegleitung näher beschrieben mit den Unterpunkten die Trauerarbeit vor und nach dem Tod und der Beerdigung. Daraufhin folgt ein Kapitel über die Soziale Arbeit im Kinderhospiz, die Aufgaben von Sozialarbeiter*innen, das Konzept Empowerment im Kinderhospiz und die Adressaten der Sozialen Arbeit im Kinderhospiz.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Tod
2.2 Kinderhospiz
2.3 Trauerbegleitung / Trauerarbeit
3. Kinderhospizarbeit
3.1 Ziele und Aufg
3.2 Leitli
3.3 Ambulante und Stationäre Kinderhos
4. Trauerarbeit mit den Eltern
4.1 Trauerarbeit vor und nach dem Tod
4.2 Die Rolle der Beerdigung
5. Soziale Arbeit im Hospiz
5.1 Soziale Arbeit im Kinderhospiz
5.2 Empowerment im Kinderhospiz
5.3 Sozialarbeiter*in in einem Kinderhospiz
5.4 Adressaten
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung einer professionellen elternbezogenen Trauerbegleitung innerhalb des Kinderhospizkonzepts und beleuchtet die psychosozialen Unterstützungsangebote für betroffene Familien in der Zeit der unheilbaren Erkrankung und nach dem Verlust eines Kindes.
- Grundlagen der Hospizarbeit und Definitionen (Tod, Kinderhospiz, Trauerbegleitung)
- Strukturen der ambulanten und stationären Kinderhospizarbeit
- Trauerarbeit mit Eltern: Prozessbegleitung und die Bedeutung des Abschieds
- Empowerment und Soziale Arbeit als Kernkonzepte im Kinderhospiz
- Rolle und Aufgaben des sozialarbeiterischen Fachpersonals
Auszug aus dem Buch
4.1 Trauerarbeit vor und nach dem Tod
Im 19. Jahrhundert, als Kindstod noch fast alltäglich war, konnten die Familien noch öffentlich Abschied nehmen. In der heutigen Gesellschaft ist Trauer ein nicht gern gesehener Zustand. Wie kann Eltern richtig geholfen werden, die ihr eigenes Kind bald beerdigen müssen bzw. schon beerdigt haben? Auf einer Station in einem Krankenhaus, ist es, durch den Kliniktrubel, oft nicht möglich für die Eltern des Kindes, den Tod zu realisieren. Die Trauer wegen dem Tod des eigenen Kindes kann das ganze eigene Leben andauern.
Die Modelle der Trauerarbeit kann in Phase- und Aufgabenmodelle eingeteilt werden. Phasenmodelle geben eine Richtung für die begleitende Person vor. Die Person, die die Familie begleitet, kann sich mit dem Phasenmodell auf die Trauerphasen einstellen und sich auf diese vorbereiten. Allerdings gibt es Kritik am Phasenmodell, dass es nur oberflächlich ist. Es werden keine festen Angaben gemacht, wann welche Phase auftritt bzw. wie lange sie dauert. Aufgabenmodelle geben wie Phasenmodelle eine Handlungsrichtung vor, beinhalten aber auch konkrete Aufgabenstellungen, um den Familien mit der aufkommenden Trauer zu helfen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die existenzielle Belastung für Eltern beim Verlust eines Kindes und skizziert den Aufbau der Hausarbeit sowie das Ziel der Untersuchung der elternbezogenen Trauerbegleitung.
2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Konzepte wie den biologischen bzw. klinischen Tod, die Struktur eines Kinderhospizes und die Formen der Trauerbegleitung und Trauerarbeit.
3. Kinderhospizarbeit: Hier werden die Ziele, Aufgaben und Leitlinien der Kinderhospizarbeit sowie das Wechselspiel zwischen ambulanten und stationären Diensten dargestellt.
4. Trauerarbeit mit den Eltern: Das Kapitel befasst sich mit den Ansätzen der Trauerarbeit vor und nach dem Tod sowie der Bedeutung ritueller Abschiednahmen durch die Beerdigung.
5. Soziale Arbeit im Hospiz: Diese Sektion analysiert die spezifischen Methoden der Sozialen Arbeit, das Konzept des Empowerments und das Aufgabenprofil von Sozialarbeiter*innen im Kinderhospizkontext.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz von Kinderhospizen für betroffene Familien zusammen und verdeutlicht die Notwendigkeit von geschultem Personal, um eine individuelle Begleitung über den gesamten Krankheitsverlauf zu gewährleisten.
Schlüsselwörter
Kinderhospiz, Trauerbegleitung, Soziale Arbeit, Empowerment, Palliativversorgung, Sterbebegleitung, Eltern, Krisenintervention, Trauerarbeit, Geschwisterkinder, stationäre Hospize, ambulante Dienste, psychosoziale Betreuung, Verlust, Lebensqualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die elternbezogene Trauerbegleitung im Rahmen der Kinderhospizarbeit und wie diese Familien während und nach einer unheilbaren Krankheit unterstützt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Hospizarbeit, die Unterschiede zwischen ambulanter und stationärer Betreuung sowie die Methoden der Sozialen Arbeit im Kontext von Sterben und Trauer.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch professionelle Begleitung die Lebensqualität unheilbar kranker Kinder verbessert und trauernden Eltern sowie Geschwistern in der Krisensituation geholfen werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur und Konzepte zur Sozialen Arbeit im Hospizbereich.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die organisatorische Struktur der Kinderhospize, die Gestaltung der Trauerarbeit mit Eltern sowie die spezifischen Aufgaben und Empowerment-Strategien der Sozialarbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Kinderhospiz, Trauerbegleitung, Empowerment, Soziale Arbeit, Palliativversorgung und Krisenintervention.
Wie unterscheidet sich die Arbeit im Kinderhospiz von der Arbeit in Hospizen für Erwachsene?
Der Fokus liegt auf einer Begleitung ab der Diagnose, die oft über Jahre hinweg erfolgt und die gesamte Familie, inklusive Geschwisterkinder, intensiv in den Fokus rückt.
Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit bei der Trauerbewältigung?
Sozialarbeiter*innen fungieren als Brücke zwischen Familie und Institution, aktivieren Ressourcen, bieten Krisenintervention und unterstützen bei der emotionalen und organisatorischen Bewältigung des Verlusts.
- Quote paper
- Vitarina Koch (Author), 2017, Die Bedeutung der elternbezogenen Trauerbegleitung im Kinderhospiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/468240