Mit der vorliegenden Hausarbeit soll gezeigt werden, dass nicht nur Ärzte/innen, Psychologen/innen, Psychotherapeuten/innen sondern auch Sozialarbeiter/innen bei der Behandlung von Anorexie mitwirken. Als erstes werden die Begriffe Essstörung und Magersucht vorgestellt, dann, welche allgemeinen Ursachen und welchen Einfluss die heutige Medienwelt darauf hat. Im vierten Kapitel wird das Krankheitsbild mit Symptomen und Folgen der Krankheit vorgestellt. Das weitere Kapitel zeigt vier Interventionsmöglichkeiten, die häufig eingesetzt werden, anschließend die Prognose und der Verlauf. Und zum Schluss ein Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärungen
2.1 Essstörungen
2.2 Magersucht
3. Ursachen / Auslöser von Magersucht
3.1 Allgemeine Ursachen / Auslöser
3.2 Verstärkung durch Internet, soziale Netzwerke und Medien
4. Krankheitsbild
4.1 Symptome
4.2 Körperliche und seelische Folgen
5. Interventionsmethoden
5.1 Medizinische Betreuung
5.2 Ernährungsberatung
5.3 Psychotherapie und Soziale Arbeit
5.4 Gruppenpädagogische Begleitung durch die Soziale Arbeit
6. Prognose und Verlauf
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Sozialen Arbeit im interdisziplinären Behandlungskontext der Magersucht (Anorexia nervosa). Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter neben medizinischen und psychotherapeutischen Akteuren einen wesentlichen Beitrag zur Therapie und Wiedereingliederung Betroffener leisten können.
- Grundlagen und Definitionen von Essstörungen und Anorexie
- Ursachengefüge sowie Einflussfaktoren durch Medien und soziale Netzwerke
- Detaillierte Analyse des Krankheitsbildes und dessen somatischer sowie psychischer Folgen
- Methodische Interventionsansätze, insbesondere durch Soziale Arbeit und Gruppenpädagogik
- Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit im therapeutischen Prozess
Auszug aus dem Buch
3.2 Verstärkung durch Internet, soziale Netzwerke und Medien
Viele Betroffene nehmen sich Werte zum Vorbild, die ihnen durch Fernsehsendungen oder Zeitschriften vermittelt werden und nicht mehr die Werte ihrer Familien. Sie denken nicht an die schädlichen Folgen, die auftreten können. Unter den Werten ist auch das falsche Ideal von einem schönen Körper, denn sie nehmen sich dünne Models zum Vorbild, die teilweise an Untergewicht leiden. Das Ideal von einem schönen Körper kann meistens nur mit vielen Diäten und viel Sport erreicht werden. Viele Medien wirken negativ auf, die schon vorhandene Frustration eines nicht perfekten Körpers (Dr. Tanja Legenbauer & Natascha Ivanov). Der Wandel der Vorstellung eines schönen Körpers entwickelte sich im 20 Jahrhundert (Klotter, 2014, S. 137).
Im Internet gibt es unzählige Seiten, auf denen die Magersucht schon fast gefeiert wird von Betroffenen. Diese Seiten werden auch „Pro-Ana-Seiten“ (Ana kommt von Anorexie) genannt. Die meisten Personen, die auf solchen Seiten angemeldet sind, sind junge Mädchen und Frauen. Sie messen sich mit den anderen, wer schneller abnimmt oder wer am wenigsten über den Tag verteilt isst. Auf den Pro-Ana Forum-Seiten finden sich auch diverse Diäten, z.B. es wird über den Tag nur Käse gegessen und Wasser getrunken oder wenn der Hunger aufkommt soll Wasser getrunken werden, damit das Hungergefühl unterdrückt wird. Mittlerweile gibt es auch beim Messenger WhatsApp Gruppen, in denen jeden Sonntag ein Bild gepostet werden muss, wie viel abgenommen wurde innerhalb der Woche. Die Benutzer/innen animieren sich gegenseitig, weiterzumachen und noch mehr abzunehmen. Die meisten von ihnen möchten unter die 40 kg Marke kommen, damit sie sich wohl fühlen in ihrem Körper. Um in so ein Forum oder ein soziales Netzwerk aufgenommen zu werden, müssen sie bestimmte Aufnahme-kriterien erfüllen. So wird Außenstehenden der Einstieg erschwert und die Benutzer/innen schützen sich vor Kritik. Die Pro-Ana Mitglieder zeigen so, dass sie eine Gruppe sind und zusammenhalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Magersucht ein, verdeutlicht den hohen Leidensdruck Betroffener und umreißt die Rolle der Sozialen Arbeit als unterstützende Instanz im Gesundheitssystem.
2. Begriffsklärungen: Hier werden die zentralen Begriffe Essstörungen und Magersucht definiert und voneinander abgegrenzt.
3. Ursachen / Auslöser von Magersucht: Dieses Kapitel beleuchtet multifaktorielle Entstehungsursachen sowie den verstärkenden Einfluss moderner Medien und sozialer Netzwerke.
4. Krankheitsbild: Der Abschnitt beschreibt sowohl physische Symptome und Warnsignale als auch die weitreichenden körperlichen und psychischen Folgen der Anorexia nervosa.
5. Interventionsmethoden: Es werden vier grundlegende therapeutische Ansätze – von der medizinischen Betreuung über Ernährungstherapie bis hin zur psychotherapeutischen und sozialarbeiterischen Begleitung – erläutert.
6. Prognose und Verlauf: Die Ausführungen behandeln die langfristigen Heilungsaussichten, Rezidivrisiken und die sozioökonomischen Aspekte der Erkrankung.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, die die Notwendigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit betont, in der die Soziale Arbeit ergänzend zur Psychotherapie wertvolle Unterstützung leistet.
Schlüsselwörter
Magersucht, Anorexia nervosa, Soziale Arbeit, Essstörungen, Pro-Ana, Körperwahrnehmung, Interventionsmethoden, Gruppenpädagogik, Gesundheitswesen, Psychotherapie, Ernährungsberatung, Adoleszenz, Körperbild, Prävention, Nachsorge
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert das Krankheitsbild der Magersucht (Anorexia nervosa) und beleuchtet insbesondere die Unterstützungsmöglichkeiten durch die Soziale Arbeit innerhalb des therapeutischen Prozesses.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit deckt die Definition von Essstörungen, Ursachenforschung, Symptome, körperliche und psychische Folgen sowie verschiedene Interventionsmethoden ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Soziale Arbeit neben medizinischen und therapeutischen Fachdisziplinen einen wichtigen Beitrag bei der Behandlung und Wiedereingliederung von Menschen mit Magersucht leistet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, wobei aktuelle Fachliteratur, Leitlinien und Studien zu Essstörungen zur Beantwortung der Fragestellung herangezogen werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Ursachen, das Krankheitsbild mit seinen Folgen sowie konkrete Interventionsmethoden, darunter medizinische, ernährungstherapeutische und sozialarbeiterische bzw. gruppenpädagogische Ansätze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Magersucht, Soziale Arbeit, Interventionsmethoden, Körperbild, Pro-Ana-Seiten sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Therapie.
Welche Bedeutung haben die sogenannten „Pro-Ana-Seiten“ für Betroffene?
Diese Internetseiten fungieren als Verstärker der Krankheit, indem sie Magersucht romantisieren, Diät-Tipps austauschen und den gegenseitigen Druck zum weiteren Gewichtsverlust innerhalb der Gruppe erhöhen.
Wie unterscheidet sich der Ansatz der Sozialen Arbeit von der Psychotherapie bei Magersucht?
Während die Psychotherapie auf die heilende und durchdringende Bearbeitung der psychischen Störung abzielt, konzentriert sich die Soziale Arbeit auf die Lebensweltorientierung, soziale Unterstützung und die Wiedereingliederung in die Gesellschaft.
Warum spielt die Gruppenpädagogik eine wichtige Rolle?
Sie ermöglicht den Betroffenen einen Austausch in einem geschützten Rahmen, reduziert die Isolation, fördert die Kommunikationsfähigkeit und unterstützt durch Feedbackprozesse das eigene Selbstvertrauen.
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- Vitarina Koch (Author), 2016, Magersucht. Wie kann die Soziale Arbeit in der Therapie hefen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/468233