Thema der Unterrichtsreihe: „Gottes Schöpfung ist so wunderbar!“ – Ganzheitlich-kreative Zugänge zur christlichen Vorstellung der Welt als Schöpfung Gottes und der daraus erwachsenden Verantwortung des Menschen.
Thema der Unterrichtsstunde: „Wer schreibt uns hier und warum?“ - Erschließung und Beurteilung der Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen in Textilfabriken im Hinblick auf der in Genesis 1 vermittelten Verantwortung des Menschen für die Schöpfung und seine Mitmenschen.
Inhaltsverzeichnis
1 Längerfristige Unterrichtszusammenhänge
1.1 Thema des Unterrichtsvorhabens
1.3 Grundlegende Intention für die Auswahl des Inhalts
1.5 Leitgedanken zum geplanten Unterrichtsvorhaben
1.2 Anbindung des Unterrichtsvorhabens an Vorgaben
1.4 Einordnung der Stunde in das Unterrichtsvorhaben
1.6 Förderung der Nachhaltigkeit des Lernprozesses
2 Darstellung der Besuchsstunde
2.1 Thema der Unterrichtsstunde
2.2 Mehrdimensionale Lernziele
2.3 Didaktischer Schwerpunkt
2.5 Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler
2.6 Begründung didaktischer und methodischer Entscheidungen
2.6.1 Die Sache klären
2.6.2 Begründung des methodischen Vorgehens
2.7 Verlaufsplanung
4 Anhang
4.1 Wandzeitung
4.2 Erster Teil des Briefes, der vorgelesen wird
4.3 PowerPoint-Präsentation und Material der Erarbeitungsphase
4.3.1 Erarbeitung I.
4.3.2 Exemplarisches Beispiel für die einzelnen Textstellen des Briefes
4.3.3 Musterlösung der einzelnen Teile des Briefes
4.3.4 „Aufträge Gottes“
4.3.5 Erarbeitung II.
4.3.6 Sicherung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Schülerinnen und Schülern der 6. Jahrgangsstufe die biblische Schöpfungsverantwortung nahezubringen, indem aktuelle Lebensweltbezüge wie das Thema Kleiderkonsum mit christlichen Werten korreliert werden, um so zu einer bewussten ethischen Urteilsfähigkeit und konkretem Handeln zu befähigen.
- Verknüpfung von Genesis 1 mit der modernen Lebenswelt von Jugendlichen
- Entwicklung von Schöpfungsverantwortung am Beispiel der Textilindustrie
- Förderung ethischer Urteilskompetenz durch handlungsorientierte Methoden
- Reflexion des eigenen Kaufverhaltens vor dem Hintergrund christlicher Werte
Auszug aus dem Buch
1.3 Grundlegende Intention für die Auswahl des Inhalts
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde (1. Mose 1,1). Die Frage nach dem Ursprung der Welt ist eine uralte Menschheitsfrage. Auch Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 machen sich dazu ihre eigenen Gedanken. In meiner Unterrichtsreihe werden die SuS als „Ausgangs- und Zielpunkte religiösen Lernens betrachtet“ (Mendl 2014, 154). Ein subjektorientierter Religionsunterricht setzt dabei an den Lebenswelten der Lernenden an, um daraufhin religionsproduktive Spuren zu entdecken. Dabei wird nicht auf Inhalte verzichtet, sondern die Lernenden setzen sich dabei mit ihrer eigenen Identität auseinander (vgl. Wiedenroth-Gabler 2014, 61).
Laut James W. Fowler befinden sich SuS im Alter von ca. 11 Jahren auf der dritten Glaubensstufe, dem synthetisch-konventionellem Glauben (vgl. Fowler 1991, 167). Dabei ist der Glaube noch nicht persönlich angeeignet, sondern von den Meinungen der Bezugspersonen abhängig. Vor dem Hintergrund, dass bei den meisten SuS im Elternhaus religiöse Ausdrucksformen fehlen, nicht über religiöse Fragen gesprochen wird und die SuS somit in den meisten Fällen keine religiöse Sozialisation seitens des Elternhauses erfahren haben, stellen SuS in diesem Alter kritische Fragen und beginnen vor dem Hintergrund der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse an den altbekannten biblischen Geschichten und auch an der Existenz Gottes zu zweifeln.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Längerfristige Unterrichtszusammenhänge: Dieses Kapitel erläutert die didaktische Einbettung des Vorhabens, die religionspädagogischen Leitlinien nach Hunze sowie die Anbindung an den Kernlehrplan.
2 Darstellung der Besuchsstunde: Hier wird der konkrete Plan für eine Unterrichtsstunde entworfen, die anhand eines Briefes einer Textilarbeiterin Schöpfungsverantwortung thematisiert.
4 Anhang: Der Anhang enthält das für den Unterricht benötigte Material wie die Wandzeitung, Briefvorlagen und Präsentationsinhalte zur Erarbeitung.
Schlüsselwörter
Religionsunterricht, Schöpfung, Schöpfungsverantwortung, Genesis, ethisches Lernen, Textilindustrie, Fairer Handel, Identitätsbildung, Lebensweltbezug, Kompetenzorientierung, ganzheitliche Methoden, Werteerziehung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Durchführung einer Unterrichtsreihe zum Thema Schöpfung, wobei der Fokus auf der Verknüpfung biblischer Schöpfungstexte mit der heutigen Konsumwelt der Schülerinnen und Schüler liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die biblische Schöpfungserzählung, der verantwortungsvolle Umgang mit der Welt als Schöpfung Gottes und die Anwendung ethischer Maßstäbe auf das eigene Konsumverhalten, insbesondere bei Kleidung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, bei den Lernenden eine Schöpfungsverantwortung zu wecken, die über theoretisches Wissen hinausgeht und zu einer mündigen, christlich fundierten Urteils- und Handlungsfähigkeit führt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Korrelationsdidaktik, bei der christliche Glaubenserfahrungen mit der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler ins Gespräch gebracht werden, sowie ganzheitlich-kreative Methoden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine langfristige didaktische Planung des Unterrichtsvorhabens und die detaillierte Planung einer spezifischen Besuchsstunde, in der die Problematik der Arbeitsbedingungen in Textilfabriken analysiert wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Schöpfungsverantwortung, ethisches Lernen, Lebensweltbezug, Fairer Handel und Kompetenzorientierung.
Wie werden die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Unterrichtsstunde motiviert?
Die Motivation erfolgt durch eine "geheimnisvolle" Hose, die im Klassenzimmer hängt und in der ein verschlüsselter Brief einer jungen Textilarbeiterin gefunden wurde.
Welche Rolle spielt die Differenzierung in der geplanten Unterrichtsstunde?
Die Differenzierung erfolgt durch kooperative Partnerarbeit, bei der leistungsstärkere und leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler gemeinsam arbeiten, um sich gegenseitig zu unterstützen.
- Quote paper
- Maren Krebbing (Author), 2019, Genesis 1 und die vermittelte Verantwortung des Menschen für die Schöpfung und seine Mitmenschen. Beurteilung der Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen in Textilfabriken, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/465440