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Lobbyismus in Schulen

Title: Lobbyismus in Schulen

Term Paper , 2019 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ismail Hüseyin (Author)

Didactics - Politics, Political Education

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"Der Kampf um die Köpfe der Kinder hat begonnen", sagt Tim Engartner, Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Frankfurt. Herr Engartner beschäftigt sich u.a. mit dem Thema der Lobbyismus an Schulen und findet das Engagement der Wirtschaft in Schulen und die daraus resultierende Einflussnahme problematisch. Dem schließt sich die Bundestagsabgeordnete der Linken, Rosemarie Hein, an. Sie ist besorgt über das Engagement der Wirtschaft in Schulen: „…Unternehmen [wollen] natürlich ihre ureigenen Interessen in die Schulen hineintragen, weil sie eine bestimmte Bildung in ihrem Interesse wollen…“. Der Bundesverband Verbraucherzentrale hat in diesem Kontext bereits 2012 eine Analyse in Bezug auf durch externe Anbieter bereitgestellte Unterrichtsmaterialien bei der Universität Augsburg in Auftrag gegeben. Das dreijährige Forschungsprojekt „Bildungsmedien online“ hat recherchiert, dass 482 externe Anbieter über 880.000 Unterrichtsmaterialien zu Themen wie Handyverträge, Finanzprodukte, Energieverbrauch etc., ohne Entgelt und dementsprechend auch ohne inhaltliche Prüfung zur freien Verfügung angeboten haben. Fast alle DAX Konzerne stellen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. Speziell bei dieser Gruppe wurden große Mängel hinsichtlich der kontroversen themenbezogenen Herangehensweise festgestellt. Diese Form der Einflussnahme auf Meinungen erstreckt sich durch alle Schulformen und Akteure innerhalb des Schulsystems und beginnt bereits im Kindergarten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen Lobbying

3. Abgrenzung Werbung an Schulen und Lobbyismus an Schulen

4. Wie und warum findet Lobbying an Schulen statt?

4.1 Warum sind Lobbyisten an Schulen aktiv?

4.2 Wie werden Lobbyisten aktiv?

5. Erfassen die Schulgesetze den Bereich des Lobbying in genügender Weise?

6. Auf welchen Pfaden finden Lobbyisten Ihren Weg in die Schulen?

7. Analyse

7.1 Was könnten Gefahren sein, die durch Lobbying entstehen?

7.2 Wie kann dem Lobbying durch die Schule begegnet werden?

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Ausmaß und die Methoden der Einflussnahme durch externe Wirtschaftsakteure auf das deutsche Schulsystem. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Lobbyismus in Schulen stattfindet und welche Ansätze für geeignete Abwehrmaßnahmen existieren, um die Neutralität der schulischen Bildung zu wahren.

  • Grundlagen und Definitionen von Lobbying und Werbung im Bildungskontext
  • Analyse der Strategien von Unternehmen zur Einflussnahme an Schulen
  • Bewertung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Schulgesetze
  • Identifikation von Gefahren durch wirtschaftliche Interessen
  • Diskussion von Lösungsansätzen wie Transparenz-Kodizes und staatlicher Regulierung

Auszug aus dem Buch

4.2 Wie werden Lobbyisten aktiv?

Schulexterne Spezialisten: Externe Experten werden mit Vorliebe von Lobbyunternehmen in die Schulen entsendet. Dort ist die Möglichkeit gegeben, direkt als „Lehrkraft“ die Unterrichtsstunde zu leiten. Bei Schülern herrscht die Meinung vor, externe Referenten seien „glaubwürdig“ und „kompetent“, da sie als Experten in ihrem Fachgebiet gelten. Es darf nicht vergessen werden, dass sie zwar auf der einen Seite Experten sind, aber auf der anderen Seite die Gefahr besteht, dass sie als Lobbyisten agieren. Vermischen sich diese gegenpoligen Positionen, besteht ein reeller Gefahrenpunkt, dass die Neutralität dieser Experten angezweifelt werden kann. Es besteht die Gefahr, dass Unternehmen eine bestimmte Politik oder ,,ein positives Bild ihres Unternehmens sowie seiner Vertreter […] frühzeitig und vorranging in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler […] verankern.“

Exxon stellte für Schulen 10.000 Euro pro Jahr, sowie Praktikumsplätze zur Verfügung, um im Gegenzug einen PR-Mitarbeiter aus der eigenen PR-Abteilung in Klassen sprechen lassen zu dürfen. Die Motivation für Exxon war dabei, sowohl die Verbesserung des aufgrund zahlreicher verursachten Naturkatastrophen und Umweltschäden (und deren versuchter Vertuschung) schlechten Images, als auch die Anwerbung künftiger Ingenieure. Beide Ziele wurden erreicht. Für 45 Prozent der Schüler, die an der Kooperation teilgenommen haben, habe sich ,,die Bewertung des Partnerunternehmens verbessert". Zudem haben zahlreiche Schüler eine Anstellung bei Exxon erhalten.

Gleichwohl bieten m.E. Expertenbesuche für die Schülerschaft eine günstige Konstellation, mit vorheriger Vorbereitung und Nachbearbeitung der Thematik, sich kritisch und reflektiert mit dem Thema auseinanderzusetzen und mit den Experten womöglich, mit vorher erarbeitenden Fragen, eine kontroverse und kritische Diskussion zu führen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Einflussnahme der Wirtschaft auf das Schulwesen und stellt das Forschungsinteresse an einer systematischen Aufarbeitung des Lobbyismus-Phänomens dar.

2. Grundlagen Lobbying: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe definiert und der Lobbyismus-Begriff auf den Bildungsbereich ausgeweitet.

3. Abgrenzung Werbung an Schulen und Lobbyismus an Schulen: Es wird die notwendige Trennschärfe zwischen marketingorientierter Werbung und politisch motiviertem Lobbying an Schulen herausgearbeitet.

4. Wie und warum findet Lobbying an Schulen statt?: Das Kapitel erläutert die Beweggründe der Akteure sowie die spezifischen Methoden, die genutzt werden, um Schulen zu beeinflussen.

5. Erfassen die Schulgesetze den Bereich des Lobbying in genügender Weise?: Es wird untersucht, inwiefern bestehende Landesgesetze den Herausforderungen durch Lobbyarbeit an Schulen begegnen können.

6. Auf welchen Pfaden finden Lobbyisten Ihren Weg in die Schulen?: Das Kapitel beschreibt Mechanismen wie die Ausnutzung von Wissenslücken, Patenschaften und die Digitalisierung als Einfallstore für externe Interessen.

7. Analyse: Es werden die wesentlichen Gefahren, wie Abhängigkeiten und Irreführung, detailliert aufbereitet und mögliche Gegenmaßnahmen diskutiert.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von regulatorischen Maßnahmen zum Schutz der geistig-sittlichen Entwicklung der Schüler.

Schlüsselwörter

Lobbyismus, Schulen, Wirtschaftsethik, Bildungsmedien, Interessenvertretung, Unterrichtsmaterialien, Privatisierung, politisches Klima, Bildungsauftrag, Sponsoring, Transparenz, Schulkultur, Einflussnahme, Digitalisierung, Neutralität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der wirtschaftlichen Einflussnahme durch Lobbyismus im deutschen Bildungssystem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Methoden der Einflussnahme, die Abgrenzung zu kommerzieller Werbung und die rechtliche Einordnung der Aktivitäten an Schulen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Ausmaß von Lobbyismus an Schulen zu beleuchten, die Risiken für die Bildung aufzuzeigen und Strategien für einen besseren Schutz zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine deskriptive Analyse auf Basis relevanter Fachliteratur, Studien und Gesetzesgrundlagen, ergänzt durch die Auswertung konkreter Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die Analyse von Methoden der Lobbyisten, die Prüfung rechtlicher Lücken und die Bewertung potenzieller Abwehrmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lobbyismus, Bildungsauftrag, Transparenz-Kodex, Unterrichtsmaterialien und politisches Kontroversprinzip.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung bei Lobbyaktivitäten an Schulen?

Die Digitalisierung wird als zukünftig größtes "Einfallstor" für Lobbyisten identifiziert, da sie hohe Investitionsbedarfe bei Schulen mit ökonomischen Interessen der Anbieter verbindet.

Warum sind Schulgesetze nach Auffassung der Arbeit unzureichend?

Die Arbeit stellt fest, dass Schulgesetze den Lobbyismus meist nicht explizit erfassen und zu viel Interpretationsspielraum bei Einzelfallentscheidungen von Schulleitungen lassen.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Lobbyismus in Schulen
College
Leuphana Universität Lüneburg  (Fakultät Politik)
Course
Politik und Wirtschaft in der Schule
Grade
1,3
Author
Ismail Hüseyin (Author)
Publication Year
2019
Pages
25
Catalog Number
V465331
ISBN (eBook)
9783668942066
ISBN (Book)
9783668942073
Language
German
Tags
Lobbyismus Werbung Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ismail Hüseyin (Author), 2019, Lobbyismus in Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/465331
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