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War Leonardo da Vinci ein Hofkünstler?

Titel: War Leonardo da Vinci ein Hofkünstler?

Seminararbeit , 2003 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anne Nennstiel (Autor:in)

Kunst - Übergreifende Betrachtungen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit über Leonardo da Vinci, dem italienischen Künstler, Erfinder und Wissenschaftler des 15. Jahrhunderts, beschäftigt sich mit der Fragestellung „War Leonardo ein Hofkünstler?“. Sie basiert auf Martin Warnkes Buch „Hofkünstler“ und seiner These, dass sich das Bewusstsein von der unverwechselbaren Eigenheit des künstlerischen Genies und von der höheren Bestimmung der Künste, wie sie bis heute lebendig sind, als erstes an den Renaissancehöfen gezeigt habe. Sein Buch stellt eine Gegenthese zu folgender von ihm illustrierter historischer Beurteilung höfischer Kunstorganisation dar: Die Redner der Französischen Revolution werteten alle Errungenschaften des modernen Künstlers als die der städtischen bürgerlichen Kultur und urteilten über fünf Jahrhunderte höfischer Kunstorganisation als Zeit despotischer Unterdrückung, in welcher sich die Kunst an den Herrscher prostituiert hätte. Die Bemühungen des Fürsten um den Künstler stellen in ihren Augen nur eine Manipulation des künstlerischen Talents und eine Behinderung des Freiheitsstrebens dar. Warnke rückt dieses einseitige Bild zurecht, indem er zahlreiche geschichtliche Belege dafür anführt, dass die Tätigkeit des Künstlers an den Höfen des Quattrocento und später, zum ersten Mal als eine außergewöhnliche, geistige und förderungswürdige definiert wurde. Die Künstlerpersönlichkeit entrückte durch zahlreiche neue Privilegien und Ruhmesbekundungen mit der Zeit in eine fast fürstliche Sphäre.

Dies geschah zu einer Zeit, in der Künstler in den Städten, so auch in Florenz, der Stadt in der Leonardo da Vinci einen Großteil seines Lebens verbrachte, als einfache Handwerker galten und in Zünften organisiert waren. Dem italienischen Künstler des 15. Jahrhunderts fehlte das Bewusstsein des „schöpferischen Individuums“ und eine Künstlerwerkstatt war damals nicht mehr als ein Handelsunternehmen, welches zur Sicherung der Existenz funktionieren musste und alle Aufträge von einfachen Verzierungen, über Goldschmiede- und Tischlerarbeiten bis hin zu anspruchsvollen Gemälden, Skulpturen und architektonischen Arbeiten annahm.1

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der ruhmreiche Tod in den Armen des Königs

3 Leonardo - der uneheliche Sohn

4 Leonardos Zeit in Florenz – Lehrzeit und geistige Einflüsse

5 Von Hof zu Hof

5.1 Emanzipationsbemühungen eines „uomo senza lettre“

5.2 Die Freiheiten eines Hofkünstlers als Ausnahmepersönlichkeit

5.3 Das Ringen um die Gunst der Mächtigen und die Wertschätzung des Fürsten

6 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht anhand der Biografie von Leonardo da Vinci, inwieweit die Thesen von Martin Warnke zum Phänomen des „Hofkünstlers“ auf Leonardos Lebensweg zutreffen und ob dieser bereits als solcher bezeichnet werden kann. Im Fokus steht dabei die Transformation des Künstlers vom Handwerker hin zu einer geistigen Ausnahmepersönlichkeit an verschiedenen Renaissancehöfen.

  • Die historische Rolle und soziale Stellung des Künstlers im 15. Jahrhundert.
  • Analyse der höfischen Privilegien und der Beziehung zwischen Künstler und Auftraggeber.
  • Leonardos Emanzipationsbestrebungen gegenüber traditionellen Zunftstrukturen.
  • Untersuchung von Leonardos künstlerischem Selbstverständnis als „Gelehrter“ und Philosoph.
  • Die Bedeutung von Ruhm und fürstlicher Gunst für die Freiheit des künstlerischen Schaffens.

Auszug aus dem Buch

5.1 Emanzipationsbemühungen eines „uomo senza lettre“

Leonardo „rühmte“ sich um 1487, als er am Hofe der Sforza in Mailand war, ein „uomo senza lettre“ zu sein, ein „Mann ohne Gelehrsamkeit“ oder ein unbelesener Mann. Die Kenntnis der „lettre“, der italienischen Schrift und vor allem des Lateinischen, spaltete die italienische Gesellschaft des Quattrocento in zwei Klassen; in die belesenen, meist bürgerlichen, adligen Ränge und in die niedereren Ränge, welche ihren Lebensunterhalt meist mit handwerklicher Arbeit verdienten. Mit der Bezeichnung „uomo senza lettre“ spielte Leonardo wahrscheinlich auf die Einschätzung seiner Bildung am Hofe an, denn obwohl er in Florenz eine gewisse „Kultur“ erworben hatte, war er außerstande die antiken Klassiker zu rezitieren, eine Fähigkeit, die am Hofe von Bildung zeugte. Tatsächlich hatte er in seiner Jugend nicht die standesgemäße Bildung eines Bürgerlichen erworben. So erlernte er kein Latein, die Sprache der Wissenschaft und die Grundlage einer guten Schulbildung im 15. Jahrhundert, und holte dies erst im Alter von über vierzig Jahren nach.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Fragestellung, ob Leonardo da Vinci als Hofkünstler gelten kann, basierend auf Martin Warnkes Definitionen.

2 Der ruhmreiche Tod in den Armen des Königs: Analyse der legendären letzten Lebensjahre Leonardos am Hofe von Franz I. als Idealtyp eines Hofkünstlers.

3 Leonardo - der uneheliche Sohn: Beleuchtung der schwierigen sozialen Herkunft Leonardos und deren Einfluss auf seine frühen Ausbildungsmöglichkeiten.

4 Leonardos Zeit in Florenz – Lehrzeit und geistige Einflüsse: Beschreibung der konventionellen handwerklichen Lehre bei Verrocchio und des wissenschaftlichen Klimas in Florenz.

5 Von Hof zu Hof: Überblick über Leonardos Wanderjahre zwischen verschiedenen Fürstenhöfen und sein Streben nach beruflicher Unabhängigkeit.

5.1 Emanzipationsbemühungen eines „uomo senza lettre“: Diskussion von Leonardos Bildungshintergrund und seinem Versuch, den Status des Malers als intellektuelle Tätigkeit zu etablieren.

5.2 Die Freiheiten eines Hofkünstlers als Ausnahmepersönlichkeit: Untersuchung der exzentrischen Lebensweise Leonardos als Mittel zur Inszenierung seines Status.

5.3 Das Ringen um die Gunst der Mächtigen und die Wertschätzung des Fürsten: Analyse der Methoden, mit denen sich Leonardo Ruhm und hohe Positionen bei seinen Gönnern erarbeitete.

6 Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Einschätzung, dass Leonardo als Vorreiter einer neuen Künstlergeneration zu sehen ist, die sich vom reinen Handwerk emanzipierte.

Schlüsselwörter

Leonardo da Vinci, Hofkünstler, Martin Warnke, Renaissance, Quattrocento, Künstlerwerkstatt, Emanzipation, Uomo senza lettre, Fürstliche Gunst, Künstlerische Freiheit, Mäzenatentum, Handwerk, Gelehrsamkeit, Status, Individuum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit Leonardo da Vinci das von Martin Warnke geprägte Idealbild eines „Hofkünstlers“ verkörperte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen den sozialen Wandel des Künstlerstandes, die Rolle des Mäzenatentums und den Übergang vom Handwerker zum intellektuellen Künstler.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die primäre Forschungsfrage lautet: „War Leonardo da Vinci ein Hofkünstler?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf die literaturwissenschaftliche Analyse von Martin Warnkes „Hofkünstler“, ergänzt durch Biografien (insb. Serge Bramly) und zeitgenössische Berichte von Giorgio Vasari.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Leonardos Lebensweg, seine Emanzipationsbestrebungen, die Bedeutung seiner Herkunft und sein Aufstieg durch die Gunst verschiedener Fürsten detailliert nachgezeichnet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Renaissance, Hofkünstler, künstlerische Freiheit, Mäzenatentum und gesellschaftliche Emanzipation charakterisieren.

Wie deutet die Autorin den Begriff „uomo senza lettre“ in Bezug auf Leonardo?

Sie interpretiert diesen Begriff als Leonardos Bewusstsein für seinen Mangel an klassischer, humanistischer Bildung, den er durch seine künstlerischen Leistungen und wissenschaftlichen Ambitionen zu kompensieren versuchte.

Warum war der Tod in den Armen des Königs für die Analyse relevant?

Dieses Ereignis dient der Autorin als idealisiertes Gegenstück zu den schwierigen Anfängen Leonardos und symbolisiert den erreichten Status als angesehener Hofkünstler.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
War Leonardo da Vinci ein Hofkünstler?
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Veranstaltung
Italienische Malerei des 15. Jahrhunderts
Note
1,3
Autor
Anne Nennstiel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
20
Katalognummer
V46516
ISBN (eBook)
9783638436908
ISBN (Buch)
9783640714599
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leonardo Vinci Hofkünstler Italienische Malerei Jahrhunderts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne Nennstiel (Autor:in), 2003, War Leonardo da Vinci ein Hofkünstler?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/46516
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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