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Staatsbürgerschaft: ein politisches Konzept im Wandel - oder in der Krise?

Title: Staatsbürgerschaft: ein politisches Konzept im Wandel - oder in der Krise?

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Malik Malocho (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society

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Die Bedeutung und die Grenzen der Staatsbürgerschaft stehen seit Jahrhunderten im Zentrum politischer Debatten. Wer für eine Staatsbürgerschaft in Frage kommt und welche Eigenschaften Staatsbürger im Allgemeinen besitzen sollten wird bereits bei Aristoteles ausführlich erörtert, so zum Beispiel im dritten Buch der Politik. Die Festlegung der Bedingungen für die Mitgliedschaft in eine politische Gemeinschaft war lange Zeit ein wichtiges politische Mittel des Staates, und obwohl die Bedeutung von Staatsbürgerschaft oder citizenship sich seit je her im Wandel befindet, interessiert uns in dieser Arbeit vor allem der Wandel der Institution der Staatsbürgerschaft in Europa und Nordamerika in der Nachkriegszeit.
Eine Richtung aktueller Forschung zum Thema Staatsbürgerschaft attestiert diesem einen Bedeutungsverlust, der vor allem durch internationale wirtschaftliche Verflechtung, Vertragswerke und Menschenrechtsregime verursacht wird. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die 1994 von Yasemin Soysal1veröffentlichte Studie zu den Grenzen der Staatsbürgerschaft, in der sie vor allem die Rechte von Immigranten im Europa der Nachkriegszeit untersucht und zu dem Schluss kommt, dass sich die Bedeutung der nationalen Staatsbürgerschaft in einem Erosionsprozess befindet und dass neue Formen einer „post-nationalen“ Staatsbürgerschaft auftreten.
Eine ähnliche Stoßrichtung und teilweise auf Soysals Studie aufbauend, geht die Arbeit von Jean L. Cohen. Sie untersucht den exklusiven Charakter politischer Gemeinschaften, insbesondere von Demokratien, und hat sich Gedanken gemacht wie vermieden werden kann, dass diese Schließung sich zu starkem Nationalismus oder Rassismus „verdichtet“. Die Ansätze von Soysal und Cohen werden zunächst nacheinander dargestellt und verglichen. Danach erläutert ein Einschub den Inklusionsbegriff, der dann in einem nächsten Schritt mit den oben genannten Arbeiten in Verhältnis gesetzt wird. Auf die Systemtheorie bezugnehmend, soll untersucht werden inwiefern mit dem beschrieben Wandel des Konzepts der Staatsbürgerschaft eine Krise politischer Inklusion einhergeht und die Relevanz dieses Begriffes für die Staatsbürgerschafts-Debatte anhand der Arbeit von Rudolf Stichweh dargestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

II. Einleitung

III. Staatsbürgerschaft im Wandel:

1. Postnational citizenship

2. Disaggregation

IV. Staatsbürgerschaft und Inklusion

1. Zum Inklusionsbegriff

2. Politische Inklusion in der Krise?

V. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Institution der Staatsbürgerschaft in Europa und Nordamerika während der Nachkriegszeit. Dabei wird analysiert, ob die zunehmende globale Verflechtung und die Bedeutung von Menschenrechten zu einer Krise der politischen Inklusion führen oder ob neue, transnationale Formen der Teilhabe entstehen.

  • Wandel der nationalen Staatsbürgerschaft durch Globalisierung und Migration.
  • Vergleich der Ansätze von Yasemin N. Soysal und Jean L. Cohen.
  • Analyse des Begriffs der politischen Inklusion unter systemtheoretischen Gesichtspunkten.
  • Diskussion über das Spannungsfeld zwischen Nationalstaat und universalen Menschenrechten.
  • Bewertung, ob das traditionelle Staatsbürgerschaftsmodell seine integrative Kraft verliert.

Auszug aus dem Buch

Postnational citizenship

Yasemin Soysal untersucht im ersten Teil ihrer oben erwähnten Studie die Auswirkung unterschiedlicher Integrationsansätze für Gastarbeiter in sechs europäischen Gastländern auf die Selbstorganisation der Gastarbeiter. Sie untersucht zudem den Zugang zu zivilen und sozialen, aber auch politischen Rechten, den Gastarbeiter in diesen Ländern haben, hierzu zählen der Anspruch auf Arbeitslosengeld, Renten und Kindergeld, das Recht auf Familienzuzug, Versammlungsfreiheit, Zugang zum Bildungswesen und zum Arbeitsmarkt u.v.m. Die Autorin kommt in der Studie zu der Zwischenbilanz, dass mit Ausnahme von politischen Rechten auf nationaler und regionaler Ebene, die Rechte von Gastarbeitern in den untersuchten Ländern sich nicht wesentlich von den Rechten der Staatsbürgern des entsprechenden Staates unterscheiden, und dass sich außerdem in einer Art Isomorphismus die Rechte, die die einzelnen Staaten den Gastarbeitern gewähren, immer mehr mit denen anderer Staaten angleichen.

Diese empirische Beobachtungen vorausgesetzt, untersucht sie danach die Struktur und Bedeutung von Staatsbürgerschaft in der gegenwärtigen Welt. Soysal sieht die moderne Staatenwelt durch ein Spannungsfeld zwischen dem Konzept der nationalen Souveränität und dem der universellen Menschenrechte gekennzeichnet, denn:

These principles form pivotal components of postwar international migration regimes. The principle of national sovereignty ordains that every “nation” has a right to its own territorially delimited state, and that only those who belong to the nation have the right to participate as citizens of the state.

Zusammenfassung der Kapitel

II. Einleitung: Die Einleitung umreißt den historischen Wandel der Staatsbürgerschaft und führt die zentralen Forschungsansätze von Soysal und Cohen ein, um den Bedeutungsverlust des nationalstaatlichen Modells zu beleuchten.

III. Staatsbürgerschaft im Wandel:: Dieses Kapitel analysiert das Konzept der "Postnational citizenship" und die theoretische "Disaggregation" der Staatsbürgerschaft in verschiedene politische, rechtliche und identitätsstiftende Ebenen.

IV. Staatsbürgerschaft und Inklusion: Hier wird der systemtheoretische Inklusionsbegriff nach Parsons und Stichweh auf die Staatsbürgerschaft angewandt, um zu prüfen, ob die aktuelle Entwicklung tatsächlich eine Krise der politischen Teilhabe darstellt.

V. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Staatsbürgerschaft weiterhin als politisches Konzept mit spezifischer Mitgliedschaft zu verstehen ist und Diskriminierung im Alltag oft schwerer wiegt als rechtliche Einschränkungen.

Schlüsselwörter

Staatsbürgerschaft, Nationalstaat, Globalisierung, Inklusion, politische Teilhabe, Menschenrechte, Postnational citizenship, Migration, Gastarbeiter, Demokratie, Identität, Souveränität, Systemtheorie, soziale Schließung, politische Gemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Wandel des Konzepts der Staatsbürgerschaft in westlichen Demokratien unter dem Einfluss globaler Prozesse wie Migration und der wachsenden Bedeutung internationaler Menschenrechtsregime.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der "Postnational citizenship", der Disaggregation staatlicher Kompetenzen sowie der Frage der politischen Inklusion von Menschen ohne formale Staatsbürgerschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob die Institution der Staatsbürgerschaft einen Bedeutungsverlust erleidet und ob der Wandel des Konzepts zu einer Krise der politischen Inklusion im modernen Nationalstaat führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine vergleichende Analyse der theoretischen und empirischen Arbeiten von Yasemin N. Soysal und Jean L. Cohen sowie auf eine systemtheoretische Diskussion der politischen Inklusion nach Rudolf Stichweh.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ansätze von Soysal und Cohen, deren theoretische Gegenüberstellung sowie die Anwendung des Inklusionsbegriffs auf die aktuelle Staatsbürgerschafts-Debatte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Staatsbürgerschaft, Nationalstaat, Inklusion, Postnational citizenship, politische Partizipation und die Spannung zwischen nationaler Identität und universalen Personenrechten.

Wie unterscheidet sich "Postnational citizenship" von der klassischen nationalen Staatsbürgerschaft?

Bei der postnationalen Staatsbürgerschaft werden Rechte nicht mehr ausschließlich durch die Zugehörigkeit zu einem Nationalstaat, sondern zunehmend durch den Status als Person und universelle Menschenrechte legitimiert.

Welche Bedeutung kommt dem Inklusionsbegriff nach Talcott Parsons in dieser Arbeit zu?

Parsons sieht Staatsbürgerschaft als Instrument zur Einbeziehung von Gesellschaftsmitgliedern in soziale und politische Rechte; die Arbeit prüft, ob dieses Modell in einer globalisierten Welt noch Bestand hat.

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Details

Title
Staatsbürgerschaft: ein politisches Konzept im Wandel - oder in der Krise?
College
LMU Munich  (Institut für Soziologie der Universität München)
Course
Hauptseminar: Entgrenzung und Entscheidung - Politik, Recht und Regulierung in der reflexiven Moderne
Grade
2,0
Author
Malik Malocho (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V46472
ISBN (eBook)
9783638436632
Language
German
Tags
Staatsbürgerschaft Konzept Wandel Krise Hauptseminar Entgrenzung Entscheidung Politik Recht Regulierung Moderne
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Malik Malocho (Author), 2004, Staatsbürgerschaft: ein politisches Konzept im Wandel - oder in der Krise?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/46472
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