Mit Schlagzeilen wie „Betrug statt Wissenschaft“, „Täuschung mit falschen Studien“ oder „Internetlügen – Die Wahrheit hinter so genannten Fakten“ werden wir heutzutage immer häufiger konfrontiert. Es kursieren immens viele mutmaßliche Theorien im Internet, die auf angeblichen Fakten beruhen, die den Menschen möglichst glaubhaft und logisch verkauft werden. Angebliche, wissenschaftliche Behauptungen können ohne vorhandene Beweise daher schnell zu Fakten werden. Man sollte wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht einfach bedingungslos vertrauen, sondern stets die Glaubwürdigkeit hinterfragen. Daraus stellt sich die Frage, wann man überhaupt von Wissenschaft reden darf.
In dieser Hausarbeit geht es daher um die Fragestellung: Was ist Wissenschaft? Problematische Ausgangslage ist die Interpretationsvielfalt der Wissenschaft. Es gibt viele, zum Teil sehr stark abweichende, Auffassungen von der Wissenschaft. Um diese komplexe Frage dennoch zu beantworten, werde ich zunächst die Grundzüge der Wissenschaft darlegen. Danach werde ich das wissenschaftliche Verständnis verschiedener Vertreter von Denkschulen im zeitlichen Wandel von der Antike bis zum heutigen 21. Jhd. aufzeigen und in diesem Kontext auch auf die heutige Beeinflussung der Digitalisierung eingehen. Abschließend nehme ich Bezug auf den Stellenwert der Wissenschaft mit Ausblick in die Zukunft und beende meine Arbeit mit einem persönlichen Fazit.
Viel Spaß beim Lesen und Weiterdenken!
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in das Thema
2 Grundzüge der Wissenschaft
2.1 Begriffsdefinition: Wissenschaft
2.2 Wesensmerkmale der Wissenschaft
2.2.1 Wissenschaft als sozialer Prozess
2.2.2 Wissenschaft als kognitiver, methodischer Prozess
2.3 Wissenschaftsbereiche
3 Wissenschaft im Wandel der Zeit
3.1 Historische Herangehensweise von der Antike bis heute
3.1.1 Antike bis 17. Jhd.
3.1.2 17. Jhd. bis zweite Hälfte des 19. Jhd.
3.1.3 Zweite Hälfte des 19. Jhd. bis letztes Drittel des 20. Jhd.
3.1.4 Heutiges 21. Jhd.
3.2 Beeinflussung der Digitalisierung auf die heutige Wissenschaft
4 Heutige Wissenschaftstheorie
4.1 Wissenschaftliche Qualitätskriterien
4.2 Methoden der Wissenschaft
5 Bedeutsamkeit der Wissenschaft
5.1 Stellenwert der Wissenschaft
5.2 Ethik in der Wissenschaft
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der grundlegenden Fragestellung "Was ist Wissenschaft?" auseinander. Ziel ist es, in einem von Informationsvielfalt und Interpretationsspielräumen geprägten Umfeld Klarheit über das Wesen, die historische Entwicklung und die methodischen Anforderungen wissenschaftlichen Arbeitens zu schaffen sowie den Stellenwert der Wissenschaft in der heutigen Zeit zu reflektieren.
- Grundlagen und Wesensmerkmale der Wissenschaft
- Wissenschaftsgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart
- Einfluss der Digitalisierung auf wissenschaftliche Arbeitsprozesse
- Wissenschaftliche Qualitätskriterien und Forschungsmethoden
- Ethische Verantwortung und gesellschaftliche Bedeutung der Wissenschaft
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Antike bis 17. Jhd.
Wissenschaft erzeugt Wissen, das durch Beweise (in Form von Zusammenhängen, mathematischer Berechnungen und/oder Veranschaulichung) gesichert wird.
Sokrates (469-399 v.Chr.), griech. Philosoph: Vermeintliches Wissen war für ihn beweisloses Für selbstverständlich-Halten. Er bezeichnete sich selbst als unwissend und sah seine Aufgabe darin, das Scheinwissen anderer durch den »Sokratischen Dialog« zu entlarven.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griech. Philosoph, Naturforscher und Meisterschüler von Platon (etwa 427-347 v.Chr.): Er verfolgte grundsätzlich das Prinzip der Induktion und zog aus beobachteten Einzelfällen Schlüsse für allgemeine Grundprinzipien. Seine Lehre vom richtigen Denken (Logos), im Sinne von Form und Methode hat bis heute Bestand. Viele Begriffe und Definitionen gehen auf seinen Ansatz zurück. Aristoteles fühlte sich stets verbunden mit Platon – auch wenn er dessen Ansichten, v.a. die platonische Ideenlehre, verwarf und sich stärker der Empirie verpflichtet fühlte. (Flashar, 2013)
Euklid von Alexandria (schätzungsweise 365-300 v.Chr.), griech. Mathematiker: Er hat wesentliche mathematische Inhalte, die an Platons Akademie gelehrt wurden, in ein wissenschaftliches Lehrbuch zusammengefasst: „Die Elemente von Euklid“. (Euklid, 2003) Bereits bedeutende Mathematiker vor ihm, wie z.B. Thales von Milet (624-546 v.Chr.) gewannen mathematische Erkenntnisse, allerdings ohne ersichtliche Zusammenhänge. Euklid fasste das mathematische Wissen seiner Zeit systematisch durch logische Schlussfolgerungen zusammen, indem jede Erkenntnis auf eine schon vorher gesicherte Einsicht zurückgeführt und abgesichert wurde. Euklid legte Grundsätze fest, sog. „Axiome“, aus denen dann alle weiteren Schlussfolgerungen, sog. „Postulate“, abgeleitet werden konnten (deduktive Methode). (Bibliographisches Institut GmbH, 2018)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in das Thema: Das Kapitel führt in die Problematik ein, dass im Internet kursierende, unbewiesene Behauptungen wissenschaftliche Erkenntnisse vortäuschen, und leitet daraus die zentrale Fragestellung der Hausarbeit ab.
2 Grundzüge der Wissenschaft: Hier werden Definitionen und die Merkmale der Wissenschaft als sozialer sowie methodischer Erkenntnisprozess erläutert und eine beispielhafte Einteilung der Wissenschaftsbereiche vorgenommen.
3 Wissenschaft im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des wissenschaftlichen Arbeitens von der Antike bis zum heutigen digitalen Zeitalter nach und beleuchtet den Einfluss der Digitalisierung.
4 Heutige Wissenschaftstheorie: Es werden die wissenschaftlichen Qualitätskriterien definiert und die zwei wesentlichen systematischen Forschungsmethoden – qualitativ und quantitativ – dargestellt.
5 Bedeutsamkeit der Wissenschaft: Hier wird der hohe Stellenwert der Wissenschaft für die Gesellschaft unterstrichen und die Notwendigkeit ethischen Handelns im Kontext der Wissensverfügbarkeit diskutiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Wissenschaft ein stetem Wandel unterworfenes, methodisch geregeltes Erkenntnissystem ist, das durch kritische Hinterfragung und den Einsatz des Zweifels permanenten Fortschritt sichert.
Schlüsselwörter
Wissenschaft, Wissenschaftstheorie, Erkenntnisgewinnung, Methoden, Wissenschaftsgeschichte, Digitalisierung, Qualitätskriterien, Objektivität, Falsifikation, Induktion, Deduktion, Ethik, Wissenschaftsbereiche, Forschungsprozess, Wissensgesellschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der grundlegenden Frage, was Wissenschaft eigentlich ausmacht und wie sich das wissenschaftliche Verständnis im Laufe der Zeit entwickelt hat.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Wissenschaft, deren historische Entwicklung, die heutige Wissenschaftstheorie mit ihren Qualitätskriterien und Methoden sowie die ethische Bedeutung von Wissenschaft.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, ein klares Verständnis für den Begriff "Wissenschaft" in einem Umfeld zu schaffen, das von Interpretationsvielfalt und teilweise irreführenden Informationen im Internet geprägt ist.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden beschrieben?
Die Arbeit unterscheidet zwischen quantitativen Methoden (deduktives Vorgehen, z.B. Statistik und Experimente) und qualitativen Methoden (induktives Vorgehen, z.B. Interviews und Analysen komplexer Phänomene).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundzüge der Wissenschaft, eine historische Analyse der Wissenschaftsgeschichte bis hin zur heutigen Digitalisierung, die theoretische Einordnung wissenschaftlichen Arbeitens und die Diskussion über den Stellenwert sowie die Ethik in der Wissenschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wissenschaftstheorie, Erkenntnisgewinnung, wissenschaftliche Methoden, historische Entwicklung, Digitalisierung und ethische Verantwortung charakterisiert.
Inwiefern beeinflusst die Digitalisierung die heutige Wissenschaft?
Die Digitalisierung ermöglicht einen schnellen Zugriff auf große Datenmengen, birgt jedoch gleichzeitig die Gefahr der Verbreitung von Falschinformationen, was eine kritische Hinterfragung und Relevanzprüfung des Wissens unerlässlich macht.
Warum ist die Unterscheidung zwischen quantitativen und qualitativen Methoden wichtig?
Die Wahl der Methode führt zu unterschiedlichen Forschungsergebnissen, da sie jeweils andere Erkenntniszugänge ermöglichen; in der Praxis ergänzen sich diese beiden Ansätze jedoch sinnvoll.
Welche Rolle spielt der "Zweifel" in der Wissenschaft?
Der Zweifel wird in der Arbeit als unverzichtbare Grundhaltung und methodisches Instrument dargestellt, das notwendig ist, um Scheinwissen zu entlarven und Fortschritt durch stetige Überprüfung zu sichern.
- Quote paper
- Melanie Pappendorf (Author), 2018, Was ist Wissenschaft? Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/462224