Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Musicology - Miscellaneous

Die Entwicklung des Musikunterrichts durch Leo Kestenberg und ihre Umsetzung

Title: Die Entwicklung des Musikunterrichts durch Leo Kestenberg und ihre Umsetzung

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Behner (Author)

Musicology - Miscellaneous

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Als Musikstudent des ersten oder zweiten Semesters macht man sich anfangs eher selten Gedanken über die wirklichen Hintergründe seines Studienfaches, zum Beispiel wie es entstanden ist, aus welchem Grund oder durch wen es geprägt wurde.
Man ist sich selbst überhaupt nicht darüber im Klaren, dass das Unterrichtsfach Musik als solches vor nicht allzu langer Zeit erst entworfen und geprägt wurde. Musikunterricht, wie er heutzutage erlebt wird, unterscheidet sich stark von dem Musikunterricht wie er vor und kurz nach der Jahrhundertwende – der Wechsel vom 19. zum 20. Jahrhundert – noch bestand. Dies gilt auch für das Musikstudium auf Lehramt, dass in keinster Weise mit dem damaligen „Studium“ des Musiklehrers vergleichbar ist.
Vielen Musikpädagogen und -reformern hat man es zu verdanken, dass in den 20er Jahren ein bestimmender Einfluss auf die Musikpädagogik ausgeübt wurde, zugunsten einer bedeutsamen Veränderung des Unterrichtsfaches Musik und der Lehrerausbildung im Bereich Musik.
Doch vor allem ein Musikreformer sticht aus der Masse hervor. Leo Kestenberg – dem vielseitigen, weitblickenden und leidenschaftlichen Pianisten, Politiker, Klavier- und Musikpädagogen - war es zu verdanken, dass konkrete Visionen und Vorstellungen zur Musik als erzieherisches Mittel in der Schule entstanden sind, konkretisiert und schließlich auch schulpolitisch durchgesetzt wurden.
Im Fokus meiner Arbeit stehen die Entwicklung und Umsetzung des Musikunterrichts durch Leo Kestenberg, sowie der Einfluss Kestenbergs auf den heutigen Musikunterricht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kestenbergs Motivation und Gründe für seine ersten globalen Ziele

3. Die konkreten Forderungen Kestenbergs in seiner Schrift „Musikpflege und Musikerziehung“

4. Der Einfluss von Kestenbergs Gegner auf seine Schriften und seine spätere Reform

5. Die Lernziele, -inhalte und -methoden der Ministerialerlasse

5.1 Die höhere Schule

5.2 Die Mittelschule

5.3 Die Volksschule

6. Die neue Ordnung der Prüfung für das Künstlerische Lehramt

7. Das Scheitern der Kestenberg-Reform

8. Der späte (Teil-)Erfolg der Reform in der Nachkriegszeit bis heute

9. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die weitreichende Reform des Musikunterrichts durch Leo Kestenberg zu analysieren, deren Umsetzung zu untersuchen und ihren nachhaltigen Einfluss auf die heutige Musikpädagogik und Lehrerausbildung aufzuzeigen. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei insbesondere auf die Frage, inwieweit die damaligen Visionen Kestenbergs noch immer in aktuellen Lehrplänen und Strukturen des Musikstudiums erkennbar sind.

  • Biografische und politische Motivation Kestenbergs für seine musikpädagogischen Ziele.
  • Analyse der programmatischen Schriften zur Musikpflege und Musikerziehung.
  • Strukturelle Neuerungen im Musikunterricht verschiedener Schultypen (höhere Schule, Mittelschule, Volksschule).
  • Reform der Ausbildung für das künstlerische Lehramt und deren historische Bedeutung.
  • Kritische Reflexion über das Scheitern und den späten Erfolg der Kestenberg-Reform.

Auszug aus dem Buch

3. Die konkreten Forderungen Kestenbergs in seiner Schrift „Musikpflege und Musikerziehung“

1921 veröffentlichte Kestenberg, der mittlerweile als Musikreferent im preußischen Kultusministerium angestellt worden war, seine Denkschrift „Musikerziehung und Musikpflege“. Diese Schrift stellte einen großen umfassenden Ausblick auf seine später erschienene Reform dar. Kestenberg sah sich in seiner neuen Stellung dazu verpflichtet, eine solche programmatische Schrift über alle seine zukünftigen Vorhaben und Ziele zu verfassen. In seinem Buch erwähnte er zwei Hauptziele: Auf der einen Seite die Bildung einer völlig neuen Gesellschaft, die auf dem Fundament der Gemeinschaft und Musik aufbaut. Auf der anderen Seite wollte er die Grenzen zwischen Volk und Kunst aufbrechen, da für ihn, wie im vorigen Kapitel erwähnt, Musik und Sozialismus eine unzertrennliche Einheit waren. Dies sollte zum Erhalt und zur Neuerung der deutschen Musikkultur führen. Um dies allerdings zu erreichen, musste eine wesentliche Vorrausetzung geschaffen sein: Die musikalische Volksbildung des gesamten Volkes. Diesbezüglich stand die Musikerziehung in pädagogischen Institutionen, wie Kindergärten, Volksschulen, Universitäten und Volkshochschulen im Fokus. Je nach Institution setzte er leicht voneinander abweichende Schwerpunkte. Für den Kindergarten forderte Kestenberg die Implementierung von Kinderliedern und –spielen, rhythmische Gymnastik, Gehörbildung und Improvisation. Die Kinder sollten dadurch mehr „[…] in das Musikempfinden und Verstehen, ja auch in das musikalische Gestalten hineinwachsen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Ursprüngen und Hintergründen des modernen Musikunterrichts und führt in die zentrale Rolle Leo Kestenbergs als Reformer ein.

2. Kestenbergs Motivation und Gründe für seine ersten globalen Ziele: Dieses Kapitel erläutert, wie Kestenbergs sozialdemokratische Prägung und sein Wunsch nach kultureller Teilhabe für alle Schichten zur Notwendigkeit einer umfassenden Reform des damaligen Gesangsunterrichts führten.

3. Die konkreten Forderungen Kestenbergs in seiner Schrift „Musikpflege und Musikerziehung“: Hier werden die zentralen Ziele der Denkschrift dargelegt, insbesondere die musikalische Volksbildung und die Verbindung von Musik, Erziehung und Gesellschaft.

4. Der Einfluss von Kestenbergs Gegner auf seine Schriften und seine spätere Reform: Das Kapitel beschreibt die politischen Widerstände, auf die Kestenberg stieß, und wie er durch Kompromisse versuchte, seine Reformideen trotz widriger Umstände zu sichern.

5. Die Lernziele, -inhalte und -methoden der Ministerialerlasse: Dies beleuchtet die konkrete Umsetzung der Reform in verschiedenen Schultypen, wobei der Fokus auf dem Wechsel von reinem Gesang hin zu einer ganzheitlichen Musikerziehung liegt.

6. Die neue Ordnung der Prüfung für das Künstlerische Lehramt: Hier wird die Professionalisierung des Musiklehrerberufs durch eine dreigliedrige Ausbildung (künstlerisch, wissenschaftlich, pädagogisch) analysiert.

7. Das Scheitern der Kestenberg-Reform: Dieses Kapitel thematisiert die wirtschaftlichen Hindernisse, wie die Weltwirtschaftskrise und Personalmangel, die eine vollständige Entfaltung der Reform verhinderten.

8. Der späte (Teil-)Erfolg der Reform in der Nachkriegszeit bis heute: Abschließend wird aufgezeigt, wie Kestenbergs Reformansätze nach 1945 und bis in die heutige Zeit in Lehrplänen und Ausbildungssystemen fortbestehen.

9. Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung würdigt die nachhaltige Bedeutung Kestenbergs für die Gleichstellung des Faches Musik mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen.

Schlüsselwörter

Leo Kestenberg, Musikunterricht, Musikerziehung, Musikpflege, Schulreform, Musikpädagogik, Lehrerbildung, Gesangsunterricht, Volksbildung, Gemeinschaftserziehung, Musikgeschichte, Ministerialerlasse, Musiklehrer, Musikwissenschaft, Musikpraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und schulpolitische Durchsetzung des Musikunterrichts durch den Reformer Leo Kestenberg sowie dessen langfristigen Einfluss auf die heutige Musikpädagogik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Motivation Kestenbergs, die Transformation des Gesangsunterrichts in eine umfassende Musikerziehung, die Neugestaltung der Lehrerausbildung und die Wirksamkeit dieser Reformen in verschiedenen historischen Kontexten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die visionären Ansätze Kestenbergs aufzuzeigen und zu prüfen, inwieweit diese die heutigen Strukturen im Musiklehramtsstudium und an Schulen maßgeblich geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Denkschriften, Ministerialerlasse sowie fachwissenschaftlicher Literatur zur Musikpädagogik basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Reformansätze, die schulspezifische Umsetzung der neuen Lerninhalte, die Neustrukturierung der Lehramtsprüfung und die kritische Auseinandersetzung mit dem Scheitern und dem späteren Fortwirken der Reform.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kestenberg, Musikerziehung, Musikunterricht, Musikpädagogik, Lehrerbildung und Reformkonzepte sind die prägenden Begriffe.

Warum war die "Ordnung der Prüfung" für Kestenberg so wichtig?

Durch die wissenschaftliche und pädagogische Fundierung der Lehrerausbildung wollte Kestenberg den Musiklehrerberuf qualitativ aufwerten und ihn mit anderen wissenschaftlichen Fachlehrern gleichstellen.

Inwieweit spielt die aktuelle Lehrerbildung in die Arbeit mit ein?

Der Autor vergleicht Kestenbergs "3-Säulen-System" (Musikpraxis, -wissenschaft und -pädagogik) mit dem modernen Studienbuch der Universität Siegen, um die Kontinuität der Kestenberg-Reform zu belegen.

Wie wirkte sich die politische Situation der 1920er Jahre auf die Reform aus?

Wirtschaftliche Krisen, Inflation und politische Widerstände führten zu Kürzungen und Kompromissen, die das volle Entfalten der Reform verhinderten, obwohl das strukturelle Fundament erhalten blieb.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Die Entwicklung des Musikunterrichts durch Leo Kestenberg und ihre Umsetzung
College
University of Siegen
Grade
1,7
Author
Daniel Behner (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V461260
ISBN (eBook)
9783668914391
ISBN (Book)
9783668914407
Language
German
Tags
entwicklung musikunterrichts kestenberg umsetzung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Behner (Author), 2011, Die Entwicklung des Musikunterrichts durch Leo Kestenberg und ihre Umsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/461260
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint