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Entstehung, Erfüllung und Enttäuschung einer Phantasie in David Cronenbergs "M.Butterfly"

Title: Entstehung, Erfüllung und Enttäuschung einer Phantasie in David Cronenbergs "M.Butterfly"

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 30 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Nicole Knuppertz (Author)

Film Science

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Summary Excerpt Details

‘A former French diplomat and a Chinese opera singer have been
sentenced to six years in jail for spying for China after a two-day
trial that traced a story of clandestine love and mistaken sexual
identity. … Mr. Bouriscot was accussed of passing information
to China after he fell in love with Mr. Shi, whom he believed for
twenty years to be a woman.’
NY Times, May 11, 1986.

David Cronenbergs Film "M.Butterfly" konfrontiert den Zuschauer mit einem Bild der Täuschung vom westlichen, weißen Mann und der devoten, asiatischen Frau, um deutlich zu machen, inwiefern die Darstellung dieser beiden Kulturen mit Vorurteilen behaftet ist. Durch den Aufbau einer Illusion versucht Cronenberg nicht nur darzustellen, auf welche Weise die Hauptfigur Rene Gallimard von Vorurteilen und Klischees über die asiatische Welt geleitet wird, sondern auch inwiefern der Zuschauer dazu neigt, diesem Klischee unkritisch zu folgen. David Cronenberg nutzt somit die Figur Gallimard, um dem Zuschauer zu zeigen, durch welche stereotypischen Mittel die asiatische Welt, und somit M.Butterfly, wahrgenommen wird.

Rene Gallimard baut sich durch seine Unwissenheit und sein Desinteresse über die asiatische Kultur ein eigenes Phantasiebild auf. Dieses Phantasiebild repäsentriert für Gallimard die Erfüllung seiner Träume, indem er die perfekte, asiatische Frau, seine M.Butterfly, für sich konstruiert. Die Frage ist nun, ob er die Täuschung, die hinter seinem Konstrukt liegt, bewusst erkennt. Denn über die Entstehung bis hin zur Erfüllung und Enttäuschung seiner Phantasie wird nicht deutlich, ob Gallimard sich über seine eigene Täuschung und die Täuschung Song Lilings an ihm bewusst ist.

Ziel dieser Arbeit ist es, darzustellen, wie David Cronenberg den Prozess darstellt, indem Rene Gallimard sich sein Phantasiebild der M.Butterfly aufbaut und warum nach Aufdeckung der Wahrheit, dass Song Liling in Wirklichkeit ein Mann ist, der einzige Weg für ihn ist, Selbstmord zu begehen. Desweiteren wird am Ende der Analyse die Darstellung von Gender und die Transformation der Geschlechter mehr Aufmerksamkeit erhalten, um eine Erklärung für Gallimards Verhalten finden zu können. Die zentrale Frage ist hier, inwiefern Cronenberg die Sichtweise Gallimards auf Song Liling als seine M.Butterfly präsentiert. Zusätzlich wird hinterfragt, ob Cronenberg dem Zuschauer inhaltlich oder filmisch Hinweise gibt, dass es sich bei Song Liling um einen Mann handelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung der Phantasie M.Butterfly

2.1. Analyse Szene 1: Opern-Aufführung der Madame Butterfly in der Botschaft

2.2. Analyse Szene 2: Gallimards und Songs erstes Gespräch nach der Aufführung

3. Erfüllung der Phantasie M.Butterfly

3.1. Analyse Szene 3: Gallimards erster Besuch bei Song

3.2. Analyse Szene 4: Gallimards Rückkehr zu Song

3.3. Analyse Szene 6: Gallimards Zweifel an Song

4. Enttäuschung der Phantasie M.Butterfly

4.1. Analyse Szene 6: Gallimards Konfrontation mit der wahren Identität Songs

4.2. Analyse Szene 7: Gallimards & Songs Gespräch im Auto

4.3. Analyse Szene 8: Gallimards Selbstmord

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den psychologischen Prozess, durch den die Hauptfigur Rene Gallimard in David Cronenbergs Film "M.Butterfly" ein idealisiertes Phantasiebild einer asiatischen Frau aufbaut und dieses trotz gegenteiliger Realität aufrechterhält. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, inwiefern die Aufdeckung der wahren Identität seines Gegenübers Song Liling als Mann die zwangsläufige Konsequenz eines Selbstmordes nach sich zieht und welche Rolle dabei die Transformation der Geschlechter sowie rassistische und koloniale Stereotype spielen.

  • Konstruktion von Illusionen und Phantasiebildern
  • Analyse der Geschlechterrollen und Gender-Transformation
  • Die psychologische Bedeutung des Begriffs "Racial Castration"
  • Der Zusammenhang zwischen kulturellen Vorurteilen und Wunschdenken
  • Die Rolle der Filmästhetik bei der Täuschung des Zuschauers

Auszug aus dem Buch

3.1. Analyse Szene 3: Gallimards erster Besuch bei Song

Die Entstehung der Phantasie von Gallimards M.Butterfly ermöglicht es Gallimard sich eine neue Identität aufzubauen, da er sich von da an als dominanter, weißer Mann definieren kann. Gallimard erhält in seinem Beruf wenig Anerkennung. Kurz nachdem er bei Song Liling zum ersten Mal erscheint, wird er von seinen Kollegen lediglich als ‘kleiner Buchhalter’ gemobbt. Gallimard scheint auf die Außenseiter-Position abonniert. Durch Song Liling kann Gallimard die Anerkennung und den Respekt, die ihm fehlen, durch sein Phantasiekonstrukt kompensieren.

Song Liling repräsentiert somit die Basis für Gallimards Vorstellung der Butterfly-Phantasie. In der Szene, in der Gallimard Song Liling das erste Mal zu Hause besucht, wird deutlich, dass Song genau dieses Bedürfnis Gallimards nutzt um Gallimards Vorstellung der devoten, asiatischen Frau zu entsprechen. Auf diese Weise ist es Song Liling, die Gallimard maßgeblich bei dem Aufbau seiner Phantasie unterstützt. Zwar tut sie dies mit eigenem Interesse, trotz allem kann sie Gallimard aber nur fehlleiten, weil dieser seiner eigenen Idee der unterwürfigen, asiatischen Frau bereits ‘verfallen’ ist. Song Liling bestätigt mit ihrem Verhalten die Klischees in Gallimards Kopf, so dass dieser schnell glaubt in Song Liling die perfekte Frau gefunden zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Stereotypen und Täuschung im Film ein und definiert die Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich Gallimards psychologischer Entwicklung.

2. Entstehung der Phantasie M.Butterfly: Das Kapitel befasst sich mit den narrativen und filmischen Mitteln, durch die Gallimard trotz seiner Arbeit in Asien eine passive Haltung gegenüber der dortigen Kultur bewahrt und eine erste Illusion aufbaut.

2.1. Analyse Szene 1: Opern-Aufführung der Madame Butterfly in der Botschaft: Der Abschnitt analysiert, wie durch die Opernaufführung der Grundstein für Gallimards Fehlwahrnehmung und seine romantische Projektion auf Song Liling gelegt wird.

2.2. Analyse Szene 2: Gallimards und Songs erstes Gespräch nach der Aufführung: Hier wird untersucht, wie erste kritische Anmerkungen von Song von Gallimard ignoriert werden, um das eigene Phantasiebild zu schützen.

3. Erfüllung der Phantasie M.Butterfly: Es wird dargelegt, wie die Realität im Sinne des Phantasiebildes umgeformt wird, um Gallimards Identität als dominanter westlicher Mann zu stabilisieren.

3.1. Analyse Szene 3: Gallimards erster Besuch bei Song: Dieser Teil beschreibt die Instrumentalisierung von Songs Verhalten und wie die physische Interaktion Gallimards Machtbedürfnis befriedigt.

3.2. Analyse Szene 4: Gallimards Rückkehr zu Song: Der Autor analysiert hier Gallimards entschiedeneres Auftreten nach seiner Beförderung und den Wunsch, die Rolle des dominanten Partners zu festigen.

3.3. Analyse Szene 6: Gallimards Zweifel an Song: Dieser Abschnitt thematisiert den inneren Konflikt Gallimards, der durch Songs Schamhaftigkeit und seine eigene Verleugnung der Wahrheit unterdrückt wird.

4. Enttäuschung der Phantasie M.Butterfly: In diesem Kapitel wird der Zusammenbruch des Phantasiekonstrukts behandelt, nachdem Song ihre Schwangerschaft vortäuscht und später die Wahrheit ans Licht kommt.

4.1. Analyse Szene 6: Gallimards Konfrontation mit der wahren Identität Songs: Der Fokus liegt auf der Gerichtsverhandlung und dem Moment, in dem die Maskerade von Song Liling fällt und Gallimards Weltbild zerstört wird.

4.2. Analyse Szene 7: Gallimards & Songs Gespräch im Auto: Die Analyse zeigt Gallimards verzweifeltes Festhalten an der Illusion, selbst nachdem Song seine Transformation zum Mann vollzogen hat.

4.3. Analyse Szene 8: Gallimards Selbstmord: Das Kapitel schließt mit der Interpretation des Selbstmords als finalem Akt, um die Butterfly-Phantasie im Tod zu verewigen.

5. Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, wie die konstante Verleugnung der Realität in Gallimards Untergang mündet und unterstreicht die psychologische Tragweite der Filmhandlung.

Schlüsselwörter

M.Butterfly, David Cronenberg, Rene Gallimard, Song Liling, Orientalismus, Phantasiekonstrukt, Geschlechterrolle, Gender, Racial Castration, Fetisch, Puccini, Identitätstäuschung, Selbstmord, Psychologie, Stereotype

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das psychologische Phänomen der Identitätstäuschung und den Aufbau eines idealisierten Phantasiebildes durch die Hauptfigur Rene Gallimard in Cronenbergs Film "M.Butterfly".

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Konstruktion von Geschlechteridentitäten, die Wirkung von orientalistischen Klischees und die psychologische Bedeutung der Verleugnung von Realität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Gallimards Selbstmord die logische Konsequenz aus dem Zusammenbruch seines Phantasiebildes ist, da er nur durch diesen Akt seine eigene Identität als dominanter Mann retten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine filmwissenschaftliche und psychoanalytische Szenenanalyse angewendet, wobei maßgeblich die Theorien von David L. Eng und Michel Foucault zur Anwendung kommen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert den Film in chronologische Phasen: die Entstehung, die Erfüllung und die Enttäuschung der Phantasie, unterfüttert durch detaillierte Analysen einzelner Schlüsselszenen.

Welche Schlüsselbegriffe sind für die Arbeit charakterisierend?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören "Racial Castration", der "Reverse Fetish", Gender-Performance und die koloniale bzw. orientalistische Blickweise.

Warum spielt die Oper "Madame Butterfly" eine so zentrale Rolle für die psychologische Verfassung Gallimards?

Die Oper dient als Vorlage für Gallimards Wunschbild einer devoten Frau und eines überlegenen Mannes; sie bildet den Rahmen, in dem er seine Identität als "Cruel White Man" konstruiert.

Wie beeinflusst der Begriff des "Reverse Fetish" nach David L. Eng die Interpretation des Selbstmords?

Engs Begriff hilft zu erklären, dass Gallimard die Realität (Songs Penis) verleugnet, um sein subjektives Empfinden von Männlichkeit zu sichern; der Selbstmord ist der letzte Versuch, diese psychische Integrität zu wahren.

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Details

Title
Entstehung, Erfüllung und Enttäuschung einer Phantasie in David Cronenbergs "M.Butterfly"
College
University of Cologne  (Institut für Theater-, Film.- und Fernsehwissenschaften)
Course
David Cronenberg: Kalkül und Ekel in den Filmen von David Cronenberg
Grade
2.3
Author
Nicole Knuppertz (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V46033
ISBN (eBook)
9783638433167
ISBN (Book)
9783638658478
Language
German
Tags
Entstehung Erfüllung Enttäuschung Phantasie David Cronenbergs Butterfly David Cronenberg Kalkül Ekel Filmen David Cronenberg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Knuppertz (Author), 2005, Entstehung, Erfüllung und Enttäuschung einer Phantasie in David Cronenbergs "M.Butterfly", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/46033
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