In der nun folgenden Arbeit soll exemplarisch dargestellt werden, wie der kleine bzw. einteilige Kasten zum Mittelpunkt einer oder mehrerer Turnstunden im Schulsport werden kann, wenn man seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten nur zu nutzen weiß. Im Anschluss an die Themenstellung folgen einige didaktische Überlegungen zum Lerngegenstand sowie die mit der Stunde verbundenen Lernziele. Im Zentrum dieser Arbeit steht jedoch die methodische Vorgehensweise, d.h. die konkrete praktische Erarbeitung des Themas. Zu guter Letzt werden die Argumente der an die Stunde anschließenden kritischen Diskussion aufgegriffen, dargestellt und kommentiert, bevor diese Arbeit mit einer kurzen Zusammenfassung endet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Didaktische Überlegungen zum Lerngegenstand
3 Lernziele
3.1 Motorische Lernziele
3.2 Kognitive Lernziele
4 Methodische Erarbeitung des Lerngegenstands
4.1 Aufwärmteil
4.2 Erster Hauptteil
4.3 Zweiter Hauptteil und Schluss
5 Diskussion bzw. kritische Bemerkungen zur Durchführung
5.1 Aufgabenmenge, Übungszeit und Umbau
5.2 Aufwärmen
5.3 Belastungswechsel
5.4 Gefahren
5.5 Fehlerkorrektur
6 Zusammenfassung
7 Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den einteiligen Turnkasten als zentrales Element für eine abwechslungsreiche Sportstunde in der Sekundarstufe I zu etablieren, wobei insbesondere die methodische Vorgehensweise bei der Vermittlung turnerischer Grundformen im Vordergrund steht.
- Didaktische Begründung des Einsatzes von einteiligen Kästen im Schulsport.
- Methodische Planung und Strukturierung von Turnstunden in drei Phasen.
- Entwicklung von motorischen und kognitiven Lernzielen für Schüler.
- Kritische Reflexion der Belastungssteuerung und Gefahrenprävention.
- Förderung der turnerischen Kombinationsfähigkeit durch Partner- und Gruppenübungen.
Auszug aus dem Buch
2 Didaktische Überlegungen zum Lerngegenstand
Wohl nahezu jeder kennt den kleinen Kasten aus seinem eigenen Sportunterricht. Er findet vielfach als Hilfs- oder Konditionsgerät, im Kinderturnen oftmals auch als Spiel oder Sprunggerät Verwendung. Doch stand dieser jemals im Mittelpunkt einer Einheit? Da stellt sich doch die Frage, welche Vorzüge der einteilige Kasten eigentlich hat.
Da wäre zum einen der hohe Aufforderungscharakter des kleinen Kastens, der geradezu dazu einlädt, drauf und drüber zu springen und sich zudem in vielfältiger Weise positionieren lässt (hochkant, auf dem Rücken, etc.), wodurch sich immer wieder neue Möglichkeiten der Verwendung anbieten. Des Weiteren ist für das Erlernen von elementaren Sprung- und Bewegungsformen von großem Vorteil, dass der einteilige Kasten relativ risikolos zu benutzen ist und auch nur sehr wenig Gefahr ausstrahlt, d.h. gerade ängstliche Kinder die Möglichkeit haben, ihre Hemmungen langsam abzubauen und sich mit den Sprungformen vertraut zu machen, bevor es an Sprunggeräte wie den großen Kasten oder den Bock geht. Gerade in der Sekundarstufe I, für welche die folgenden Bewegungsaufgaben konzipiert sind, spielt dieser Aspekt eine wichtige Rolle.
Organisatorisch fällt zusätzlich positiv auf, dass einteilige Kästen im Schulsport zumeist zur Genüge vorhanden sind und sich zudem sehr leicht transportieren lassen, womit Auf- und Umbauaktionen relativ leicht von der Hand gehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der methodischen Zielsetzung der Arbeit im Kontext des Schulsports.
2 Didaktische Überlegungen zum Lerngegenstand: Analyse der Vorzüge des kleinen Kastens hinsichtlich Aufforderungscharakter, Sicherheit und organisatorischer Flexibilität.
3 Lernziele: Definition der angestrebten motorischen und kognitiven Fähigkeiten der Schüler.
4 Methodische Erarbeitung des Lerngegenstands: Detaillierte Darstellung des Aufwärmteils, des ersten Hauptteils sowie des zweiten Hauptteils inklusive der jeweiligen Aufgabenstellungen.
5 Diskussion bzw. kritische Bemerkungen zur Durchführung: Reflexion über Zeitmanagement, Belastungsintensität, Sicherheit und die Qualität der Fehlerkorrektur.
6 Zusammenfassung: Abschließende Bilanz der Planung, Durchführung und Bewertung der Turnstunde.
7 Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Einteiliger Turnkasten, Schulsport, Sekundarstufe I, Turnerische Sprungformen, Bodenturnen, Methodik, Bewegungsfluss, Partnerturnen, Gruppenturnen, Gerätekombination, Didaktik, Belastungssteuerung, Fehlerkorrektur, Bewegungsaufgabe, Gerätturnen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die didaktische und methodische Planung sowie die praktische Durchführung und kritische Analyse einer Sportstunde für die Sekundarstufe I, bei der der einteilige Turnkasten im Mittelpunkt steht.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themen umfassen die didaktische Einordnung von Turngeräten, die methodische Strukturierung von Lernprozessen, die Variation von Bewegungsaufgaben sowie die sicherheitstechnische und pädagogische Reflexion des Unterrichts.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schüler durch abwechslungsreiche Übungskombinationen am einteiligen Kasten lernen, ihre Bewegungsmöglichkeiten variabel und synchron mit Partnern zu entfalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine exemplarische, praxisorientierte didaktische Planung angewandt, die durch eine anschließende kritische Diskussion und Reflexion der durchgeführten Unterrichtseinheit ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Erarbeitung, beginnend mit einem Aufwärmteil über zwei Hauptteile, in denen der Komplexitätsgrad der Anforderungen schrittweise gesteigert wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Einteiliger Turnkasten, Schulsport, Methodik, Bewegungsfluss, Partner- und Gruppenturnen sowie Didaktik.
Warum wurde in der Arbeit bewusst ein Umbau während der Stunde in Kauf genommen?
Der Autor wollte den Sportstudenten ein möglichst breit gefächertes Spektrum an Aufgaben präsentieren, auch wenn dies zu Lasten der reinen Übungszeit ging, um den maximalen Lernerfolg für die zukünftige Praxis zu erzielen.
Welche kritischen Punkte werden bezüglich der Belastung genannt?
Es wird kritisiert, dass die Einheit sehr sprunglastig war, was insbesondere in der Wachstumsphase der Schüler zu einer hohen Belastung führen kann, weshalb eine stärkere Einbindung von Elementen aus dem Bodenturnen empfohlen wird.
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- Christian Klaas (Author), 2004, Partner- und gruppenbezogenes Turnen am einteiligen Turnkasten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/46019