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Der Soldat als Philosoph. Zur Ikonographie und Mentalitätsgeschichte ritterlicher Philosophensarkophage im Zeitalter der Soldatenkaiser

Title: Der Soldat als Philosoph. Zur Ikonographie und Mentalitätsgeschichte ritterlicher Philosophensarkophage im Zeitalter der Soldatenkaiser

Term Paper , 2015 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kevin Grossart (Author)

Archaeology

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Ikonographie und der Mentalitätsgeschichte von römischen, ritterlichen Philosophensarkophagen im Zeitalter der Soldatenkaiser.

Die Zeit der sogenannten "Reichskrise des 3. Jahrhunderts" stellte das Imperium Romanum vor enorme Krisen in der Außen- und Innenpolitik. Während sich die Kämpfe mit den germanischen Stämmen im Norden intensivierten, und sich im Osten des Reiches nach den Parthern eine neue Gefahr durch den Aufstieg des Sassanidenreiches manifestierte, gelang es den römischen Rittern, den Equites, in immer machtvollere politische Positionen durch ihren Dienst im Heer aufzusteigen.

In dieser turbulenten Zeit entstanden jedoch auch zahlreiche handwerklich aufwendige Sarkophage mit Darstellungen römischer Ritter im philosophischen Habitus. In dieser Arbeit soll daher der Frage nachgegangen werden, inwieweit sich der höhergestellte römische Soldat des 3. Jahrhunderts. mit der Philosophie identifizieren konnte, aus welchen Gründen er sich das Motiv des Philosophen zur Selbstrepräsentation für die Ewigkeit erwählte und wie sich antike Philosophie und Soldatentum verbinden lassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.1 Einleitung

1.2 Quellenlage

1.3 Forschungsstand

2.1 Die ikonographischen Besonderheiten der ritterlichen Philosophensarkophage

2.2 Der sog. Plotinsarkophag

2.3 Der sog. Musen-Philosophen-Sarkophag Torlonia

2.4 Die Riefelsarkophage

2.5 Die Inschriften

3. Der Soldat als Philosoph? Überlegungen zur Mentalitätsgeschichte der ritterlichen Philosophensarkophage des 3. Jhs.

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit sich römische Soldaten bzw. Ritter des 3. Jahrhunderts mit der Philosophie identifizierten und warum sie das Motiv des Philosophen für ihre Grabmonumente wählten, um eine Verbindung zwischen Militärstand und intellektuellem Habitus zu analysieren.

  • Ikonographische Analyse von Philosophensarkophagen
  • Mentalitätsgeschichte der ritterlichen Elite im 3. Jahrhundert
  • Bedeutung von Bildungsidealen im Militärstand
  • Analyse von Inschriften zur Identifizierung der Grabinhaber
  • Schnittstellen zwischen antiker Philosophie und Soldatentum

Auszug aus dem Buch

2.1 Die ikonographischen Besonderheiten der ritterlichen Philosophensarkophage

Grundsätzlich ähneln Philosophensarkophage, die Rittern zugewiesen werden können, den Sarkophagen mit Darstelllungen von Intellektuellen anderer Auftraggeber stark. Die Darstellung von Philosophen auf römischen Sarkophagreliefs folgt nämlich zumeist dem Topos des „Intellektuellen“ und zeigt den Denker daher undifferenziert. Der Philosoph trägt oftmals ein Pallium. Allerdings trägt der im philosophischen Habitus dargestellte Verstorbene bisweilen auch eine Toga, die seine bürgerlichen Qualitäten betont. Oftmals hält der Intellektuelle eine Buchrolle, die zur Lektüre ausgebreitet oder noch geschlossen sein kann. In einigen Fällen befindet sich zu seinen Füßen ein Scrinium, dabei handelt es sich um eine Schachtel für Buchrollen. Die somit implizierte Menge der Bücher des Philosophen betonen wohl seine umfassende Bildung. Bei Philosophendarstellungen ohne Buchrollen und Scrinia führt der Weise oftmals einen Redegestus aus. Der Intellektuelle kann entweder stehend oder sitzend gezeigt werden. Ist letzteres der Fall, sitzt er oftmals auf einem Hocker, dem Diphros oder einer Kathedra. Die stereotype Darstellungspraxis erlaubt zumeist keine sichere Benennung römischer Ritter. Allein das Schuhwerk kennzeichnet eine mögliche Zugehörigkeit der dargestellten Personen zum Ritterstand. Der Calceus Equester, der von römischen Rittern und freien Bürgern gleichermaßen getragen wurde ist hierbei ein visuelles Mittel sozialer Distinktion. Als Hintergrund werden oftmals Vorhänge, Parapetasmata, verwendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1.1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Situation der Reichskrise des 3. Jahrhunderts ein und formuliert die Fragestellung zur Verbindung von Soldatentum und philosophischem Habitus auf Sarkophagen.

1.2 Quellenlage: Es wird die Anzahl erhaltener Sarkophage diskutiert und dargelegt, dass Inschriften eine zentrale Rolle für die Identifizierung der Grabinhaber spielen, während zeitgenössische historische Werke oft lückenhaft oder problematisch sind.

1.3 Forschungsstand: Der Abschnitt gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Bearbeitung des Themas und betont, dass eine gezielte Untersuchung zur Verbindung von gehobenem Soldatentum und Philosophie bisher ausstand.

2.1 Die ikonographischen Besonderheiten der ritterlichen Philosophensarkophage: Hier werden die typischen Bildmerkmale analysiert, wobei besonders das Schuhwerk als Indikator für den Ritterstand hervorgehoben wird.

2.2 Der sog. Plotinsarkophag: Diese Analyse untersucht ein spezifisches, prunkvolles Sarkophagfragment und die mögliche, wenn auch nicht beweisbare, Identifikation mit dem Philosophen Plotin oder dem Kaiser Gallienus.

2.3 Der sog. Musen-Philosophen-Sarkophag Torlonia: Anhand dieses Werkes wird die Darstellung eines konkreten Ritters, Lucius Pullius Peregrinus, als „siebter Weiser“ im Kontext seiner Ehefrau und der Musen interpretiert.

2.4 Die Riefelsarkophage: Dieses Kapitel widmet sich den handwerklich einfacheren, in Serie gefertigten Sarkophagen, die einer breiteren gesellschaftlichen Schicht den Ausdruck von Bildungsidealen ermöglichten.

2.5 Die Inschriften: Der Fokus liegt auf der Auswertung zweier spezifischer Inschriften, die eine eindeutige Verbindung zwischen dem ritterlichen Offiziersstand und der Wahl des Philosophen-Motivs herstellen.

3. Der Soldat als Philosoph? Überlegungen zur Mentalitätsgeschichte der ritterlichen Philosophensarkophage des 3. Jhs.: Dieses zentrale Kapitel erörtert die ideologischen Schnittstellen zwischen militärischer Disziplin und antiker Philosophie, wie sie etwa bei Sokrates oder Marcus Aurelius vorliegen.

4. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung zeigt auf, dass die Selbstdarstellung als Philosoph den Partizipationswunsch der ritterlichen Elite im 3. Jahrhundert unterstreicht und Philosophie sowie Militär weniger gegensätzlich waren, als oft angenommen.

Schlüsselwörter

Philosophensarkophage, 3. Jahrhundert, Imperium Romanum, Soldatenkaiser, Equites, Ritterstand, Ikonographie, Mentalitätsgeschichte, Intellektueller, Soldatentum, Musen-Philosophen-Sarkophag, Selbstrepräsentation, Calceus Equester, Grabkultur, Antike Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die ikonographische Darstellung römischer Ritter auf sogenannten Philosophensarkophagen während des 3. Jahrhunderts n. Chr. und untersucht die mentalitätsgeschichtlichen Hintergründe dieser Motivwahl.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittmenge von militärischem Rang und intellektuellem Habitus, der sozialen Bedeutung des Ritterstandes sowie der Interpretation von Grabkunst als Ausdruck des persönlichen Selbstverständnisses.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es zu klären, warum höhergestellte römische Soldaten sich auf ihren Sarkophagen als Philosophen abbilden ließen und inwieweit dies eine reale philosophische Identifikation oder ein soziales Prestigestreben widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Verfasser nutzt eine Kombination aus ikonographischer Bildanalyse der Sarkophagreliefs, epigraphischer Auswertung der Inschriften und einer historischen Kontextualisierung durch antike Quellen und moderne sozialgeschichtliche Forschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden spezifische Monumente, wie der Plotinsarkophag und der Sarkophag Torlonia, detailliert untersucht, die ikonographischen Merkmale des Philosophenhabitus analysiert und mentale Verbindungslinien zwischen Kriegertum und stoischer Lebensphilosophie nachgezeichnet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Philosophensarkophage, Equites, Soldatenkaiser, Ikonographie, Mentalitätsgeschichte und Selbstrepräsentation bestimmt.

Welche Rolle spielen die Inschriften auf den Sarkophagen für die Beweisführung?

Die Inschriften sind essentiell, da sie die einzige direkte Möglichkeit bieten, das anonyme Bildprogramm mit konkreten historischen Personen aus dem Ritterstand zu verknüpfen und deren Status als Offiziere zu belegen.

Wie unterscheidet der Autor zwischen prunkvollen Sarkophagen und Riefelsarkophagen?

Der Autor ordnet die prunkvollen Stücke einer exklusiven Oberschicht zu, während er die Riefelsarkophage als günstigeres Serienprodukt interpretiert, das einer breiteren Schicht von Aufsteigern im Militär den Zugang zur Repräsentation als Gebildete ermöglichte.

Warum wird Sokrates in der Arbeit als zentrales Vergleichsbeispiel herangezogen?

Sokrates dient als historisches Vorbild, da er in der antiken Literatur sowohl als großer Philosoph als auch als tapferer Soldat überliefert ist, was ihn zum idealen Verbindungspunkt zwischen den beiden Lebenssphären macht.

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Details

Title
Der Soldat als Philosoph. Zur Ikonographie und Mentalitätsgeschichte ritterlicher Philosophensarkophage im Zeitalter der Soldatenkaiser
College
University of Münster
Grade
1,0
Author
Kevin Grossart (Author)
Publication Year
2015
Pages
16
Catalog Number
V458987
ISBN (eBook)
9783668929791
ISBN (Book)
9783668929807
Language
German
Tags
soldat philosoph ikonographie mentalitätsgeschichte philosophensarkophage zeitalter soldatenkaiser
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kevin Grossart (Author), 2015, Der Soldat als Philosoph. Zur Ikonographie und Mentalitätsgeschichte ritterlicher Philosophensarkophage im Zeitalter der Soldatenkaiser, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/458987
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