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Beurteilen und Benoten im Kunstunterricht. Die Portfoliomethode

Titel: Beurteilen und Benoten im Kunstunterricht. Die Portfoliomethode

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Teresa Wolf (Autor:in)

Pädagogik - Kunstpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Häufiger als in anderen Schulfächern empfinden Schülerinnen und Schüler die Notengebung im Kunstunterricht als unfair und willkürlich. Auf das Gefühl der Ungerechtigkeit folgen meist Vorwürfe, wie die Lehrkraft vergebe die Noten nach Geschmack, Sympathie oder gar aus Lust und Laune. Zudem besteht die Gefahr, dass die Benotung der individuellen, bildnerischen Ergebnisse nicht „als Einschätzung der gestalterischen Leistungen“, sondern „als Bewertung der eigenen Person verstanden“ (Junge 2016, S. 20) wird. Wohl aus Scheu vor diesen Problemen wird die Notenskala im Kunstunterricht selten voll genutzt und meist eine Vier als schlechteste Note vergeben. Immer wieder kommt daher die Frage auf, weshalb im Kunstunterricht überhaupt benotet werde. Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Zensuren betrifft aber nicht nur die künstlerisch-musischen Fächer, sondern die gesamte Organisation von Schule und kann daher nicht isoliert geführt werden (Vgl. Otto 2016, S. 174f.). Aus diesem Grund wird sie nicht Teil dieser Arbeit sein. Aber im Kunstunterricht wird der Widerspruch von ästhetischem, subjektiven Lernen und normierender, objektiver Benotung besonders deutlich. Diese Arbeit untersucht daher, was beachtet werden muss, wenn man im Kunstunterricht bewertet und wie sich die verschiedenen Bewertungsmethoden begründen. Es wird dabei den vier Leitmotiven Pluralität, Kontext, Transparenz und Motivation nach Peez (2008/2016) nachgegangen.

In Kapitel 2 werden nach der Klärung der Begriffe ‚Beurteilung, ‚Bewertung‘ und Benotung‘ die Funktionen der Benotung und die Entwicklung der Bewertung im Kunstunterricht erläutert. Im Anschluss werden drei Gruppen der aktuell praktizierten Bewertungsmethoden nach Peez 2008 mit Unterrichtsbeispielen dargestellt. Im zweiten Teil dieser Arbeit wird vertiefend auf die Methode des Portfolios eingegangen. Es werden Historie, Eigenschaften und Ablauf der Portfolioarbeit beschrieben, Vor- und Nachteile erläutert und Anwendungsbeispiele für den Kunstunterricht aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Beurteilen und Benoten im Kunstunterricht

2.1 Definition von ‚Beurteilung‘, ‚Bewertung‘ und ‚Benotung‘

2.2 Funktionen der Bewertung im Kunstunterricht

2.3 Entwicklung des Kunstunterrichts

2.4 Gruppen der Bewertungsmethoden

2.4.1 Kriterien- bzw. kategorienorientierte Methoden

2.4.2 Das Evidenzurteil

2.4.3 Bewertungsmethoden im reformpädagogisch orientierten, offenen Unterricht

3 Das Portfolio

3.1 Historie und Eigenschaften

3.2 Chancen der Portfoliomethode im Kunstunterricht

3.3 Probleme der Portfoliomethode im Kunstunterricht.

3.4 Anwendungsbeispiele im Kunstunterricht

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und methodischen Ansätze der Leistungsbewertung im Kunstunterricht. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie eine gerechte und transparente Bewertung gelingen kann, wobei der Fokus auf der Portfoliomethode als zukunftsweisendem Instrument liegt.

  • Grundlagen der Beurteilung, Bewertung und Benotung im Kunstunterricht
  • Historische Entwicklung der Bewertung im Kunstunterricht
  • Vergleichende Analyse verschiedener Bewertungsmethoden (kriterienorientiert, Evidenzurteil, reformpädagogische Ansätze)
  • Die Portfoliomethode: Historie, Chancen, Probleme und Praxisbeispiele
  • Leitmotive der Bewertung nach Peez: Pluralität, Kontext, Transparenz und Motivation

Auszug aus dem Buch

3.1 Historie und Eigenschaften

Das Prinzip des Portfolios ist im künstlerischen Bereich sehr alt. Bereits in der Renaissance bewarben sich Künstler und Architekten mit einer „Künstlermappe“, einer Sammlung von Skizzen, Entwürfen und abgeschlossenen Arbeiten, für Ausbildungsplätze und Aufträge. Der Begriff ‚Portfolio‘ leitet sich vom Lateinischen ‚portare‘ (dt. ‚tragen‘) und ‚folium‘ (‚Blatt‘) ab (Vgl. Burkhardt 2014, S. 5). Das Grundprinzip, ausgewählte Arbeiten als Belege für die eigene Leistungsfähigkeit vorzulegen (Vgl. Winter 2016, S. 195), wurde bis heute beibehalten und in viele verschiedene Anwendungsgebiete übertragen. In den USA wurde die Portfoliomethode durch Peter Elbow zu Beginn der 1990er Jahre im Bereich der Schreibpädagogik etabliert. In Deutschland wurde die Methode bereits in den 1970er Jahren beschrieben, hat aber erst in jüngerer Zeit Beachtung gefunden (Vgl. ebd., S. 195f.).

„A portfolio is a purposeful collection of student work, that exhibits the student’s efforts, progress, and achievements in one or more areas. The collection must include student participation in selecting contents, the criteria for selection, the criteria for judging merit, an evidence of student self-refelection“ (Paulson et al. 1991, S. 60, zit. nach Häcker 2011, S. 127).

Im pädagogischen Bereich umfasst das Portfolio (auch „Leistungsmappe“) eine zielgerichtete Auswahl von Schülerarbeiten, durch die der Lernende seinen Lernzuwachs und Entwicklungsprozess dokumentiert. Während des Lernprozesses werden immer wieder Gespräche mit Mitschülern und Lehrkraft über Zwischenergebnisse und weitere Vorhaben geführt (Vgl. Burkhardt 2014, S. 4f.). Die zentralen Prinzipien der Portfolioarbeit sind also: Kommunikation, Transparenz und Partizipation (Vgl. Häcker 2011, S. 129).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der subjektiven Notengebung im Kunstunterricht und führt in die Thematik der Bewertungsmethoden sowie die Zielsetzung der Arbeit ein.

2 Beurteilen und Benoten im Kunstunterricht: Dieses Kapitel klärt die grundlegenden Begriffe der Beurteilung, erläutert die Funktionen der Benotung und stellt verschiedene methodische Bewertungsgruppen im historischen und aktuellen Kontext dar.

3 Das Portfolio: Hier werden die historischen Ursprünge, die zentralen Prinzipien sowie die Chancen und Probleme der Portfolioarbeit detailliert analysiert und durch praktische Anwendungsbeispiele ergänzt.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer reflektierten Bewertungspraxis zusammen und hebt die Portfoliomethode als besonders vorteilhaft für eine kompetenzorientierte Leistungsbewertung hervor.

Schlüsselwörter

Kunstunterricht, Leistungsbewertung, Portfoliomethode, Benotung, Beurteilung, ästhetisches Urteil, Kompetenzorientierung, Transparenz, Selbstbewertung, Lernprozess, Schülerleistung, Reformpädagogik, Evidenzurteil, Reflexion, Bildkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der komplexen Thematik der Leistungsbewertung im Fach Kunst und untersucht, wie diese trotz des Spannungsfelds zwischen subjektivem ästhetischen Empfinden und objektiven Notenvorgaben fair und transparent gestaltet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen der Notengebung, die historische Entwicklung der Kunsterziehung, den Vergleich verschiedener Bewertungsmethoden sowie die Möglichkeiten der Portfoliomethode.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, welche Kriterien bei der Bewertung im Kunstunterricht beachtet werden müssen und wie verschiedene Bewertungsmethoden zur Förderung eines langfristigen Lernprozesses beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender kunstdidaktischer Theorien und der Auswertung von Unterrichtskonzepten sowie Expertenansichten, um die Vor- und Nachteile aktueller Bewertungspraxen darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Begrifflichkeiten und Funktionen der Benotung geklärt. Anschließend werden drei Bewertungsmethoden – kriterienorientierte Verfahren, das Evidenzurteil und reformpädagogische Ansätze – analysiert, bevor die Portfoliomethode ausführlich vorgestellt wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Kunstunterricht, Leistungsbewertung, Portfoliomethode, Transparenz, Lernprozess, ästhetisches Urteil und Kompetenzorientierung.

Warum wird die Portfoliomethode als besonders geeignet im Kunstunterricht hervorgehoben?

Die Portfoliomethode ermöglicht eine prozessorientierte Dokumentation, fördert die Eigenverantwortlichkeit und Partizipation der Schüler und schafft Transparenz im Beurteilungsprozess, was sie besonders schülerorientiert macht.

Was ist das Problem des sogenannten "Evidenzurteils" bei der Leistungsbewertung?

Das Evidenzurteil basiert oft auf einem spontanen, teils unbewussten Eindruck der Lehrkraft, was zu mangelnder Transparenz führen kann und den Eindruck von Willkür erzeugt, da eine explizite Begründung der Note oft schwer nachvollziehbar ist.

Wie unterscheidet sich die "Werte-Station" von konventionellen Bewertungsmethoden?

Die "Werte-Station" nach Thomas Michl nutzt vertikale Magnetleisten mit Punkteskalen für spezifische Kriterien, die sowohl formale Aspekte als auch individuelle kreative Leistungen berücksichtigen und in einen intensiven Lehrer-Schüler-Dialog eingebettet sind.

Welche Rolle spielt die Reflexion in der Portfolioarbeit?

Die Reflexion wird als "Herzstück" der Portfolioarbeit bezeichnet; sie dient den Schülern dazu, ihre eigenen Lernprozesse kritisch zu hinterfragen, Erkenntnisse für zukünftiges Lernen zu gewinnen und dient als Basis für die Kommunikation zwischen Schüler und Lehrkraft.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Beurteilen und Benoten im Kunstunterricht. Die Portfoliomethode
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,3
Autor
Teresa Wolf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V457889
ISBN (eBook)
9783668892668
ISBN (Buch)
9783668892675
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Benoten Noten Zensur Portfolio Unterricht Methode Beurteien Burteilung Benotung Schule Kunst Kunstunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Teresa Wolf (Autor:in), 2018, Beurteilen und Benoten im Kunstunterricht. Die Portfoliomethode, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/457889
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Leseprobe aus  20  Seiten
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