Ziel der folgenden Arbeit ist die Vorteile des Leasings gegenüber dem Kauf eines Investitionsobjektes zu erläutern. Deshalb fokussiert sich die Arbeit auf die folgende Forschungsfrage: "Welche Vorteile bietet Leasing gegenüber der Kreditfinanzierung für den Leasingnehmer?"
Steuerliche Vorteile, Liquiditätsverbesserung, Planungssicherheit oder Bilanzneutra-lität sind nur einige Aspekte, die ein Unternehmen zum Leasing motivieren. Um die Vor- und Nachteile von Leasing aufzuzeigen, ist es notwendig zuerst Leasing zu definieren und die Formen herauszuarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Leasing?
3. Differenzierung der Funktion und Vertragsarten
3.1 Operate-Leasing
3.2 Finance-Leasing
3.3 Vollamortisationsvertrag
3.4 Teilamortisationsvertrag
4. Welche Vor- und Nachteile bietet Leasing?
5. Praxis Beispiel: Fuhrpark Leasing
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Leasing als alternative Finanzierungsform zum klassischen Kauf. Dabei liegt der Fokus auf der Beantwortung der Forschungsfrage, welche spezifischen Vorteile das Leasing im Vergleich zur Kreditfinanzierung für den Leasingnehmer bietet.
- Grundlagen und Begriffsdefinition von Leasing
- Differenzierung zwischen Operate-Leasing und Finance-Leasing
- Analyse der Vertragsarten Vollamortisation und Teilamortisation
- Vor- und Nachteile von Leasing gegenüber Kreditfinanzierungen
- Praxisnahe Betrachtung von Fuhrpark-Leasing am Beispiel der Deutschen Leasing AG
Auszug aus dem Buch
3.1 Operate-Leasing
Bei einem Operating Leasingvertrag wird dem Leasingnehmer ein Wirtschaftsgut für eine kurzfristige Laufzeit, meist Tage, Wochen oder Monate überlassen. Das besondere am Operating Leasing ist, dass der Leasingnehmer jederzeit das Leasing Verhältnis, unter Einhaltung der evtl. Kündigungsfristen, auflösen kann. Allein der Leasinggeber trägt das Investitionsrisiko und ist verantwortlich für die Wartung- und Instandhaltung des Leasingobjektes. Im Gegensatz zum Leasinggeber, trägt der Leasingnehmer kein Investitionsrisiko, da er nur Nutzer des Objektes ist.11
Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen stellt das Operate-Leasing eine Alternative zum Kauf dar. Die kurzen Laufzeiten bieten den Unternehmen flexibel auf dem Markt zu sein und bei technischen Fortschritten nicht das Risiko der technischen und wirtschaftlichen Veralterung zu tragen. Zusätzlich können Güter genutzt werden, wo sich die Anschaffung für das Unternehmen nicht lohnt, wie zum Beispiel Fahrzeuge für Mitarbeiter mit einem befristeten Vertrag oder Maschinen, die nur für ein zeitlich bestimmtes Projekt benötigt wird.12 Die Gesamtinvestition des Leasingobjektes wird nur für die kurze Laufzeit vom Leasingnehmer über die Leasingraten getragen. Um die Gesamtinvestition und Kosten zu decken, muss der Leasingeber die Leasingobjekte mehrfach verleasen. Jedoch sind nicht alle Objekte sind für die mehrfache Vermietung geeignet. Geeignete Operating Leasing Objekte sind zum Beispiel Kraftfahrzeuge, Gebäuden oder Lagerhallen. 13
Das Operate-Leasing bietet dem Leasingnehmer eine Investitionsalternative, da das Investitionsrisiko vom Leasinggeber getragen wird. Demnach stellt sich dem Leasingnehmer die Frage: Kauf oder Miete? Er hat zu wählen, ob er das Objekt nur nutzen möchte für eine bestimmte Zeit, ohne das Risiko zu tragen oder das Objekt kaufen möchte und das damit verbundene Investitionsrisiko tragen möchte. 14
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Leasingmarktes und führt in die Relevanz der Thematik für Unternehmen ein, um die Forschungsfrage abzuleiten.
2. Was ist Leasing?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Leasing sowie dessen grundlegende Funktionsweise und unterscheidet zwischen direkten und indirekten Leasingformen.
3. Differenzierung der Funktion und Vertragsarten: Es erfolgt eine detaillierte Erläuterung der verschiedenen Leasingmodelle, insbesondere Operate- und Finance-Leasing sowie deren spezifische Amortisationsverträge.
3.1 Operate-Leasing: Dieses Kapitel beschreibt kurzfristige Leasingverträge, bei denen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber verbleibt und die dem Leasingnehmer hohe Flexibilität bieten.
3.2 Finance-Leasing: Hier werden langfristige, unkündbare Verträge analysiert, bei denen das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer übergeht, was dem Kauf ähnelt.
3.3 Vollamortisationsvertrag: Der Fokus liegt auf der vollständigen Amortisation der Anschaffungskosten sowie der Zinsen und Gewinnmargen des Leasinggebers über die Grundmietzeit.
3.4 Teilamortisationsvertrag: Dieses Kapitel erläutert Vertragsmodelle, bei denen am Ende der Grundmietzeit ein Restwert verbleibt, der vom Leasingnehmer zu tragen ist.
4. Welche Vor- und Nachteile bietet Leasing?: Die Gegenüberstellung von Leasing und Kreditfinanzierung verdeutlicht die Vorteile der Bilanzneutralität und des Liquiditätserhalts für Unternehmen.
5. Praxis Beispiel: Fuhrpark Leasing: Anhand von Praxisbeispielen (Deutsche Leasing AG, freenet Group, Liebherr) werden die Servicevorteile und die Flexibilität bei Fuhrpark-Leasing aufgezeigt.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Leasing eine attraktive und flexible Alternative darstellt, sofern die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens und das Investitionsobjekt sorgfältig analysiert werden.
Schlüsselwörter
Leasing, Kreditfinanzierung, Operate-Leasing, Finance-Leasing, Vollamortisation, Teilamortisation, Investitionsrisiko, Bilanzneutralität, Fuhrpark-Leasing, Deutsche Leasing AG, Liquidität, Investitionsalternative, Serviceleistungen, Restwertrisiko, Mittelstand.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert Leasing als alternative Finanzierungsmöglichkeit zum Kauf und untersucht dessen Vor- und Nachteile aus Sicht eines Leasingnehmers im Vergleich zur Kreditfinanzierung.
Welche sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Kernpunkten gehören die Definition von Leasing, die Differenzierung zwischen verschiedenen Vertragsarten wie Operate- und Finance-Leasing sowie die praktische Anwendung im Fuhrparkmanagement.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel besteht darin, die Vorteile des Leasings gegenüber einer klassischen Kreditfinanzierung für Unternehmen herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse der Leasinggrundlagen sowie auf einer praxisorientierten Fallstudienanalyse von Unternehmen, die Leasingdienstleistungen in Anspruch nehmen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Leasingarten, eine Gegenüberstellung zum Kauf bzw. zur Kreditfinanzierung und eine vertiefende Analyse anhand konkreter Fallbeispiele in der Branche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind neben dem Leasing selbst auch Finanzierungsalternative, Investitionsrisiko, Bilanzneutralität und serviceorientierte Leasingmodelle.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen Operate- und Finance-Leasing eine wichtige Rolle?
Die Unterscheidung ist für die Risikoallokation entscheidend: Beim Operate-Leasing trägt der Leasinggeber das Investitionsrisiko, während beim Finance-Leasing das Risiko auf den Leasingnehmer übergeht, was wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung hat.
Welchen Einfluss hat das Leasing auf die Bilanz eines Unternehmens?
Leasingobjekte werden in der Regel beim Leasinggeber bilanziert, was dem Leasingnehmer eine sogenannte Bilanzneutralität ermöglicht und somit die Eigenkapitalquote und die Kreditwürdigkeit schont.
Was macht das Praxisbeispiel mit der freenet Group besonders?
Es verdeutlicht, dass Leasing heutzutage über die reine Finanzierung hinausgeht, da Unternehmen verstärkt Full-Service-Pakete nachfragen, um interne Aufwände für Wartung und Verwaltung auszulagern.
- Quote paper
- Suverna Santhamoorthy (Author), 2018, Leasing als Alternative zum Kauf, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/457353